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NAAAAAASSE
Joined: 02.09.2007

Weil auf der vorigen Seite ein paar Leute nach konkreten Erfahrungen mit Corona Tests gefragt haben, kann ich mal meine Erfahrung von heute mit euch teilen.
Wir wohnen übrigens in Wien
Hintergrundstory:
Mein Stiefsohn (11) kam vor knapp 2 Wochen vom Schulskikurs in Wagrain nach Hause. Die Region Wagrain wurde vor ca. einer Woche komplett unter Quarantäne gestellt. Seit ein paar Tagen hat er starken trockenen Husten, der immer stärker wird bis hin zu leichter Kurzatmigkeit. Er ist generell sehr angeschlagen, hat aber kein Fieber. Er ist sehr sportlich (Fußball im Verein), aber etwas "vorbelastet" mit seiner Lunge. Hatte schon ein paar Lungenentzündungen und immer wieder Probleme mit hartnäckigem Husten.
Auf jeden Fall wurde uns dann von der Kinderärztin geraten die Corona Hotline anzurufen, was wir auch getan haben.

Der Anruf wurde sofort entgegen genommen und nach einem kurzen Gespräch mit einer Telefonistin wurden wir direkt zu einem Arzt verbunden. Nachdem er sich unsere "Story" angehört hat, meinte er, dass in den nächsten 72 Stunden jemand vorbei kommen wird um das Kind zu testen. Dies könnte zu jeder Tag- und Nachtzeit passieren! Außerdem wurde uns gesagt, dass das Kind auf keinen Fall die Wohnung verlassen darf.
Heute war es dann nach ziemlich genau 48 Stunden soweit. Ein PKW des Ärztefunkdienstes parkte vor unsrer Tür. Raus kamen ein Sanitäter und ein Arzt und gingen zum Kofferraum. Dort holte der Arzt einen versiegelten Schutzanzug heraus und zog diesen direkt auf der Straße an, während der Sani die Testkits vorbereitete.

Der Test wurde dann im Treppenhaus durchgeführt, wobei der Sanitäter ohne Schutzanzug, ca. 3m Abstand hielt. Wir wurden kurz aufgeklärt wie der Test abläuft (was wir aber eh schon vom Telefongespräch mit dem Arzt bei der Corona Hotline wussten). Arzt und Sanitäter waren extrem freundlich und man merkte ihnen an, dass sie das nicht gerade zum ersten mal machen.
Zuerst wurde der Abstrich im Rachen gemacht, wobei der Arzt mit dem Test definitiv hinter das Zungenbändchen gefahren ist (weil irgendjemand danach gefragt hat hier). Mein Stiefsohn hatte einen kurzen Würgereiz, war aber halb so wild. Danach wurde der Abstrich in der Nase genommen. Um beide Abstriche zu nehmen hat der Arzt maximal 15 Sekunden gebraucht.

Dann wurde wir noch informiert, dass wir zuhause bleiben sollen und nicht genau abzuschätzen ist, wann das Ergebnis vorliegt. Es könnte zwischen 2 und 5 Tagen dauern. Sollte der Test negativ sein, würde uns der Ärztefunkdienst anrufen. Ist er positiv meldet sich das Gesundheitsamt mit weiteren Instruktionen so wie dem "offiziellen" Verbot für uns alle die Wohnung zu verlassen.

Wir warten jetzt also auf das Ergebnis. Ich denke eigentlich, dass es negativ sein wird, da seine Symptome erst ca. 13 Tage nach dem er aus dem "Risikogebiet" zurück kam auftraten. Ich weiß, die Inkubationszeit kann bis zu 14 Tage oder sogar mehr betragen, aber was ich so mitbekommen habe liegt der Median bei 5 Tagen? Außerdem hatte er zu keinem Zeitpunkt Fieber und war seit dem Skikurs nur Zuhause (die Schulen haben genau da geschlossen).
Aber wir werden sehen... Ich weiß gar nicht was mir lieber wäre. Es geht ihm heute schon etwas besser und sollte der Verlauf leicht bleiben, wäre es mir sogar fast lieber er wäre positiv. Wir (meine Freundin und 5 jährige Tochter) hätten es dann sicher auch schon und uns geht es gut! Da ich im Moment sowieso im Homeoffice arbeite, würden wir dann einfach unsere Quarantäne absitzen und wären dann immun.
Aber natürlich bleibt auch die Gefahr eines schweren Verlaufs, was natürlich ganz schrecklich wäre...

