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FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von JBCMaster
Ich mein, welcher Wissenschaftler würde sich öffentlich trauen zu sagen, dass für einen 30 Jährigen das Sterberisiko unter 0,1 % liegt? Das könnte eine Welle lostreten, aber die Aussage wäre richtig. Der 0815 Deutsche denkt dabei, wenn das Risiko unter 0,1% liegt, dann ist Corona ungefährlich, also wozu die ganzen Maßnahmen?

Natürlich traut man sich sowas zu sagen.
Man muss es aus strategischer Sicht sogar tun, weil man dann die Möglichkeit hat es in den richtigen Kontext zu setzen - ansonsten wird es jemanden geben, der es sagt und in einen anderen Kontext einbettet.

Edit:
Anders als in deinen Beispielen hast du hier halt jemanden dabei sitzen, der gegenläufige Interessen vertritt.


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Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Jeder seriöse Wissenschaftler würde sich trauen in der Öffentlichkeit Fakten zu äußern. Es muss eben in den Kontext passen. Aber seriöse Wissenschaftler sind nun mal keine Populisten und würden daher nicht kontextlos so einen Satz raushauen. Sie würden die Aussage relativieren und in den Zusammenhang der Gesamtsituation darstellen.
Mit Sicherheit kannst du so eine Aussage sogar finden wenn du dir Mühe gibst.


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Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Original von JBCMaster
Ich mein, welcher Wissenschaftler würde sich öffentlich trauen zu sagen, dass für einen 30 Jährigen das Sterberisiko unter 0,1 % liegt?

Das hat so oder so ähnlich jeder Virologe aus den Medien kommuniziert.


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Zitat
JBCMaster
Beigetreten: 24.03.2009

Jeder Wissenschaftler hat öffentlich kommuniziert, dass die Jüngeren geringeres Risiko haben als die Älteren, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ein Wissenschaftler klar gesagt oder in Zahlen ausgedrückt, dass die Jüngeren her nicht mehr von Corona gefährdet zu sterben sind als von einer Grippe. Sonst hätte ich mir die Statistiken nicht so mühsam raussuchen müssen. Der einzige, der eher so in die Richtung ging, war Püschel.

@Paxis: Ich will sehen wie du Fakten beim Livepoker über Poker äußern wirst. Sonst bist du dann kein serioser Pokerspieler oder Coach Darfst auch gern in den Kontext setzen, bin mal gespannt, was der Freier davon halten wird.


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Zitat
Rydizzle
Beigetreten: 14.05.2008

"Die Sterblichkeit geht mit zunehmendem Alter rapide nach oben", macht Drosten klar. Demnach gilt für die Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren im Mittel: Eine Corona-Infektion ist in diesem Alter ungefähr so gefährlich wie eine Influenza. Bei der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren liege die Infektionssterblichkeit dann schon höher - bei 0,2 Prozent. Und für die Gruppe von 55 und 64 Jahren beträgt der Wert laut der Studie schon 0,7 Prozent.

Wieder mit ziemlich viel Selbstbewusstsein etwas behauptet, das nicht der Wahrheit entspricht - Glückwunsch!

Ist übrigens vom 29.09.20


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Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Original von JBCMaster
@Paxis: Ich will sehen wie du Fakten beim Livepoker über Poker äußern wirst. Sonst bist du dann kein serioser Pokerspieler oder Coach Darfst auch gern in den Kontext setzen, bin mal gespannt, was der Freier davon halten wird.

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Keine Ahnung was das Eine mit dem Anderen zu tun hat. Ist auch der falsche Vergleich. Als Coach wird erwartet, dass du in einem Coaching dein ganzes Wissen erklärst und mit Fakten glänzt. Wenn du am Pokertisch sitzt und privat spielst, ist das kein Coaching. Da musst du natürlich auch dein Wissen nicht preisgeben. Ist aber bei jedem Coach/Trainer so der in seiner Sportart auch noch aktiv spielt.
Wenn du mir abseits des Pokertisches an dem ich spiele eine Contentfrage stellst und ich kann diese beantworten, dann tue ich das auch. Wenn ich es nicht kann sag ich das. Wenn ich am Pokertisch bin und eine Contentfrage gestellt bekomme deren Beantwortung einen Nachteil für mich bilden würde, dann würde ich höflich darauf hinweisen, dass ich diese hier am Tisch nicht beantworten möchte.

Der seriöse Wissenschaftler wird auf die Frage des Reporters auch eine faktenbasierende wahre Antwort geben aber vielleicht weiter ausholen weil es nicht mit einem Satz getan ist.
Ansonsten siehe oben.


