Momentan sollte man alles verimpfen was da ist. Auch die erste Dosis AZ schützt schon vor schwerem Verlauf, die 2. schützt auch sehr gut vor den immunescape varianten, mit mrna kann man im herbst dann immer noch nachschießen. Wie gut AZ schützt zeigt auch UK, da haben wir mittlerweile im Schnitt nur noch 10 Tote pro Tag obwohl sie nie wirklich unter 2k Infektionen am Tag waren im Schnitt.
Original von domano
Momentan sollte man alles verimpfen was da ist. Auch die erste Dosis AZ schützt schon vor schwerem Verlauf, die 2. schützt auch sehr gut vor den immunescape varianten, mit mrna kann man im herbst dann immer noch nachschießen. Wie gut AZ schützt zeigt auch UK, da haben wir mittlerweile im Schnitt nur noch 10 Tote pro Tag obwohl sie nie wirklich unter 2k Infektionen am Tag waren im Schnitt.
In England gehen die Infiziertenzahlen erst seit zwei Wochen steil nach oben (in dem Zeitraum von unter 25 auf 56 mehr als verdoppelt), darum wird diese Entwicklung in den Todeszahlen noch nicht abgebildet.
Man darf auch nicht vergessen, dass sich wahrscheinlich 10-20% von den Risikogruppen nicht impfen lassen werden und die werden viel besser geschützt, wenn ihre sozialen Kontakte mit mRNA anstatt mit AZ geimpft sind.
Und zuletzt muss man bei einer geringen Inzidenz auch das Risiko-Nutzen Verhältnis von AZ neu bewerten in Hinblick auf die extrem seltenen Nebenwirkungen. Die Stiko hat am 1.4. bei deutlich höheren Inzidenzen schon keine Empfehlung mehr für AZ für unter 60jährige ausgesprochen.
Original von domano
Momentan sollte man alles verimpfen was da ist. Auch die erste Dosis AZ schützt schon vor schwerem Verlauf[...]
Ich sehe das im Falle von AZ nicht mehr so.
Lässt du dich jetzt mit AZ impfen, hast du erst in 14 Wochen den kompletten Schutz. Nach der ersten Dosis ist der Schutz bei Biontech viel höher als bei AZ, insbesondere gegenüber der indischen Mutante. In UK gehen die Zahlen auch gerade massiv nach oben, dort ist der Anteil der noch nicht Zweitgeimpften relativ hoch.
Da jetzt im Juni und Juli Massen an Biontech eintrudeln, macht es m.E. eher Sinn, noch kurz zu warten als sich jetzt auf die 14-wöchige Reise mit AZ zu begeben.
Im worst case kannst du ab jetzt 8 Wochen auf den ersten Schuss Biontech warten und bist immernoch früher durch als mit AZ...
Das ist insbesondere auch fürs Thema "Freiheiten für Geimpfte" relevant.
Was ist, wenn man auf die zweite Impfung verzichtet? Kann man dazu gezwungen werden? War ja in den USA doch ein gewisser Anteil.
Da es hierzulande keine Impfpflicht gibt, kann dich auch niemand zum zweiten Schuss zwingen. Du giltst dann nur nicht als vollständig geimpft und hast dadurch keinerlei Vorteile gegenüber gänzlich Ungeimpften...
UK macht mir btw. etwas Sorgen, die rauschen gerade, dank indischer Variante, in ihre dritte Welle, trotzdem dort bereits 60% erst- und 40% zweitgeimpft sind.
https://www.worldometers.info/coronavirus/country/uk/
Mich besorgt das ehrlich gesagt nicht sooo stark, der Hauptgrund ist nicht die Indische Varante sondern vor allem die Öffnungen, das wäre wohl auch mit anderen Varianten passiert. Die Impfquote ist ja auch noch nicht brutal hoch und momentan gibt es viele Schulausbrüche. Die Frage ist halt hat der Anstieg der Zahlen aktuell große Auswirkungen auf schwere Erkrankungen und Todesfälle, das wird sich erst in paar Wochen zeigen.