Eine komische Situation jetzt aufs Ergebnis zu warten, aber generell bin ich extrem froh in einem Land zu leben, in dem solche Dinge einfach funktionieren. Wir wurden durchwegs freundlich behandelt, 48 Stunden Wartezeit finde ich total angemessen und der Test war komplett gratis.
Wenn ich da an andere Länder wie die USA denke, wo lange nicht klar war ob und wie viel Patienten für den Test zahlen müssten...

Sorry für die wall of text, ich halte euch auf dem Laufenden was beim Test raus kommt!

Übrigens: wer meine Fotos aus der Kantine im "Was esst ihr gerade +Bilder" Thread kennt, weiß dass ich Profi im undercover Fotos machen bin, in dem Fall habe ich den Arzt aber gefragt, ob ich von der Aktion ein Foto machen darf :f_cool:


Antwort
Zitat
GoodGrief
Joined: 12.07.2011

Original von furious1x2
Wie sieht denn das worst case Szenario aus.
Sagen wir mal zum 31.12.2020

Welche Vorkehrungen (finanziell) trefft ihr
Viele Jobs werden (vorerst) nicht mehr existieren
Die (Grund) Versorgung könnte nicht mehr gewährleistet sein. Es könnte massive Aufstände geben

Es wird im schlimmsten Fall alles zum erliegen kommen. Das Leben wie wir es kannten bzw. Aktuell kennen wird sich weiter verändern bis ein Impfstoff/Immunität da ist.

Wie gesagt nur im worst case.

Ich möchte nicht schwarz malen. Man sollte nur auf alles vorbereitet sein. Schwarmintelligenz war schon immer nicht zu unterschätzen

Sollte man noch Schulden aufbauen? Im worst-case winkt die verkürzte insolvenz

Ernsthaft, wie will man denn überhaupt auf alles vorbereitet sein. Bist du denn sonst auch auf alles vorbereitet?


Antwort
Zitat
bastimw
Joined: 07.10.2008

Original von furious1x2
Wie sieht denn das worst case Szenario aus.
Sagen wir mal zum 31.12.2020

Welche Vorkehrungen (finanziell) trefft ihr
Viele Jobs werden (vorerst) nicht mehr existieren
Die (Grund) Versorgung könnte nicht mehr gewährleistet sein. Es könnte massive Aufstände geben

Es wird im schlimmsten Fall alles zum erliegen kommen. Das Leben wie wir es kannten bzw. Aktuell kennen wird sich weiter verändern bis ein Impfstoff/Immunität da ist.

Wie gesagt nur im worst case.

Ich möchte nicht schwarz malen. Man sollte nur auf alles vorbereitet sein. Schwarmintelligenz war schon immer nicht zu unterschätzen

Sollte man noch Schulden aufbauen? Im worst-case winkt die verkürzte insolvenz

Ich bin Softwarearchitekt also ich mache mir keine Sorgen, dass mein Job in irgend einer Weise auch nur annähernd gefährdet ist. Ich würde in dieser Krise einfach nicht überreagieren. Bei einem Dax Einbruch von 3500 Punkten fallen natürlich Jobs weg, dass sind aber Jobs die vermutlich eh früher oder später weggefallen wären. An anderen Stellen enstehen neue Jobs und von staatlicher Sicht sollte man tatsächlich über ein Grundeinkommen nachdenken. Der Mensch hat seine Umwelt immer optimiert, nur davon profitieren viele einfach nicht. Ich würde keine Schulden aufbauen, weil die Politiker sind bereit dieses System um jeden Preis zu retten, dass hat man schon 2008 gesehen und mit dem Rettungsschirm wurde etwas sehr sehr mächtiges verabschiedet.

