Zum Forum springen
Coronavirus
 
Benachrichtigungen
Alles löschen
32.6 K Beiträge
630 Benutzer
436485 Reactions
2.9 M Ansichten
StratoPrince187
Beigetreten: 12.09.2006

Original von Tartarus
[....]
Aber genau das machen doch die meisten Wissenschaftler. Sie sagen (sagten) dass über das Virus zu wenig bekannt ist, und die Datenlagen (anfangs) auch noch nicht 100% Aussagekräftig ist. Es wird darauf verwiesen, dass Aufgrund der vorliegenden Daten Hochrechnung angestellt werden, die im mid oder worst case eben sehr beunruhigend sind und auf eine Pandemie mit mehreren 100k - 1kk Toten hinweisen, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Gleichzeitig wird gesagt, dass umso länger die Pandemie wütet (um so mehr Daten gesammelt werden) desto exakter kann man Vorhersagen treffen.
[....]

Ich kann das nicht so klar deferenzieren. Prinzipiell handeln auch die Länder im Detail anders. Meine Kritik gilt auch eher einem nicht vorhandenen gemeinsamen Gameplan. Beziehungsweise dieser kommt bei mir nicht an. Ich glaube einfach das das besser geht. Jetzt fangen halt auch random YouTuber an, Ihre Erklärungsmodelle zu veröffentlichen.

Wenn die Strategie ist, das WortCase Szenario zu verhindern dann frage ich mich warum Eventplanungen wie zum Beispiel die Gamescom einfach weitergehen und man sagt im Mai entscheiden zu wollen. Das random Beispiel zeigt das eine klare Strategie eben nicht bei allen Verantwortlichen angekommen ist.

Wir können uns auch nicht von Woche zu Woche langhangeln. Daten kann man auch pushen. Ich weiß auch nicht wie die Expertenrunde im Detail funktioniert. Würde einfach mal hinterfragen das wir hier am Optimum sind.


Antwort
Zitat
DarkZonk
Beigetreten: 21.12.2008

Original von AyCaramba44

Dafür steckt jeder Infizierte im Mittel nur noch eine andere Person an. Sinkt dieser Wert weiter, wäre die Epidemie nicht nur verlangsamt, sondern eingedämmt, sagt RKI-Präsident Wieler.

Wenn man sieht wann wir angefangen haben mit den Maßnahmen ist es durchaus realistisch den Wert auf unter 1 zu bekommen in den nächsten Tagen. Zusätzlich soll es auch wärmer werden.

Gleichzeitig gab es gestern aus den USA aber Berichte und Forschungsergebnisse, die gezeigt haben, dass der Virus sich auch durch Sprechen und Atmen verbreiten kann, was dem entgegensteht


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von DarkZonk

Original von AyCaramba44

Dafür steckt jeder Infizierte im Mittel nur noch eine andere Person an. Sinkt dieser Wert weiter, wäre die Epidemie nicht nur verlangsamt, sondern eingedämmt, sagt RKI-Präsident Wieler.

Wenn man sieht wann wir angefangen haben mit den Maßnahmen ist es durchaus realistisch den Wert auf unter 1 zu bekommen in den nächsten Tagen. Zusätzlich soll es auch wärmer werden.

Gleichzeitig gab es gestern aus den USA aber Berichte und Forschungsergebnisse, die gezeigt haben, dass der Virus sich auch durch Sprechen und Atmen verbreiten kann, was dem entgegensteht

Ist doch nichts neues das sich das Virus durch Sprechen und Atmen verbreiten kann. Ist das nicht sogar der normale Weg? Warum sollte das dem oben gesagten entgegenstehen?


Antwort
Zitat
beni
Beigetreten: 17.10.2006

Original von StefanNRW
Das ist so ein bißchen typisch für Diskussionen mit dir: Du behauptest es müsste Hotspots geben. Man nennt dir Hotspots. Jetzt ändern Hotspots plötzlich nichts mehr. Dann lass doch das Hotspot-Argument von vorne herein weg und verschwende nicht unsere Zeit.

