Angeregt durch immer wiederkehrende Beiträge, die immer auf die gleichen Aussagen hinauslaufen – bekomme keine Hände mehr, verliere jeden Coinflip – hier ein paar Anregungen, wie man Down- bzw. Upswings mathematisch in einem begrenzten nachweisen kann. Vorab: Selbstverständlich sind diese Berechnungen nicht die alleinigen Kriterien für einen Up- oder Downswing, sie können dennoch interessante Hinweise liefern. Darüber hinaus sollte man gewisse Grundkenntnisse in Excel besitzen und etwas Zeit mitbringen, um das sheet anzulegen. Da man solche Berechnungen eher in einem Downswing anstellt, ist es vielleicht gerade dann sinnvoll, auch um ein wenig Abstand zu gewinnen. Ich selbst trage regelmä�?ig die entsprechenden Daten in das Excelsheet ein. Dies ist bei mir allerdings kein besonderer Akt, da ich nicht übermä�?ig viele SNGs spiele.
Die Kriterien die ich für meine Berechnungen verwende sind Coinflips und die Häufigkeit besonders guter Hole Cards.
Coinflips, die früher oder später in jedem sng vorkommen.
Sie unterteile ich in die Coinflips vor ITM und ITM. Mit Hilfe eines Odds Calculators (ich bevorzuge den unter cardplayer.com) trage ich die Chancenverteilung (60% zu 40%) und das Ergebnis (gewonnen/verloren) in das Excelsheet ein. Ich summiere die Prozentzahlen und teile sie durch die Anzahl der Coinflips. Ebenso verfahre ich mit den tatsächlichen Ergebnissen.
Als Ergebnis erhalte ich beispielsweise folgende Daten:
Turniere: 57
Vor ITM Entscheidungen: 85
Erwartetes Ergebnis: 56% gewonnen / 42% verloren / 2% geteilt
Tatsächliches Ergebnis: 62% g / 38% v
Nach ITM Entscheidungen:
Erwartetes Ergebnis: 50%/47%/3%
Tatsächliches Ergebnis: 50%/48%/2%
Hier kann man schon sehen, dass vor ITM besser als mathematisch erwartet für mich gelaufen ist. ITM ist es im Prinzip wie erwartet ausgegangen.
Die Häufigkeit der Premium- bzw. sehr guten Hände spielt natürlich auch eine Rolle. Hierbei notiere ich mir (bzw. verwende Daten aus PT) TT+, AQ+. Das erwartete Ergebnis ist z.B. Anzahl der Hände / 221 für TT+, Anzahl der Hände / 338 für AQs/AKs und Anzahl der Hände / 110 für AQo/Ako. Ich summiere das tatsächliche Auftreten dieser Hände und sehe dann, ob es den Erwartungen entspricht.
Da uns die subjektive Wahrnehmung oft einen Streich spielt, können die Ergebnisse zeigen, ob man tatsächlich wider den Erwartungen Coinflips verliert und/oder keine guten Karten bekommt.