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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von JonKing89
Ich glaube zwar nicht, dass diese Verschiebung von Dauer ist - aber es verdeutlich ganz gut, inwieweit auch "vernünftige" und "rationale" Menschen in der Lage sind, die absurdesten Maßnahmen zu rationalisieren.

Womit du halt auch wieder deine alles andere als gleichgewichtige Haltung offenbarst. Wenn ich mich recht entsinne, warst du auch 2020 schon gegen alle Maßnahmen und 2021 auch gegen die Impfung.

Dreh es doch mal um und frage dich, wieso "vernünftige" und "rationale" Menschen sich einfach irrational und unvernünftig verhalten und Maßnahmen auf teilweise kindischste Weise boykottieren. Nochmal, der vernünftige und rationale Weg wäre beispielsweise, demonstrieren zu gehen. Wir leben nämlich glücklicherweise in einem Staat, in dem es Mittel gibt, sich gegen den Status Quo und Gesetze zu erheben. Und das ganz legal.

Vor 2 Jahren hätte auch niemand gedacht, dass die halbe Welt Waffen in Wert von etlichen Milliarden Euro einem Land schenkt, das nur knapp 1000 km von Deutschland entfernt liegt. Trotzdem ist das nach Ansicht der Mehrheit in Deutschland aber der richtige Weg.


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Nein shaddiii, der Kollege war 2020 nicht gegen alle! Maßnahmen und 2021 auch nicht gegen die Impfung, sondern gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht.
Naja, bezüglich des Demonstrierens hatten wir ja schon oft diskutiert. Das Problem hierbei ist:
1) Haben Demonstrationen wirklich Einfluss?
2) Kann man wirklich eine hohe Reichweite erzielen?
3) Wie grenzt man sich von "problematischen" Mitdemonstranten ab?
Deswegen bleibe ich lieber anonym im Hintergrund, denn das hat im Zweifel keine negativen Auswirkungen auf mein Leben. Finde es dann noch eher sinnvoll sich im Zweifel Klagen anzuschließen.
Manchmal hilft auch einfach abzuschalten und sich nicht mit diesem wirklich irrelevanten Quatsch zu befassen. Einfach mal Twitter, Bild, ps.de Forum, Tichys Einblick, TAZ etc. aus und das Leben genießen.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Original von Bierb4ron

Original von pg89
Genau der letzte Satz von krong ist der Punkt. "Ich trinke einfach 8 Stunden lang an ner Coladose und umgehe damit die Maskenpflicht" funktioniert halt nicht. Maske runter, nen Schluck nehmen und die Maske wieder aufsetzen.

und das steht so im gesetz?

wie sollte im streitfall ein gericht festlegen, wie lange genau noch gerade kurz genug und 1 sekunde später zu lang ist? oder wollen wir eine rechtsprechung, in der nach gefühl und tagesform vom staatsanwalt und richter entschieden wird?

Was können denn die menschen dafür, wenn die legislative dumme und schlecht formulierte gesetze beschließt?

ohne die die zugrundeliegende regelung und die dazugehörige arbeitsanweisung an die schaffner würde es solche streitsituationen gar nicht geben. Und ich wage mal die kühne prognose, dass niemand gestorben wäre, wenn die frau ihre cola über 8 stunden hinweg unbehelligt genossen hätte.

dass überhaupt darüber diskutiert wird, was in der situation falsch ist, verschafft mir schon wieder einen kalten schauer den rücken hinab.

die viel interessantere und dringendere frage ist doch, ob der clip auf twitter gelandet und vergleichbar beachtet worden wäre, wenn *selbstzensur*.

das video selbst zeigt die seit 2020 bekannte und in dieser extremität von anfang an vorhergesagte absudität deutschen "krisenmanagements", bzw. deutscher gesetz- und verordnungsgebung. dass das video auf twitter landet und vom poster so kommentiert wurde, wie es kommentiert wurde, sagt twittertypisch mehr über den *selbstzensur* des posters als dessen bewusstsein für das im video präsentierte eigentliche problem.