Hier ist für micht nicht erkennbar, wo der Startpunkt liegt. Ich hätte erwartet, dass das Virus an Ort X ins Land gekommen ist und dann vor allem dort sehr stark gehäuft auftritt.
Mit Hotspots meine ich also einen fetten Fleck im Niemandsland oder umgekehrt eine dicht besiedelte Region, die ziemlich frei von Corona ist.
Heinsberg hab ich mal markiert, das ist jetzt kein großer Ausreißer.

Wenn es keinen Unterschied zu sonst gäbe würden das die Ärzte in den Kliniken wohl merken, meinst du nicht auch?

Ja, meine ich auch. Und auch die können es nur anhand von harten Zahlen und Fakten feststellen. Die möchte ich einfach nur gerne sehen.

https://link.springer.com/article/10.1007/s00134-010-1863-z
Die haben die Daten von 400 Intensivstationen angeschaut, um zu schauen wie viele Menschen mit Lungenentzündungen beatmet werden müssen. Über 3 Jahre (!!)(2005 - 2007) gab es knapp 6000 Fälle, die beatmet werden mussten. Wir haben hier jetzt gerade Daten von mittlerweile 1052 Intensivstationen und da liegen gerade gleichzeitig 2000 Menschen, die mit ner Covid-19 Lungenentzündung beatmet werden müssen. Also 6000 in 3 Jahren gegenüber 2000 aktuell, nur heute, diese Woche. (Ja, es ist ein Faktor 2,5 in der Zahl der Intensivstationen dabei, aber dafür auch mehr als ein Faktor 100 in der Zeit...)

Davon habe ich hier zuvor noch nichts gelesen. Muss das erst in Ruhe anschauen.

Ab wann würdest denn du sagen "es ist nicht alles wie immer"?

Bei mehr Toten/Menschen auf der Intensivstation, die beatmet werden müssen. Oder wenn man endlich rausbekommen hat wie viele das Virus bereits haben und damit dann echte Wahrscheinlichkeiten für Tod oder schwere Erkrankungen berechnen kann und diese wirklich schlimmer sind als die normale Grippe.

Die neue Verteilung ändert doch an der Menge nichts?

Siehe mein Zahlenbeispiel als Antwort auf Maronne748.


Antwort
Zitat
Gofa
Beigetreten: 23.09.2007

Heute ist eine neue Studie zur Effektivität von (einfachen) Gesichtsmasken veröffentlich worden: https://www.nature.com/articles/s41591-020-0843-2

We identified seasonal human coronaviruses, influenza viruses and rhinoviruses in exhaled breath and coughs of children and adults with acute respiratory illness. Surgical face masks significantly reduced detection of influenza virus RNA in respiratory droplets and coronavirus RNA in aerosols, with a trend toward reduced detection of coronavirus RNA in respiratory droplets.

Weiß jemand, ob es schon Studien zu einem möglichen Zusammenhang zwischen der Virusmenge (der jemand ausgesetzt war) und der Schwere der Krankheit gibt? Ich hatte schon mehrere Artikel gesehen, in denen dieser Zusammenhang angesprochen wurde. Z.B.: https://www.nytimes.com/2020/04/01/opinion/coronavirus-viral-dose.html Ich meine auch Drosten hat in seinem Podcast mal die Hypothese aufgestellt, dass jüngere Leute insbesondere dann schwer erkranken, wenn sie eine hohe Ladung Virus direkt in die Lunge einatmen.

Wenn es diesen Zusammenhang gäbe, wäre das in Kombination mit der heutigen Studie imo ein ziemlich eindeutiges Argument für ein verbreitetes Tragen von einfachen Masken in der Öffentlichkeit. Angenommen es gibt den oben genannten Zusammenhang, würde ich schlussfolgern, dass die Masken zwar absolut keinen sicheren Infektionsschutz bieten, aber zumindest die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf senken.

Ggf. Senken die Masken auch die Infektionswahrscheinlichkeit (aus der heutigen Studie):

Our results indicate that surgical face masks could prevent transmission of human coronaviruses and influenza viruses from symptomatic individuals.