Meine Hoffnung ist, dass wir bis zum Ende der Sommerferien deutlich mehr geimpft haben als UK jetzt und dann keine neue Welle mehr bekommen. Nach 2. Impfung ist man auch sehr gut gegen die Indische Variante und andere bekannte Mutanten geschützt. War übrigens auch schwerpunkt im NDR Podcast diese Woche: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Was ich noch sehr interessant finde ist die Empfehlung der Stiko nicht alle Kinder zu impfen, sondern nur Risikogruppen. Das wurde im NDR Podcast letzte Woche auch intensiv behandelt, inkl. Interview mit dem Leiter der Stiko, de hatte ganz interessante Zahlen zum Risiko für Kinder bei einer Covid Erkrankung, das was da belegt ist zeigt wohl, dass Covid doch noch weniger ein Problem für Kinder ist als ich bisher dachte (Zitat im Spoiler)
Spoiler
Thomas Mertens
Ja, wie Sie zu Recht gesagt haben, das ist auch das
Ergebnis unserer Literaturanalyse, dass das Problem
des sogenannten Long Covid bei Kindern wirklich
sehr schlecht hinsichtlich der Datenlage ist. Das fängt
schon damit an, dass das Krankheitsbild bei Kindern
nicht gut definiert ist und dass es zwar die bekannte
Publikation aus England gibt, die da Prozentzahlen
angibt. Aber letztendlich sind wir zu der doch literaturgestützten Auffassung gekommen, dass es hinsichtlich
Long Covid in dieser Altersgruppe - wohlgemerkt es
geht hier um die Zwölf- bis 17-Jährigen, also um die,
die jetzt möglicherweise geimpft werden sollen - die
Datenlage praktisch völlig unzureichend ist. Aber
vielleicht sollte man noch mal sagen, was Covid an
sich für diese Altersgruppe bedeutet. Wir wissen,
dass der Meldestatistik ungefähr 188.000 Kinder und
Jugendliche in diesem Alter, also 12 bis 17, erfasst
worden sind. Und von diesen 188.000, die eine Infektion gesichert hatten - das werden sicher noch mehr
sein - aber letztendlich die, die gemeldet worden sind,
sind etwa ein Prozent, 1800 hospitalisiert worden. Von
diesen 1800 wiederum sind nur ein Prozent intensivmedizinisch behandelt worden. Das handelt sich also,
wenn man das runterrechnet, um ungefähr 18 Kinder
und Jugendliche. Es hat zwei Todesfälle gegeben. Das
macht dann einen Prozentsatz von 0,001 Prozent aus.
Da muss man sagen, beide Todesfälle betrafen Kinder,
die schon praktisch in palliativer Situation waren. Das
heißt, sie waren sehr schwer krank. Man muss auch
sagen, dass viele der Infektionen bei den Kindern in
den Krankenhäusern, wenn sie hospitalisiert wurden,
zufällig entdeckt worden sind. Also ein Beispiel: Ein
Kind kommt wegen einer akuten Blinddarmentzündung ins Krankenhaus. Es wird ein Test gemacht und
dabei stellt sich raus, dass das Kind auch PCR-positiv
ist für SARS-CoV-2. Dann hat das Kind definitionsgemäß eine Infektion, aber die Einweisung ins Krankenhaus erfolgte wegen des Blinddarms. Zusammengenommen ist es wirklich eine ausgesprochene Rarität.
Und die zwei registrierten Todesfälle in dieser Altersgruppe betrafen alle Kinder, die schon ohne Covid sehr
schwer krank waren.
Und das muss man sich Mal vorstellen. Da organisiert eine Schule (Theresianum in Mainz) auf der eher reiche Kinder sind einen Impftag für die Kinder, weil es unter den Eltern einige Ärzte gibt, die gut an Impfstoff rankommen. Und hier sind noch nicht mal alle Impfwilligen von Gruppe 2 und erst gar nicht von Gruppe 3 geimpft. Ich finde gegen die Verantwortlichen der Schule müsste vorgegangen werden, damit sich so etwas nicht wiederholt. So etwas ist einfach ungerecht und wissenschaftlich gesehen auch unsinnig.
