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Adlerauge72
Beigetreten: 03.02.2007

Wenn Schulen und Kitas zugemacht würden, hätten wir ja auch einen erheblichen Pflegenotstand, weil Muttis ja zuhause bleiben müssen. Ich hoffe , es wird Änderungen geben , in den entsprechenden Berufsgruppen. Nein, ich gehöre nicht dazu.


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Jackknife398
Beigetreten: 02.05.2011

Mutti mit "wir müssen die Kontakte nachverfolgen können!" geht mir auf den Geist. Wir konnten bei Inzidenzien von 20 und darunter die Kontakte nicht nachverfolgen (sonst wären wir ja jetzt nicht an diesem Punkt), warum sollen wir das jetzt plötzlich bei 50 können? Niemand weiß doch mit wem er zufällig beim Einkaufen ect. vor 10 Tagen Kontakt hatte, das funktioniert vielleicht bei einem Erreger der eine Inkubationszeit von einem Tag hat, aber doch nicht hier.


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elnapo
Beigetreten: 05.07.2006

Und was hat uns das alles gekostet bis jetzt? Wir reden hier über Milliarden die irgendwie zurück bezahlt werden müssen über Steuern. In 4 Wochen wird sich nix verändert haben. Dann wieder 10 Milliarden im Januar das gleiche und am Ende hat uns der Spaß 300 Milliarden gekostet für 1 Jahr Tausende in Kurzarbeit die ihre Jobs nie wieder bekommen. Kultur Gastronomie kaputt.

Aber ja wir schaffen das!!!


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Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Original von elnapo
Und was hat uns das alles gekostet bis jetzt? Wir reden hier über Milliarden die irgendwie zurück bezahlt werden müssen über Steuern. In 4 Wochen wird sich nix verändert haben. Dann wieder 10 Milliarden im Januar das gleiche und am Ende hat uns der Spaß 300 Milliarden gekostet für 1 Jahr Tausende in Kurzarbeit die ihre Jobs nie wieder bekommen. Kultur Gastronomie kaputt.

Aber ja wir schaffen das!!!

Vorab: elnapo, das Folgende richtet sich nicht gegen dich persönlich, sondern gg die zu oft gehörte dumme Pauschalaussage "Kultur kaputt"!

Es KOTZT mich an, diese dämlichen Sprüche zu hören!
Es kotzt mich an, den Millionär Roland Kaiser auf einer Bühne zu sehen (hören konnte ich ihn nicht, war heut´morgen bei NTV und ich sah nur das Bild beim Bäcker), dessen reale "kulturelle Leistung" gegen null tendiert!
Es kotzt mich an, Veranstalter, die Abermillionen umgesetzt haben, als Verteidiger "DER Kultur" zu sehen!
Diese Leute machen Events!

KULTUR wurde von Malern im tiefsten Elend geMACHT und erst posthum anerkannt.
KULTUR wurde im Ghetto gemacht, und niemand hat dafür auch nur einen Brotkanten bezahlt!
KULTUR wurde und wird von tausenden Kulturschaffenden gemacht, die sich aktuell (weil im "echten Leben" noch berufstätig) in andere Nischen pressen.
KULTUR wird es weiter geben! Immer! Sie ist im Menschen angelegt!

Events, die erleben gerade Beeinträchtigungen! Das ist sehr schmerzlich für die Menschen, die damit ihr Brot erwerben. Denen soll durchaus geholfen werden, da bin ich dabei.
Wer aber ernsthaft ein Helene-Fischer-Konzert für nachhaltige Kultur hält, hat das Wesen derselben nicht verstanden!


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Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005

Original von elnapo
Und was hat uns das alles gekostet bis jetzt? Wir reden hier über Milliarden die irgendwie zurück bezahlt werden müssen über Steuern. In 4 Wochen wird sich nix verändert haben. Dann wieder 10 Milliarden im Januar das gleiche und am Ende hat uns der Spaß 300 Milliarden gekostet für 1 Jahr Tausende in Kurzarbeit die ihre Jobs nie wieder bekommen. Kultur Gastronomie kaputt.