Oder bringe ich hier irgendwas durcheinander? Ich bewege mich selber in einer anderen Disziplin.


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

Original von AyCaramba44

Dafür steckt jeder Infizierte im Mittel nur noch eine andere Person an. Sinkt dieser Wert weiter, wäre die Epidemie nicht nur verlangsamt, sondern eingedämmt, sagt RKI-Präsident Wieler.

Wenn man sieht wann wir angefangen haben mit den Maßnahmen ist es durchaus realistisch den Wert auf unter 1 zu bekommen in den nächsten Tagen. Zusätzlich soll es auch wärmer werden.

halte es nicht für realistisch, die zahl der neuinfektionen zu senken, wenn es wärmer wird.

dafür sprechen würde natürlich dass sich die immunsysteme der menschen langsam verbessern und sich das virus dadurch nicht so schnell verbreiten kann.

dagegen spricht allerdings, dass dann auch mehr menschen raus gehen und es einen nicht unbeträchtlichen teil von menschen gibt, die sich eben nicht an die von der regierung verhängten maßnahmen hält. das habe ich selber vor 7-10 tagen bei meinen kleinen radtouren feststellen können. mehrfach personengruppen von 3+ angetroffen, die den mindestabstand nicht einhalten, und auch familien mit 2 kindern die wie wild durch die gegend rennen. völlige überfüllung am kanal, für fussgänger teilweise unmöglich den mindestabstand einzuhalten.

und da hatte es 14-18 grad, bei 20 grad + wird sich dass noch verschlimmern. btw weit und breit keine polizei in sicht, die das einhalten der regeln kontrolliert (kann nur für österreich sprechen)


Antwort
Zitat
Tartarus
Beigetreten: 29.10.2006

Original von beni

Original von Maronne748

Original von beni

Am 23.03. waren es noch 232 Patienten wegen Covid-19 in ICUs. Heute sind es 2424 (Zahl der teilnehmenden Kliniken ist von 600 auf 900 gestiegen, hat sich also nicht verzehnfacht).

Also wenn die Patienten neu verteilt werden - da hab ich von dir gerade gelernt - dann sagt das auch nichts aus.

Ist das ein Scherz? Dreisatz? 1,5x mehr Kapazität aber 10x mehr beatmete Covid-19 Patienten? Keine Aussage?

Nein, das ist ganz einfache Bruch- oder Prozentrechnung. In Szenario T2:

Vorjahr:
100 Menschen die beatmet werden müssen verteilt auf 10 Klinken. Keiner mit Diagnose Corona weil nicht danach gesucht wurde.

aktuelles Jahr:
100 Menschen die beatmet werden müssen. Zuerst verteilt auf 10 Kliniken. Eine davon ist teilnehmende Klinik. Jetzt wird getestet. In allen Kliniken hat jeweils 1 Patient hat Corona. Fünf der neun teilnehmenden Kliniken schicken die Patienten zu den Spezialisten der teilnehmenden Klinik.

Et voila hat sich dort die Menge der Coronapatienten direkt verfünffacht.

Hier kannst du es ganz gut erkennen: https://www.divi.de/images/Dokumente/DIVI-IntensivRegister_Tagesreport_2020_04_02.pdf
DIe Anzahl der beitragenden Kliniken steigt zwar, aber dir der Coronapatienten in den Intensivstationen steigt um einen größeren Faktor. Laut der Statistik wurden aber von gestern zu heute "nur" 100 Betten mehr gebraucht für die Coronapatienten. Bei 9000 freien Betten ist also noch etwas Spielraum. Allerdings wäre die zeitliche Veränderung dieser Größe schon interassant, da ja davon auszugehen ist, dass bei mehr Infizierten auch mehr Leute eine Intensivbehandlung brauchen.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von beni
Hier ist für micht nicht erkennbar, wo der Startpunkt liegt. Ich hätte erwartet, dass das Virus an Ort X ins Land gekommen ist und dann vor allem dort sehr stark gehäuft auftritt.
Mit Hotspots meine ich also einen fetten Fleck im Niemandsland oder umgekehrt eine dicht besiedelte Region, die ziemlich frei von Corona ist.
Heinsberg hab ich mal markiert, das ist jetzt kein großer Ausreißer.