Muss denn wirklich alles genaustens irgendwo stehen? In der Bahn soll eine Maske getragen werden, da man aber essen/trinken ermöglichen möchte, darf sie dazu kurz abgenommen werden. Es ist doch logisch, dass nicht gewollt ist, dass man stundenlang ohne da sitzt, weil man ne Dose Cola oder ein angebissenes Brötchen in der Hand hat. Mit ein bisschen Rücksicht und Mitdenken würde das ganze wunderbar funktionieren.
Wer die Dose in einer Minute mit kurzen Pausen austrinkt, soll die Maske von mir aus erst danach wieder aufsetzen, wer alle 5 min einen Schluck nimmt, sollte sie eher zwischendurch wieder aufsetzen. Wo genau dir Grenze ist, das ist sicherlich Auslegungssache. Genau da kommt aber das Hausrecht ins Spiel, wenn eine Mitarbeiterin der Bahn sagt, man soll die Maske bitte aufsetzen, wieso tut man es nicht einfach? Die Diskussion ist doch zig mal nerviger und anstrengender.


Antwort
Zitat
TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Original von meistermieses
Nein shaddiii, der Kollege war 2020 nicht gegen alle! Maßnahmen und 2021 auch nicht gegen die Impfung, sondern gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht.
Naja, bezüglich des Demonstrierens hatten wir ja schon oft diskutiert. Das Problem hierbei ist:
1) Haben Demonstrationen wirklich Einfluss?
2) Kann man wirklich eine hohe Reichweite erzielen?
3) Wie grenzt man sich von "problematischen" Mitdemonstranten ab?
Deswegen bleibe ich lieber anonym im Hintergrund, denn das hat im Zweifel keine negativen Auswirkungen auf mein Leben. Finde es dann noch eher sinnvoll sich im Zweifel Klagen anzuschließen.
Manchmal hilft auch einfach abzuschalten und sich nicht mit diesem wirklich irrelevanten Quatsch zu befassen. Einfach mal Twitter, Bild, ps.de Forum, Tichys Einblick, TAZ etc. aus und das Leben genießen.

Verstehe nicht, warum man das immer herunter spielen muss. Covid, die damit verbundene Krise, Spaltung in der Gesellschaft etc sind mMn schon wichtige Themen. Und ganz so (wirklich) irrelevant kanns nicht sein, wenn Du Dich noch dezidiert daran erinnerst, was der Kollege 2020 und 2021 so geschrieben hat. :f_biggrin:


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Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Er meinte sowas mit, dass ab und zu mal jemand über die Stränge schlägt. So wie jetzt die Bahmitarbeiterin. Oder auch die Zugfahrerin die einfach die Maske mal kurz aufsetzen hätte können.

Sich über so sowas aufzuregen, darüber auf twitter etc... zu diskutieren ist einfach unnötig. Kostet einfach Energie. Und egal auf welcher Seite man nun stehen mag, man könnte den ganzen scheiß hier auch einfach mal ruhen lassen und gemeinsam ein Bier im Biergarten trinken gehen.


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Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Thread wird mit dieser unwichtigen Lokal-News über ein Individuum derailed.
Total unwichtig, ob nun irgendeine Schaffnerin total out of line ist oder legitim die Corona-Maßnahmen der Bahn umsetzt.
Oder lasst und noch ein Rassismus Debatte oben drauf setzen, schließlich war die "Täterin"/ das Opfer POC.


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Zitat
GTObeatme
Beigetreten: 22.07.2011

das ist hier halt immer noch der small talk und wenn ihr nicht drüber reden wollt ist ja ok. kann man trotzdem tolerant sein und das anderen zubilligen anstatt einfach drölfmal einzuwerfen, dass das thema unwchtig ist.