Aber ja wir schaffen das!!!

was ist denn deiner Meinung nach die Alternative als sich, so gut wie es geht, durch diese Krise zu tasten, eine Krise die weltweit noch nie in solch einer Form da war? alles laufen lassen wie in USA und Brasilien und dann Massengräber auszuheben, willste das ehrlich sehen hier in Deutschland? In Belgien stehen sie vor der Frage ob sie nen 30jährigen oder 60jährigen zu behandeln. Willst du das auch hierzulande erleben? Ich scheiss dir echt drauf ob das 300 Milliarden oder dröfzig trilliarden kostet, Geld kann man drucken. Es geht um die Einzelschicksale die dahinter stehen. z.B. auch die der Frauen und Kinder die von häuslicher Gewalt betroffen waren im Frühjahr beim harten Lockdown und jetzt wieder dasselbe erleben müssten, sollten wir Kitas und Schulen auch schliessen.


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elnapo
Beigetreten: 05.07.2006

Original von Quentin73

Original von elnapo
Und was hat uns das alles gekostet bis jetzt? Wir reden hier über Milliarden die irgendwie zurück bezahlt werden müssen über Steuern. In 4 Wochen wird sich nix verändert haben. Dann wieder 10 Milliarden im Januar das gleiche und am Ende hat uns der Spaß 300 Milliarden gekostet für 1 Jahr Tausende in Kurzarbeit die ihre Jobs nie wieder bekommen. Kultur Gastronomie kaputt.

Aber ja wir schaffen das!!!

was ist denn deiner Meinung nach die Alternative als sich, so gut wie es geht, durch diese Krise zu tasten, eine Krise die weltweit noch nie in solch einer Form da war? alles laufen lassen wie in USA und Brasilien und dann Massengräber auszuheben, willste das ehrlich sehen hier in Deutschland? In Belgien stehen sie vor der Frage ob sie nen 30jährigen oder 60jährigen zu behandeln. Willst du das auch hierzulande erleben? Ich scheiss dir echt drauf ob das 300 Milliarden oder dröfzig trilliarden kostet, Geld kann man drucken. Es geht um die Einzelschicksale die dahinter stehen. z.B. auch die der Frauen und Kinder die von häuslicher Gewalt betroffen waren im Frühjahr beim harten Lockdown und jetzt wieder dasselbe erleben müssten, sollten wir Kitas und Schulen auch schliessen.

Nein wenn dann komplett Lockdown oder keinen der nix an der Situation ändert. Ist klar das dir das Geld am Arsch vorbei geht. Keine Kinder und keine Arbeit da hat man leicht reden. Mein Sohn wird dafür bezahlen und das ist mir nicht scheiss egal. Und das obwohl er in seinen jungen Jahren genauso daran zu knabbern hat wie jeder andere. Keine Freizeitaktivitäten usw. ihm wird seine Kindheit für 1 Jahr genommen und muss trotzdem dafür gerade stehen.

Kitas und Schulen müssen offen bleiben aber nichtmal Busse können beteit gestellt werden. Was erwartet man noch von der Regierung?

Und nein in meinen Augen geht es nicht um einzelschicksale es geht um die Gesellschaft die damit leben muss.


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Zitat
murdock04
Beigetreten: 09.02.2009

Original von shaddiii
Wir sind aktuell bei > 14k Neuinfektionen pro Tag und damit recht knapp vor den von Frau Merkel erwähnten 20k zu Weihnachten - allerdings auch fast 2 Monate früher. Ihre Aussage wurde, und das ist noch gar nicht mal so lange her, hier von manchen als Panikmache bewertet.

Ist es in den Augen eben dieser immer noch Panikmache gewesen in der Annahme, dass wir diese Infektionszahlen niemals erreichen werden? Ernst gemeinte Frage, kein Troll, keine Provokation.