Antwort
Zitat
JBCMaster
Beigetreten: 24.03.2009

Original von Paxis

Original von JBCMaster
@Paxis: Ich will sehen wie du Fakten beim Livepoker über Poker äußern wirst. Sonst bist du dann kein serioser Pokerspieler oder Coach Darfst auch gern in den Kontext setzen, bin mal gespannt, was der Freier davon halten wird.

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Keine Ahnung was das Eine mit dem Anderen zu tun hat. Ist auch der falsche Vergleich. Als Coach wird erwartet, dass du in einem Coaching dein ganzes Wissen erklärst und mit Fakten glänzt. Wenn du am Pokertisch sitzt und privat spielst, ist das kein Coaching. Da musst du natürlich auch dein Wissen nicht preisgeben. Ist aber bei jedem Coach/Trainer so der in seiner Sportart auch noch aktiv spielt.
Wenn du mir abseits des Pokertisches an dem ich spiele eine Contentfrage stellst und ich kann diese beantworten, dann tue ich das auch. Wenn ich es nicht kann sag ich das. Wenn ich am Pokertisch bin und eine Contentfrage gestellt bekomme deren Beantwortung einen Nachteil für mich bilden würde, dann würde ich höflich darauf hinweisen, dass ich diese hier am Tisch nicht beantworten möchte.

Der seriöse Wissenschaftler wird auf die Frage des Reporters auch eine faktenbasierende wahre Antwort geben aber vielleicht weiter ausholen weil es nicht mit einem Satz getan ist.
Ansonsten siehe oben.

Ein Wissenschaftler wird mit seinersgleichen auch anders sprechen, als wenn er öffentliche Statements von sich gibt ... soviel zum Thema einer Contentfrage abseits des Tisches.


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Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Wissenschaftler kommunizieren ihre Ergebnisse in der Regel in Form von Studien. Diese sind für jedermann einsehbar und kein "geheimes" Material wie bei einer Pokerschule oder einem erfolgreichen Daytrader.

Dass Wissenschaftler unter sich anders sprechen liegt auf der Hand, aber das hat mit dem Wahrheitsgehalt oder politisch motivierten Aussagen nichts zu tun. Sondern vielmehr mit Fachwissen und Fachsprache.

Wissenschaft lebt davon, dass sich möglichst viele Personen daran beteiligen und Ergebnisse und Thesen austauschen. Je mehr, desto mehr Wissen wird geschaffen. Pokerspieler leben davon, dass möglichst wenige Menschen sich Pokerwissen aneignen. Je weniger, desto profitabler kann gespielt werden. Der Pokervergleich ist daher einfach nicht passend.


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Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Denke JBC hat schon nicht ganz Unrecht. Auch wenn das Bsp. mit dem Poker spielen nicht ganz passt ist doch denke ich klar was er meint. Und das wird, je nach Situation und Persönlichkeit, auch so sein, dass jemand vielleicht nicht 100% die Wahrheit ausspricht, aus welchen Gründen auch immer. Und das hat weder was mit Corona noch mit Wissenschaftler zu tun, sondern gilt quasi immer. Stichwort "Notlüge" z.B.


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Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von shaddiii
Wissenschaftler kommunizieren ihre Ergebnisse in der Regel in Form von Studien. Diese sind für jedermann einsehbar und kein "geheimes" Material wie bei einer Pokerschule oder einem erfolgreichen Daytrader.

Ähm Nein!
Wissenschaftsverlage sind Wirtschaftsungernehmen, extrem profitable sogar.

Sorry, aber wenn du wissenschaftlich arbeiten willst, brauchst du Zugang zu den oft hinter paywalls verborgenen wissenschaftlichen Arbeiten, und das zahlt entweder deine Uni oder dein Arbeitgeber, weils verdammt teuer ist.

Traurig aber wahr.

Außerdem gibt es auch umgeschriebe Regeln wie man als Wissenschaftler mit der Öffentlichkeit spricht, und bestimmte "Wahrheiten" werden eben nicht ausgesprochen, weil sie zu komplex sind und für den Laien etwas falsches suggerieren könnten. Davon ab, kann natürlich auch nur geforscht werden was gefördert wird, also der Gegenstand der Forschung ist von vorne herein durch den aktuellen Gesellschaftlichen Kontext limitiert.

Von einer komplett freien, unabhängigen und für jeden zugänglichen Forschung sind wir weit entfernt.

P.S.: Was ich grade schreibe, ist zum Beispiel so ein ungeschriebenes Gesetz was man als Wissenschaftler nichr gegenüber der Öffentlichkeit äußert, weil man damit eben seinen eigenen Berufsstand gewissermaßen abwertet. Ein weiteres Problem ist eben, daß es zu Missverständnissen führt, während es einfach legitime Kritik bzw Äußerung von Fakten ist, macht der Laie da schnell ne Verschwörungstheorie drauß, deswegen diskutiert man halt viele sachen eher innerhalb der wissenschaftlichen Community und präsentiert der Öffentlichkeit dann das Ergebnis, weilches als solches eben nicht die Wissenschaftlichen Diskussion widerspiegelt, sonder Laiengerecht aufgearbeitet ist.

