Der Wortlaut des §28 b Absatz 1 IfSG für den Fernverkehr und die landesrechtlichen Regelungen für den Nahverkehr sind doch eindeutig. Es gilt Maskenpflicht. Essen und Trinken ist nicht als Ausnahme im Gesetz deklariert. Die Schaffnerin hat zu Recht die Reisende aufgefordert, die Maske aufzusetzen. Sie hat sich von dem Fahrgast provozieren lassen und hat nicht entsprechend der Vorgaben der DB reagiert.
Original von Penishaubize
Was tut es überhaupt zur Sache ob man geimpft ist oder schon 2020/21 gegen Maßnahmen gewesen sein soll.
Es tut insofern zur Sache, als dass es hier ein paar Mitposter gibt, die generell gegen jede Maßnahme waren oder sind und eine wirklich ausgewogene Diskussion so halt nicht stattfindet.
JonKing89 habe ich offensichtlich falsch abgespeichert und das tut mir leid. Danke für die sachliche Richtigstellung.
Original von Snookz
Was, genau, ist jetzt der Benefit, unvermeidbare Infektionen von den Sommermonaten in die Wintermonate zu verschieben? Es ist doch davon auszugehen, dass es im Winter wieder zu mehr Ansteckungen kommt, da die Leute öfter in geschlossenen Räumen zusammen hocken.
Was genau lässt dich denken, dass Infektionen vom Sommer in den Winter verschoben werden sollen? Und was lässt dich denken, dass wir nach Omikron keine weitere Mutation erleben werden? Bisher kamen die recht zuverlässig grob alle 4-6 Monate.
So ist in der Pandemievorbereitung 2022/23 recht klar von drei Szenarien (best, neutral, worst) die Rede und diese beziehen sich klar auf eine mildere, die derzeit vorherrschende sowie eine schlimmere Variante.
Ich fände es extrem fahrlässig, keine Vorbereitungen zu treffen. Wenn wir den Winter mit ähnlichen Intensiv- und Krankheitsauslastungen davon kommen wie seit Januar / Februar diesen Jahres, umso besser... ich glaube nicht, dass Maßnahmen dann verschärft werden und wäre in dem Fall auch dagegen. Woher die Sicherheit kommt, dass in den kalten Monaten alles so bleibt, ist mir allerdings schleierhaft.
Original von shaddiii
Original von Snookz
Was, genau, ist jetzt der Benefit, unvermeidbare Infektionen von den Sommermonaten in die Wintermonate zu verschieben? Es ist doch davon auszugehen, dass es im Winter wieder zu mehr Ansteckungen kommt, da die Leute öfter in geschlossenen Räumen zusammen hocken.Was genau lässt dich denken, dass Infektionen vom Sommer in den Winter verschoben werden sollen? Und was lässt dich denken, dass wir nach Omikron keine weitere Mutation erleben werden? Bisher kamen die recht zuverlässig grob alle 4-6 Monate.
So ist in der Pandemievorbereitung 2022/23 recht klar von drei Szenarien (best, neutral, worst) die Rede und diese beziehen sich klar auf eine mildere, die derzeit vorherrschende sowie eine schlimmere Variante.
Ich fände es extrem fahrlässig, keine Vorbereitungen zu treffen. Wenn wir den Winter mit ähnlichen Intensiv- und Krankheitsauslastungen davon kommen wie seit Januar / Februar diesen Jahres, umso besser... ich glaube nicht, dass Maßnahmen dann verschärft werden und wäre in dem Fall auch dagegen. Woher die Sicherheit kommt, dass in den kalten Monaten alles so bleibt, ist mir allerdings schleierhaft.
Zwei Dinge lassen mich das denken:
1. Omikron ist sehr ansteckend.
2. Es gibt keinen wirksamen Schutz gegen Ansteckung.
Wenn wir jetzt Ansteckungen verhindern, verhindern wir eine Resistenz gegen Ansteckung der bereits im Sommer Angesteckten im Winter. Wenn jemand, der sich heute ansteckt im November die exakt gleiche Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung und eines krankenhauspflichtigen Krankheitsverlaufs hat, ist mein Argument hinfällig. Dem ist aber meines Wissens nach nicht so.
Oder, andersherum: Je mehr sich jetzt in dieser ziemlich entspannten Lage anstecken und im Krankenhaus betreut werden müssen, desto weniger müssen wir im Winter im Krankenhaus betreuen. Ansteckungen jetzt strecken also die Kurve zeitlich und sorgen für niedrigere Peaks.
Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Ich habe doch geschrieben, dass es wahrscheinlich zu mehr Ansteckungen kommt?
2 Gedanken dazu:
1. Es gibt kein Szenario der Normalität. Was passiert also, wenn alles so bleibt wie es ist? Wir kriegen trotzdem verschärfte Maßnahmen bis zum Frühling. Das stört mich. #Präventivparadoxon
2. Die Krankenhausauslastung ist in der Tat ein Indikator auf den man setzen kann. Steigt der, kann man Maßnahmen etablieren. Aber wo ist die Grenze?
Das habe ich vor einem Jahr bereits gepostet. Die Krankenhäuser waren schon vorher max. ausgelastet. Die Grippewelle war 2018 massiv. Wenn uns unsere Krankenhausinfrastruktur nicht wichtig genug ist, um Auslastungskapazitäten genügend auszubaunen und dann eben zu unterhalten - auch wenn halt keiner "krank" ist - dann zieht langfristig das Argument der Krankenhausauslastung nicht mehr. Debattierbar ist, ob man die Reißleine schon dieses Jahr zieht oder nächstes Jahr oder wann auch immer. Aber ich finde es politisch problematisch Freiheitseinschränkungen - außerhalb von plötzlich auftretenden Krisen natürlich - auf einer Infrastrukturauslastung zu basieren, die politisch kontrollierbar ist. Auch demokratietheoretisch ein Problem. Wenn uns das Problem so wichtig ist, müssen wir Geld in die Hand nehmen.
1. Wir kriegen nur dann verschärfte Maßnahmen wenn die auch etwas bringen.
2. Wir werden keine Freiheitseinschränkungen mehr sehen.
Original von JonKing89
2. Die Krankenhausauslastung ist in der Tat ein Indikator auf den man setzen kann. Steigt der, kann man Maßnahmen etablieren. Aber wo ist die Grenze?
Das habe ich vor einem Jahr bereits gepostet. Die Krankenhäuser waren schon vorher max. ausgelastet. Die Grippewelle war 2018 massiv. Wenn uns unsere Krankenhausinfrastruktur nicht wichtig genug ist, um Auslastungskapazitäten genügend auszubaunen und dann eben zu unterhalten - auch wenn halt keiner "krank" ist - dann zieht langfristig das Argument der Krankenhausauslastung nicht mehr. Debattierbar ist, ob man die Reißleine schon dieses Jahr zieht oder nächstes Jahr oder wann auch immer. Aber ich finde es politisch problematisch Freiheitseinschränkungen - außerhalb von plötzlich auftretenden Krisen natürlich - auf einer Infrastrukturauslastung zu basieren, die politisch kontrollierbar ist. Auch demokratietheoretisch ein Problem. Wenn uns das Problem so wichtig ist, müssen wir Geld in die Hand nehmen.
Wir können froh sein, wenn das derzeit im Krankenhaus vorhandene Personal auch noch 2023 im Krankenhaus arbeitet. Wer will denn unter diesen Bedingungen derzeit im Krankenhaus arbeiten (Arzt oder Pflegekraft).
Wir habe massive Personalausfälle wegen Corona und die anderen werden verheizt. Und die Auslastung der Krankenhäuser ist derzeit extrem hoch. Heute Abend sind wieder die meisten Krankenhäuser in der Region abgemeldet. Die Politik hat in den letzten Jahren mehrere Gesetze verabschiedet, um die Situation zu verbessern. Dank Corona ist dies zum Scheitern verurteilt. Ein Kollege von mir macht morgen seinen 4 Bereitschaftsdienst innerhalb von ein paar Tagen.
Original von Snookz
Zwei Dinge lassen mich das denken:
1. Omikron ist sehr ansteckend.
2. Es gibt keinen wirksamen Schutz gegen Ansteckung.Wenn wir jetzt Ansteckungen verhindern, verhindern wir eine Resistenz gegen Ansteckung der bereits im Sommer Angesteckten im Winter. Wenn jemand, der sich heute ansteckt im November die exakt gleiche Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung und eines krankenhauspflichtigen Krankheitsverlaufs hat, ist mein Argument hinfällig. Dem ist aber meines Wissens nach nicht so.
Oder, andersherum: Je mehr sich jetzt in dieser ziemlich entspannten Lage anstecken und im Krankenhaus betreut werden müssen, desto weniger müssen wir im Winter im Krankenhaus betreuen. Ansteckungen jetzt strecken also die Kurve zeitlich und sorgen für niedrigere Peaks.
Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Ich habe doch geschrieben, dass es wahrscheinlich zu mehr Ansteckungen kommt?
Alleine Omicron hat ich glaube fünf Untervarianten. Wer sich mit einer infiziert, hat keinen oder kaum Infektionsschutz vor der nächsten. Jede Infektion erhöht aber wiederum das Risiko für neue Mutationen.
Original von JonKing89
2 Gedanken dazu:1. Es gibt kein Szenario der Normalität. Was passiert also, wenn alles so bleibt wie es ist? Wir kriegen trotzdem verschärfte Maßnahmen bis zum Frühling. Das stört mich. #Präventivparadoxon
2. Die Krankenhausauslastung ist in der Tat ein Indikator auf den man setzen kann. [...]
Es gibt erstmal eine Gesetzesvorlage, die Maßnahmen ermöglicht. Was macht euch alle so sicher, dass das auf jeden Fall geschieht? Wenn die Situation entspannt bleibt, ist das nicht zu rechtfertigen. #einfachmalabwarten
Original von domano
Grund ist, dass auch Risikogruppen auf die Bahn angewiesen sind. In Club geht jeder freiwillig. Ansonsten bitte noch 10 Seiten weiter über ein Twitter Video diskutieren...
Und auf den Supermarkt sind sie nicht angewiesen? Das ist halt kein Argument .
Bin immer noch der Meinung das jeder für sich entscheiden soll ob er eine Maske trägt oder nicht.
Und nochmal, das Virus wird nicht mehr verschwinden sollen wir jetzt bis in alle Unendlichkeit den Lappen im Gesicht tragen?
Original von karoel
Original von domano
Grund ist, dass auch Risikogruppen auf die Bahn angewiesen sind. In Club geht jeder freiwillig. Ansonsten bitte noch 10 Seiten weiter über ein Twitter Video diskutieren...Und auf den Supermarkt sind sie nicht angewiesen? Das ist halt kein Argument .
Bin immer noch der Meinung das jeder für sich entscheiden soll ob er eine Maske trägt oder nicht.Und nochmal, das Virus wird nicht mehr verschwinden sollen wir jetzt bis in alle Unendlichkeit den Lappen im Gesicht tragen?
Der "Lappen" schützt doch auch vor anderen Krankheiten wie Grippe etc. und Feinstaub. Finde das hat schon einen Mehrwert. Dauerhafter Zwang finde ich in der Tat aber auch kritisch, vor allem wenn die Begründung nicht/kaum evidenzbasiert erfolgt.
Original von GoodGrief
Original von OnkelHotte
https://amp.focus.de/gesundheit/news/schaerfe-corona-regeln-ab-oktober-daenische-epidemiologin-kritisiert-deutschen-weg_id_130632000.htmlDie Dänen sprechen es straight aus, was viele hier über die letzten Seiten erörtert haben.
Die Infektionen lassen sich nunmal nicht verhindern. Let it happen. Deal with it. Alle Daten haben gezeigt, dass es seit Omicron nicht schlimm war und aller Wahrscheinlichkeit nicht schlimmer als Random Grippe Saison werden wird diesen Herbst.Seit der omikronzeit incl. ausreichende Beobachtungszeit seitdem geh ich dort auf jeden Fall mit. Inzwischen zeigt sich durch die Quarantäne- und langen Krankheitsausfällen im gesamten Gesundheitssektor eine höhere Gefährdung der Patienten, da durch eingeschränktem Betrieb die Notfall- und Krankheitsversorgung nicht mehr adäquat zu gewährleisten ist.
Wie früher auch sollten alle fiebrigen und kranken Mitarbeiter zuhause bleiben, und wer sich gesund fühlt und entfiebert ist, kann wieder kommen. Eigentlich egal, welcher Keim es ist. Voraussetzung bleibt, dass am Patienten alle therapeutischen Berufe incl. falls möglich der Pat. weiterhin Maske trägt. Besonderes Augenmerk gilt besonders gefährdeten Gruppen im Krankenhaus: Intensivstation, immunsupprimierte Pat. Diese benötigen besonderen Schutz, z.B. durch intensivere Testung und dann ggf. medikamentöse Therapie rechtzeitig zur Vorbeugung eines schweren Verlaufs.
Dies würde einiges im Gesundheitssektor entspannen.
