Original von Nemanja1977
Original von derf0s
Original von zames
wie es mir aufn sack geht, dass jetzt schon wieder über vorratsdatenspeicherung diskutiert wird. diese stasischeiße regt mich so auf und sorgt bei mir für mehr aggressionen als son typ, der aus unerfindlichen gründen n massaker veranstaltet.
Du findest also Datenschutz bzw. Anti-Vorratsdatenspeicherung wichtiger als wenn 76 Kinder hingerichtet werden bzw. dich regt mehr auf, dass jemand mal kurz über Vorratsdatenspeicheurng spricht, als wenn sinnlos Menschen exekutiert werden. WTF is wrong with you?
Hoffe das meinst du nicht ernst
Zum Thema:
http://www.welt.de/politik/ausland/article13509184/Nicht-mal-die-Stasi-haette-Breivik-entdeckt.html
"Nicht mal die Stasi hätte Breivik entdeckt"
Fehlschläge und Versäumnisse verhinderten eine frühere Festnahme des Massenmörders von Oslo. Die offiziellen Stellen verteidigen sich – und wollen aufklären.
Es stört ihn wohl eher die sinnlose und eigentlich themenfremde Diskussion. Inwiefern hätte Vorratsdatenspeicherung den hier vorliegenden Fall verhindern können?
Es stört mich sehr wohl "wenn jemand kurz über Vorratsdatenspeicherung spricht" weil es eine Beschneidung unserer Bürgerrechte und ein Eindringen in unsere Privatsphäre ist. Immer wenn so etwas passiert kommen die politischen Geier angeflogen um ihre Forderungen auf den Rücken der Opfer durchzuboxen, immer schön zuschlagen wenn die Menschen noch Angst haben und emotional reagieren.
Man weiss dass die Propagandamaschine erst richtig läuft wenn die ganzen Bild-Zombies anfangen mit solchen Sprüchen anzukommen: Bla, lieber Vorratsdatenspeicherung, ist Dir Vorratsdatenspeicherung etwa wichtiger als die Opfer (
weil das eine so viel mit dem anderen zu tun hat). Es hat eigentlich nur noch gefehlt: Wo ist das Problem, ich hab ja nichts zu verbergen also kann ich ruhig kontrolliert werden. Besser ständige Kontrolle als ein Terroranschlag...
zum einen this (wichtige nochmal markiert, was mich in 1. linie so aufregt)
Zum Anderen muss ich seine Frage aber auch bejahen. Es kratzt mich relativ wenig und beeinflusst auch nicht mein Leben, dass da paar Kinder umgekommen sind. für mein Moralempfinden müsste ich dann auch jeden Tag über an Hunger sterbende Kinder trauern (ja, alter Schuh, aber imo ist tot = tot und die Trauer der Angehörigen ist da nicht weniger ausgeprägt, der Tod an sich ist denke ich auch qualvoller)
Gewalt (Terror, auf der Straße/Ubahn, whatever) wird es immer geben. Man sieht alleine schon bei so einer einfach Diskussion hier (und auch in anderen Threads), wie versucht wird Leute zu diffamieren, die anderer Meinung sind. Das sowas in größerer Form dann bei dem ein oder anderen Opfer zu Gewalt führt, wundert mich nicht und ist auch fast verständlich, weil es der letzte Ausweg für ihn ist (in seinen Augen), um sich zu wehren. Will das nicht weiter ausführen (weil Thema verfehlt), aber für mich ist das einfach auch Teil des Kapitalismus, wo Unterdrückung einfach Bestandteil ist.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wirklich alle Leute so über die Opfer in Norwegen trauern wie sie schreiben und sagen. Für mich ist das zu 95% Scheinheiligkeit, aber wehe man reiht sich nicht ein, dann sind se da um ihren Hass und ihre Wut zum Ausdruck zu bringen, was imo noch mehr Gewaltpotential schafft.
Und um die Verbindung zum Thema Vorratsdatenspeicherung herzustellen: Das eine betrifft mich ggf. aktiv, das andere nicht.
Jedenfalls kann Vorratsdatenspeicherung und Überwachung keine Gewalt verhindern, eher sorgt es für noch mehr Gewalt, weil die Leute noch mehr Angst haben und sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen (Siehe DDR, alles schon durch)
Auch die Polizei an den Bahnhöfen würde mich nicht abhalten meine Tasche hinzustellen, 200Meter weiterzugehen und das Ding hochgehen zu lassen. Aber wenn die Spastis mich mal wieder nerven, weil ich 10m neben dem Raucherbereich stehe, dann lass ich meine schlechte Laune auch unbewusst wieder an jemanden aus, der nichts damit zu tun hat.
Liebe und Frieden wird es so jedenfalls nicht geben..
Hm, bisschen lang geworden