Original von beni
1.Ein paar kleinere Hotspots ändern daran nichts. Wenn ich sämtliche Kleinstädte aufliste dann ergibt das eine ewig lange List und deshalb zufallsbedingt ein paar Ausreißer in beide Richtungen.
Das ist so ein bißchen typisch für Diskussionen mit dir: Du behauptest es müsste Hotspots geben. Man nennt dir Hotspots. Jetzt ändern Hotspots plötzlich nichts mehr. Dann lass doch das Hotspot-Argument von vorne herein weg und verschwende nicht unsere Zeit.
2. Sicher wenn man heute deutlich mehr Menschen beatmen muss als "normal" dann würde es das widerlegen. Aber dazu muss man die Zahlen jetzt mit den Vorjahreszahlen vergleichen. (Gesamtzahl der Menschen, die beatmet/intensivmedizinisch behandelt werden müssen). Nur zu sagen wir müssen heute xy beatmen wegen Corona reicht nicht aus. Die Zahlen hab ich bisher nicht gesehen.
Naja, ich glaube die Leute haben tatsächlich gerade besseres zu tun als etwas für jeden offensichtliches nachzuzählen. Wenn es keinen Unterschied zu sonst gäbe würden das die Ärzte in den Kliniken wohl merken, meinst du nicht auch? Ich finde gerade auch keine absoluten veröffentlichten Zahlen, aber aus dem, was veröffentlicht wurde, kann man schon Schlüsse ziehen, zum Beispiel hier:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00134-010-1863-z
Die haben die Daten von 400 Intensivstationen angeschaut, um zu schauen wie viele Menschen mit Lungenentzündungen beatmet werden müssen. Über 3 Jahre (!!)(2005 - 2007) gab es knapp 6000 Fälle, die beatmet werden mussten. Wir haben hier jetzt gerade Daten von mittlerweile 1052 Intensivstationen und da liegen gerade gleichzeitig 2000 Menschen, die mit ner Covid-19 Lungenentzündung beatmet werden müssen. Also 6000 in 3 Jahren gegenüber 2000 aktuell, nur heute, diese Woche. (Ja, es ist ein Faktor 2,5 in der Zahl der Intensivstationen dabei, aber dafür auch mehr als ein Faktor 100 in der Zeit...)
Ab wann würdest denn du sagen "es ist nicht alles wie immer"?
3. Die Übersterblichkeit, in der Tat eine sehr gute Zahl, da Tote zählen einfach ist und es keine Dunkelziffer dabei gibt. Bisher sind wir selbst in Italien noch ca. auf dem Niveau von 2017, das damals offenbar als völlig normal angesehen wurde.
Hm, nein. Es ist normal, dass es eine Grippewelle jedes Jahr gibt. Die führt zu einer Übersterblichkeit. Soweit ich mich erinnere gilt die Grippewelle 2017 als die stärkste in 30 Jahren, ganz normal war das also nicht - aber nicht verhinderbar und es wurde dem ja auch die gesamte Bevölkerung ausgesetzt. Hier haben wir iene ganz andere Situation - wir sind am Ende der Grippewelle und haben plötzlich eine stark erhöhte Übersterblichkeit - obwohl erst kleine Teile der Bevölkerung der Krankheit ausgesetzt waren - möchtest du erst sehen, dass es noch viel schlimmer ist wenn man große Teile der Bevölkerung dem Krankheitserreger aussetzt, bevor du dann sagst "ok, jetzt können wir was machen"?
Am 23.03. waren es noch 232 Patienten wegen Covid-19 in ICUs. Heute sind es 2424 (Zahl der teilnehmenden Kliniken ist von 600 auf 900 gestiegen, hat sich also nicht verzehnfacht).
Also wenn die Patienten neu verteilt werden - da hab ich von dir gerade gelernt - dann sagt das auch nichts aus.
Die neue Verteilung ändert doch an der Menge nichts?