Das Bild zeigt einfach wie vernetzt und mobil wir heute sind. Es gibt tagtäglich privat und beruflich soviele Kontakte und das auch über jede Distanz. Entsprechend sieht es eben so aus wie es in Deutschland aussieht. Reicht ja schon wenn der Chinese Nr.1 hier Urlaub macht oder irgendwo in einer größeren Firma ist. Wenn man einen Pendlerbereich von 100km annimmt, dann könnte eine einzelne Person am Anfang direkt dafür sorgen, dass es 100km nach Süden, Norden, Westen und Osten verbreitet wird.

Man muss aber davon ausgehen, dass es in Deutschland nicht mit einer Quelle angefangen hat, sondern an ganz vielen Stellen. Das erklärt übrigens auch gut die schnelle weltweite Ausbreitung. Nehme nur mal eine einzige große internationale Messe. Die Leute haben auf der Messe viel engen Kontakt mit Händeschütteln usw. in geschlossenen Räumen und gleichzeitig fahren/fliegen die Messebesucher auch wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück.

Dazu kommt, dass vor einem Monat noch niemand groß getestet hat in der westlichen Welt. Das Virus sicherlich aber seit Januar zirkuliert.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von alwayswinning1111

Original von AyCaramba44

Dafür steckt jeder Infizierte im Mittel nur noch eine andere Person an. Sinkt dieser Wert weiter, wäre die Epidemie nicht nur verlangsamt, sondern eingedämmt, sagt RKI-Präsident Wieler.

Wenn man sieht wann wir angefangen haben mit den Maßnahmen ist es durchaus realistisch den Wert auf unter 1 zu bekommen in den nächsten Tagen. Zusätzlich soll es auch wärmer werden.

halte es nicht für realistisch, die zahl der neuinfektionen zu senken, wenn es wärmer wird.

dafür sprechen würde natürlich dass sich die immunsysteme der menschen langsam verbessern und sich das virus dadurch nicht so schnell verbreiten kann.

dagegen spricht allerdings, dass dann auch mehr menschen raus gehen und es einen nicht unbeträchtlichen teil von menschen gibt, die sich eben nicht an die von der regierung verhängten maßnahmen hält. das habe ich selber vor 7-10 tagen bei meinen kleinen radtouren feststellen können. mehrfach personengruppen von 3+ angetroffen, die den mindestabstand nicht einhalten, und auch familien mit 2 kindern die wie wild durch die gegend rennen. völlige überfüllung am kanal, für fussgänger teilweise unmöglich den mindestabstand einzuhalten.

und da hatte es 14-18 grad, bei 20 grad + wird sich dass noch verschlimmern. btw weit und breit keine polizei in sicht, die das einhalten der regeln kontrolliert (kann nur für österreich sprechen)

Drosten hat ja mal gesagt, dass die Quote eventuell von 3 auf 2,5 fallen wird. Also fallen, aber nicht so, dass das Virus wie die Grippe verschwindet. Wenn wir aber bei 1 sind und es um 0,2 fällt, dann wären wir ja schon bei den 0,8 und damit unter der magischen 1er Grenze wo das Virus verschwindet.

Das Immunsystem profitiert enorm von der Sonne. Gleichzeitig ist die Übertragbarkeit im freien viel unwahrscheinlicher als in geschlossenen Räumen, selbst wenn man den Abstand nicht einhält. Man sollte natürlich nicht 8 Stunden im Park nebeneinanderliegen mit Freunden, aber von Spaziergängern oder Fahrradfahrern geht kein Risiko aus.


Antwort
Zitat
StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007

Original von beni

Hier ist für micht nicht erkennbar, wo der Startpunkt liegt. Ich hätte erwartet, dass das Virus an Ort X ins Land gekommen ist und dann vor allem dort sehr stark gehäuft auftritt.
Mit Hotspots meine ich also einen fetten Fleck im Niemandsland oder umgekehrt eine dicht besiedelte Region, die ziemlich frei von Corona ist.
Heinsberg hab ich mal markiert, das ist jetzt kein großer Ausreißer.