Weil halt einfach mit jedem Tag verdammt noch mal viel mehr Tests gemacht werden. Und es werden jeden Tag mehr. Ich raffs echt nicht. Klar sind es jetzt zehn mal so viele Fälle wie im März, aber wir testen dafür auch 20 Mal so viel. Man muss das doch immer in Relation setzen. Positive Tests pro 100k Einwohner ist eine so dermaßen nichts sagende Zahl, wenn man nicht weiß, wie viele von den Einwohnern getestet wurden. Das macht mich momentan am meisten wütend und auch ein bisschen traurig.


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Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005

Kinder und Jugendliche sind nicht die Gruppe der Gefährdeten, zumindest sind nicht viele schwere Erkrankungen in diesem Bereich bekannt bzw. vorgekommen. Kitas und Schulen müssen offen bleiben damit die häusliche Gewalt nicht nochmal ausufert. Leider gibt es zuviele von unserem Geschlecht die auf die Schwachen eindreschen, sobald ihnen was nicht in den Kram passt. Das ist der hauptsächliche Grund, warum nicht alles dicht gemacht wird, so wie ich den Bürgermeister von Berlin auf der PK verstanden habe.


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GoodGrief
Beigetreten: 12.07.2011

Original von Wody
....

Schafft man es diese Gruppe durch Schnelltest und Schutzausrüstung effektiv zu schützen halbiert man also die Todeszahlen und entlastet massiv die Intensivstationen.

...

Ja, die Todeszahlen werden sehr gut beeinflusst.

Nein, die Intensivstationen werden nicht massiv entlastet. Die Pflegebedürftigen, eben die Leute aus den Pflegeheimen waren im Frühjahr bei uns gar nicht auf der Intensivstation. Sobald diese sich so verschlechtert haben, dass sie beatmungspflichtig wurden, war die Prognose infaust, sind also alle rasch gestorben.

Auf den Intensivstation befinden sich alle Altersgruppen, aber bei den Älteren die "fitten" Alten! Das darf man bei den ganzen Diskussionen nicht vergessen, ohne dass ich schon wieder die unsäglich Diskussion beginnen möchte, es sterben die, die sowieso bald gestorben wären.


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GoodGrief
Beigetreten: 12.07.2011

Original von FidiFlush

Original von Fantomas741
Im Heimatland meiner Eltern haben Sie jetzt 10.000 Klinik Mitarbeiter random getestet und festgestellt dass 1/5 der Belegschaft antikörper hat

E: Korrektur

A study has found that almost 1 in 5 of the staff at Tallaght Hospital in Dublin was found to have coronavirus antibodies.

The results of the study suggest they have been infected with the virus, however the number who actually tested positive was lower

Meine Frau ist ja Krankenschwester und hat am Montag in einer anderen Klinik auf der Inneren neu angefangen. Hab sie gestern gefragt, und schon getestet worden?
Sie sagte sie hat die Stationsleitung darauf angesprochen die dann nur dazu meinte,
nein, wenn wir testen würden wären wir alle zu Hause und die Station leer :f_ugly:
Die Aussage fickt mein Hirn auf mehreren Ebenen.

Ich glaub hier werden ein paar Dinge durcheinander geworfen:

Antikörpertestung (Blutentnahme)-> werden nach 10 Tagen positiv, bleiben viele Woche oder länger positiv. Der Nachweis dieser Antikörper bedeutet auch: nicht ansteckend!

PCR-Abstrich oder seit neuerem auch Schnelltest oder Antigentest positiv (das Virus SarsCov2 ist das Antigen) -> Virus wird aktiv noch repliziert, man ist infektiös. PCR viiiel sensitiver, es werden auch vereinzelte Viren, auch teils nicht mehr infektiöse Viren nachgewiesen. Es gilt hier ein cutoff von C30 als Grenze der Infektiösität, also die PCR wird es nach 30 Zyklen positiv, also positiv bei 2hoch30!! Der Antigentest (Schnelltest) wird hoffentlich als solcher akzeptiert auch im klinischen Alltag, dass dieser anzeigt -> positiv = infektiös und negativ =nicht infektiös.