Antwort
Zitat
JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

Original von TyCobb

Original von JonKing89

Original von TyCobb

Original von JonKing89
Mit etwas Lesekompetenz hättest du verstanden, dass ich mich vor allem daran störe, dass solche Situationen heute stattfinden können und dass es durch die Polarisierung auch noch genügend Leute gibt, die sowas rechtfertigen.

Vor 2020 wären das verhältnismäßig wesentlich weniger gewesen - unabhängig von Corona, sondern einfach was den persönlichen Wertekompass angeht.
Es wäre als Schickane und unverhältnismäßiger Kontrollfetischismus abgekanzelt worden. Es haben sich Maßstäbe verschoben was die Übergriffigkeit des Staates betrifft.
Ich glaube zwar nicht, dass diese Verschiebung von Dauer ist - aber es verdeutlich ganz gut, inwieweit auch "vernünftige" und "rationale" Menschen in der Lage sind, die absurdesten Maßnahmen zu rationalisieren.

Die Schaffneruschi repräsentiert also den Staat?

Dabei mache ich garnicht mal so sehr der Schaffnerin den Vorwurf, sondern dieser Gesellschaft, die so weit gekommen ist, wo es 2 (gefühlt gleichgewichtige) Meinungen zu diesem Thema geben kann.

Die Schaffnerin hat nen scheiß Job. Gerade in der Pandemie. Sie hat in dieser Situation nicht gut reagiert. Aber für mich ist dieses Video, diese Situation viel mehr Gesellschaftskritik anstelle eines isolierten Vorfalls.

Sorry aber was denn jetzt. Ist es die Gesellschaft oder die Übergriffigkeit des Staates? In dem zuerst zitierten Post kritisierst Du augenscheinlich den Staat "Es haben sich Maßstäbe verschoben was die Übergriffigkeit des Staates betrifft." und "die absurdesten Maßnahmen".

Jetzt ruderst Du zurück und meinst eigentlich die Gesellschaft. "Gesellschaft, die so weit gekommen ist, wo es 2 (gefühlt gleichgewichtige) Meinungen zu diesem Thema geben kann." Wir sind ja alle Teil der Gesellschaft, daher frage ich mich, was Du eigentlich meinst? Meinst Du, dass der Staat durch seine Maßnahmen die gesellschaftliche Spaltung verursacht oder die Gesellschaft selbst verantwortlich ist?

Sachmal, schreibe ich wirklich so kryptisch?

Es gibt einen, nach meinem Empfinden, übergriffigen Staat, der aber auf die Unterstützung großer Teile der Bevölkerung zählen kann, die diese Übergriffigkeit befürworten.

Ist nun klarer, was ich meine?


Antwort
Zitat
JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

Original von shaddiii

Original von JonKing89
Ich glaube zwar nicht, dass diese Verschiebung von Dauer ist - aber es verdeutlich ganz gut, inwieweit auch "vernünftige" und "rationale" Menschen in der Lage sind, die absurdesten Maßnahmen zu rationalisieren.

Womit du halt auch wieder deine alles andere als gleichgewichtige Haltung offenbarst. Wenn ich mich recht entsinne, warst du auch 2020 schon gegen alle Maßnahmen und 2021 auch gegen die Impfung.

Dreh es doch mal um und frage dich, wieso "vernünftige" und "rationale" Menschen sich einfach irrational und unvernünftig verhalten und Maßnahmen auf teilweise kindischste Weise boykottieren. Nochmal, der vernünftige und rationale Weg wäre beispielsweise, demonstrieren zu gehen. Wir leben nämlich glücklicherweise in einem Staat, in dem es Mittel gibt, sich gegen den Status Quo und Gesetze zu erheben. Und das ganz legal.

Vor 2 Jahren hätte auch niemand gedacht, dass die halbe Welt Waffen in Wert von etlichen Milliarden Euro einem Land schenkt, das nur knapp 1000 km von Deutschland entfernt liegt. Trotzdem ist das nach Ansicht der Mehrheit in Deutschland aber der richtige Weg.

