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DarkZonk
Beigetreten: 21.12.2008

Original von Xantos
Es war keine Regel. Sondern eine Empfehlung. Als im ersten Lockdown nur Notbetreuung war, waren unsere Kinder auch zuhause.

Bei einer Empfehlung entscheide ich selbst, und werde gerade aus meiner Sicht nicht sinnvolle Empfehlungen ignorieren.

Du kannst es ja gern anders handhaben. Ich glaube, ich bin da nicht allein. Immer mehr, teils absurde Regeln führen dazu, dass sich Leute nicht an Regeln halten. Wenn die Leute sich einmal nicht an manche Regeln halten, dann ist es eine slippery slope, dass sie auch sinnvolle Regeln nicht mehr einhalten bzw das von Mitbürgern einfordern.

Du bist halt ein Musterbeispiel, warum die Einschränkungen nicht funktionieren, saubere Sache.

"AlLeS wAs NiChT aUsDrÜcKlIcH VeRbOtEn IsT, iSt ErLaUbT"....

Finde es einfach unglaublich, wie man sich noch selber auf die Schulter klopfen kann, wenn man sagt, dass es ja nicht ausdrücklich verboten ist. Gesunder Menschenverstand spielt keine Rolle mehr...

Du bist bestimmt auch jemand, der immer guckt, wie er welche Regel so ausreizen kann, dass es grade noch okay ist, richtig?

:facepalm:


Antwort
Zitat
berxwedan
Beigetreten: 17.02.2009

Ich muss Xantos hier auch mal zur Seite springen, mit Kita-Kindern ist die Situation grundlegend eine Andere und man trifft andere Entscheidungen. Die Einschränkung, dass kleine kinder mit zur Anzahl der Personen gezählt werden, macht es ansonsten manchen Menschen fast unmöglich sich mit Anderen zu treffen (siehe zum Beispiel Alleinerziehende). Gerade im Hinblick auf kleinere Kinder sind kleinere Übertretungen der Regeln / Empfehlungen meiner Meinung nach unumgänglich und auch in Ordnung.


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005

Original von DarkZonk

Original von Xantos
Es war keine Regel. Sondern eine Empfehlung. Als im ersten Lockdown nur Notbetreuung war, waren unsere Kinder auch zuhause.

Bei einer Empfehlung entscheide ich selbst, und werde gerade aus meiner Sicht nicht sinnvolle Empfehlungen ignorieren.

Du kannst es ja gern anders handhaben. Ich glaube, ich bin da nicht allein. Immer mehr, teils absurde Regeln führen dazu, dass sich Leute nicht an Regeln halten. Wenn die Leute sich einmal nicht an manche Regeln halten, dann ist es eine slippery slope, dass sie auch sinnvolle Regeln nicht mehr einhalten bzw das von Mitbürgern einfordern.

Du bist halt ein Musterbeispiel, warum die Einschränkungen nicht funktionieren, saubere Sache.

"AlLeS wAs NiChT aUsDrÜcKlIcH VeRbOtEn IsT, iSt ErLaUbT"....

Finde es einfach unglaublich, wie man sich noch selber auf die Schulter klopfen kann, wenn man sagt, dass es ja nicht ausdrücklich verboten ist. Gesunder Menschenverstand spielt keine Rolle mehr...

Du bist bestimmt auch jemand, der immer guckt, wie er welche Regel so ausreizen kann, dass es grade noch okay ist, richtig?

:facepalm:
Geil, wie du es einfach nur schwarz-weiß siehst:
Für dich gibt es scheinbar ausschließlich die staatlichen Regeln und Empfehlungen.
Wer diese maximal befolgt ist gut, wer nicht, ist böse.

Ich kann dir versichern, dass ich und unsere Familie bestimmt zu den 20% in Deutschland gehören, die am verantwortungsvollsten mit der Corona-Situation umgegangen sind. Gerade auch in Bereichen, wo es keine Regeln gab. Beispielsweise haben wir komplett auf Flüge verzichtet und keinen Sommerurlaub auf Malle etc. gemacht. Wir minimeren total unsere ÖPNV-Nutzung. Wir treffen außerhalb der KiTa-Bubble niemanden, seit Monaten. Selbst an Weihnachten haben wir unsere Eltern nicht getroffen.

