Da ja ich ja kein falsches Bild vermitteln will, was ein geeignetes Bankrollmanagement ist, möchte ich hier ein Paar interessante und wichtige Artikel zu diesem Thema verlinken (Ist jetzt natürlich nur für Anfänger interessant):
Varianten Bankroll Management
Die Möglichkeiten des Bankroll Managements kann man abhängig von der Risikobereitschaft entlang der Achse sehr konservativ – konservativ – ausgewogen – aggressiv – sehr aggressiv einteilen. Je nach bevorzugter Strategie spielt man ein Limit mit einer Bankroll, die aus vielen Buy-Ins besteht (konservative Strategie), oder mit nur wenig Buy-Ins als Reserve (aggressive Strategie). Ein Profi, der mit Pokerturnieren seinen Lebensunterhalt verdient, sollte einen viel grösseren Aspekt auf Sicherheit legen als ein Hobbyspieler, der nur des Spasses wegen pokert. Wir erläutern jetzt die Vor- und Nachteile der beiden Strategien.
Die konservative Strategie des BRM
Vorteile
* man reduziert die Wahrscheinlichkeit, ein Limit absteigen zu müssen, was zermürbend sein kann
* Downswings treffen einem weniger hart, weil sie nur einen kleinen Teil der Bankroll betreffen. Dadurch ist auch die psychische Belastung geringer
* man spielt längere Zeit auf einem Limit, wodurch man mit grösserer Sicherheit sagen kann, dass man das Buy-In schlägt. Dadurch lernt man auch die Gegner besser kennen und erhöht seinen ROI
Nachteile
* man steigt zu langsam auf das nächsthöhere Limit auf. Dadurch erzielt man nicht den maximal möglichen Gewinn
* man muss längere Zeit warten, bis man einen Spielfortschritt im eigenen Spiel (Aufstieg als Gradmesser) erkennt
Die aggressive Strategie des BRM
Vorteile
* als guter Spieler steigt man schneller auf und erhöht dadurch seinen erzielten Gewinn
* ein Aufstieg ist motivierend
Nachteile
* Limit-Abstiege können einem psychisch zusetzen
* ein Down – selbst wenn es nur 20 Buy-Ins sind – kann eine Halbierung der Bankroll bedeuten
* es besteht das Risiko, dass man nicht rechtzeitig absteigt und im Fall eines Downswings einen Grossteil seiner Bankroll verliert
* ein zu rascher Aufstieg kann dazu führen, dass man auf „scared money“ sitzt und aus Angst vor dem Ausscheiden aus einem Turnier zu ängstlich spielt
Empfehlung Bankroll Management
Welches Bankroll-Management ein Spieler betreiben will, muss er letztendlich selbst wissen und hängt primär von seiner Risikobereitschaft ab. Wir haben euch hier basierend auf mathematischen Simulationen und Erfahrungswerten eine Tabelle zusammengestellt, bei der ihr ablesen könnt, wie viele Buy-Ins ihr fürs jeweilige Limit benötigt:

In den Spalten sind die Turniervarianten SnG, DoN, Heads-Up, 18er SnG, 45er SnG und MTT (>100 Spieler) aufgeführt. Will man also ein aggressives BRM betreiben, dann sind für Sit and Go’s (SnG) 50 Buy-Ins und für Double or Nothing (DoN) 30 Buy-Ins als Bankroll die Mindestvoraussetzung. Hat man also 1200$ zur Verfügung, dann kann man 22$ SnGs spielen (54 Buy-Ins) oder 33$ DoNs (36 Buy-Ins). Hat man als SnG-Spieler weniger als 550$, dann muss man von den 22ern auf die 11er SnGs absteigen, da man gerade noch 50 Buy-Ins für das untere Limit hat.
Eine einfache Möglichkeit, zu sehen, mit welcher Bankroll man welches Limit bei einem gewählten Bankroll-Management man spielen kann, bietet ein kleines Excel-Sheet, welches wir erstellt haben. Man sieht in diesem Beispiel unten mit einem 50 Buy-In BRM, welches Limit man bei welcher Bankroll spielen kann. Wenn man 1000$ einzahlt, kann man die 11$ Turniere spielen. Sobald man über 1100$ hat, kann man auf die 22er aufsteigen und mit 1650$ auf die 33er aufsteigen. Läuft es schlecht und die Bankroll fällt unter 550$, dann muss man auf die 11er absteigen, da man gerade noch 50 Buy-Ins für dieses Limit hat. Bei einem Aufstieg auf die 22er mit 1100$ kann man ein Downswing von 25 Buy-Ins verkraften, bis man auf die 11er absteigen muss.