Ich war nie gegen alle Maßnahmen. Im Gegenteil. Zu Beginn der Pandemie wollte ich härtere und schnelle Maßnahmen. Anschließend war ich schnell überzeugt vom Weg der Koreaner (Teststrategie) und war eher auf Seiten von Streeck statt Drosten. Ich bin 3x geimpft.

Ich kritisiere schon länger die fehlende Strategie und die Etablierung eines pandemischen Dauerzustandes. Ich kritisiere die Freiheitseinschränkung von Menschen, obwohl die Politik nicht willens ist, Ressourcen in großem Maße in den Gesundsheitssektor zur verlagern.
Etc.

Vor allem ist es wichtig zu erwähnen, dass der aktuelle deutsche Weg, nicht der ist, den der Westen mehrheitlich geht. Viel eher schlagen wir einen Sonderweg ein.


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Was tut es überhaupt zur Sache ob man geimpft ist oder schon 2020/21 gegen Maßnahmen gewesen sein soll.

Das ist doch völlig absurd, dass man seine Impfhistorie und Maßnahmenfolgsamkeit offen legen muss, damit das eigene Argument valider wird.


Antwort
Zitat
JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

So ist es.


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Play4forlife
Beigetreten: 11.12.2007

Ich finde "übergriffigen Staat" im Falle Deutschlands etwas unspezifisch, zumal es ja auch Möglichkeiten (und Institutionen) zum Korrigieren gibt.
So eine Pauschalkritik klingt dann sehr stark nach dem populistischen "Merkel-Diktatur"-Geschrei, was einfach ziemlich unsinnig ist wenn man sich mal in der Welt (und tatsächlichen Diktaturen/übergriffigen Staaten) umschaut.


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009

Original von pg89

Original von Bierb4ron

Original von pg89
Genau der letzte Satz von krong ist der Punkt. "Ich trinke einfach 8 Stunden lang an ner Coladose und umgehe damit die Maskenpflicht" funktioniert halt nicht. Maske runter, nen Schluck nehmen und die Maske wieder aufsetzen.

und das steht so im gesetz?

wie sollte im streitfall ein gericht festlegen, wie lange genau noch gerade kurz genug und 1 sekunde später zu lang ist? oder wollen wir eine rechtsprechung, in der nach gefühl und tagesform vom staatsanwalt und richter entschieden wird?

Was können denn die menschen dafür, wenn die legislative dumme und schlecht formulierte gesetze beschließt?

ohne die die zugrundeliegende regelung und die dazugehörige arbeitsanweisung an die schaffner würde es solche streitsituationen gar nicht geben. Und ich wage mal die kühne prognose, dass niemand gestorben wäre, wenn die frau ihre cola über 8 stunden hinweg unbehelligt genossen hätte.

dass überhaupt darüber diskutiert wird, was in der situation falsch ist, verschafft mir schon wieder einen kalten schauer den rücken hinab.

die viel interessantere und dringendere frage ist doch, ob der clip auf twitter gelandet und vergleichbar beachtet worden wäre, wenn *selbstzensur*.

das video selbst zeigt die seit 2020 bekannte und in dieser extremität von anfang an vorhergesagte absudität deutschen "krisenmanagements", bzw. deutscher gesetz- und verordnungsgebung. dass das video auf twitter landet und vom poster so kommentiert wurde, wie es kommentiert wurde, sagt twittertypisch mehr über den *selbstzensur* des posters als dessen bewusstsein für das im video präsentierte eigentliche problem.