Du arbeitest doch in einem Krankenhaus, korrekt? Wie siehst Du die Regelung des § 20a IfSG (einrichtungsbezogener Nachweis der Impfung)? Wird das bei euch diskutiert?
Original von meistermieses
Original von karoel
Original von domano
Grund ist, dass auch Risikogruppen auf die Bahn angewiesen sind. In Club geht jeder freiwillig. Ansonsten bitte noch 10 Seiten weiter über ein Twitter Video diskutieren...Und auf den Supermarkt sind sie nicht angewiesen? Das ist halt kein Argument .
Bin immer noch der Meinung das jeder für sich entscheiden soll ob er eine Maske trägt oder nicht.Und nochmal, das Virus wird nicht mehr verschwinden sollen wir jetzt bis in alle Unendlichkeit den Lappen im Gesicht tragen?
Der "Lappen" schützt doch auch vor anderen Krankheiten wie Grippe etc. und Feinstaub. Finde das hat schon einen Mehrwert. Dauerhafter Zwang finde ich in der Tat aber auch kritisch, vor allem wenn die Begründung nicht/kaum evidenzbasiert erfolgt.
Habe ja auch nicht gesagt das er keinen Mehrwert hat, nur sollte daraus keine Pflicht sondern Empfehlung werden imo
Original von karoel
Original von meistermieses
Original von karoel
Original von domano
Grund ist, dass auch Risikogruppen auf die Bahn angewiesen sind. In Club geht jeder freiwillig. Ansonsten bitte noch 10 Seiten weiter über ein Twitter Video diskutieren...Und auf den Supermarkt sind sie nicht angewiesen? Das ist halt kein Argument .
Bin immer noch der Meinung das jeder für sich entscheiden soll ob er eine Maske trägt oder nicht.Und nochmal, das Virus wird nicht mehr verschwinden sollen wir jetzt bis in alle Unendlichkeit den Lappen im Gesicht tragen?
Der "Lappen" schützt doch auch vor anderen Krankheiten wie Grippe etc. und Feinstaub. Finde das hat schon einen Mehrwert. Dauerhafter Zwang finde ich in der Tat aber auch kritisch, vor allem wenn die Begründung nicht/kaum evidenzbasiert erfolgt.
Habe ja auch nicht gesagt das er keinen Mehrwert hat, nur sollte daraus keine Pflicht sondern Empfehlung werden imo
Mir ist das Thema ehrlich gesagt auch relativ egal, ob nun Maskenpflicht im ÖPNV oder nicht. Aber im Vergleich zu Supermarkt ist halt die Dichte an Menschen, die Nähe zu Menschen und die Zeit die man mit denen verbringt deutlich höher als im Supermarkt, zudem ist der Supermarkt halt auch besser belüftet. Wenn es irgendwo außer Krankenhäuser/Pflegeeinrichtungen Sinn macht Masken zu tragen ist es im ÖPNV.
Original von JonKing89
Bin ich es der radikalisiert ist? Ich bin fassungslos, dass es große Teile in unserer Gesellschaft gibt, die es richtig finden, was die Schaffnerin macht.
Ich finde weder das Verhalten der Schaffnerin, noch das der Kundin gut. Je nachdem ob zuvor och etwas war, geht aber aus meiner Sicht die Aggression von der Kundin aus.
Original von JonKing89
Natürlich nicht. Twitter halt. Und hier auch. Alleine, dass wir darüber diskutieren, stört mich. Es ist 33 Grad draußen und man kann nichtmal eine 0,33l Cola Flasche austrinken, sondern muss sich wie ein Affe immer wieder kurz die Maske um die Nase ziehen. Was für ein Nonsense.
Und wenn man für so eine absolute nonsense Lapalie die fucking Polizei ruft und die Schaffnerin - selbst mit OP-Maske - so vehement drauf besteht, sorry. Wie lost kann man sein?
Ich kann deine Argumente nachvollziehen, aber sie sind keine Argumente gegen das Verhalten der Schaffnerin. Erst als "greift" ist sie drüber, vorher befolgt sie die Regeln der Bahn. Polizei war hier mMn ein guter Weg.
Original von TyCobb
Original von GoodGrief
Original von OnkelHotte
https://amp.focus.de/gesundheit/news/schaerfe-corona-regeln-ab-oktober-daenische-epidemiologin-kritisiert-deutschen-weg_id_130632000.htmlDie Dänen sprechen es straight aus, was viele hier über die letzten Seiten erörtert haben.
