Original von hschuster
RKI-Chef Wieler: Müssen mit italienischen Zuständen rechnen
RKI-Chef Lothar Wieler fürchtet, dass das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt. Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnt der Präsident des Robert-Koch-Instituts.
aha wovon ich bereits seit Tagen fast Wochen rede, kommen auch so langsam unsere Experten drauf.
Immer mehr Experten, sowohl aus dem Gesundheitssektor als auch aus dem Wirtschaftssektor warnen vor den Folgen der jetzigen Maßnahmen. Auch wird der dauerhafte Erfolg angezweifelt und das sehe ich zu 100% genauso! Spätestens nach Ostern müssen die ersten Lockerungen her. Sonst sterben in der Folge viel mehr Mensch an den Folgen der Wirtschaftskrise.
Der Infektiologe Ansgar Lohse vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sagt z.B. folgendes:
Die Betreuung von psychisch Kranken ist schwieriger geworden, die Familiensituation in engen Räumen birgt extremes Konfliktpotenzial und eine Wirtschaftskrise wirkt sich direkt auf die Sterblichkeit aus. Je länger die Maßnahmen andauern, umso mehr.
Lohse mahnt deshalb, über Alternativen nachzudenken. „Ohne eine Impfung, die vor 2021 nicht kommen wird, kann die unkontrollierte Ausbreitung des Virus nur gestoppt werden, wenn eine ausreichende Zahl von Menschen eine Immunität entwickelt. Die Epidemie wird sonst jedes Mal neu aufflammen, wenn wir die Maßnahmen lockern. Wir müssen zulassen, dass sich diejenigen, für die das Virus am ungefährlichsten ist, zuerst durch eine Ansteckung immunisieren.“ Der Infektiologe räumt ein, dass dieses Ziel der Herdenimmunität ein heikles Vorhaben sei.
„Sowohl Kinder als auch die allermeisten von ihren jungen Eltern gehören nicht zur Risikogruppe. Je schneller diese Gruppe eine Infektion durchmacht, umso besser. Kitas und Schulen sollten deshalb bald wieder öffnen.
Gleichzeitig müssen wir die wirklichen Risikogruppen besser schützen. Wir haben immer noch zu wenige Maßnahmen für die Altenheime und die ambulante Pflege. Jede Pflegekraft muss eine Schutzmaske tragen.“
Ich bin mit vielen Kollegen aus ganz verschiedenen Fachrichtungen im Diskurs, die ähnlich denken. Wir sind uns einig, dass wir nicht nur auf Corona schauen dürfen. Auf Dauer richten wir sonst zu große Schäden an. Viele Menschen werden leiden und sterben, weil andere Krankenhausbetten reduziert werden, weil soziale und ärztliche Dienste nicht mehr funktionieren, weil Menschen vereinsamt und andere zusammengepfercht leben müssen, weil Karrieren und Existenzen gefährdet werden.“
Das letzte Zitat fast das im Moment ziemlich gut zusammen. Wir müssen die ganze Situation als Gesamtproblem mit vielen einzelnen Problemen sehen und daraus dann andere Entscheidungen treffen, als rein nach den wenigsten Toten direkt durch Corona! Die aktuelle Maßnahmen waren notwendig um Zeit zu gewinnen und gute Entscheidungen treffen zu können. Nach Ostern sollten Schulen wieder aufmachen! Gleichzeitig Ältere noch besser geschützt werden. Wenn das Krankenhaus zum Teil (leicht) überlastet wird, dann muss man das leider hinnehmen. Die Folgen die Maßnahmen noch länger so weiterzuführen, wäre in jeder Hinsicht schlimmer!