Dann hast du eine falsche Erwartung. Dafür ist die Mobilität heute zu hoch. Und es gibt auch nicht genau einen Punkt, an dem das Virus ins Land gekommen ist, sondern wahrscheinlich ziemlich viele. Trotzdem gibt es natürlich diese Unterschiede in der Inzidenz (Fälle pro 100 000 Einwohner).

https://www.rtl.de/cms/corona-zahlen-aus-deutschlands-landkreisen-tirschenreuth-und-heinsberg-am-staerksten-betroffen-4514135.html

Wird natürlich deine Meinung wieder nicht ändern, sondern wenn es die Ausreißer dann gibt, dann ist es halt Varianz, wie du oben geschrieben hast. Du konstruierst dir hier praktisch ein "Freeroll-Argument". Bin ich zu faul dir die Hotspots rauszusuchen siehst du das als ultimativen Beweis, dass es keine Hotspots gibt und damit als ultimativen Beweis, dass alles nur eine große Verschwörung ist und in Wahrheit das Virus schon immer da war. Suche ich dir - wie geschehen - die Hotspots raus, dann ist halt klar, dass es Hotspots geben muss, weil Varianz. Es müsste ja dann NOCH eindeutiger sein, es muss DEN EINEN Hotspot geben. Praktisch Win-Win für dich. Ganz schlechter Stil. In Zukunft werd ich einfach nicht weiter meine Zeit damit verschwenden.

Siehe mein Zahlenbeispiel als Antwort auf Maronne748.

Ändert trotzdem an der Menge nichts. Getestet wird übrigens überall. Damit es was ändert musst du unterstellen, dass sich alle Kliniken verschworen haben und die Patienten so transferieren, dass du es in der Statistik siehst. Ich finde es wahrscheinlicher davon auszugehen, dass die 1000 Kliniken, die aktuell an der Datenerhebung teilnehmen, einigermaßen repräsentativ sind (sie repräsentieren auch deutlich über die Hälfte der in Deutschland vorhandenen ICU Betten).


Antwort
Zitat
StratoPrince187
Beigetreten: 12.09.2006

Die Auslastung von Intensivbetten ist eine gute Statistik.
Laut DIVI gilt.

Ist das den schon eine Samplesize zum arbeiten?

2139 Covid Fälle die ein Intensivbett in Anspruch nehmen.
Weniger als 20 Tage Beobachtung
Die Durchschnittsbelegung lag bei 9 Tagen?!

Bedeutung von:
Low Care: Monitoring, nicht-invasive Beatmung (NIV), keine Organersatztherapie
High Care: Monitoring, invasive Beatmung, vollständige intensivmedizinische Therapiemöglichkeiten
ECMO

Hier ist noch mal ein Zoom In Blick. [Klick]

Also ich könnte auf der Datenlage jetzt noch nicht soviel anfangen. Auch wenn es gefühlt ein guter Indikator ist.


Antwort
Zitat
StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007

Original von beni

Ab wann würdest denn du sagen "es ist nicht alles wie immer"?

Bei mehr Toten/Menschen auf der Intensivstation, die beatmet werden müssen. Oder wenn man endlich rausbekommen hat wie viele das Virus bereits haben und damit dann echte Wahrscheinlichkeiten für Tod oder schwere Erkrankungen berechnen kann und diese wirklich schlimmer sind als die normale Grippe.

Also vorausschauend handeln, damit das, was in anderen Ländern passiert, bei uns nicht passiert - wir können es ja ganz simpel dort sehen, die haben uns das vorgemacht - möchtest du nicht. Da haben wir einfach eine andere Herangehensweise. Das ist halt exponentielles Wachstum. Wenn du das erst zu stoppen versuchst, sobald du an deine Kapazitätsgrenzen stößt und der Effekt stark messbar ist, dann hast du noch 2 Verdopplungen, bis du es wirklich gestoppt hast und operierst weit über deiner Kapazitätsgrenze. Das versucht man gerade in Deutschland zu verhindern. Bisher recht erfolgreich.