Da nehme ich mir doch tatsächlich heraus, dann bei einer Grauzone eine Entschiedung in unserem egoistischen Interesse zu treffen (KiTa) und bestimmte Regeln zu ignorieren (max 1 Person statt 2 aus anderem Haushalt).

Aber für dich sind sicher diejenigen besser, die sich an die Regeln halten, aber im Sommer Pauschalurlaub in der Türkei gemacht haben und die letzten Monate ihre Mitarbeiter nicht ins Home Office geschickt haben. Alles klar.

Und auf der Meta-Ebene: Selbst wenn du recht hättest und mein Verhalten total doof wäre. Dann wäre es ein Beispiel dafür, dass immer strengere Regeln eben nicht notwendigerweise +EV sind, sondern irgendwann backfiren, weil die Leute keinen Bock mehr haben. Wer dann eine unsinnige Regel ignoriert, der ignoriert morgen dann vielleicht auch eine sinnvolle Regel. Broken Window Theory und so.

Aber vermutlich ist es hier mal wieder der Divide zwischen Verantwortungsethikern, die selbst Güterabwägungen treffen, und Gesinnungsethikern, denen es um das moralisch richtige geht -- hier die Regeln.


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Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009

Kurz vor Weihnachten war hier im Thread auch noch die vorherrschende Meinung, dass die Lockerungen i.O. wären, weil sich ja zum Fest ohnehin niemand daran halten würde und man den Menschen nicht verbieten könne ihre Familie zu treffen. Vier Wochen später haben wir ein halbes Dutzend weitere Maßnahmen, die auch nicht von der Wissenschaft mitgetragen werden, und teils von den gleichen Leuten wird jetzt wieder ungebrochener Gehorsam gefordert :f_biggrin:


Antwort
Zitat
BillyTheChip
Beigetreten: 02.08.2006

Original von DarkZonk

Original von Xantos
Es war keine Regel. Sondern eine Empfehlung. Als im ersten Lockdown nur Notbetreuung war, waren unsere Kinder auch zuhause.

Bei einer Empfehlung entscheide ich selbst, und werde gerade aus meiner Sicht nicht sinnvolle Empfehlungen ignorieren.

Du kannst es ja gern anders handhaben. Ich glaube, ich bin da nicht allein. Immer mehr, teils absurde Regeln führen dazu, dass sich Leute nicht an Regeln halten. Wenn die Leute sich einmal nicht an manche Regeln halten, dann ist es eine slippery slope, dass sie auch sinnvolle Regeln nicht mehr einhalten bzw das von Mitbürgern einfordern.

Du bist halt ein Musterbeispiel, warum die Einschränkungen nicht funktionieren, saubere Sache.

"AlLeS wAs NiChT aUsDrÜcKlIcH VeRbOtEn IsT, iSt ErLaUbT"....

Finde es einfach unglaublich, wie man sich noch selber auf die Schulter klopfen kann, wenn man sagt, dass es ja nicht ausdrücklich verboten ist. Gesunder Menschenverstand spielt keine Rolle mehr...

Du bist bestimmt auch jemand, der immer guckt, wie er welche Regel so ausreizen kann, dass es grade noch okay ist, richtig?

:facepalm:

Man darf auch ruhig seinen Verstand benutzen. Aber der durchschnittliche Deutsche würde sogar mitten in der Wüste an einer roten Ampel warten :f_ugly:


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Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Das RKI meldet zwar immer noch mehr als 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, doch der Trend zeigt klar nach unten. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf den niedrigsten Wert seit mehr als elf Wochen gefallen.

https://www.tagesschau.de/inland/rki-zahlen-donnerstag-101.html

Bin eigentlich nur ich der Meinung, dass uns Weihnachten bis Silvester etwas Entspannung gebracht hat? Auch wenn man seine Familie besucht hat, waren die Kontakte im Gegensatz zu Schule und Arbeit doch deutlich geringer und meist auch nur in einem sehr kleinen Umfeld.