Bei der Grundversorgung würde ich mir auch erstmal keine Sorgen machen, im besten Fall hast du nach der Krise einen kleinen Garten, wo du dir das ein oder andere selber anbauen kannst. Das ist Umweltfreundlich und macht die Welt ein kleines bißchen besser. Tue jetzt Dinge, wo du in Zukunft davon profitieren kannst und wenn du der Meinung bist, dass die Grundversorgung einbricht, dann ist es keine falsche Idee dieses Jahr mal Kartoffeln anzubauen oder sich paar Hühner zu halten. Aufstände sind toll aber wie man an Frankreich gesehen hat, immer zum scheitern verurteilt, ganz zur Not kommt das Millitär und lößt dieses Problem. Die Idee deine Probleme, welche dich in der Zukunft betreffen könnten jetzt einfach zu lösen und Vorrausschauend zu handeln ist eine gute Idee, wenn dieses Szenario nicht eintritt, hast du erstmal nichts falsch gemacht. Von einer Hungersnot sind wir sehr weit entfernt, dass Kredite aber nicht mehr gezahlt werden können, dass liegt nah.


Antwort
Zitat
Tyler12
Joined: 08.10.2007
Spoiler

Original von NAAAAAASSE
Weil auf der vorigen Seite ein paar Leute nach konkreten Erfahrungen mit Corona Tests gefragt haben, kann ich mal meine Erfahrung von heute mit euch teilen.
Wir wohnen übrigens in Wien
Hintergrundstory:
Mein Stiefsohn (11) kam vor knapp 2 Wochen vom Schulskikurs in Wagrain nach Hause. Die Region Wagrain wurde vor ca. einer Woche komplett unter Quarantäne gestellt. Seit ein paar Tagen hat er starken trockenen Husten, der immer stärker wird bis hin zu leichter Kurzatmigkeit. Er ist generell sehr angeschlagen, hat aber kein Fieber. Er ist sehr sportlich (Fußball im Verein), aber etwas "vorbelastet" mit seiner Lunge. Hatte schon ein paar Lungenentzündungen und immer wieder Probleme mit hartnäckigem Husten.
Auf jeden Fall wurde uns dann von der Kinderärztin geraten die Corona Hotline anzurufen, was wir auch getan haben.

Der Anruf wurde sofort entgegen genommen und nach einem kurzen Gespräch mit einer Telefonistin wurden wir direkt zu einem Arzt verbunden. Nachdem er sich unsere "Story" angehört hat, meinte er, dass in den nächsten 72 Stunden jemand vorbei kommen wird um das Kind zu testen. Dies könnte zu jeder Tag- und Nachtzeit passieren! Außerdem wurde uns gesagt, dass das Kind auf keinen Fall die Wohnung verlassen darf.
Heute war es dann nach ziemlich genau 48 Stunden soweit. Ein PKW des Ärztefunkdienstes parkte vor unsrer Tür. Raus kamen ein Sanitäter und ein Arzt und gingen zum Kofferraum. Dort holte der Arzt einen versiegelten Schutzanzug heraus und zog diesen direkt auf der Straße an, während der Sani die Testkits vorbereitete.

