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Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008
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Original von EddiGonzalez

Winfried Stöcker entwickelte einen Impfstoff, renommierte Virologen bestätigten eine Wirkung. Doch anstatt eine Produktion zu starten, sieht sich der Arzt und schwerreiche Unternehmer nun einem Strafverfahren ausgesetzt. Trotzdem hat er sich und seine Mitarbeiter durchgeimpft.

Ohne Worte :f_love: :f_love: :f_love:

Vorallem halt leicht zu produzieren, leicht zu lagern, und basierend auf bekannter Technik.
Und er will nichmal Geld mit verdienen.

Komplett unverständlich.


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Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Original von JonKing89

Original von GoodGrief
vor ein paar Wochen wurde hier diskutiert und durchgerechnet, wie schnell nun die Impfezentren laufen können.
Nun habe ich hier in 2 Impfzentren selbst als Arzt mitgemacht und war über die sehr gute Organisation positiv überrascht. Der begrenzende Faktor war zu Beginn der Impfstoff und ist es derzeit immer noch etwas. Der Staff sind so +- 40 Leut , also in 2 Schichten eher so 60 pro Tag...

Obwohl die Hälfte der Impflinge 80+ ist und die teils im Rollstuhl und teils offensichtlich sehr immobil von Angehörigen angekarrt werden geht es wirklich sehr schnell. Dies waren in einem Zentrum bei 4 Impfstrassen 520 (von 8-20h) und beim anderen bei 5 Impfstrassen 640 (von 8-19h). Wenn demnächst überwiegend die jüngeren und die "gesunden" kommen, wird es noch schneller gehen. Dann wären sicherlich 800 möglich.
Sogar um 17h, wo es wirklich brummte saßen die Leut schon 10min nach dem Ankommen in der "Aufpasszone" nach dem Impfen, wo nur die problematischen, alten Leute oder auch Allergiker noch 30min blieben

So ab Ende April wird es denke ich auch keinen Mangel mehr an Impfstoff geben und mit dem zusätzlichen Impfen bei den Hausärzten und womöglich wie bereits vorgeschlagen in Betrieben bin ich zuversichtlich, bis zum Herbst mit dieser Impfrunde fertig zu sein.

Mal positives zu hören ist super :f_drink:

500-600 Impfungen/Tag bei 60 Leuten Staff ist sehr gut?! No offense aber dann muss es ja entweder krassen Overhead geben (>50%) und/oder extrem unproduktiv sein (<2 Impfungen pro Arzt pro Stunde).


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Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von Kleeblatt1903
Extra für die Freunde des Correctivs hier:
https://correctiv.org/faktencheck/2021/03/04/herkunft-von-covid-patienten-wird-in-deutschland-nicht-erfasst-bild-reisst-laut-rki-und-bethanien-klinik-aussagen-aus-dem-kontext/
Zur Herkunft der Patienten gibt es keine statistischen Grundlagen.
Finds gut, dass es so Seiten gibt, die darüber aufklären, wenn BILD & Co (oder deren Leser) Sachen aus dem Kontext reißen. :f_love:

Gerade wenn Statistiken nicht erfasst werden, was soll man denn sonst nehmen als die Beobachtungen von Experten, welche die Situation in (einen Teil der) Krankenhäusern kennen?

Nach deiner Logik könnte man sonst über nichts seriös berichten, wenn es keine Statistiken gibt. Das gibt dann der Politik die Power, Dialoge zu unterbinden, indem man einfach keine Statistiken erhebt.


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von EddiGonzalez
Wie erklärt ihr euch denn das hier ein Bock nach dem anderen geschissen wird?

Die Parteiendemokratie hat schon immer das Risiko, dass relativ schlechte Manager und Experten in Führungspositionen kommen. Weil nicht Kompetenz ausschlaggebend ist, sondern die Navigation durch die Ränke der Partei.

Früher aber war es zumindest so, dass entscheidender war, ob jemand einen guten Track Record hat, bspw als Bürgermeister, dann Ministerpräsident, dann Bundeskanzler. Und den Track Record haben diese dann auch erreicht, weil sie (auch) Experten in Ministerposten berufen haben, nicht nur die Funktionäre mit der größten Lobby.

Schröder war noch so ein Beispiel. Der war Ministerpräsident von Niedersachsen, bevor er Kanzler wurde. Und hat versucht, mit Experten die richtigen Reformen anzupacken.