Edit: es kotzt mich extrem an, dass z.B. hier in der fleischverarbeitenden Massenindustrie die Firmen die Mitarbeiter mit sooo viel Tests versorgen, dass diese täglich(!) da vorbei gehen und sich testen können. Aber in Krankenhäusern und Pflegeheimen man dies nicht mal z.B. alle 14h mit allen Mitarbeitern, die sich im Krankenhausgebäude bewegen, macht.


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GoodGrief
Beigetreten: 12.07.2011

Original von Snookz
Ich hab da noch was im Hinterkopf, dass auch bei fehlenden Antikörpern eine Immunität bestehen bleibt oder der Krankheitsverlauf deutlich schwächer ist bei einer Neuinfektion. Es ging irgendwie um spezialisierte T-Zellen nach einer Infektion oder so.
Vielleicht kann unser Forenarzt Goodgrief da noch was zu sagen?

jo kann ich wohl: die humorale Immunabwehr wird durch die Antikörper bestimmt. Anscheinend kommt es bei einigen zum Verlust der Antikörper. Der Nachweis von Antikörpern in der Blutentnahme ist eine einfache ELISA-Untersuchung, das geht schnell und einfach.

Die zweite antigenspezifische Immunabwehr im Körper ist die zelluläre Immunabwehr (T-HelferZellen, T-KillerZellen als ein wesentlicher Teil dieser Immunabwehr). Diese ist nur mit Zellkulturen sehr aufwändig zu testen, kein Routineverfahren und auch nur in Forschungslaboratorien möglich, keinesfalls in der breiten Anwendung oder auch vom beliebigen Arzt anzufordern, "ich hätt jetzt gern gewusst, ob bei mir die zelluläre Antwort eine ehemalige Covid19 Infektion stattgefunden und ich jetzt immun bin. In der Abwehr einer Covidinfektion oder auch Verhinderung eines schweren Verlaufs ist die zelluläre Abwehr alleine in der Lage, auch ohne zuvor messbare Antikörper, diese Erkrankung zu verhindern.

Bisher habe ich jedoch hierüber noch keine wesentlichen Erkenntnisse erfahren, gelesen, gehört, wie genau es mit dieser zellulären Abwehr bei COVID19 beschaffen ist. Mit Sicherheit wird dies beforscht. Kam dies in den Podcasts von Ciesek/Drosten seit September irgendwann vor? Bis Juli hatte ich alle mitgehört, seitdem keine Folge mehr. Bis Juli hatte er auch mehrfach dieses Thema besprochen.


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Palmero92
Beigetreten: 23.05.2010

wahnsinn, und wieder komplett am Parlament vorbei


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Jackknife398
Beigetreten: 02.05.2011

Original von Quentin73
was ist denn deiner Meinung nach die Alternative als sich, so gut wie es geht, durch diese Krise zu tasten, eine Krise die weltweit noch nie in solch einer Form da war?

Das könnte man dich auch fragen? Was ist deiner Meinung nach der Plan? Einfach die nächsten Jahre alle paar Monate den 4-6 Wochen Lockdown machen, danach nur mit Maske raus, keine Veranstaltungen und keine Zusammenkünfte anderer Art, bis die Zahlen wieder soweit steigen das der nächste Lockdown dran ist? Rinse and repeat? Bis zum Zauberimpfstoff der irgendwie magisch keine Jahre braucht, um genug Menschen immun zu machen?

Der Plan ist im Moment das niemand einen Plan hat, man versucht jetzt sich wieder 4 Wochen Zeit zu geben, um mit einem Langfristigem Plan um die Ecke zu kommen. Nur hat das in den letzten fast 8 Monaten auch nicht geklappt und es wird auch nicht nach 4 Wochen jetzt klappen. Ich sags nochmal:

Der Zug ist abgefahren, wir haben keine Kontrolle mehr über den Virus und wir werden auch keine Kontrolle mehr darüber bekommen können. Es werden Leute daran sterben, das ist schlimm genug ja. ABER es sterben täglich Leute an anderen Krankheiten, an Unfällen im Haushalt und im Verkehr. DIES IST KEIN ZOMBIEVIRUS, und es sind auch nicht die Pocken oder so, es ist eine weitere Krankheit in der Menschheitsgeschichte die manche Menschen befällt und eine geringe Prozentzahl auch tötet, das ist schlimm, aber nicht zu ändern.