Der Test wurde dann im Treppenhaus durchgeführt, wobei der Sanitäter ohne Schutzanzug, ca. 3m Abstand hielt. Wir wurden kurz aufgeklärt wie der Test abläuft (was wir aber eh schon vom Telefongespräch mit dem Arzt bei der Corona Hotline wussten). Arzt und Sanitäter waren extrem freundlich und man merkte ihnen an, dass sie das nicht gerade zum ersten mal machen.
Zuerst wurde der Abstrich im Rachen gemacht, wobei der Arzt mit dem Test definitiv hinter das Zungenbändchen gefahren ist (weil irgendjemand danach gefragt hat hier). Mein Stiefsohn hatte einen kurzen Würgereiz, war aber halb so wild. Danach wurde der Abstrich in der Nase genommen. Um beide Abstriche zu nehmen hat der Arzt maximal 15 Sekunden gebraucht.

Dann wurde wir noch informiert, dass wir zuhause bleiben sollen und nicht genau abzuschätzen ist, wann das Ergebnis vorliegt. Es könnte zwischen 2 und 5 Tagen dauern. Sollte der Test negativ sein, würde uns der Ärztefunkdienst anrufen. Ist er positiv meldet sich das Gesundheitsamt mit weiteren Instruktionen so wie dem "offiziellen" Verbot für uns alle die Wohnung zu verlassen.

Wir warten jetzt also auf das Ergebnis. Ich denke eigentlich, dass es negativ sein wird, da seine Symptome erst ca. 13 Tage nach dem er aus dem "Risikogebiet" zurück kam auftraten. Ich weiß, die Inkubationszeit kann bis zu 14 Tage oder sogar mehr betragen, aber was ich so mitbekommen habe liegt der Median bei 5 Tagen? Außerdem hatte er zu keinem Zeitpunkt Fieber und war seit dem Skikurs nur Zuhause (die Schulen haben genau da geschlossen).
Aber wir werden sehen... Ich weiß gar nicht was mir lieber wäre. Es geht ihm heute schon etwas besser und sollte der Verlauf leicht bleiben, wäre es mir sogar fast lieber er wäre positiv. Wir (meine Freundin und 5 jährige Tochter) hätten es dann sicher auch schon und uns geht es gut! Da ich im Moment sowieso im Homeoffice arbeite, würden wir dann einfach unsere Quarantäne absitzen und wären dann immun.
Aber natürlich bleibt auch die Gefahr eines schweren Verlaufs, was natürlich ganz schrecklich wäre...

Eine komische Situation jetzt aufs Ergebnis zu warten, aber generell bin ich extrem froh in einem Land zu leben, in dem solche Dinge einfach funktionieren. Wir wurden durchwegs freundlich behandelt, 48 Stunden Wartezeit finde ich total angemessen und der Test war komplett gratis.
Wenn ich da an andere Länder wie die USA denke, wo lange nicht klar war ob und wie viel Patienten für den Test zahlen müssten...

Sorry für die wall of text, ich halte euch auf dem Laufenden was beim Test raus kommt!

Übrigens: wer meine Fotos aus der Kantine im "Was esst ihr gerade +Bilder" Thread kennt, weiß dass ich Profi im undercover Fotos machen bin, in dem Fall habe ich den Arzt aber gefragt, ob ich von der Aktion ein Foto machen darf :f_cool:

Alles Gute euch.

Dieses unbehagliche Gefühl ob und wann es einen selbst erwischt, ist einfach unerträglich. Auch das sich momentan alles zieht wie ein Kaugummi, macht das ganze nicht gerade erträglicher. Zumindest geht es mir so. Hoffentlich sind wir bald über den Peak... :f_frown:


Antwort
Zitat
PabloForKoka
Joined: 09.07.2007

Danke fuer das Teilen deiner Erfahrungen!
Hoffe, dass sich noch mehr Leute melden, die bereits einen Test gemacht haben. Hier in diesem Fall schien ja sehr sorgfaeltig vorgegangen zu sein.


Antwort
Zitat

Wenn ich anmerken darf, hält sich das aktuell im Rahmen.

Quelle: wiki, Grippewelle 2019/2020

Im Jahr 2017/2018 gab es über 25000 Grippetote in DTL. Ein Jahr danach 2019-2020 waren es unter 500.
Das mal zur Einordnung.