Antwort
Zitat
Elisamo
Beigetreten: 12.08.2008

Stimmt es wirklich das quasi keine Obduktionen an Corona Toten stattfinden? Mir wurde dieses Video hier von einem vermutlichen Verschwörungstheoretiker vorgeschlagen.

passend dazu eben über diesen Artikel von NTV gestolpert. Näher darauf eingegangen warum vermeintlich so wenig obduziert wird allerdings nicht.
https://www.n-tv.de/wissen/Sterben-wirklich-alle-Corona-Opfer-am-Virus-article21688208.html


Antwort
Zitat
beni
Beigetreten: 17.10.2006

Original von StefanNRW
Wird natürlich deine Meinung wieder nicht ändern, sondern wenn es die Ausreißer dann gibt, dann ist es halt Varianz, wie du oben geschrieben hast. Du konstruierst dir hier praktisch ein "Freeroll-Argument". Bin ich zu faul dir die Hotspots rauszusuchen siehst du das als ultimativen Beweis, dass es keine Hotspots gibt und damit als ultimativen Beweis, dass alles nur eine große Verschwörung ist und in Wahrheit das Virus schon immer da war. Suche ich dir - wie geschehen - die Hotspots raus, dann ist halt klar, dass es Hotspots geben muss, weil Varianz. Es müsste ja dann NOCH eindeutiger sein, es muss DEN EINEN Hotspot geben. Praktisch Win-Win für dich. Ganz schlechter Stil. In Zukunft werd ich einfach nicht weiter meine Zeit damit verschwenden.

Das ist einfach schlechter Stil von dir. Du schreibst ziemlich aggressiv. Natürlich gibt es zufallsbedingt Schwankungen.
Vielleicht ist meine Vorstellung, dass ein Virus, das von wenigen Menschen ins Land gebracht wurde nicht innerhalb von wenigen Wochen gleichmäßiger verteilt sein kann als die Wählerschaft aller großen Parteien falsch. Ich bin nicht unfehlbar.

Aber darauf gehst du argumentativ gar nicht ein. Das finde ich schade. Im Endeffekt verlangst du, dass man dir aufgrund deines aggressiven Tons nicht mehr widerspricht und seine Zweifel aus Angst dumm angemacht zu werden lieber verschweigt.

Ändert trotzdem an der Menge nichts. Getestet wird übrigens überall. Damit es was ändert musst du unterstellen, dass sich alle Kliniken verschworen haben und die Patienten so transferieren, dass du es in der Statistik siehst. Ich finde es wahrscheinlicher davon auszugehen, dass die 1000 Kliniken, die aktuell an der Datenerhebung teilnehmen, einigermaßen repräsentativ sind (sie repräsentieren auch deutlich über die Hälfte der in Deutschland vorhandenen ICU Betten).

Es würde reichen, dass die teilnehmenden Kliniken sich vermehrt auf Corona spezialisiert haben und deshalb die Patienten dorthin verlegt werden.

@StratoPrince187

Es fehlt leider die Gesamtauslastung der Intensivstationen über einen gewissen Zeitraum.


Antwort
Zitat
StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007

Original von beni

Aber darauf gehst du argumentativ gar nicht ein. Das finde ich schade.

Bis auf die Karte mit den Daten, die zeigen, dass es einfach nicht so gleichmäßig verteilt ist, wie du behauptest. Worauf soll ich denn sonst noch eingehen?

Und der aggressive Ton kommt halt daher, dass du dir diese "Freeroll-Argumente" konstruierst, die die Zeit von anderen verschwenden, aber in keinem Fall deine Meinung verändern werden. Denn jeder Gegenbeweis ist ja dann Varianz. Naja, das kann ja jeder selbst nachschauen.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Amerikanische Geheimdienste wollen herausgefunden haben, dass China seine Corona-Statistik geschönt hat.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-und-propaganda-us-geheimdienste-veraergern-china-16708748.html

Gibt wohl auch ziemlich viele Fälle wo Leute berichten, dass sich im Bekanntenkreis z.B. 10 Leute angesteckt haben an Corona, aber in den Zahlen für die Region ist die Anzahl trotzdem 0.


