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"Balkonkraftwerk" Solaranlage um Grundlast abzudecken

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Dogdo
Beigetreten: 19.06.2008
Oldschool Grinder

Hallo zusammen,
Sehe mittlerweile bei uns hier in der Umgebung an immer mehr Balkonen diese kleinen Solarzellen hängen. Hab mich dann ein wenig schlau gemacht und find den Grundgedanken der Teile eigentlich relativ gut.
Für alle die sie noch nicht kennen:

Das sind "Kleine" 1 Modulzellen mit meistens 100-300Wp die man auf dem Balkon aufstellt oder befestigt incl. Wechselrichter der den Strom direkt ins eigene Wohnungsnetz einspiesst und dafür gedacht ist um die Grundlast teils abzudecken. D.h. man speisst nicht wie normalerweise die Energie ins Netz und bekommt dafür seine 5-7cent pro kwH sondern man verbraucht durch seinen Standy Stromverbrauch die eigens gewonnene Energie. Die teile werden entsprechend ganz normal mit einem Stecker in die Steckdose gestöpselt und schon dreht das Zählerrad im Keller langsamer.
Einziges Problem hierbei ist halt das man angenommen man erzeugt mehr Energie als man verbraucht den Strom quasi verschenkt (Alte Zähler scheinen auch rückwärtszudrehen was aber Verboten ist aufgrund von Steuerbetrug).

Gennant werden die teile auch "Balkonkraftwerk".
Hat jemand sowas auf dem Balkon / Garten stehen und kann was dazu sagen wie so die durchschnittsleistung bei deutschem Wetter ist?
Mir ist natürlich klar das man keine riesenerträge spart aber der Grundgedanke finde ich ziemlich gut. Losgehen tun die teile ja bereits Steckerfertig ab so 300€ bis ca. 800€ bei der exakt gleichen Leistung. Wo liegen da die Unterschiede? Nach wievielen Jahren dürfte sich sowas effektiv rentieren in bezug darauf das man den Strom selber verbraucht und nicht für 5-7cent einspeisst?

Hier mal die völlig überteuerte Variante


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11 Antworten
Yaki
Beigetreten: 17.10.2007
PokerStrategist

Zeiht Fazit nach 2 Jahren. Dauert auf jeden Fall, bis es sich rentiert.


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uni05mz
Beigetreten: 09.01.2007
Oldschool Grinder

Original von Dogdo
Die teile werden entsprechend ganz normal mit einem Stecker in die Steckdose gestöpselt und schon dreht das Zählerrad im Keller langsamer.

Du meinst mit einem normalen Schuko-Stecker?

Wenn ja: wie ist folgendes Problem gelöst:
Normalerweise (also so gut wie immer) hast Du einen dreiphasigen Hausanschluss. Deine Steckdosen sind idealerweise möglichst gleichzahlig auf die Phasen verteilt.
Wenn Du jetzt zufälligerweise Deine 'Standy' Geräte an Phase 1 und 2 hängen hast, Du aber den Strom in Phase 3 einspeist bringt Dir das gar nichts.


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wahnfried
Beigetreten: 29.08.2007
Elite Grinder

Also normalerweise hängen bestimmte Geräte an bestimmten Stromkreisen, die durch eine Sicherung abgesichert sind, und die der Elektriker im Sicherungskasten entsprechend gekennzeichnet hat (Sicherung Herd, Sicherung Waschmaschine/Trockner, Sicherung Licht und Steckdosen EG usw.). Dürfte also nicht allzu schwer sein, die Einspeisung am "richtigen" Stromkreis anzuschließen.


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Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

Hatte mir das vor 4 Jahren für mich mal durchgerechnet; damals war es so, dass es sich nicht wirklich rentiert hätte.
die eigentlich verbrauchten kWh in der Stromrechnung machen einen zu kleinen Anteil aus (wegen Pauschalgebühren, vielleicht ist das in DE besser als in AT?) und die Anschaffung war zu teuer (vielleicht mittlerweile deutlich günstiger).
Zudem werden die Teile mit der Zeit schwächer, Zeiten hoher Leistung stimmen nicht mit Zeiten hohem Verbrauchs zusammen etc


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J4cK90
Beigetreten: 05.09.2008
PokerStrategist

DE hat deutlich höhere Strompreise als AT, in DE sind es fast 50 % mehr. Des Weiteren hat sich Preis/Leistung von Photovoltaik und insbesondere Balkonmodulen in den letzten Jahren weiter verbessert und es gibt mehr einfach zu handhabende Balkonmodule zu kaufen. Die Frage wie sehr es sich lohnt hängt aber stark von der Ausrichtung und dem eigenen Verbrauch ab. Ist man tagsüber nie zuhause oder arbeitet man evtl von zuhause oder hat Familie und die Kids sind tagsüber oft im Haus und verbrauchen Strom? Hat man evtl eine Klimaanlage für den Sommer? Sehr wichtig ist auch die Ausrichtung des Balkons.