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Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Es betrifft übrigens nicht nur Deutschland in ganz Europa scheinen die Leute sich (weniger) an Maßnahmen zu halten mutmaßlich...


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Zitat
Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006

Naja, ich kann Xantos da schon ein Stück weit verstehen. Die Kinder, die nicht in die Kita gehen, werden nun erneut 2 Monate + x zuhause rumhocken. Letztes Frühjahr waren es glaub bereits ~3,5 Monate. Kitas sind ja wieder seit 16.12. geschlossen und sollen es bis mindestens Mitte Februar bleiben. Dabei sind gerade für kleine Kinder, die Xantos glaub hat, soziale Kontakte für die Entwicklung ja nicht gerade unwichtig.

Jetzt wird seitens der Politik halt mit der Mutation, die möglicherweise auch bei Kindern vermehrt Infektionen hervorruft argumentiert, aber das finde ich schon etwas dünn bzw. die Konsequenzen für die Kinder unverhältnismäßig wenn man sich anschaut wie andere Bereiche bislang "reglementiert" wurden. Ich rede hier von kleinen Kindern, nicht von Jugendlichen. Z.B. ein Achtklässler muss nicht zwingend in die Schule. So ein kleines Kind kommt ohne seine Eltern halt gar nirgends hin und lebt in einer mehr oder weniger abgeschlossenen Bubble. Mal eben mit seinen Buddies per Smartphone chatten o.ä. kann ein kleines Kind auch nicht. Wenn man sich die Inzidenzen pro Alter anschaut, liegen diese bei kleinen Kindern auch deutlich unter dem Bevölkerungsschnitt, 46,35 für 0-4 jährige, 58,41 für 5-9 jährige und selbst 10-14 jährige haben noch nur 72,76 vs 141,81 in der Gesamtbevölkerung

Stand KW 2 2021, Quelle die xls-Datei.

Jetzt kann man natürlich noch anführen, dass viele Verläufe bei kleinen Kindern asymptomatisch sein könnten, in unzumutbar großem Stil scheinen sie das Virus ja aber bislang nicht zu verteilen. Jetzt über die Mutante zu argumentieren die kleinen Kinder wieder alle zuhause zu lassen, während man in Sachen Home-Office zumindest bislang viel zu lax vorgeht, ist jedenfalls zu verurteilen. Im Übrigen machen Kita- und Grundschulkinder gerade mal 7-8% der Bevölkerung aus. Zumindest in Baden-Württemberg, das wird in anderen Bundesländern nicht viel anders sein. Überspitzt formuliert wird bei dieser doch kleinen Bevölkerungsgruppe versucht, die ohnehin schon niedrige 7-Tagesinzidenz weiter zu drücken, wobei der Erfolg im Hinblick auf die Gesamtinfektionen aufgrund der Gruppengröße ja gar nicht exorbitant gut sein kann, während man in anderen Lebensbereichen halt noch einen viel größeren Hebel hat.


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

ich muss sagen, ich hab langsam die befürchtung das der sommer noch beschissener wird als letztes jahr. selbst bei ähnlichen zahlen scheint es mir als würde man deutlich strengere regeln beibehalten weil man jetzt ja auch schon gesehen hat wie schlimm es sein kann und es ja jeden tag ne neue gefährliche mutation gibt. über exit strategien wird nach wie vor kein wort geredet. in bayern ist die inzidenz massiv gesunken, hier in münchen zb grad im 90er bereich und wir haben ne ausgangssperre die an nichts geknüpft ist außer söders laune. ich seh irgendwie das licht am ende des tunnels noch gar nicht :f_mad:


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Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Original von berxwedan
Ich muss Xantos hier auch mal zur Seite springen, mit Kita-Kindern ist die Situation grundlegend eine Andere und man trifft andere Entscheidungen. Die Einschränkung, dass kleine kinder mit zur Anzahl der Personen gezählt werden, macht es ansonsten manchen Menschen fast unmöglich sich mit Anderen zu treffen (siehe zum Beispiel Alleinerziehende). Gerade im Hinblick auf kleinere Kinder sind kleinere Übertretungen der Regeln / Empfehlungen meiner Meinung nach unumgänglich und auch in Ordnung.

