"PUA"-Content
Erstmal vorweg: Es ist jetzt nicht dieser typische PickUp-Content, den man sonst überall lesen kann. Ich habe mich viel im PickUp-Forum aufgehalten, habe einige Tipps übernommen, an anderen Stellen mich aber auch gefragt, ob es die Pickup-Theory ist, die manche Menschen zu Charakterarschlöchern macht, oder ob diese auch vorher schon so waren...
Ausgangslage
Eigentlich hatte ich nie richtig Probleme Frauen kennenzulernen. Auf eine gewisse Art und Weise hat es in meiner Jugend eigentlich immer recht gut geklappt mit Freundinnen usw.. In PUA-Kreisen nennt man das wohl "natural".
(Hatte ich schon erwähnt, dass ich diese künstliche Sprache nicht mag, die Frauen in Hotbabes, Freunde in Wingman und Affären in Fuckbabes umbenennt?)
Zum ersten Mal hatte ich eine weitreichende Erkenntnis Anfang letztes Jahr, als nach 2 Jahren Beziehung plötzlich die Beziehung vorbei war, die man wohl als erste Jugendliebe bezeichnen kann. Natürlich bin ich erstmal in ein Loch gefallen, konnte überhaupt nichts verstehen und habe mich zurückgezogen.
Dann kam der obligatorische Thread in der Sorgenhotline (krass, was ich damals dort geschrieben habe, als hätte sich mein Blickwinkel um 180 Grad gedreht) und wie so oft wurde mir "Lob des Sexismus" empfohlen.
Zuerst mochte ich das Buch überhaupt nicht, weil es meinem bisherigen Bild von Beziehung total entgegenstand ♦
Nach und nach habe ich aber einfach an vielen Passagen erkannt, wie meine Exfreundin mich nach und nach an den Eiern hatte. Während ich am Anfang der Beziehung noch mehr oder weniger die Hosen anhatte (wie man es mit 17 so ahben kann
), hatte sich das Gleichgewicht mehr und mehr zu ihr hingedreht. Ich habe nur noch gemacht, was sie wollte, Ansagen kamen nicht von mir, sondern widerwillig von ihr (welche Frau will denn wirklich die tonangebende Person in der Beziehung sein?) und so kam es dann eben wie es kommen musste:
Ich war charakterlich kastriert in der Beziehung und sie hat dann Schluss gemacht
Heute kann ich ihr absolut keinen Vorwurf machen, obwohl ich sie damals sehr gehasst hatte (nach der "Hinterher-renn-Phase natürlich).
Danach erstmal kein Bock mehr so richtig gehabt auf Frauen und noch megadumm angestellt teilweise (trotzdem die ersten Onenightsstands meines Lebens gehabt, mehr Glück und Alkohol als alles andere).
Ich weiß noch wo Nico (w3cray) bei mir zu Besuch war, wir gehen feiern, 3 Mädels tanzen sich eng an mich ran und ich mache einfach nichts. Nico nur so: "Warum bist du nicht rangegangen?". Ich so: "Kein Bock"
Geändert hat sich das ganze so ab Dezember 2011/Januar 2012, als ich das erste mal wieder etwas verliebt war, und es dann trotz guter Vorzeichen und auch Näherkommen trotzdem nichts geworden ist.
Einige Erkenntnisse hatte ich ja schon von "Lob des Sexismus" und durch das stöbern im PickUp-Forum, aber so richtig geändert habe ich nichts an mir.
Theoretisches Wissen - keine praktische Umsetzung
Naja und dann habe ich viel Selbstreflexion betrieben. Ich habe auch immer wieder Andeutungen hier im Blog gemacht, hatte aber anfangs noch sehr viel gefailt in meinen Vorhaben. Ist auch nicht so schlimm, weil ich es immer wieder versucht habe (z. B. Sport) und dran geblieben bin.