Wir müssen das Geld, was jetzt für Betriebe ausgegeben wird, die Milliarden Steuergelder, in unser Gesundheitssystem stecken, Krankenhäuser ausbauen, Pflegeheime bezuschussen usw, damit diese mit der Krankheit umgehen können. Langfristig wird nur so irgendwann wieder ein "normales" Leben möglich sein.


Antwort
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Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Original von GoodGrief
Edit: es kotzt mich extrem an, dass z.B. hier in der fleischverarbeitenden Massenindustrie die Firmen die Mitarbeiter mit sooo viel Tests versorgen, dass diese täglich(!) da vorbei gehen und sich testen können. Aber in Krankenhäusern und Pflegeheimen man dies nicht mal z.B. alle 14h mit allen Mitarbeitern, die sich im Krankenhausgebäude bewegen, macht.

Wobei du auch weißt, warum sie es erst bei Symptomen machen;
wenn wir "zu oft" getestet werden, sind zu viele von uns im Krankenstand/Quarantäne.
Thats all... und ich empfinde es als blanken Zynismus, ausgerechnet hier eine Schiene zu fahren, die letztlich mehr Todesopfer gefordert hat und fordern wird, als die allermeisten anderen Infektionsquellen.


Antwort
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GoodGrief
Beigetreten: 12.07.2011

Wir haben das Glück, dass wir in unseren 3 "kleineren Häusern" von jeweils ~260 Betten im eigenen Labor ein großes PCR-Labor haben, d.h. Testergebnis innerhalb von 24h, oft viel schneller. Abstriche von Mitarbeitern werden hier auch durchgeführt. Die Abstriche müssen nicht in ein Fremdlabor geschickt werden.

Wenn ein Mitarbeiter an Covid erkrankt, oder sich herausstellt, dieser war Covidpositiv zur Arbeit erschienen - natürlich ohne es wissen - dann wird innerhäuslich eine Kontaktnachverfolgung gemacht und 4 Tage nach Erstkontakt jeder der Kontaktpersonen (auch incl. Pat.) getestet. Alle Covidpositiven werden dann nach Hause geschickt. Falls sich dann in der Testserie nach den 4 Tagen weitere positive finden, wird das ganze konsequent wiederholt. Aber kein asymptomatischer Kontakt wird in Quarantäne geschickt. Dies ist so mit dem Gesundheitsamt besprochen und wird so mitgetragen. Das funktioniert so, ist aber woanders anscheinend nicht Standard.

Ich meine, es wäre unabdingbar, regelmäßig, z.B. alle 2 Wochen oder so in Pflegeheimen, Krankenhäusern den Betrieb komplett zu testen. Die Antigenschnellteste mit Ergebnis nach 2h gibt es ja nun, aber für Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime offensichlich viel zu wenig, da sie u.a. von Schlachtbetrieben aber wohl nicht nur meistbietend aufgekauft werden.


Antwort
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lostsoul
Beigetreten: 11.04.2007

Original von GoodGrief
Wir haben das Glück, dass wir in unseren 3 "kleineren Häusern" von jeweils ~260 Betten im eigenen Labor ein großes PCR-Labor haben, d.h. Testergebnis innerhalb von 24h, oft viel schneller. Abstriche von Mitarbeitern werden hier auch durchgeführt. Die Abstriche müssen nicht in ein Fremdlabor geschickt werden.

Wenn ein Mitarbeiter an Covid erkrankt, oder sich herausstellt, dieser war Covidpositiv zur Arbeit erschienen - natürlich ohne es wissen - dann wird innerhäuslich eine Kontaktnachverfolgung gemacht und 4 Tage nach Erstkontakt jeder der Kontaktpersonen (auch incl. Pat.) getestet. Alle Covidpositiven werden dann nach Hause geschickt. Falls sich dann in der Testserie nach den 4 Tagen weitere positive finden, wird das ganze konsequent wiederholt. Aber kein asymptomatischer Kontakt wird in Quarantäne geschickt. Dies ist so mit dem Gesundheitsamt besprochen und wird so mitgetragen. Das funktioniert so, ist aber woanders anscheinend nicht Standard.