Antwort
Zitat
hschuster
Joined: 26.09.2014

generell steigen die Zahlen zur Zeit immer heftiger und schneller. Meines erachtens, aber gut diese Meinung vertreten immer noch die Wenigstens brauchen wir deutlich härtere Maßnahmen ala China oder Südkorea und dies so global wie möglich, nur so können wir auf kurz oder lang wieder ein normales Leben gewehrleisten.
Ändert sich nichts, haben wir nur 2 Möglichkeiten und beide sind kacke.
Variante 1: Wir ziehen unsere aktuellen Maßnahmen weiter durch und werden weiterhin wohl bis in den Herbst immer höhere Zahlen auflegen, bis dann ob in ein paar Wochen oder doch länger auch hier mit den Triagen begonnen werden muss und wir fahren dann härtere Maßnahmen.
Variante 2: Wir müssen irgendwann selbst die mMn zu laschen Maßnahmen langsam einstellen, denn wir können nicht unsere Wirtschaft komplett an die Wand fahren lassen. Nur dann werden die Totenzahlen und Infektionszahlen deutlich schneller steigen. Ergebnis auch hier Triagen.

Denn ein Fazit ist, selbst wenn wir wirklich eine Dunkelziffer von 10 oder mehr haben (gehe ich persönlich nicht von aus, weil wir einfach dafür verdammt wenige Tote haben und verdammt viel testen, so dass ich hier eher von 3 - 5 rechne) brauchen wir selbst bei dem Tempo noch über 1 Jahr um eine Herdenimmunität zu erreichen und dies scheint wohl das Ziel zu sein. Was das generell für Konsequenzen für die Gesellschaft haben wir, mag ich persönlich zu bezweifel, aber Fälle wir der 16jährigen Französin zeigen nur all zu genau, dass dies Virus wirklich jeden schwer treffen kann, auch wenn jungere es im Regelfall besser verkraften.


Antwort
Zitat
rmsds
Joined: 29.08.2018

Aktuell ist ja die Empörung so groß, dass Firmen wie Adidas, Deichmann, H&M usw keine Miete mehr zahlen wollen.
Ja und??? Es kann ja nun auch nicht sein, dass Firmen ihr Geschäftstreiben einstellen müssen, während Vermieter sich entspannt zurücklehnen können, weil die Mietzahlungen ja weiter laufen.

Der Shutdown läuft völlig falsch. Theoretisch müsste man es folgendermaßen machen:

Niemand zahlt mehr für die Dauer des Shutdowns irgendwelche Rechnungen.
Auf Antrag bekommt jeder 430 EUR/Monat vom Staat.
Die Börse wird geschlossen.
Niemand darf entlassen werden usw. (Wir tun quasi so, als würden wir in Winterschlaf gefallen sein)

Dann braucht man auch keine 850 Mrd. Sofort-Pakete, sondern jeder Monat kostet dann nicht mal 20 Mrd.


Antwort
Zitat
bastimw
Joined: 07.10.2008

430 €?


Antwort
Zitat
derVuk
Joined: 05.02.2008

Ist glaube ich dieses Harz4, kann mich aber auch täuschen.

Das Problem ist halt, dass sich sowas nur schwer nur für Deutschland lösen lässt in einer globalisierten Welt. Gibt viele Unternehmen die haben auch Kosten und Einnahmen im Ausland. Dazu kommen die hunderttausende Berufspendler in Grenzregionen etc...

Welche Auswirkungen hat es auf teilweise komplexe Vertragsgestaltungen, Verjähruns- und Garantieansprüche, etc...

Dazu kommt, es steht ja nicht alles still, vieles läuft ja aktuell auch weiter und wo genau grenzt man dann ab? Wenn man keine Miete mehr zahlt, zahlt man noch für Strom und Wasser, was ja weiterlaufen muss? Was ist mit Telefon- und Internetgebühren? Onlineshopping? GEZ:coolface:?