Das ist auch mit ein Grund, warum ich dieses Jahr bisher fast nicht gepokert habe. Es sind einfach viele Dinge hinzugekommen, die Zeit kosten (größerer Freundeskreis, ich tue endlich mal WIRKLICH etwas für die Uni usw.).
Letztendlich war ich es Leid, immer hinter meinen Möglichkeiten hinterherzuschleichen. Dieses "sich-irgendwie-durchwurschteln" ist auch irgendwann anstrengend, weil einen die Probleme sowieso einholen.
Was habe ich geändert?
Erstmal vorweg gesagt, bezieht sich dieser Part eigentlich nur auf Themen, die direkt oder indirekt mit Frauen und/oder Freundeskreis zu tun haben.
Im Bereich Studium und Sport habe ich noch so viel zu verbessern, dass es sich nicht lohnt darüber zu schreiben. Zumindest das sportliche gehe ich gerade mal wieder an, nachdem ich nach meinem Umzug vor 2 Monaten komplett aufgehört habe.
1. Kleidung
Der Punkt, der wirklich noch am leichtesten umzusetzen ist meiner Meinung nach. Ich habe zwei Kommilitonen, die beide sehr unterschiedliche, aber gute Kleidungsstile haben, und die habe ich dann einfach mal gefragt, ob wir zusammen shoppen gehen können.
Ich weiß noch wie ich mich früher über gemeinsam shoppen gehende Männer lustig gemacht habe ♦ Aber ist wirklich gut, wenn man selbst nicht so viel Ahnung hat und so vielleicht mal etwas ausprobiert, was man vorher liegen gelassen hätte.
Ein Beispiel: Ich habe vorher immer gerne weitere Sachen getragen, da ich dachte, dass so meine schlaksige Statur nicht auffällt.
Naja, auffallen tut sie anyway, wie mir klar gemacht wurde.
Dahingegen sehen enge Hemden aber z. B. auch bei mir besser aus, was mir schon mehrmals von Frauen und Männern bestätigt wurde (wiege btw 75kg auf 1,88m).
Anderes Beispiel: Diese Hosen mit Löchern sehen einfach fast immer scheiße aus, es sei denn, die restliche Kleidung ist darauf abgestimmt (und nein, so möchte ich nicht rumlaufen). Trage ich jetzt gar nicht mehr.
Und wenn man von Frauen auf einmal das Kompliment bekommt, dass man tolle Schuhe hat, hat man auch etwas richtig gemacht
2. Optik
Ich habe eigentlich nie viele Pflegeprodukte fürs Gesicht und die Haare gehabt. Inzwischen sind es wirklich einige Dosen Tuben usw.
Und dabei übertreibe ich auch nicht, ich habe mir nur mal Gedanken gemacht, was wirklich mal nützlich sein könnte.
Ich habe immer trockene Haut und Pickel im Gesicht und auf der Stirn gehabt (gerade dort ärgerlich, da man bei meinen "längeren" Haaren, die die Stirn bedecken, gedacht hatte, ich hätte Schuppen. War aber dann meine trockene Haut)
-> endlich mal Geld ausgeben und ein paar Produnkte durchprobieren.
Hier mal ein Kauftipp, falls jemand das gleiche Problem hat: http://www.amazon.de/Nivea-Men-Sensitive-Hydro-Gel/dp/B004LS6U4M
Haarwachs ist das nächste auf der Liste.
Hatte früher mal Gel ausprobiert, sah mir immer zu doof aus, da die Haare glänzten. Haarspray hielt nicht oder nur so Stränchenweise, sodass ich lange Zeit gar nichts benutzt hatte, obwohl meine Frisur sonst keine ist.
-> Hier im Forum recherchiert, ein paar Tage rumgefailt, jetzt zufrieden
( http://www.amazon.de/Got2b-Strand-Matte-Matt-Paste-Pack/dp/B004H5D498/ - für den "Surferlook" in den Haaren)
Sind noch ein paar mehr Dinge, aber darum gehts gar nicht.