Merkel war nie Ministerpräsidentin. Sie war Umweltministerin und als solche mMn nicht sehr erfolgreich. Ihre Kompetenz ist Machtpolitik. Und an der Macht hat sie dann keine Experten um sich geschart, sondern Ja-Sager.

Normalerweise wäre es dann nun die Rolle der Opposition und der Medien, diese Probleme aufzuzeigen. Die Opposition wurde aber entschärft. Durch den Atomausstieg. Durch die Flüchtlingspolitik. Durch die generelle Linksbewegung der CDU, und die Ablenkung durch das Schreckgespenst AfD.

Die Medien haben sich deutlich verändert. Das liegt vielleicht auch an ihren Ressourcen, aber eben auch stark an der Ideologisierung des Journalismus. Als die Welt als Zeitung von den britischen Besatzungstruppen gegründet wurde, war das Mantra "Fakten von Meinung trennen. Bei Meinung beide Seiten veröffentlichen." Das ist heute kaum noch so, und es gibt kaum Kritik an der Regierung in den Medien.

Beispiel dafür sind Rücktritte. Da spielte medialer Druck immer eine große Rolle. Denv gibt es heute nicht. Es gibt keine relevante Menge an Rücktrittsdebatte in den Medien für Merkel, Spahn, Leyen etc.

Dazu hat die EU das Kompetenzproblem verschärft. Es gibt jetzt noch eine Ebene, auf der eine große Bürokratie viel entscheidet. Mit noch weniger demokratischer und medialer Kontrolle als die Regierungen der Staaten. Und es ist ja kein Geheimnis, dass Politiker wie von der Leyen oder Öttinger da nicht wegen ihrer Kompetenz hin kamen, sondern eher abgeschoben wurden. Dadurch hast du in der EU die Probleme Deutschlands nochmal on steroids.

Als letzten Aspekt würde ich den Förderalismus nennen. Der war früher bestimmt eine gute Idee. In der analogen Ära kann ich mir vorstellen, dass diese Dezentralisierung eine Stärke war, und bspw Polizei und Schulen handlungsfähiger gemacht hat. Heute aber ist der Förderalismus aber ein Ballast. 16 Länder setzen verschiedene Software in der Polizei ein. Und müssten sich alle einigen, um das zu ändern. 16 Länder haben unterschiedliche Behörden und Lehrpläne selbst für Bereiche, in denen Skalierung von Basis-Lehrmaterial total sinnvoll wäre, bspw Mathematik. Der Förderalismus ist ein Grund, warum wir keine bundesweite Basis-Infrastruktur haben, in denen bspw Kinder und Studenten sich per guter Videos schon mal den Basis-Content reinziehen können, damit die Lehrer ohne Digitalkompetenz das nicht machen müssen und sich auf den individuellen Kontakt und die individuelle Unterstützung der Schüler konzentrieren könnten.

Dazu gibt es noch heilige Kühe wie den Datenschutz, der Pragmatismus und digitale Lösungen verhindert.

Deutschland ist kein erste-Welt-Land mehr in den Themen politische Kompetenz und Digitalisierung. Wenn du ein Unternehmen hast und heute weder gute Manager hast noch in puncto Digitalisierung erfolgreich bist, so scheiterst du. Warum sollte das bei Staaten anders sein?


Antwort
Zitat
glissario
Beigetreten: 13.06.2006
BlackMember

Original von Xantos

Spoiler

Original von EddiGonzalez
Wie erklärt ihr euch denn das hier ein Bock nach dem anderen geschissen wird?

Die Parteiendemokratie hat schon immer das Risiko, dass relativ schlechte Manager und Experten in Führungspositionen kommen. Weil nicht Kompetenz ausschlaggebend ist, sondern die Navigation durch die Ränke der Partei.

Früher aber war es zumindest so, dass entscheidender war, ob jemand einen guten Track Record hat, bspw als Bürgermeister, dann Ministerpräsident, dann Bundeskanzler. Und den Track Record haben diese dann auch erreicht, weil sie (auch) Experten in Ministerposten berufen haben, nicht nur die Funktionäre mit der größten Lobby.

Schröder war noch so ein Beispiel. Der war Ministerpräsident von Niedersachsen, bevor er Kanzler wurde. Und hat versucht, mit Experten die richtigen Reformen anzupacken.