Ich finde es sowieso schwierig da Xantos zu kritisieren, wenn man gar keine kleinen Kinder hat und die Situation so auch gar nicht beurteilen kann. Wenn, dann sollte die Kritik aber sachlich sein und das war bei "Dark Zonk" nicht der Fall. Generell würde ich mir wünschen, dass sachlicher und problemorientierter auf Augenhöhe diskutiert wird und zwar von allen Seiten.

Bei aller Diskussion über die Impfstrategie muss auch berücksichtigt werden, dass das Zeitfenster der Impfungen noch lange geht (mindestens bis Ende Sommer). Das heißt es werden bis dahin sicherlich noch weitere Mutationen hinzukommen. Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass es Probleme mit der Wirksamkeit des Impfstoffes geben könnte. Ich gehe davon aus, dass wir für eine Herdenimunität eher 80%-90% Impfquote benötigen, da der Impfstoff nicht mehr zu 95% wirksam sein wird. Das ist zumindest eine meiner Meinung nach realistische Prognose. Hat Jemand Anmerkungen dazu?

Link Text...


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Zivilist
Beigetreten: 02.12.2008

meines Wissens nach sind Kleinkinder und auch Grundschulkinder quasi keine Virusüberträger untereinander, das hat mir zumindest gestern eine Kollegin aus einer Klinik erzählt und ich meine das auch schon in Podcasts von Drosten oder Kekule gehört zu haben.

Wundert mich, dass dann nicht einfach Kitas und Grundschulen geöffnet werden, die Mitarbeiter geimpft, und gut ist. Ab 7. Klasse würde ich Schule dann wieder down locken, ab scheint die Übertragbarkeit ja auch zuzunehmen.

Größtes Versäumnis nach wie vor und meine Hauptkritikpunkt der Politik gegenüber sind aber:

- keine transparenter Kosten / Nutzen Diskurs oder zumindest Darstellung der Politik
- noch immer keine Gratis Schnelltests für jeden in Massen :ayfkm:


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Wo sind denn die Kindergärten überhaupt geschlossen?
Hier in Bremen sind die Kindergärten weiterhin geöffnet. Zwar nur im eingeschränkten Betrieb mit verkürzten Betreuungszeiten (30 Stunden/Woche) aber die Einschränkung, dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten müssen o.ä., gibt es hier so nicht mehr.
Das war im Frühjahr 2020 noch anders. Dort gabs nur eine Notbetreuung für Kinder mit systemrelevanten Eltern.
Ich hatte zu der Zeit auch teilweise Kurzarbeit, das ging dann schon irgendwie. HO mit Kleinkind im Haus ist aber echt die reinste Qual für alle Beteiligten, selbst wenn nur ein Elternteil arbeiten muss. HO als Alleinerziehende/r oder wenn beide Vollzeit arbeiten müssen, ist mit Kleinkind im Haus imo unmöglich.


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Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

naja ich wär da immer sehr vorsichtig mit aussagen wie "kinder sind keine überträger" solange eben 3/4 der ansteckungen nicht nachgewiesen werden können. jetzt kann man natürlich nicht sagen wie groß der anteil an dem aktuellen rückgang der fallzahlen ist weil auch gleichzeit viele leute lange urlaub hatten, aber nen nicht grad kleinen anteil scheint das thema ja doch zu haben. ob das jetzt miteinander quatschende eltern sind, die kinder oder der weg dahin spielt da ja erst mal nicht die rolle.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

Das stimmt nicht jeder überträgt das Virus. Ggf. wird es von Kleinkindern etwas weniger übertragen, aber auch das ist nicht sicher. Gerade Drosten hat da ja recht früh eine Studie zu gemacht, die gerade von der Bild kritisiert wurde. Inhaltlich aber immer richtig war und seine Ergebnisse (Kinder haben genauso viel Virus in sich wie Erwachsene) haben sich im Verlauf der Pandemie auch in der Anzahl der Fälle gezeigt. Bei der Grippe sind halt auch Schulen wesentliche Treiber der Infektion. Gibt auch Zahlen aus UK von vor Weihnachten, da waren 3% der Schulkinder infiziert und nur 1% der Erwachsenen.