Was ich nur sagen möchte: Man sieht den Unterschied!
Klar wird man nicht vom Hässlon (ich liebe dieses Wort) zum Supermodel, aber darum gehts auch gar nicht (mehr dazu in Punkt 3).
Gepflegtes Aussehen ist das A und O. Klar geht das vielleicht nicht immer, aber man sollte sich auf jeden Fall Gedanken machen, wie man mit gerade diesen kleinen Mitteln einiges erreichen kann.
Für viele sind das Basics, aber ich als Nerd musste mich in dem Produnktdschungel erstmal zurechtfinden...
3. Umgang mit Frauen
Lockerer werden!
Sagt eigentlich alles.
Man weiß nie, was einem am Abend erwartet, wenn man unterwegs ist, alte Freundinnnen trifft oder einfach nur durch die Stadt läuft (Ok, ich gehöre nicht zu den Leuten, die Mädels in der Stadt ansprechen. Das meiste kommt über den erweiterten Freundeskreis bei Studentenpartys, Gebrutstagen usw., ansonsten halte ich einfach die Augen offen für Gelegenheiten.).
Das habe ich in letzter Zeit oft gemerkt.
Aber genau das sollte locker machen. Man hat viele Dinge sowieso nicht in der Hand. Warum also den Kopf darüber zerbrechen?
Du hast ein Date mit einer schönen Frau? Super, dann hast du schon viel erreicht, aber trotzdem weiterhin nur zu gewinnen!
Ich war im Verhältnis mit Frauen immer sehr angespannt und schüchtern, aber es gab da so eine Aha-Situation, die mir vor ein paar Monaten endgültig die Augen geöffnet hat.
Eine wirklich sehr attraktive Freundin (Ja, ich wurde gefriendzoned, obwohl ich mich standhaft dagegen gewehrt habe ♦ [auch/gerade Freundschaften sind toll]) hat mir erzählt, dass sie einfach kein Bock mehr hat entweder auf Männer zu treffen, die ihr die ganze Zeit sagen, wie toll sie doch aussieht, oder schlimmer noch, wie süß sie doch auf ihren Facebookfotos sei.
Oder Männer, die so nervös sind weil sie gut aussieht, wofür sie nur zu einem gewissen Grad zuständig ist, und dann nicht in der Lage sind normal mit ihr zu sprechen.
Sie möchte einfach als Mensch wahrgenommen werden, der zwar attraktiv ist, deswegen aber nicht auf ein Podest gestellt werden muss.
Dieser Absatz gilt natürlich nicht für die ganzen Discoattentionwhores, die so rumlaufen
Ich finde gerade deshalb diese Einteilung in den PU-Foren in verschiedene Zahlenwerte (1 = hässlich, 10 = perfekt) unsinnig und sogar kontraproduktiv. Klar gibt es objektiv und subjektiv große Unterschiede in der Schönheit und Attraktivität der Frauen. Ich für mich unterscheide aber einfach nur noch in "wirkt attraktiv auf mich" und "eher nicht so" ♦
Der Grund ist, dass ich die Frauen nicht unterschiedlich behandeln möchte, aufgrund ihrer objektiven und subjektiven Vorzüge/Makel.
Weder möchte ich herabwürdigend über eine "HB 4" urteilen, noch supernervös bei einer "HB 9,5" werden.
Alle werden von mir gleich geneckt, geärgert, wertgeschätzt, was auch immer, natürlich entsprechend ihrem Charakter, je nachdem wie ich denke, bei der Person Erfolg zu haben.
Schwer zu beschreiben, aber eigentlich fahre ich ganz gut mit der Schiene. Sollte wohl auch normal sein, aber was man in den Foren so teils an herabwürdigenden Lines ließt, die vielleicht sogar noch funktionieren, weil das Gegenüber nicht so viel Selbstbewusstsein oder Komplexe hat, dann möchte ich da nicht mitmachen.