Muss denn wirklich alles genaustens irgendwo stehen? In der Bahn soll eine Maske getragen werden, da man aber essen/trinken ermöglichen möchte, darf sie dazu kurz abgenommen werden. Es ist doch logisch, dass nicht gewollt ist, dass man stundenlang ohne da sitzt, weil man ne Dose Cola oder ein angebissenes Brötchen in der Hand hat. Mit ein bisschen Rücksicht und Mitdenken würde das ganze wunderbar funktionieren.
Wer die Dose in einer Minute mit kurzen Pausen austrinkt, soll die Maske von mir aus erst danach wieder aufsetzen, wer alle 5 min einen Schluck nimmt, sollte sie eher zwischendurch wieder aufsetzen. Wo genau dir Grenze ist, das ist sicherlich Auslegungssache. Genau da kommt aber das Hausrecht ins Spiel, wenn eine Mitarbeiterin der Bahn sagt, man soll die Maske bitte aufsetzen, wieso tut man es nicht einfach? Die Diskussion ist doch zig mal nerviger und anstrengender.

ist doch logisch, dass man seine 30% steuern in deutschland zahlt, wenn man seine 100 mio gewinn in deutschland gemacht hat. steuervermeidungsstrategien sind zwar nicht ausdrücklich im steuergesetz erwähnt, aber auf jeden fall sollte jeder bestraft werden, der dem vermutlich eigentlichen sinn des steuerrechts ausweicht.

ich sag mal lel ...

aber ich weiß schon ... man kann gleiches nicht mit gleichem vergleichen xD

und zum thema hausrecht ... das hat die bahn nicht, da es in seinem segment das quasi einzige öffentliche beförderungsmittel ist. oder welchen anderen anbieter von zugfahrten kennst du? von seiten des gesetzgebers werden die menschen geradezu genötigt, auf individualmobilität zu verzichten. zudem ist die gesetzgebende institution auch der größte anteilseigner am unternehmen. also setzt "der staat" in zügen sein hausrecht durch? abgesehen davon kann nicht jeder gewerbetreibende rechtswidrige bedingungen durchsetzen, nur weil er es will. und jemandem vorzuschreiben, wie oft und wie lange er an seiner cola zu nippen hat, ist offenkundig rechtswidrig, weil es nicht im gesetz steht. außerdem ist nicht jedes gesetz auch verfassungskonform.

da ist in einem demokratischen rechtsstaat kein platz für "aber trotzdem...". Den gibt es nur in ideologisch selbstlegitimierenden terrorregimen.


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Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

@johnking:

Koreaner ja klar :|

Da kannste mal gucken dein Vorbild.


Antwort
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Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Alle tragen Masken und trotzdem schon 40% der Bevölkerung nachgewiesen infiziert gewesen mit einer Fallsterblichkeit von 0.1%, was im Bereich einer saisonalen Grippe liegt.

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, dass der Effekt der Maske und die Gefährlichkeit von Corona klein bis sehr klein ist.

Dann müsste man sich aber auch fragen warum man den ganzen Zirkus noch veranstaltet, was natürlich schwer fällt, wenn man seit 2-3 Jahren nur noch einmal kurz durchhalten muss. Für die anderen natürlich, denn man ist ein Guter und doll stört es ja auch nicht. Außerdem zeigt der Kalender bald eh wieder Oktober und da ist, man weiß es ja, Corona wieder brandgefährlich.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Aber nicht auf dem Oktoberfest, da macht Corona einen großen Bogen drum.


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JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

Original von Play4forlife
Ich finde "übergriffigen Staat" im Falle Deutschlands etwas unspezifisch, zumal es ja auch Möglichkeiten (und Institutionen) zum Korrigieren gibt.
So eine Pauschalkritik klingt dann sehr stark nach dem populistischen "Merkel-Diktatur"-Geschrei, was einfach ziemlich unsinnig ist wenn man sich mal in der Welt (und tatsächlichen Diktaturen/übergriffigen Staaten) umschaut.

Ich kann nicht jedesmal eine Exegese über das Infektionsschutzgesetz und dessen Kritik machen. Das wurde hier schon oft beschrieben. Sich jetzt an jedem Wort aufzuhängen ist auch leicht pedantisch.