Hört sich zwar nett an, wird aber in der Praxis an der Komplexität scheitern meiner Meinung nach.


Antwort
Zitat
rmsds
Joined: 29.08.2018

Verbrauchskosten, also Strom, Gas, Telefon und Internet zahlt man natürlich...muss der Hartzer ja auch.
Und Vertragsgestaltungen und Verjährungsansprüche etc verschiebt man einfach für die Dauer nach hinten.

Also, jemand hat einen Kredit zu laufen, zahlt im Normalfall bis 31.12.2021 monatlich 500 EUR.
Jetzt haben wir einen 3-monatigen Shutdown. In diesen 3 Monaten zahlt der Kreditnehmer nichts. Sein Zahlungsende verschiebt sich also auf den 31.03.2022

So meinte ich das.


Antwort
Zitat
PhoenixFFM
Joined: 27.11.2007

Wurde wegen Corona eigentlich das Nachtflugverboot aufgehoben. Ich sitze in Frankfurt Oberrad und hier ist gerade eine LH Cargo Maschine Richtung Tokyo übers Haus gedonnert. Eventuell nach dem Motto "die Lärmbelastung ist so momentan ohnehin so gering, da braucht sich niemand über vereinzelte Nachtflüge aufregen"?


Antwort
Zitat
Kleeblatt1903
Joined: 28.04.2006

@rmsds:
Und woher kommt das Geld für die weiterhin Vollzeitbeschäftigten in den Systemrelevanten Bereichen?
Sollen die dann ihre 40-50 Std/Woche weiterhin für die gleichen 430 € ausüben?


Antwort
Zitat
rmsds
Joined: 29.08.2018

Nee, wer arbeitet, bekommt natürlich sein Gehalt.


Antwort
Zitat

Original von rmsds
Nee, wer arbeitet, bekommt natürlich sein Gehalt.

Und zahlt trotzdem keine Rechnungen? Glaube Dein Vorschlag wird schwierig, wenn ich es auch gut finde, da neue Modelle zu finden.


Antwort
Zitat

Original von PhoenixFFM
Wurde wegen Corona eigentlich das Nachtflugverboot aufgehoben. Ich sitze in Frankfurt Oberrad und hier ist gerade eine LH Cargo Maschine Richtung Tokyo übers Haus gedonnert. Eventuell nach dem Motto "die Lärmbelastung ist so momentan ohnehin so gering, da braucht sich niemand über vereinzelte Nachtflüge aufregen"?

https://www.fr.de/frankfurt/coronavirus-flughafen-frankfurt-bleibt-offen-13601695.html


Antwort
Zitat
Thomas6409
Joined: 12.07.2006

Original von SeriousF
Der Schal verringert deinen tatsächlichen Auswurf beim Husten.

Wer hustet hat generell nichts im Supermarkt oder irgendwo im öffentlichen Raum verloren. Da braucht man keine Schals oder Masken, Kranke müssen momentan einfach 24/7 zu Hause bleiben, so viel Rücksichtnahme sollte man erwarten können.


Antwort
Zitat

Original von Thomas6409

Original von SeriousF
Der Schal verringert deinen tatsächlichen Auswurf beim Husten.

Wer hustet hat generell nichts im Supermarkt oder irgendwo im öffentlichen Raum verloren. Da braucht man keine Schals oder Masken, Kranke müssen momentan einfach 24/7 zu Hause bleiben, so viel Rücksichtnahme sollte man erwarten können.

Du kannst ja auch symptomfrei sein und dann mal husten oder niesen müssen (z.b
aufgrund einer Allergie).

Es ist generell aber ja auch schwer zu timen, wann eine Krankheit beginnt ;-)


Antwort
Zitat
weissnich
Joined: 28.01.2008

Original von Thomas6409

Original von SeriousF
Der Schal verringert deinen tatsächlichen Auswurf beim Husten.