Was mich zum letzten Punkt führt:
4. Männlichkeit/Charakterstärke
Der schwerste Punkt, wo ich noch seeeehr weit vom Ziel entfernt bin ♦
Da muss ich am meisten arbeiten und immer wieder den inneren Schweinehund überwinden.
Das fängt schon damit an, Dinge, die nicht in Ordnung sind, ganz klar anzusprechen und mit der anderen Person zu kommunizieren.
Beispiel: In meiner 2-Jährigen Beziehung hatte ich mir viel zu viel gefallen lassen.
Sie war eine sehr krasse Zicke.
Ich habe immer gesagt: "Ach, ich mache mir da nichts draus" oder "Ist schon in Ordnung so", obwohl es das absolut nicht war.
Ich hab mir alles gefallen lassen.
Ergebnis: Sie konnte weiter auf mir rumtanzen und nichts hat sich geändert.
Als MANN sich auch männlich verhalten. Nicht immer nach Erlaubnis fragen ("Ist es in Ordnung, wenn..."), sondern eine Richtung vorgeben.
Etwas wagen, sich nicht verkriechen.
Führen, nicht hinterherlaufen.
Anderes Beispiel, was mir immer wieder auffällt:
Wenn ich mit meiner alten Clique unterwegs bin in meinem Heimatort (Frauen und Männer gemischt), dann gibt es oft das Phänomen, bevor wir irgendwo drin sind (Cocktailbar, Discoschlange), dass alle langsamer werden, damit keiner vorangehen muss ♦
In der Situation will und muss ich einfach in Zukunft derjenige sein, der den Weg vorgibt. Das klappt schon ganz gut, auch wenn es immer wieder unangenehm ist...
Wie gesagt, der vierte Punkt ist der schwierigste und wahrscheinlich auch derjenige, an dem ich immer weiter dran arbeiten muss.
Was mache ich nicht?
Hier nur noch ganz kurz, wo ich mir klare Prinzipien gesetzt habe, die teilweise wohl auch gegen das allgemeine Bild der PUA-Szene stehen.
Ich sorge immer für klare Verhältnisse!
Klar, ein One Night Stand ist ein One Night Stand, da kann man vorher nicht so viel klären ♦
Aber für alles danach, bin ich gegenüber dieser Person emotional verantwortlich.
Wenn eine "Affäre" ensteht, die für beide Seiten Ok ist, dann ist alles super.
Wenn sie sich aber beispielsweise mehr Hoffnungen macht, als ich ihr erfüllen kann (Beziehung), dann mache ich einen ganz klaren Cut. Ich will nicht zu den Menschen gehören, die andere Frauen für den Spaß nebenbei ausnutzen. Das habe ich einfach nicht nötig.
Zu diesem Punkt gehört auch, dass ich mir inzwischen eine klare Altersgrenze gesetzt habe bei den Frauen. Für mich ist alles unter 18 Jahren tabu, da viele Mädchen in dem Alter einfach oft emotional noch nicht auf der Höhe sind/andere Vorstellungen haben usw.. Da kann man als Mann sauviel kaputt machen und das möchte ich für diesen "Spaß" einfach nicht.
Ansonsten sind Ehrlichkeit und Authentizität meine Stichworte. Danach richte ich mich in allen zwischenmenschlichen Beziehungen.
Für mich das wichtigste, deshalb benutze ich z. B. auch (fast) keine PUA-Standardsprüche, weil das dann meistens mächtig in die Hose geht ♦
So viel dazu, endlich mal wieder eine Wall of Text von mir!
Mal sehen, was da so an Kommentaren kommt...
P. S. Die lustige Story, von der ich noch erzählen wollte, kommt morgen, gerade keinen Bock mehr zu schreiben.
Nur so viel: Ob ich episch gefailt habe oder einfach nur Pech hatte, dem bin ich mir noch nicht so sicher...