Hier die Quelle:
"Da sieht man kurz vor Weihnachten, in den erwachsenen
Altersgruppen ist das um ein Prozent. Aber in dem
Realschulalter, über der Grundschule und bis zum
18. Lebensjahr ungefähr, da sind es drei Prozent. Sogar
noch etwas mehr als drei Prozent, also etwas über
dreimal so viel. Und auch bei der jungen Altersgruppe
vom 2. Lebensjahr bis zur 6. Klasse ist es dann im
Bereich von zwei Prozent"

https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript256.pdf


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005

Original von krong
Wo sind denn die Kindergärten überhaupt geschlossen?
Hier in Bremen sind die Kindergärten weiterhin geöffnet. Zwar nur im eingeschränkten Betrieb mit verkürzten Betreuungszeiten (30 Stunden/Woche) aber die Einschränkung, dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten müssen o.ä., gibt es hier so nicht mehr.
Das war im Frühjahr 2020 noch anders. Dort gabs nur eine Notbetreuung für Kinder mit systemrelevanten Eltern.
Ich hatte zu der Zeit auch teilweise Kurzarbeit, das ging dann schon irgendwie. HO mit Kleinkind im Haus ist aber echt die reinste Qual für alle Beteiligten, selbst wenn nur ein Elternteil arbeiten muss. HO als Alleinerziehende/r mit Kleinkind ist imo unmöglich.

Ist je nach Bundesland verschieden.

In Hamburg war ab 16. Dez bis diese Woche eben diese komishce Grauzone, wo Eltern effektiv selbst entscheiden, aber gepressured werden (teils von Peers, teils von Erziehern, teils von der Leitung) doch menschenmöglich die Kinder zuhause zu behalten.

Unser Komromiss war da, dass wir den großen 3 Tage und den kleinen 2 Tage die Woche in der KiTa hatten (statt 5/5).

Ab nächste Woche aber auch hier wieder Notbetreuung, d.h. 100% zuhause für mindestens 1 Monat. Da wir nicht unter die Kriterien für Notbetreuung fallen.

Das bestärkt mich darin, dass wir ab dem 16. Dezember eben die Entscheidung getroffen hatten, unsere Kids (partiell) in der KiTa zu lassen.


Antwort
Zitat
Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006

Original von krong
Wo sind denn die Kindergärten überhaupt geschlossen?
Hier in Bremen sind die Kindergärten weiterhin geöffnet. Zwar nur im eingeschränkten Betrieb mit verkürzten Betreuungszeiten (30 Stunden/Woche) aber die Einschränkung, dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten müssen o.ä., gibt es hier so nicht mehr.
Das war im Frühjahr 2020 noch anders. Dort gabs nur eine Notbetreuung für Kinder mit systemrelevanten Eltern.
Ich hatte zu der Zeit auch teilweise Kurzarbeit, das ging dann schon irgendwie. HO mit Kleinkind im Haus ist aber echt die reinste Qual für alle Beteiligten, selbst wenn nur ein Elternteil arbeiten muss. HO als Alleinerziehende/r mit Kleinkind ist imo unmöglich.

Hessen und BaWü haben auf in Notbetreuung mit der Bitte nur zu bringen, falls unbedingt notwendig.
Niedersachsen erlaubt das Bringen nur, wenn die Eltern bestimme Berufsgruppen angehören. Wie es in den anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht.


Antwort
Zitat
Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006

Original von domano
Das stimmt nicht jeder überträgt das Virus. Ggf. wird es von Kleinkindern etwas weniger übertragen, aber auch das ist nicht sicher.

Das mag so sein, bestreite ich auch gar nicht. Final wissen sie es aber nach meinem Kenntnisstand noch immer nicht. Da sie es seit 10 Monaten nicht gebacken bekommen haben, das Infektionsgeschehen anständig in den Kita-Einrichtungen o.ä. zu untersuchen, ist ein "es könnte sein, dass blablabla und deshalb müssen wir alle Kitas schließen" aber halt zu dünn und es gehören die gemeldeten Inzidenzen zu Grunde gelegt. Machen sie ja sonst auch immer. Und die Inzidenzen sind bei kleinen Kindern nunmal deutlich niedriger als im Rest der Bevölkerung.