Bzgl. der Schulen braucht man halt eine klare Strategie, wenn im Herbst alle Erwachsenen, die wollen geimpft sind, muss man überlegen was man macht. Wenn die Stiko sagt, dass es nicht verhältnismäßig ist Kinder zu Impfen, weil Covid für Kinder kein wirkliches Risiko darstellt (z.B. geringer als bei Grippe) muss man aus meiner Sicht auch von den strengen Quarantäneregelungen abrücken. Dann könnte man entweder einfach durchlaufen lassen oder und das würde ich bevorzugen auch weiterhin schnelltest etc. machen, dann würde ich aber nur Kinder in Qurantäne schicken, die nachweislich infiziert sind, die anderen dann täglich mit PCR testen (wenn zum Beispiel ein Fall in der Klasse aufgetreten ist) und den Schulbetrieb normal weiter laufen lassen. Bei den infizierten Kindern dann auch möglichst alle 2 Tage Freitestungen anbieten.
https://www.n-tv.de/panorama/Den-Digi-Impfpass-gibts-beim-Apotheker-article22605257.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/digitaler-impfpass-apotheken-qr-code-100.html
Ui jetzt kommt doch Bewegung rein. Ab Montag soll man dann zu (ausgewählten) Apotheken gehen können und sich den QR-Code gegen Vorlage Impfausweis oder Nachweis vom Impfzentrum abholen können.
18€ sollen die Apothken pro QR-Code bekommen... Da werden sich wohl wieder einige eine goldene Nase verdienen
Ich denke der Aufwand sollte im Vergleich zu den Masken ähnlich niedrig sein... Naja was solls... Auf die Mrd kommt es jetzt auch nicht mehr an
das mit den 18€ ist halt echt schon wieder so ein witz. grade wurde er vom rechnungshof abgewatscht wie dumm die 6€ pro maske waren, die die apotheker bekommen haben und auch die reduzierte "entschädigung" von 3.90 noch viel zu hoch sei. und jetzt kriegen die für 2min aufwand 18€ weils ja "fachgerecht geprüft werden soll".die apotheken müssen sich echt einen ablachen seit nem jahr
D.h. ich latsche mit meinem gefälschten Papierimpfpass vom Schwarzmarkt einfach zur Apotheke nebenan und bekomme ganz easy einen weltweit gültigen digitalen Impfpass, der bestätigt, dass ich gegen Corona geimpft bin... Der ist aber dann immerhin fälschungssicher...
Große Klasse. Ich liebe unseren Datenschutz... ![]()
Es wäre ja auch viel zu einfach und kostengünstig gewesen, alle Corona Impfungen in einer zentralen Datenbank zu erfassen, das als Grundlage für den digitalen Impfpass zu nehmen und jedem geimpften ne Mail mit QR Code zu schicken.
Dann lieber ne Milliarde in die Apotheken pumpen. Denen geht's seit Corona ja eh so schlecht...
Ich hab auch was davon gelesen, dass sie die Idee hatten jedem vollständig geimpften den QR Code nach Hause zu schicken. Daten sollten ja vorliegen. Zwar dezentral aber trotzdem irgendwo digitalisiert. Geht aber bestimmt wegen Datenschutz nicht. Echt so ne Lachnummer. Das könnte man alles komplett durchautomatisieren. Kann zwar sein, dass die unterschiedlichen IZ mit 16 verschiedenen Systemen arbeiten aber das wäre alles handelbar.
Ich versteh die Einstellung der stiko was Kinder angeht nicht ganz. Ist schon klar, dass man sichergehen will, dass eine Impfung mehr nützt als schadet, vor allem bei gesunden Kindern, aber es gibt für long Covid doch mehr Belege als für impfschäden, auch wenn es vielleicht nicht viele Kinder betrifft. Irgendwie erinnert die Argumentation an random impfskeptiker "man weiß ja nicht was in 5 Jahren passiert"
Für Long Covid gibts eben nicht soooo viele Belege, dass das für viele Kinder ein Problem ist und es ist generell schwierig weil recht Subjektiv und keine klare Diagnose die man hart durchführen kann durch Tests etc.. Die Stiko guckt sich sowas ja ganz genau an und aktuell gibts diese Belege/ Zahlen einfach nicht. Falls es dann bei Kindern doch Nebenwirkungen wie z.B. Sinusvenentrombosen oder ähnliches geben sollte, auch wenn die nur bei einem von 100k Kinder auftreten, dann ist die Impfung eben nicht gut für das Kindeswohl. Vor allem da es ja eine Empfehlung für Risikogruppen gibt.