Merkel war nie Ministerpräsidentin. Sie war Umweltministerin und als solche mMn nicht sehr erfolgreich. Ihre Kompetenz ist Machtpolitik. Und an der Macht hat sie dann keine Experten um sich geschart, sondern Ja-Sager.

Normalerweise wäre es dann nun die Rolle der Opposition und der Medien, diese Probleme aufzuzeigen. Die Opposition wurde aber entschärft. Durch den Atomausstieg. Durch die Flüchtlingspolitik. Durch die generelle Linksbewegung der CDU, und die Ablenkung durch das Schreckgespenst AfD.

Die Medien haben sich deutlich verändert. Das liegt vielleicht auch an ihren Ressourcen, aber eben auch stark an der Ideologisierung des Journalismus. Als die Welt als Zeitung von den britischen Besatzungstruppen gegründet wurde, war das Mantra "Fakten von Meinung trennen. Bei Meinung beide Seiten veröffentlichen." Das ist heute kaum noch so, und es gibt kaum Kritik an der Regierung in den Medien.

Beispiel dafür sind Rücktritte. Da spielte medialer Druck immer eine große Rolle. Denv gibt es heute nicht. Es gibt keine relevante Menge an Rücktrittsdebatte in den Medien für Merkel, Spahn, Leyen etc.

Dazu hat die EU das Kompetenzproblem verschärft. Es gibt jetzt noch eine Ebene, auf der eine große Bürokratie viel entscheidet. Mit noch weniger demokratischer und medialer Kontrolle als die Regierungen der Staaten. Und es ist ja kein Geheimnis, dass Politiker wie von der Leyen oder Öttinger da nicht wegen ihrer Kompetenz hin kamen, sondern eher abgeschoben wurden. Dadurch hast du in der EU die Probleme Deutschlands nochmal on steroids.

Als letzten Aspekt würde ich den Förderalismus nennen. Der war früher bestimmt eine gute Idee. In der analogen Ära kann ich mir vorstellen, dass diese Dezentralisierung eine Stärke war, und bspw Polizei und Schulen handlungsfähiger gemacht hat. Heute aber ist der Förderalismus aber ein Ballast. 16 Länder setzen verschiedene Software in der Polizei ein. Und müssten sich alle einigen, um das zu ändern. 16 Länder haben unterschiedliche Behörden und Lehrpläne selbst für Bereiche, in denen Skalierung von Basis-Lehrmaterial total sinnvoll wäre, bspw Mathematik. Der Förderalismus ist ein Grund, warum wir keine bundesweite Basis-Infrastruktur haben, in denen bspw Kinder und Studenten sich per guter Videos schon mal den Basis-Content reinziehen können, damit die Lehrer ohne Digitalkompetenz das nicht machen müssen und sich auf den individuellen Kontakt und die individuelle Unterstützung der Schüler konzentrieren könnten.

Dazu gibt es noch heilige Kühe wie den Datenschutz, der Pragmatismus und digitale Lösungen verhindert.

Deutschland ist kein erste-Welt-Land mehr in den Themen politische Kompetenz und Digitalisierung. Wenn du ein Unternehmen hast und heute weder gute Manager hast noch in puncto Digitalisierung erfolgreich bist, so scheiterst du. Warum sollte das bei Staaten anders sein?

- Die Annahme mit dem Track Record auf dem Weg zum Kanzler ist imo kein früher/heute-Vergleich sondern nur ein Beispiel, wie es bei Merkel gelaufen ist. Söder/Laschet/Scholz als potentielle Nachfolger waren alle MB/OB in einem Bundesland.

- ich verstehe die Föderalismuskritik und ärger mich ebenso über einige der Ausprägungen - halte Föderalismus aber dennoch für ein funktionierendes Konstrukt, welches in genügend Ländern funktioniert. In Krisenzeiten zeigt sich unser Föderalismus obv sehr ineffizient.


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008
Oldschool Grinder

https://twitter.com/jesseventura86/status/1367726930640900098?s=21

Kleine bildliche Darstellung von Streecks Auftritt bei Illner gestern.

Anfangs betonte er, dass wir mit dem Virus leben müssen. Jetzt hat er sich schon ne Impfdosis abgeholt weil er im HIV-Labor angeblich stark vor Sars-Cov2 gefährdet ist. ^^

Jetzt heisst es: Ihr müsst mit dem Virus leben.


