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bandscheibenvorfall LWS

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13 replies
Deepmind
Joined: 03.09.2005

moin,

mieses Ding :-(

Hab vor 10+ Jahren mit Anfang 20 mal einen gehabt und wurde nicht operiert, sondern hab 20 Einheiten Physio / Muskelaufbau / Fango / Elektrostimulation etc. bekommen . Danach halt immer regelmässig zu Hause was gemacht und seit dem keine grossen Probleme mehr .

Würd dir empfehlen, erstmal härteren Sport ( Fussball / joggen / squash etc. ) zunächst zu meiden und dir ein paar Übungen zeigen zu lassen,die du dann jeden / jeden 2. Tag so 15-20 Min machen solltest . Bau ne solide Rücken UND Bauchmuskulatur auf, gönn dir nen paar Wärmepackungen, Massagen etc.
Lern ein bisschen über die richtige Haltung -grade beim Sitzen vor dem Computer / Heben etc. macht man manchmal schon blöde "Fehler",die mies auf den Rücken gehen.

Schmerzen am Anfang der Behandlung kann schon mal sein - kommt beim Training schon mal zu Verhärtungen bzw. Verspannungen im unteren Rücken. Wenn ich sowas habe - Wärme und Franzbranntwein :-)

Wenn es dauerhaft oder zu stark wird, würde ich nochmal ab zum Arzt. Der kann dann aber wahrscheinlich auch nicht mehr machen, als dir ne Spritze zu geben und die sind ganz rau.

Ansonsten GL


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Such dir einen guten Physio, der sich mit Krafttraining auskennt oder geh gleich zu einem spezialisierten Fitnesstrainer. Und bring nen Befund vom MRT mit, dann kann man erkennen, was man machen muss, denn je nachdem, wie bzw. in welche Richtung die Bandscheibe rausgekommen ist und welche motorischen Störungen dadurch verursacht wurden, muss man etwas anders an die Sache herangehen.


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die ärzte äußern sich deswegen nicht konkret dazu, weil es nicht ihr gebiet ist sowas wegzumachen und sie es nicht genau wissen. orthopäde kann dich bestenfalls einrenken und macht das fast mit sicherheit schlechter als ein spezialist (siehe nächster absatz), sonst bekommst halt spritzen gegen die schmerzen. das ist nicht schlecht weil es auch die muskulatur entspannt und etwaiges weiteres abgespaste stoppt, aber repariert natürlich nichts.

osteopathie ist genau wie alle anderen derartigen sachen (chiropraxis, manuelle therapie etc etc) sehr von dem konkreten menschen ab der das ausübt abhängig und halt von dem was der dann kann, mMn eher nach dem mit dem besten ruf als der genauen bezeichnung gehen - gibt manchmal zB auch masseure die was drauf haben weil mehr talent/fortbildung/intelligenz etc.
sonst dickes #2 an die andern beiden, spezialisierter physio/trainer ist das wichtigste.

alles was halt kompressiv auf die wirbelsäule einwirkt ist zu vermeiden so lange das zeug unten nicht richtig sitzt, und alles wo du halt zu viel 'hebelwirkung' ansetzt und stabilisieren musst (kisten heben usw, aber das ist relativ obv für dich weils instant aua macht). langes sitzen ist auch kompression btw, genau wie du beim laufen (sprich, joggen) bei jedem schritt dein gesamtes gewicht abfedern musst und ne ministoßwelle durch die WS schickst, dh das würde ich auch erstmal minimieren.

ist scheisse ohne fachwissen selber zu beurteilen wann ein pt gut ist (wie bei allem halt), kannst ggf mal fragen wie das mit streckung/beugung an der WS im bezug auf nen bandscheibenvorfall funktioniert und was an der LWS besonders ist, wenn er dir das sinnvoll erklären kann hat er zumindest mal die grundlagen verstanden (ich kanns nicht mehr btw, ist ne weile her, ging irgendwie von wegen eine WS die mehr zu beugung neigt drückt die wirbel in ne bestimmte richtung raus und dann überkompensiert man das mit ner art flucht in noch mehr beugung damit die wirbel wieder aufeinander stehen, gibts auch mit streckung, eins ist bandscheibenvorfall das andere ist wenn dir die wirbel rausspringen. ganz grob nur, weiß es wirklich nicht mehr richtig)
heißt nicht, dass ers perfekt therapieren kann oder auch dass ers nicht kann wenn ers nicht so gut erklärt, aber ist vielleicht mal ein anhaltspunkt. kann aber auch sein dass er damit aus prinzip keine zeit verschwenden will und nur die 'ja mei hast halt viel hebelwirkung weil lws is eben ganz unten und dann lupfts dir halt mal was raus'-antwort gibt (was nicht falsch ist).

letzten endes musst du nicht einfach muskeln stärken, sondern das pattern, also das neurale ansteuerungsmuster der ganzen darumliegenden muskulatur, reparieren und die kompensatorischen schonhaltungen die du hast loswerden (indem du sie überflüssig machst und dann wieder dagegen trainierst). wenn du sagst 'gerade kleines muskelaufbautraining', pass bloß auf dass du dir nicht von irgend ner fitnessschubse scheisse erzählen lässt.

schwimmen ist nicht schlecht, aber bestenfalls als ergänzung zu sehen. damit wirst du kein pattern direkt fixen.

agmatin hat für verletzungen an der WS human data, ich weiß aber nicht obs für bandscheibenvorfälle spezifisch ist o.ä. (erinnere mich nur an spinal injury bla), kannst ggf mal pubmed absuchen wenn das probieren willst, auch wegen der dosis (ist in zig sportsupplementen drin, aber achtung, mehr als ~500mg auf einmal gibt vielen erstmal dünnschiss. ggf medikamenteneinwirkung und andere kontraindikationen wg sonstigen krankheiten abklären, nur wird das in deutschland realistisch betrachtet kein normaler arzt wissen).