Die "tiefe" deiner Argumentation erinnert mich da eher an Impfskeptiker
Ah ja. Also long Covid, was es definitiv gibt, ist nicht schlimm oder häufig genug, aber mögliche Nebenwirkungen, für die es bisher keine Belege gibt, sind schlimm genug um es nicht zu empfehlen? Was ist daran jetzt für dich nachvollziehbar? Ähnlich könnte man bei Erwachsenen auch argumentieren und impfskeptiker tun es auch.
Ausserdem ist PIMS sehr wohl eine Krankheit die man diagnostizieren kann und auch wird.
Original von domano
Für Long Covid gibts eben nicht soooo viele Belege, dass das für viele Kinder ein Problem ist und es ist generell schwierig weil recht Subjektiv und keine klare Diagnose die man hart durchführen kann durch Tests etc.. Die Stiko guckt sich sowas ja ganz genau an und aktuell gibts diese Belege/ Zahlen einfach nicht. Falls es dann bei Kindern doch Nebenwirkungen wie z.B. Sinusvenentrombosen oder ähnliches geben sollte, auch wenn die nur bei einem von 100k Kinder auftreten, dann ist die Impfung eben nicht gut für das Kindeswohl. Vor allem da es ja eine Empfehlung für Risikogruppen gibt.Die "tiefe" deiner Argumentation erinnert mich da eher an Impfskeptiker
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Also für Long Covid gibt es kaum Belege...dennoch feuert die Stiko raus "Ja macht mal", obwohl Kinder einfach nie einen schweren Verlauf haben...das ist einfach nur dreist und frech von der Stiko Lobby...
Kritiker forderten die vollständige finanzielle Unabhängigkeit der Mitglieder der STIKO von Impfstoffherstellern, die gesetzlich jedoch nicht vorgeschrieben ist. In diesem Zusammenhang wurde eine mangelnde Transparenz bei Arbeitsweise und Nebentätigkeiten von Mitgliedern bemängelt. 12 von 16 Mitgliedern der STIKO wurden solche Nebentätigkeiten für Pharmaunternehmen oder von diesen unterstützten Organisationen vorgehalten.
Kannst dir nicht ausdenken...oh wunder oh wunder, dass die auch die Impfung von Kindern empfiehlt
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Meinst Du das eigentlich ernst oder trollst Du nur? Die STIKO hat doch gerade die Impfung nicht für alle Kinder empfohlen, sondern nur für Kinder der Risikogruppen. Das zeigt doch wie differenziert sie sich mit dem Thema auseinander setzt...
@ Sakro: Die STIKO sagt, dass es einfach nicht genug belege gibt um eine Impfung für alle Kinder zu empfehlen. Das liegt, daran dass die Zahlen die es gibt nicht hergeben, Covid als so gefährlich einzuschätzen, dass der Nutzen einer Impfung überwiegt. Für die Sicherheit der Impfung bei Kindern gibt es halt auch noch keine ausreichenden Zahlen. (Bei sehr geringerem Risiko der Erkrankung braucht man eine extrem hohe Sicherheit des Impfstoffs um auf die Idee zu kommen zu impfen) Die Grippe Impfung wird ja bei Kindern, z.B. auch nicht gemacht, obwohl die Grippe im Vergleich zu Covid für Kinder schlimmer ist.
Falsch, sie hätten es für alle Kinder verbieten sollen, und nicht sagen "sprecht mit Arzt". Sie geben halt einfach die Haftung ab. Das ist einfach lächerlich.
Risiko existiert auch bei Risikogruppen bei Kindern nicht! Sie sagen "macht was ihr wollt". Das ist halt der völlig falsche Ansatz! Zumal das weiter die Kinder auseinander bringt. Die einen dürfen alles, die anderen müssen zusehen oder jedes Mal testen...
Bislang wurden dem RKI elf validierte COVID-19-Todesfälle bei unter 20-Jährigen übermittelt! (Stand 20.04.2021)
11!!!!
Und dann zieh mal noch die ab, die vermutlich schon vorher schwer krank waren...und Covid nur bissl geschubst hat