Ein gut ausgerichtetes Modul Richtung Süden, senkrecht am Balkon hängend hat noch 70% des Ertrags einer perfekt ausgerichteten Dachanlage, der Eigenverbrauch ist durch die gering Größe aber viel höher und man spart die Installationskosten, die fast die Hälfte von Dachanlagen ausmachen. Ein 300 Wp Modul Richtung Süden sollte je nach Bundesland auf rund 650-750 kWh im Jahr kommen, was bei 100 % Eigenverbrauch und 27 ct strompreis 150 - 200€ ergeben würde. Selbst mit einer Grundlast von 100W würde man auf fast 100% Eigenverbrauch kommen, da das Modul bei 70% Ertrag maximal auf 210 W kommt und das auch nur bei perfekt klarem Himmel am Mittag, auf 80% Eigenverbrauch kommt man daher mindestens. Bei kleineren Modulen wohl 95%+. Balkonmodule rentieren sich daher bei guter Ausrichtung recht schnell im Vergleich zu den mageren Zinsen heutzutage. Aber auch Energieeffizienz in Form von z.B. LED lampen statt Halogenbirnen amortisiert sich nach etwa einem Jahr wenn das Licht pro Tag 2h leuchtet und die LED Lampe 7€ kostet, das sind Kleinigkeiten die mehr bringen als jede Geldanlage und nebenbei die Umwelt schützen ;)

Je nach Ausrichtung des Moduls könnte ich eine genaue Ertragsberechnung machen, wenn es jemand interessiert (Vorraussetzung ist aber keine oder nur minimale Verschattung).


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Dogdo Themenstarter
Dogdo
Beigetreten: 19.06.2008
Oldschool Grinder

Ich stell mir vorallem die frage ob so ein modul eine lebensdauer von 10 jahren durchhält oder ob da möglicherweise vorher der wechselrichter o.ä. kaputt geht.
Wenn sich das teil unter 10 jahren bezahlt macht wär das für mich völlig in ordnung.
Die andere frage die ich mir stelle. Es gibt ja stromzähler mit rücklaufsperre d.h. er kann im falle das mehr produziert wie verbraucht wird nicht rückwärtslaufen. In diesem falle verschenke ich quasi den überschüssigen strom an den netzbetreiber, korrekt?
Experten meinen ja das alles bis 600wp problemlos und vorallem ungefährlich fürs hausnetz sind. Kann da trotzdem irgend eine leitung abfackeln?


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Spielstephan
Beigetreten: 02.02.2008
Oldschool Grinder

Ich vermute eher, dass ein 300Wp Modul an einem vernünftigen Standort ca 300kwh/a produziert. Rest kann man sich ja ausrechnen.

Wir haben eine 9kWp PV Anlage installiert, die rechnet sich nach meiner Berechnung nach ca. 12 Jahren. bei einem Strombedarf des Hauses von ca. 14 kKWh. Wir haben auch immer eine Grundlast von ca. 140-250 Wh, dafür könnte ich mir so eine Balkonanlage gut vorstellen.


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J4cK90
Beigetreten: 05.09.2008
PokerStrategist

Die 70% gegenüber optimaler ausrichtung habe ich einer quelle entnommen und eine Dachanlage in DE kann je nach Standort 900-1000 Volllaststunden haben. Merke gerade, dass ich mich verrechnet habe, 1000 Wp wären dann etwa 700 kWh 300 Wp sind dann dementsprechend nur etwa 200 kWh, also Ersparnis von etwa 55€. Und ja, bei Rücklaufsperre schenkt man Strom dann her, deshalb sollte man keine zu große Leistung haben um möglichst unter der Grundlast zu bleiben.


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Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Ich gebe auch zu bedenken das solche Anlagen grade auf Balkonen vorher mit den Eigentümern bzw. der Hausverwaltung abgeklärt werden müssen ;-)


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Dogdo Themenstarter
Dogdo
Beigetreten: 19.06.2008
Oldschool Grinder

Es gibt ja diese stellbaren. Diese müssen nicht genehmigt werden weder vom vermieter noch von der eigentümergemeinschaft da es sich hierbei um einen beweglichen gegenstand handelt. Finde die mit gestell sowieso fast besser da man sie sich immer zurechstellen kann wie die sonne gerade scheint


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Dogdo Themenstarter
Dogdo
Beigetreten: 19.06.2008
Oldschool Grinder

Habs mir mal durchgerechnet und bin zu dem entschluss gekommen, das sich das in meinem Fall nicht rentiert und zwar aus folgendem Grund:
Ich hab standby etwa ~60-70w verbrauch. Im Sommer zu Peak zeiten sollte so ein Teil ja quasi ~200w bringen. In der Schlussfolgerung würd ich dem stromanbieter quasi zu viel schenken bzw. würde meine mögliche "rendite" drastisch drücken


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