Ich meine, es wäre unabdingbar, regelmäßig, z.B. alle 2 Wochen oder so in Pflegeheimen, Krankenhäusern den Betrieb komplett zu testen. Die Antigenschnellteste mit Ergebnis nach 2h gibt es ja nun, aber für Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime offensichlich viel zu wenig, da sie u.a. von Schlachtbetrieben aber wohl nicht nur meistbietend aufgekauft werden.

Freundin arbeitet in der Uni Klinik Köln, im Herzkatheter also mit Menschen die sowieso schon sehr krank sind, operiert wird hier am Herzen, also in einer OP.

Getestet werden die alle nicht, nur auf Verdacht. Und dort ist Labor und Testzentrum.Die wollen ja garnicht, dass sie nimmer arbeiten können, wegen Quarantäne


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Zitat
Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005

Original von Jackknife398

Original von Quentin73
was ist denn deiner Meinung nach die Alternative als sich, so gut wie es geht, durch diese Krise zu tasten, eine Krise die weltweit noch nie in solch einer Form da war?

Das könnte man dich auch fragen? Was ist deiner Meinung nach der Plan? Einfach die nächsten Jahre alle paar Monate den 4-6 Wochen Lockdown machen, danach nur mit Maske raus, keine Veranstaltungen und keine Zusammenkünfte anderer Art, bis die Zahlen wieder soweit steigen das der nächste Lockdown dran ist? Rinse and repeat? Bis zum Zauberimpfstoff der irgendwie magisch keine Jahre braucht, um genug Menschen immun zu machen?

Der Plan ist im Moment das niemand einen Plan hat, man versucht jetzt sich wieder 4 Wochen Zeit zu geben, um mit einem Langfristigem Plan um die Ecke zu kommen. Nur hat das in den letzten fast 8 Monaten auch nicht geklappt und es wird auch nicht nach 4 Wochen jetzt klappen. Ich sags nochmal:

Der Zug ist abgefahren, wir haben keine Kontrolle mehr über den Virus und wir werden auch keine Kontrolle mehr darüber bekommen können. Es werden Leute daran sterben, das ist schlimm genug ja. ABER es sterben täglich Leute an anderen Krankheiten, an Unfällen im Haushalt und im Verkehr. DIES IST KEIN ZOMBIEVIRUS, und es sind auch nicht die Pocken oder so, es ist eine weitere Krankheit in der Menschheitsgeschichte die manche Menschen befällt und eine geringe Prozentzahl auch tötet, das ist schlimm, aber nicht zu ändern.

Wir müssen das Geld, was jetzt für Betriebe ausgegeben wird, die Milliarden Steuergelder, in unser Gesundheitssystem stecken, Krankenhäuser ausbauen, Pflegeheime bezuschussen usw, damit diese mit der Krankheit umgehen können. Langfristig wird nur so irgendwann wieder ein "normales" Leben möglich sein.

Du sprichst hier über ein Virus was in nicht mal einem Jahr über 1 mio. Menschen weltweit getötet hat und von einer weiteren Krankheit die wie so viele Krankheiten zum Tode führen kann, das finde ich etwas zu sehr verharmlosend.

Ich gebe dir in großen teilen recht messer. Es kann auch sein das wir die Kontrolle über das Virus verloren haben, dass kann gut sein. Ich hoffe und bange das es nicht so ist, weil wir mit unseren Kapazitäten vor allem personell dann schnell an unsere Grenzen kommen und dann krepieren die Leute elendig in den Krankenhäusern.

Ich habe keinen Masterplan, den hat wohl niemand auf dieser Welt. Die Hoffnung liegt auf Impfstoff, Impfstoff und Impfstoff, wobei abzuwarten bleibt, inwiefern dieser das Allheilmittel sein kann.