Wer hustet hat generell nichts im Supermarkt oder irgendwo im öffentlichen Raum verloren. Da braucht man keine Schals oder Masken, Kranke müssen momentan einfach 24/7 zu Hause bleiben, so viel Rücksichtnahme sollte man erwarten können.

es geht bei dieser provisorischen maske einfach darum einen spukschutz zu haben - eben falls man infiziert ist keinen anderen mehr anzustecken.. das virus kann niemanden mehr erreichen und verschwindet. in honkong ist das ziemlich gut gelaufen in korea wohl auch. nur deutsche können ihr gesicht nicht teilverhüllen? es ist schade.. nungut mir ists egal ich hab ne n95 maske beim einkaufen etc..
wobei ich glaube das die maskenpflicht eh kommen wird.. schade das sie nicht wenigstens im öpnv schon gilt. da wird eventuell noch fröhlich angesteckt zur zeit..

und glaub mal nicht das leute die husten haben deshalb jetzt zuhaus bleiben. beim einkaufen die woche war ne omi die hat den ganzen laden zusammengehustet und geröchelt. ich hab sie draussen aus 4m entfernung mal gefragt - sie ollte nicht ihre nachbarn fragen wegen dem kleinen einkauf.. so ist die realität.. ich hab ihr mal die nummer von unserer bürger helfen bürgern hotline gegeben - hoffe sie ruft nächstesmal an


Antwort
Zitat
Xantos
Joined: 07.09.2005

Original von furious1x2
Wie sieht denn das worst case Szenario aus.
Sagen wir mal zum 31.12.2020

Welche Vorkehrungen (finanziell) trefft ihr
Viele Jobs werden (vorerst) nicht mehr existieren
Die (Grund) Versorgung könnte nicht mehr gewährleistet sein. Es könnte massive Aufstände geben

Es wird im schlimmsten Fall alles zum erliegen kommen. Das Leben wie wir es kannten bzw. Aktuell kennen wird sich weiter verändern bis ein Impfstoff/Immunität da ist.

Wie gesagt nur im worst case.

Ich möchte nicht schwarz malen. Man sollte nur auf alles vorbereitet sein. Schwarmintelligenz war schon immer nicht zu unterschätzen

Sollte man noch Schulden aufbauen? Im worst-case winkt die verkürzte insolvenz

Der "realistische Worst Case" für mich ist:

  • In Deutschland und vielen anderen Ländern Italien-Zustände
  • D.h. hohe Todesaten über einen langen Zeitraum (aber weiterhin v.a. alte Menschen)
  • Langer Lock Down mit hohem Impact auf Gastro, Hotels, Einzelhandel außer Lebensmittel und Drogerie, manche produzierenden Gewerbe, Services wie Friseure etc.
  • Dadurch hohe Arbeitslosigkeit mit entspr. Kosten für den Sozialstaat, und Rezession auch in nicht direkt betroffenen Branchen durch Probleme bei Supply Chains & natürlich schrumpfender Nachfrage (wer kauft ein neues Auto)
  • GDP -15% Y/Y, Arbeitslosigkeit >10%

Was es für mich bedeutet:
Wenig. Mein Job ist safe (Big Tech). Bin selbst mit Frau und Kindern wenig gefährdet.
Eltern wohnen auf dem Land und können gut selbst isolieren.
Ich würde versuchen mir im Sommer Tests zu besorgen, damit wir ggf meine Eltern besuchen können.

Wer stärker betroffen ist:

Alte & Kranke -- die sollten sich auf lange Selbstisolation einstellen. Gelobt, wer auf dem Land lebt.

Jobverlust -- so wie sonst auch: Cash-conservative sein. Keine optionalen Ausgaben. Günstig einkaufen (Aldi statt Edeka). Budget aufstellen. Um Bürokratie gut kümmern. Zeit nutzen für Skill-Building, bspw. Digitale Skills per Online-Learning.


Antwort
Zitat