Kann nur genau wiedergeben, wie es beim ijgd (Da speziell das Weltwärtsprojekt) und bei Projects Abroad abläuft.
Beim ICJA kenn ich mich da nicht aus, die haben meine Bewerbung nicht angenommen.
War selbst in Moldawien und hab da in einem Waisenhaus gearbeitet. Konnte mich im vornerein entscheiden,
wo ich genau hin wollte und hab den Freiwilligen Dienst und Projects Abroad kombiniert.
Beim Weltwärtprobjekt wählt man im vornerein verschiedene Länder aus, für die man sich bewirbt.
Eine komplette Sicherheit, dass du in dein Lieblingsland hat man also nie, aber man bekommt im vornerein Informationen,
in welche Projekte man in den Länder kommt.
Die Bezahlung bei Weltwärts läuft so, dass 3/4 von der BRD bezahlt wird und 1/4 muss man selbst über einen "Spendenkreis" aufbringen.
Gedacht ist es so, dass man eine Präsentation in der Schule oder im Familienkreis macht, um Geld dafür zu sammeln.
Sinn dahinter ist wohl, dass man Entwicklungshilfe betreibt, weil das der eigentliche Antrieb hinter der Freiwilligen Diensten ist.
Ob man am Ende aber einfach das Geld selbstbezahlt interessiert auch keinen.
Waren glaube ich ca. 1500 Euro die man aufbringen musste. Denke aber, dass das sich das mit Kindergeld in etwa die Waage hält.
Dazu kommt aber noch, dass man die Anreise selbstbezahlen muss.
Bevors losgeht, gibts dann noch ein Vorbereitungscamp.
Sind glaube ich 1-2 Wochen irgendwo in Deutschland wo alle Freiwilligen zusammen kommen und n bisschen politische Bildung und sowas beigebracht bekommen.
Ein paar Rollenspiele und etwas Infos wie man am besten mit den Kinder umgeht. Und natürlich ein Haufen Spaß.
Vorort sind bei uns ca. 80% der Freiwilligen in Wohnung mit anderen Freiwilligen gezogen.
Der Rest in Gastfamilien. Die Wohnung wird dann von der Hostorganisation und für die Freiwilligen gibts dann Essens und etwas Taschengeld. Das Geld was man bekommt ist aber an das jeweilige Land angepasst.
Hab, um meinen abgespeckten "deutschen Standard" zu halten
(Also auch mal Süßigkeiten oder bei Mc Donalds was essen) im Endeffekt draufbezahlt, aber durchaus im Rahmen.
Einen Sprachkurs gibt es vor Ort auch, wenn das Land mehrer Amtssprachen hat,
dann kann man sich normalerweise aussuchen, welche Sprache man lernen will.
Sind dann meistens 2 Stunden pro Woche, zzgl. Hausaufgaben.
Während der Zeit vor Ort gibts auch noch Camps in dem Land selbst und in den Nachbarländern,
mit den anderen Weltwärs-Volunteers in dem Teil der Welt sind. Die Reisen muss man aber nicht selbst bezahlen und sind ne super Reisemöglichkeit.
Ein paar Wochen nachdem man wieder in Deutschland gibts dann noch mal ein Camp, wo man dann den neuen Freiwilligen n paar Erlebnisse erzählt etc.
Bei Projects Abroad kann man sich frei aussuchen wo man hinmöchte.
Wenn man sich ein Land und ein Projekt ausgesucht hat, dann organisieren die die nötigen Schritte.
Was man sich aber klarmachen muss ist, dass Projects Abroad ein Unternehmen ist und die natürlich Gewinn machen wollen.
Das ganze ist dann entsprechend teurer. Das ganze hat aber auch seine Vorteil.
Die ganzen Visumsabläufe wurden bei mir komplett durch die organisiert.
Ich musste nur ab und zu mit zu nem Ministerium und meine Unterschrift abgeben.
Man wird in einer Gastfamilie untergebracht und hat dem entsprechend auch intensiven Kontakt zu Einheimischen.
(Hilft besonders beim lernen der Sprache weiter ;))
Würde Projects Abroad gerade bei kurzen Aufenthalten (1-2 Monaten) empfehlen, weil es einem viel Arbeit erspart und man trotzdem in sehr guten Händen ist.
Das wichtigste bei beiden Sachen ist wohl, dass man mäßiggut Englisch kann, nach ein paar Wochen wirds auch bei mittelmäßigem Wortschatz fließend, und, dass man nicht erzkonservativ ist.
Zum einen sind die Freiwilligen nicht die typischen CDU-Wähler, sondern eher Grüne oder Linkesocken. Was gerade mir teilweise Probleme macht mit den anderen Freiwilligen klarzukommen, dadurch hab ich aber vermehrt den Kontakt zu Einheimischen gesucht, hatte also auch Vorteile.
Und, gerade für Schüler wichtig, man muss Selbstständig sein. Beim EVS wird einem fast nichts hinterhergetragen und man muss viele Dinge selbst organisieren. Gerade in Ländern wo wenig Englisch gesprochen wird, ist das manchmal schon eine Herausforderung.
Trinkfest sollte man, je nach Land, auch sein.
Hab vor n paar Wochen auch mal einen kurzen Erfahrungsbericht geschrieben, den man auf der Projects Abroad Seite finden kann.
Hoffe mal, dass ich dir weiterhelfen konnte.
In b4: tl;dr