Ja, es gilt jetzt 4 Wochen lang wieder alles runterzufahren, weil die Zahlen explosionsartig in die Höhe schiessen, es geht darum Zeit zu gewinnen, damit in 4 Wochen nicht alles zusammenbricht.

Ich weiss nicht wie du gesundheitlich aufgestellt bist. ich zähle zur Risikogruppe und habe daher auch ziemlich viel Respekt und auch Angst vor diesem Virus. Ich hab keinen Bock drauf, elendig zu ersticken, weil wir in 2 Monaten keine Beatmungsgeräte mehr haben die mein Leben evtl. hätte retten können. ich bin 48 und kein 25 jähriger kerngesunder, der lächelnd sagen kann, ach was, das ist kein ZOMBIVirus.


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Jackknife398
Beigetreten: 02.05.2011

Original von Quentin73
Du sprichst hier über ein Virus was in nicht mal einem Jahr über 1 mio. Menschen weltweit getötet hat und von einer weiteren Krankheit die wie so viele Krankheiten zum Tode führen kann, das finde ich etwas zu sehr verharmlosend.

1 Million von ~7 Millarden, das sind 0.00014285714%, selbst eine Dunkelziffer von 100% ist da noch extrem gering. Jedes Jahr sterben 1,35 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen, gehst du deswegen jetzt nicht mehr auf die Straße? Ich bin auch 40 Jahre, Übergewichtig und ernähre mich nicht gesund, man könnte mich also auch zur Risikogruppe zählen. Auf Deutschland alleine bezogen haben wir 10.000 Tote auf 80 Millionen Einwohnern, das sind auch 0.000125%. Davon sind wieviel Prozent unter 70 und ohne Vorerkrankungen?


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elnapo
Beigetreten: 05.07.2006

Und davon hatten 75% geschätzt von mir andere Krankheiten die eigentlich zum tot geführt hätten und auch ohne corona als Todesursache in der Akte stehen würde.

Nicht jeder corona tote ist an corona gestorben sondern mit.

Ich kann deine Angst nachvollziehen. Würde ich vielleicht in deiner Situation auch so machen. Es wird nur nix bringen. Spätestens Januar stehen wir wieder an der Stelle.

Und was dann? Wieder lockdown? Dann haben wir bald kein Land mehr wenn keine Kohle mehr für die Armen da ist dann sterben die zuerst. Nicht an Corona sondern weil nix zu essen mehr da ist.


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FidiFlush
Beigetreten: 14.04.2009

Original von murdock04

Original von shaddiii
Wir sind aktuell bei > 14k Neuinfektionen pro Tag und damit recht knapp vor den von Frau Merkel erwähnten 20k zu Weihnachten - allerdings auch fast 2 Monate früher. Ihre Aussage wurde, und das ist noch gar nicht mal so lange her, hier von manchen als Panikmache bewertet.

Ist es in den Augen eben dieser immer noch Panikmache gewesen in der Annahme, dass wir diese Infektionszahlen niemals erreichen werden? Ernst gemeinte Frage, kein Troll, keine Provokation.

Weil halt einfach mit jedem Tag verdammt noch mal viel mehr Tests gemacht werden. Und es werden jeden Tag mehr. Ich raffs echt nicht. Klar sind es jetzt zehn mal so viele Fälle wie im März, aber wir testen dafür auch 20 Mal so viel. Man muss das doch immer in Relation setzen. Positive Tests pro 100k Einwohner ist eine so dermaßen nichts sagende Zahl, wenn man nicht weiß, wie viele von den Einwohnern getestet wurden. Das macht mich momentan am meisten wütend und auch ein bisschen traurig.

Das ist imo Unsinn und immer noch ein Argument aus der Schwurbler Szene.
Afaik sind die Test seit Wochen um die 1,1Mio bis 1,2Mio pro Woche konstant bei gleichzeitig stark ansteigender Positivrate.
Die Labore sind am Anschlag und können auch gar nicht mehr täglich mehr auswerten.
Vielleicht hat ja jemand die genauen Zahlen dazu.


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