literaturempfehlung, falls nötig: stuart mcgill (der von http://www.backfitpro.com/ ).
'low back disorders' wird schon ganz gut sein denk ich mal. habs selber nicht gelesen, aber der mann ist jedenfalls die erste mir bekannte anlaufstelle für hartnäckigere probleme und wenn der ein ganzes buch über irgendwas schreibt gibt er sich ja bestimmt mühe ;)

e: mir ist gerade noch eingefallen, als ich was an der WS hatte (war aber nicht so schlimm wie ein bandscheibenvorfall, nur n wirbel auf einer seite des 'normalen' bewegungsspektrum verstockt gewesen nach ner gehirnerschütterung) hab ich von e-pharm das 'joint force' draufgesprüht für n paar wochen und wollte danach den erbauer heiraten, weiß aber nicht obs das noch gibt oder für son bandscheibendingens was bringt, ich fands nur deutlich besser als die andern wärmesportsprays für akute schmerzen.


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kommt halt drauf an was du willst. so akut problematisch kanns ja nicht sein wenn du 3 jahre damit rumrennst ohne dass man direkt drauf kommt, aber wenn du danach schmerzen an anderen stellen (beine eben) hast dann merkst du vielleicht die fehlbelastung (weil du ja das nicht optimale gelenk kompensieren musst) und gewöhnst dich da auch mehr dran (dh das falsche movementpattern wird verstärkt).
risiko ist beim fußball halt auch eher dass du mal die bekannte 'blöde bewegung' machst und du mehr gefahr hast wenn dich einer umgrätscht, aber kompensieren können tust du die rennerei obv schon. deswegen wird dir der allgemeinmediziner da auch nicht direkt von abraten (aber der denkt halt eher die line 'da zieht ja nichts direkt an der WS also passt das schon').

ob das dann relativ unbedenklich ist wenn du halt dein physiotraining gezielt machst oder obs trotzdem ne dumme idee ist hängt vom genauen befund ab und wie viel risiko du eben eingehen möchtest bzw wie viel dir das gekicke wert ist. musst du selber entscheiden/beurteilen, aber wenns dich nicht nen platz in der mannschaft etc kostet sind paar wochen pause langfristig wahrscheinlich mMn kein fehler.


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Musst dich nur frühzeitig darum kümmern. In meinem Gesundheitszentrum bin ich z. B. der einzige Trainer, der sich mit sowas spezialisierter auskennt, bei mir gibts aber dann dementsprechend einige Wochen Wartezeit für nen Termin.

Wenns allerdings keine allzu komplexe Verletzung ist, reicht normalerweise das Basiswissen der meisten Trainer und Physios.


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bastimw
Joined: 07.10.2008

Original von PommesPapst
Musst dich nur frühzeitig darum kümmern. In meinem Gesundheitszentrum bin ich z. B. der einzige Trainer, der sich mit sowas spezialisierter auskennt, bei mir gibts aber dann dementsprechend einige Wochen Wartezeit für nen Termin.

Wenns allerdings keine allzu komplexe Verletzung ist, reicht normalerweise das Basiswissen der meisten Trainer und Physios.

Ich habe in meinem Freundeskreis komischer Weise etliche Physios - das sit ne Verletzung und ich würde da definitiv nicht zu nem "normalen Trainer" gehen und das auch immer nur in Rücksprache mit dem Arzt machen!
Ansonsten behandelt man Rückenprobleme halt mit Muskelaufbau und nicht mit Massagen


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Die meisten Trainer, also zumindest die, die ich kenne, können Befunde nicht lesen, weil sie medizinisch formuliert sind. Muss daher aber kein schlechter Trainer sein. Man kann das auch selber herausfinden, was mit der Wirbelsäule ist durch verschiedene Funktionstests.


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WuerfelRudi
Joined: 05.07.2005

Hatte vor 1,5 Jahren Vorfall in der HWS und vor 2 Jahren in der LWS. Allerdings war bei der LWS mein rechtes Bein und bei HWS mein rechter Arm gleich komplett taub und kraftlos. Musste dann beide Mal operiert werden. Heute alles wieder in Ordnung. M.E. nach sind die Physio´s leider zum großen Teil Schrott. War bei 6 verschiedenen und gebracht hat es wirklich bei keinem was, außer das mein Porte­mon­naie leerer wurde.


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WuerfelRudi
Joined: 05.07.2005

Ja lt. Aussage der Ärzte waren es sehr schwere Vorfälle. Beim Zweiten kam ich ein wenig ins Grübeln, warum ich immer gleich so schwere habe das operiert werden muss. Muss allerdings echt sagen, das ich nach ner Woche / 14 Tage echt immer durch damit war. Durfte zwar nicht stark belasten danach, aber Funktion war sofort wieder hergestellt. Mein Schwager hangelt manchmal Wochen (krankgeschrieben im öff.Dienst) zu Hause mit den Vorfällen rum, da ist dann die OP evtl. das kleinere Übel. Aber klar so lange das ohne Op geht würde ich mich auch immer dagegen entscheiden. Allerdings kommt man wohl bei Ausfällen nicht um die OP herum.

Rudi.


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Mattek333
Joined: 06.10.2006

www. FPZ.de

Wir bieten dass seit nem Jahr bei uns im Zentrum an.

Hilft den meisten Leuten. Einige Kassen zahlen das auch.


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