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007
Elite Grinder

Original von EddiGonzalez
Original von GoodGrief
Zu den Schnelltests:

Spoiler

es wurde ja bereits geschrieben, dass diese seit November in Wohneinrichtungen Pflicht sind. Ebenso in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Ein positiver Schnelltest führt ebenso dazu, dass diese als Infektion dem Gesundheitsamt gemeldet werden muss.

Unserer Erfahrung nach gibt es durchaus einen Qualitätsunterschied zwischen z.B. dem Nal von minden test und dem Roche Assay. Ersterer hatte ein paar falsch positive Ergebnisse. Da diese bei uns Krankenhaus zu einigen teils unnötigen Krankheitsausfällen geführt hätte, wurde nach dem nal von minden Test (den wir reichlich hatten) ein Roche Assay durchgeführt (wo wir nur einen überschaubaren Anteil hatten), ebenso eine PCR. Dies alles aus dem Grund, damit wir den etwas höheren Anteil an falsch positiven Schnelltest herausfiltern konnten und das Krankenhaus am Laufen lassen konnten. Dies wurde soweit mit den Gesundheitsämtern (4 an der Zahl) der Arbeitnehmer so besprochen, damit auch keine unnötigen Meldungen ans und unnötige Quarantäneverfügungen vom Gesundheitsamt folgten.

Man sich vorstellen, wie aufwändig sich der ganze Kram gestaltete, zumal jeder einzelne Leiter der Gesundheitsämter "überzeugt" werden musste.

Kannst du in etwa sagen wie hoch die Fehlerquote ist, in %?

Da du hier vermutlich irgendwas Richtung 5-10% erwartest, muss ich dich enttäuschen... Die quote für falsch positive wird vermutlich irgendwo um 0,0xx - 0,xx.
liegen.

Wir haben jedenfalls schon ca. 2k test durchgeführt, 3 positive wurden dabei gefunden, alle im pcr bestätigt. Das Problem sind eher die falsch negativen..


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von glissario

Spoiler

Original von Xantos

Spoiler

Original von EddiGonzalez
Wie erklärt ihr euch denn das hier ein Bock nach dem anderen geschissen wird?

Die Parteiendemokratie hat schon immer das Risiko, dass relativ schlechte Manager und Experten in Führungspositionen kommen. Weil nicht Kompetenz ausschlaggebend ist, sondern die Navigation durch die Ränke der Partei.

Früher aber war es zumindest so, dass entscheidender war, ob jemand einen guten Track Record hat, bspw als Bürgermeister, dann Ministerpräsident, dann Bundeskanzler. Und den Track Record haben diese dann auch erreicht, weil sie (auch) Experten in Ministerposten berufen haben, nicht nur die Funktionäre mit der größten Lobby.

Schröder war noch so ein Beispiel. Der war Ministerpräsident von Niedersachsen, bevor er Kanzler wurde. Und hat versucht, mit Experten die richtigen Reformen anzupacken.

Merkel war nie Ministerpräsidentin. Sie war Umweltministerin und als solche mMn nicht sehr erfolgreich. Ihre Kompetenz ist Machtpolitik. Und an der Macht hat sie dann keine Experten um sich geschart, sondern Ja-Sager.

Normalerweise wäre es dann nun die Rolle der Opposition und der Medien, diese Probleme aufzuzeigen. Die Opposition wurde aber entschärft. Durch den Atomausstieg. Durch die Flüchtlingspolitik. Durch die generelle Linksbewegung der CDU, und die Ablenkung durch das Schreckgespenst AfD.

Die Medien haben sich deutlich verändert. Das liegt vielleicht auch an ihren Ressourcen, aber eben auch stark an der Ideologisierung des Journalismus. Als die Welt als Zeitung von den britischen Besatzungstruppen gegründet wurde, war das Mantra "Fakten von Meinung trennen. Bei Meinung beide Seiten veröffentlichen." Das ist heute kaum noch so, und es gibt kaum Kritik an der Regierung in den Medien.

Beispiel dafür sind Rücktritte. Da spielte medialer Druck immer eine große Rolle. Denv gibt es heute nicht. Es gibt keine relevante Menge an Rücktrittsdebatte in den Medien für Merkel, Spahn, Leyen etc.