Antwort
Zitat
GeraldG
Beigetreten: 24.05.2011

Denke das mit China war relativ offensichtlich, einfach viel zu unrealistisch für so ein Land. Keine Ahnung wieso sie auch gleich so extrem übertreiben mussten mit 0 Neuansteckungen.

Mal ne allgemeinere Frage: Sorgt ein gutes Immunsystem für eine geringere Ansteckungschance oder einfach nur für einen milderen Krankheitsverlauf?


Antwort
Zitat
katharz
Beigetreten: 28.10.2007

Original von Elisamo
Stimmt es wirklich das quasi keine Obduktionen an Corona Toten stattfinden? Mir wurde dieses Video hier von einem vermutlichen Verschwörungstheoretiker vorgeschlagen.

passend dazu eben über diesen Artikel von NTV gestolpert. Näher darauf eingegangen warum vermeintlich so wenig obduziert wird allerdings nicht.
https://www.n-tv.de/wissen/Sterben-wirklich-alle-Corona-Opfer-am-Virus-article21688208.html/blockquote >

also tatsächlich wird das vom rki empfohlen keine Obduktion vorzunehmen

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Verstorbene.html

warum das so ist weiss ich nicht


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von GeraldG
Mal ne allgemeinere Frage: Sorgt ein gutes Immunsystem für eine geringere Ansteckungschance oder einfach nur für einen milderen Krankheitsverlauf?

Keine Ahnung ab wann man als erkrankt gilt, aber wir sind ja täglich mit Viren usw. beschäftigt und es gibt Menschen, die quasi nie krank werden und welche, die sich jede Erkältung holen. Das ist unter anderen vom Immunsystem abhängig.

Wenn das Immunsystem gut funktioniert und die Erregermenge gering ist, nimmt eine Virusgrippe meist einen weniger schweren Verlauf oder könnte überhaupt nicht ausbrechen. Im Falle des Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich herauskristallisiert, dass insbesondere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und schweren Vorerkrankungen gefährdet sind. Dann kann, wie bei jeder Grippe oder Infektion auch üblich, die Krankheit schwer verlaufen und sogar bis hin zum Tode führen. Folglich ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, die das Immunsystem und den gesamten Organismus stärken.


Antwort
Zitat
Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006

Original von Elisamo
Stimmt es wirklich das quasi keine Obduktionen an Corona Toten stattfinden? Mir wurde dieses Video hier von einem vermutlichen Verschwörungstheoretiker vorgeschlagen.

passend dazu eben über diesen Artikel von NTV gestolpert. Näher darauf eingegangen warum vermeintlich so wenig obduziert wird allerdings nicht.
https://www.n-tv.de/wissen/Sterben-wirklich-alle-Corona-Opfer-am-Virus-article21688208.html/blockquote >

Grad mal kurz auf wikipedia geschaut, dort steht dass 1-2% der Verstorbenen in Deutschland obduziert werden. Da gehts ja schon los, wer soll denn die ganzen Coronatoten obduzieren? Außerdem wird es doch gar nicht verheimlicht, dass jeder Tote in die Statistik einfließt, der zum Todeszeitpunkt mit Corona infiziert war.

Ich denke aber eher, dass das Gegenteil dessen, was im Video impliziert wird, der Fall ist. Nämlich dass in Wahrheit viel mehr Menschen an Corona sterben als gezählt wird. Denn postmortem wird afaik (zumindest in Deutschland) niemand getestet, d.h. alle, die zu Lebzeiten nicht getestet werden und dann an Corona sterben, fließen nicht in die Statistik ein. Spricht relativ viel dafür imho, sowohl Berichte aus Italien aus gewissen Städten, dass trotz relativ wenig Coronatoten eine massive Übersterblichkeit vorliegt, als auch z.B. solche "Einzelfälle" von Leuten die zu Hause sterben und nie getestet wurden.


Antwort
Zitat