Insofern könnte man auch argumentieren, dass die Wissenschaftliche Diskussion sehr frei ist, während die Kommunimation ggü. Der Öffentlichkeit eher Politik denn Wissenschaft ist.


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FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Es gibt aber einen erheblichen Unterschied zwischen einer adressatengerechten Formulierung und bewusstem Anlügen.


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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Es behauptet ja niemand, dass Forschung komplett frei ist. Sicher forschen beispielsweise auch viele Unternehmen und schützen ihre Erkenntnisse und Entwicklungen zB in Form von Patenten. Und auch wenn manche Studien hinter Paywalls sind, so sind sie dennoch erreichbar.

Der von dir angesprochene Konflikt, wissenschaftliche Themen mainstreamkonform zu kommunizieren, ist sicher existent und wurde bei der ganzen Covid-19 Thematik sehr deutlich. Und auch die Problematik, dass nicht jede wissenschaftliche Erkenntnis politisch (einfach) durchsetzbar ist.

Der Vergleich zum Pokerspieler hinkt aber dennoch bzw kann erst gar nicht laufen.


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Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Falls es hier Betroffene gibt:

Eine Corona-Schutzimpfung mit dem Biontech-Vakzin nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca ist einer spanischen Studie zufolge sehr sicher und hoch wirksam.
Die Immunantwort sei in diesem Fall zwischen 30 und 40 Mal größer als bei einer Kontrollgruppe, die nur den Astrazeneca-Impfstoff erhalten habe.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/neue-spanische-studie-biontech-nach-erstimpfung-mit-astrazeneca-hoch-wirksam/25560996.html


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Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Kennt wer die Studie? Gibt's dazu noch mehr Daten?
Vergleich zu nur mit Biontech geimpft wäre noch interessant. Falls einmal Astra und danach Biontech sich als besten Schutz herausstellen sollte, braucht man sich auch in den nächsten Monaten überhaupt keine Sorgen machen auf ungenutzten Astra Dosen sitzen zu bleiben...


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Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Original von krong
Kennt wer die Studie? Gibt's dazu noch mehr Daten?
Vergleich zu nur mit Biontech geimpft wäre noch interessant. Falls einmal Astra und danach Biontech sich als besten Schutz herausstellen sollte, braucht man sich auch in den nächsten Monaten überhaupt keine Sorgen machen auf ungenutzten Astra Dosen sitzen zu bleiben...

Ich wollte nachher noch reinschauen.


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mju12
Beigetreten: 18.04.2006

Gibt es eigentlich schon neuere Aussagen über die Veränderungen der Wirksamkeit der Zweitimpfung von AstaZeneca nach 8 Wochen statt 12 ?


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domano
Beigetreten: 04.08.2006

Habe keine Details, aber wirksamkeit ist nach 12 wochen besser als bei kürzeren zyklen. bekommt man als 2. impfung ein mrna vakzin ist das wohl weniger ein faktor, da der Hauptgrund für die schlechtere Wirksamkeit bei kürzeren Zyklen die Immunantwort auf den Vektor ist. (Adenovirus)

Sprich impft man 2x mit dem gleichen Vektor erkennt das Immunsystem das und bekämpft den vektor somit kommt weniger vom corona-spike-protein an und es wird weniger immunität gegen das protein aufgebaut.

gibt übrigens gute und schlechte news zur indischen variante. Sie ist wohl nochmal 50% ansteckender als die britische variante. Positiv ist aber, dass die Impfungen auch gegen diese Variante wirken.


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meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Schon mal auf sofort-impfen.de vorbeigeschaut? Da hat man auch die Möglichkeit an kurzfristige Impftermine zu kommen.


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lausebub
Beigetreten: 22.06.2010

Hab grad nen Anruf bekommen von einer Hausarztpraxis und musste am Telefon direkt die Entscheidung treffen ob ich eine übriggebliebene Dosis nehme. Werde nun mit Astra geimpft und hoffe, dass sich da noch was tut mit möglichkeiten einer mrna impfung als zweite impfung oder grundrechten.....ist n gamble und hätte mir lieber johnson reingepetert aber naja.


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Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Original von meistermieses
Schon mal auf sofort-impfen.de vorbeigeschaut? Da hat man auch die Möglichkeit an kurzfristige Impftermine zu kommen.

Hab mich da registriert aber scheinen überlastet. Bis heute keine Mail von denen bekommen.


Antwort
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