Die Infektionen lassen sich nunmal nicht verhindern. Let it happen. Deal with it. Alle Daten haben gezeigt, dass es seit Omicron nicht schlimm war und aller Wahrscheinlichkeit nicht schlimmer als Random Grippe Saison werden wird diesen Herbst.Seit der omikronzeit incl. ausreichende Beobachtungszeit seitdem geh ich dort auf jeden Fall mit. Inzwischen zeigt sich durch die Quarantäne- und langen Krankheitsausfällen im gesamten Gesundheitssektor eine höhere Gefährdung der Patienten, da durch eingeschränktem Betrieb die Notfall- und Krankheitsversorgung nicht mehr adäquat zu gewährleisten ist.
Wie früher auch sollten alle fiebrigen und kranken Mitarbeiter zuhause bleiben, und wer sich gesund fühlt und entfiebert ist, kann wieder kommen. Eigentlich egal, welcher Keim es ist. Voraussetzung bleibt, dass am Patienten alle therapeutischen Berufe incl. falls möglich der Pat. weiterhin Maske trägt. Besonderes Augenmerk gilt besonders gefährdeten Gruppen im Krankenhaus: Intensivstation, immunsupprimierte Pat. Diese benötigen besonderen Schutz, z.B. durch intensivere Testung und dann ggf. medikamentöse Therapie rechtzeitig zur Vorbeugung eines schweren Verlaufs.
Dies würde einiges im Gesundheitssektor entspannen.
Du arbeitest doch in einem Krankenhaus, korrekt? Wie siehst Du die Regelung des § 20a IfSG (einrichtungsbezogener Nachweis der Impfung)? Wird das bei euch diskutiert?
Ich seh die Notwendigkeit dieses Gesetzes auf jeden Fall gegeben. Dies würde auch von dem allermeisten im Krankenhaus genauso gesehen. Es gab nur äußerst wenige Ausnahmen.
Nur: in der derzeitigen Lage der Pandemie sehe ich nicht mehr die Voraussetzungen gegeben, dass dieses Gesetz greifen muss. Der Unterschied zwischen geimpft oder nicht geimpft ist bei der Weitergabe der Erkrankung nicht mehr deutlich genug.
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Stiko mit dem neuen omikron Impfstoff positioniert. Ich hoffe, dass es keine allgemeine impfempfehlung geben wird.
Ich habe mal eine Frage an den Doktor hier:
Lt. Lauterbach gilt man ja ab den 01. Okt. als "nicht immunisiert", wenn die letzte Impfung länger als 3. Monate zurück liegt, bzw. man in diesem Zeitraum nicht infiziert war.
Welche Auswirkungen hat das denn jetzt für einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitswesen?
Müssen sich nun wirklich alle Mitarbeiter den 2. Booster abholen, obwohl die Stiko nur eine Empfehlung ab 60 ausspricht?
Im IfSG habe ich dazu nichts gefunden.
Ja - aber nochmal - der Arbeitgeber ist nicht mehr verpflichtet seine Mitarbeiter zu melden (im Gegensatz zum März).
Macht er das also nicht, hat das auch keine Folgen für die Mitarbeiter.
Relevant wird es dann nur bei einem Jobwechsel, weil der AG wirklich nur Personen mit ausreichendem Schutz einstellen darf.
Und btw. sobald der Arbeitgeber ein Kreuz bei "der Mitarbeiter wird dringend benötigt und ist nicht zu ersetzen" im Fragebogen des Gesundheitsamts macht, wird kein Betretungsverbot ausgesprochen. Der AG muss dies nichtmal weiter begründen. (so handeln jedenfalls die Gesundheitsämter in NRW)
Das Problem ist aber, dass nur geimpfte Mitarbeiter neu eingestellt werden bzw. eine Ausbildungsstelle bekommen. Das sieht man bei uns deutlich an der Berufsschule. Die Zahl der Auszubildenden im Pflegebereich ist ca. um den Anteil der Ungeimpften in der Bevölkerung zurückgegangen. Wenn dann noch die dritte Impfung für das Antreten einer Ausbildungsstelle verpflichtend wird, dann wird es noch weniger.
Original von GoodGrief
...
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Stiko mit dem neuen omikron Impfstoff positioniert. Ich hoffe, dass es keine allgemeine impfempfehlung geben wird.
Warum?
Oder meinst du eher Impfpflicht, die ist aber doch eh vom Tisch.