Und ich verstehe zwar auch, dass man die Übergriffigkeit des Staates in einem Zusammenhang mit Maßnahmen in anderen Ländern interpretieren muss, aber Diskurse haben sich in Deutschland ja auch verschoben. Wir haben 2020 die Einschränkungen des Lebens über eine App sehr kritisch gesehen und heute rationalisiert. Eine Impfpflicht war ein No-Go und heute für einige notwendiges "Übel".

Das auch das Verfassungsgericht in Deutschland schwach agiert hat, ist zumindest streitbar (bspw. Impflicht für Pflegekräfte und mutmaßliche Nutzung von "regierungsnahen" Experten zur Evaluierung).

Ich bin grundsätzlich optimist, daher glaube ich, dass langfristig die Menschen auch hierzulande wieder Maß und Mitte finden. Aber über die langfristigen Schäden bin ich mir nicht sicher. Darüber habe ich mir noch nicht tiefergehende Gedanken gemacht. Das Vertrauen in den Staat und in die Bürger ist bei mir aufjedenfall nachhaltig beschädigt. Was nicht heißt, dass alles schlecht ist - nur schlechter als vorher. Aber vielleicht ändert sich das ja auch wieder. Ich bin kein absolutist.


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Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Ich finde, Penishaubize hat hier durchaus einen extrem wichtigen Punkt. Ich starte mal mit folgenden Annahmen:
- Es gibt keine Impfung, die vor einer Ansteckung oder einer Weitergabe des Virus schützt
- Omikron ist hochgradig ansteckend
- Jeder in Deutschland wird sich früher oder später mit Corona infizieren
- Eine durchgemachte Erkrankung mit vorangegangener Impfung bietet den besten Schutz gegen Neuansteckung und schweren Krankheitsverlauf

Was, genau, ist jetzt der Benefit, unvermeidbare Infektionen von den Sommermonaten in die Wintermonate zu verschieben? Es ist doch davon auszugehen, dass es im Winter wieder zu mehr Ansteckungen kommt, da die Leute öfter in geschlossenen Räumen zusammen hocken. Dazu kommt, dass mittlerweile wieder viele andere Erkältungskrankheiten zirkulieren. Dabei ist davon auszugehen, dass diese im Winter zusätzlich zu den Coronainfektionen die Krankenhäuser belasten.
Warum sollte ich also den Peak der Kurve unbedingt in diese Zeit schieben wollen, statt jetzt möglichst viele durch Infektion "fit" für den Winter zu machen? Was übersehe ich?


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JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

Die Frage ist ja, wie viel eine Genesung am Ende schützt. Bei Omicron nicht mehr so viel - sie ist eben auch nicht mehr so gefährlich.
Bei Delta war es anders, dort schützte eine Infektion stärker. Absichtlich infizieren war trotzdem -$EV, da die Konsequenzen eben dementsprechend auch härter ausfallen hätten können.

Das Gesundheitssystem wird nicht mehr durch Patienten, sondern nur durch pandemiebedingte Isolationsregeln belastet. Isolationsregeln, die der Gesundheitsminister eigentlich schon abgeschafft hatte, dies aber wieder zurücknehmen musste, weil die No-Covid Fraktion implodiert ist.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Original von Bierb4ron

Spoiler

Original von pg89

Original von Bierb4ron

Original von pg89
Genau der letzte Satz von krong ist der Punkt. "Ich trinke einfach 8 Stunden lang an ner Coladose und umgehe damit die Maskenpflicht" funktioniert halt nicht. Maske runter, nen Schluck nehmen und die Maske wieder aufsetzen.

und das steht so im gesetz?

wie sollte im streitfall ein gericht festlegen, wie lange genau noch gerade kurz genug und 1 sekunde später zu lang ist? oder wollen wir eine rechtsprechung, in der nach gefühl und tagesform vom staatsanwalt und richter entschieden wird?