Dazu kommt dann noch: Angenommen ein kleines Kind infiziert sich bei seinen Eltern zuhause und trägt das Virus in die Kita. Der worst case ist nun, dass sich alle anderen Kitakinder in der Gruppe und alle beteiligten Erzieher infizieren. Die anderen Kitakinder z.B. können aber außer den eigenen Eltern und ggf Geschwister zuhause schon nur noch schwer jemanden infizieren, weil ihr Leben aus Elternhaus und Kita besteht und alle anderen Kinder + Erzieher in der Kita ja bereits infiziert sind. Die hängen ja nicht in irgendwelchen Büros, illegalen Parties oder sonstwo rum und Kitagruppen umfassen je nach Alter ~12 Kinder. Mir ist schon klar, dass die Infektionskette dann nicht zwangsläufig bei den Eltern und Erziehern enden, weil die wiederum das Virus weitertragen können. Was ich gerade skizziere ist ja aber auch ein absolutes worst case Szenario, was es in dem Ausmaß vermutlich noch nirgends gegeben hat.

Mich wundert das jedenfalls nicht, dass man noch gar nichts über großflächige Ausbrüche im Umfeld von Kitas gehört hat. Der Aktionsradius der kleinen Kinder ist einfach sehr eingeschränkt. Wie schonmal erwähnt geht es mir vor allem um die Verhältnismäßigkeit. Die ist angesichts der niedrigen Inzidenzen und vergleichsweisen kleinen prozentualen Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung mMn nicht gegeben, wenn sie erneut über Monate "weggesperrt" werden, während andere Bereiche so gut wie gar nicht reglementiert werden oder zumindest waren.

Edit: Das ist kein Plädoyer Kitas uneingeschränkt zu öffnen. Für einen nicht unerheblichen Teil der Kinder komplett dicht machen darf aber auch nicht die Lösung sein. Nicht bei der Faktenlage.


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Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Wenn 12 kleine Kinder dicht miteinander Kontakt haben und so etwas wie Distanz halten auch nicht möglich ist, dann ist die Infektionskette natürlich schnell sehr groß. Sieht man doch bei anderen Erkältungen immer wieder. Warum sollte das bei Corona anders sein?


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Ich sehe auch nicht, warum die Kleinen nicht als Überträger fungieren sollten. Meine Tochter schleppt mehrmals im Jahr irgendeine Infektion nach Hause, die ich dann auch bekomme.
Deshalb sind regelmäßige Tests der Betreuer und Maßnahmen wie das Kohortenprinzip so wichtig. Egal ob Kindergarten oder Altenheim. Am besten täglich testen und die täglichen (immer gleichen) Kontakte beschränken.
Wir hatten das vor Weihnachten in einer anderen Gruppe im Kindergarten. Dort wurde eine Erzieherin Corona positiv getestet, woraufhin die ganze Gruppe für 2 Wochen in Quarantäne gesteckt wurde. Da sich die Gruppen nicht mischen, konnten die anderen 5 Gruppen weiter betreut werden und mussten nicht auch in Quarantäne.


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Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von AyCaramba44
Wenn 12 kleine Kinder dicht miteinander Kontakt haben und so etwas wie Distanz halten auch nicht möglich ist, dann ist die Infektionskette natürlich schnell sehr groß. Sieht man doch bei anderen Erkältungen immer wieder. Warum sollte das bei Corona anders sein?

Weil man bisher wenig über Ausbrüche in KITAS gehört. Ob es trotzdem viele gab keine Ahnung. Man hat halt einfach keine Datenbasis. Aber überall wo erwachsene zusammenkommen gab es viele Berichte. Auch die inzidenz bei Erwachsenen ist deutlich höher als bei Kleinkindern. Aber ob das wiederum vll an weniger Tests liegt da Kinder weniger Symptome entwickeln? Wer weiß das schon... und das ist ja auch der Kritik Punkt.


Antwort
Zitat