Insellage, dünn besiedelt, hohe Durchimpfungsrate. Faktoren, die eine Ausbreitung des Coronavirus nicht gerade begünstigen. Trotzdem erlebt Island derzeit die stärkste Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie Anfang 2020. "Das ist erstaunlich", kommentiert auch Karl Lauterbach, Mediziner und SPD Politiker, die Daten aus Island.
Geimpfte machen inzwischen Mehrheit der Angesteckten aus
Dass Menschen, die gegen Corona geimpft sind, hier einen Vorteil genossen haben, stuft die isländische Regierung inzwischen jedoch als Fehler ein – und verlangt seit dem 26. Juli auch von Geimpften und Genesenen einen negativen Corona-Test. So zeigen die Daten der Gesundheitsbehörden vor Ort, dass Geimpfte inzwischen die Mehrheit der Angesteckten in Island ausmachen. Daher deute alles darauf hin, erklärte Gudnason, dass auch Geimpfte Infektionen relativ leicht weitergeben.
In Island sind mehr als 90 Prozent der Erwachsenen geimpft, das Land erklärte die Pandemie für beendet und hob alle Maßnahmen auf. Zu früh. Die Infektionszahlen stiegen so stark wie noch nie seit dem ersten Corona-Ausbruch. Experten sehen darin auch einen Hinweis für Deutschland.
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