Was können denn die menschen dafür, wenn die legislative dumme und schlecht formulierte gesetze beschließt?

ohne die die zugrundeliegende regelung und die dazugehörige arbeitsanweisung an die schaffner würde es solche streitsituationen gar nicht geben. Und ich wage mal die kühne prognose, dass niemand gestorben wäre, wenn die frau ihre cola über 8 stunden hinweg unbehelligt genossen hätte.

dass überhaupt darüber diskutiert wird, was in der situation falsch ist, verschafft mir schon wieder einen kalten schauer den rücken hinab.

die viel interessantere und dringendere frage ist doch, ob der clip auf twitter gelandet und vergleichbar beachtet worden wäre, wenn *selbstzensur*.

das video selbst zeigt die seit 2020 bekannte und in dieser extremität von anfang an vorhergesagte absudität deutschen "krisenmanagements", bzw. deutscher gesetz- und verordnungsgebung. dass das video auf twitter landet und vom poster so kommentiert wurde, wie es kommentiert wurde, sagt twittertypisch mehr über den *selbstzensur* des posters als dessen bewusstsein für das im video präsentierte eigentliche problem.

Muss denn wirklich alles genaustens irgendwo stehen? In der Bahn soll eine Maske getragen werden, da man aber essen/trinken ermöglichen möchte, darf sie dazu kurz abgenommen werden. Es ist doch logisch, dass nicht gewollt ist, dass man stundenlang ohne da sitzt, weil man ne Dose Cola oder ein angebissenes Brötchen in der Hand hat. Mit ein bisschen Rücksicht und Mitdenken würde das ganze wunderbar funktionieren.
Wer die Dose in einer Minute mit kurzen Pausen austrinkt, soll die Maske von mir aus erst danach wieder aufsetzen, wer alle 5 min einen Schluck nimmt, sollte sie eher zwischendurch wieder aufsetzen. Wo genau dir Grenze ist, das ist sicherlich Auslegungssache. Genau da kommt aber das Hausrecht ins Spiel, wenn eine Mitarbeiterin der Bahn sagt, man soll die Maske bitte aufsetzen, wieso tut man es nicht einfach? Die Diskussion ist doch zig mal nerviger und anstrengender.

ist doch logisch, dass man seine 30% steuern in deutschland zahlt, wenn man seine 100 mio gewinn in deutschland gemacht hat. steuervermeidungsstrategien sind zwar nicht ausdrücklich im steuergesetz erwähnt, aber auf jeden fall sollte jeder bestraft werden, der dem vermutlich eigentlichen sinn des steuerrechts ausweicht.

Das Verhalten finde ich genau so nicht korrekt und es stößt doch auch bei vielen auf Unmut.

ich sag mal lel ...

aber ich weiß schon ... man kann gleiches nicht mit gleichem vergleichen xD

und zum thema hausrecht ... das hat die bahn nicht, da es in seinem segment das quasi einzige öffentliche beförderungsmittel ist. oder welchen anderen anbieter von zugfahrten kennst du? von seiten des gesetzgebers werden die menschen geradezu genötigt, auf individualmobilität zu verzichten. zudem ist die gesetzgebende institution auch der größte anteilseigner am unternehmen. also setzt "der staat" in zügen sein hausrecht durch? abgesehen davon kann nicht jeder gewerbetreibende rechtswidrige bedingungen durchsetzen, nur weil er es will. und jemandem vorzuschreiben, wie oft und wie lange er an seiner cola zu nippen hat, ist offenkundig rechtswidrig, weil es nicht im gesetz steht. außerdem ist nicht jedes gesetz auch verfassungskonform.

Sie kann ihre Cola doch so langsam trinken, wie sie möchte. Nur irgendwann soll sie halt zwischendurch die Maske wieder aufsetzen.
da ist in einem demokratischen rechtsstaat kein platz für "aber trotzdem...". Den gibt es nur in ideologisch selbstlegitimierenden terrorregimen.


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