Dazu hat die EU das Kompetenzproblem verschärft. Es gibt jetzt noch eine Ebene, auf der eine große Bürokratie viel entscheidet. Mit noch weniger demokratischer und medialer Kontrolle als die Regierungen der Staaten. Und es ist ja kein Geheimnis, dass Politiker wie von der Leyen oder Öttinger da nicht wegen ihrer Kompetenz hin kamen, sondern eher abgeschoben wurden. Dadurch hast du in der EU die Probleme Deutschlands nochmal on steroids.

Als letzten Aspekt würde ich den Förderalismus nennen. Der war früher bestimmt eine gute Idee. In der analogen Ära kann ich mir vorstellen, dass diese Dezentralisierung eine Stärke war, und bspw Polizei und Schulen handlungsfähiger gemacht hat. Heute aber ist der Förderalismus aber ein Ballast. 16 Länder setzen verschiedene Software in der Polizei ein. Und müssten sich alle einigen, um das zu ändern. 16 Länder haben unterschiedliche Behörden und Lehrpläne selbst für Bereiche, in denen Skalierung von Basis-Lehrmaterial total sinnvoll wäre, bspw Mathematik. Der Förderalismus ist ein Grund, warum wir keine bundesweite Basis-Infrastruktur haben, in denen bspw Kinder und Studenten sich per guter Videos schon mal den Basis-Content reinziehen können, damit die Lehrer ohne Digitalkompetenz das nicht machen müssen und sich auf den individuellen Kontakt und die individuelle Unterstützung der Schüler konzentrieren könnten.

Dazu gibt es noch heilige Kühe wie den Datenschutz, der Pragmatismus und digitale Lösungen verhindert.

Deutschland ist kein erste-Welt-Land mehr in den Themen politische Kompetenz und Digitalisierung. Wenn du ein Unternehmen hast und heute weder gute Manager hast noch in puncto Digitalisierung erfolgreich bist, so scheiterst du. Warum sollte das bei Staaten anders sein?

- Die Annahme mit dem Track Record auf dem Weg zum Kanzler ist imo kein früher/heute-Vergleich sondern nur ein Beispiel, wie es bei Merkel gelaufen ist. Söder/Laschet/Scholz als potentielle Nachfolger waren alle MB/OB in einem Bundesland.

Ja, der Track Record ist natürlich nicht das einzige.
Dazu gehört dann auch eben die mangelnde mediale Kritik und die Einzigartigkeit von Merkel, dass total inkompetente Leute wie Altmaier solche Posten bekleiden, und versagende Minister wie von der Leyen EU-Chef werden können.

- ich verstehe die Föderalismuskritik und ärger mich ebenso über einige der Ausprägungen - halte Föderalismus aber dennoch für ein funktionierendes Konstrukt, welches in genügend Ländern funktioniert. In Krisenzeiten zeigt sich unser Föderalismus obv sehr ineffizient.

Nicht nur in Krisenzeiten.
Auch ohne Krise wäre es ja total wünschenswert, wenn wir ..

  • Je eine zentrale Software für Einwohnermeldeämter, Gesundheitsämter, Polizei nutzen würden, statt total viele Lösungen zu haben, die dann viel teurer und nicht miteinander kompatibel sind
  • Teile der schulischen und universitären Bildung zu zentralisieren. Es ist halt offensichtich Schwachsinn, dass bspw Vorlesungen für Mathematik I an der Uni nicht komplett durch Videos ersetzt werden, anstatt dass hunderte Assistenten von Professoren bundesweit mittelmäßige Vorlesungen halten und dann weniger Zeit für die Gruppen- und Einzelbetreuung haben. Analog an Schulen, auch da sollte ein Teil klar bundesweit gelöst werden, und der Förderalismus steht im Weg.

Du bringst ja auch kein echtes Argument für den Förderlismus, sondern stellst nur die Behauptung in den Raum, "der Förderalismus sei ein funktionierendes Konzept".


Antwort
Zitat
glissario
Beigetreten: 13.06.2006
BlackMember

Original von Xantos

[...]

Du bringst ja auch kein echtes Argument für den Förderlismus, sondern stellst nur die Behauptung in den Raum, "der Förderalismus sei ein funktionierendes Konzept".

Laut Wiki gibt es aktuell 28 föderale Staaten u.a. Australien, die USA, Kanada, die Schweiz. Ich weiß nicht, wieso ich annehmen sollte, dass Föderalismus per se in der heutigen Zeit nicht funktionieren sollte


Antwort
Zitat
glissario
Beigetreten: 13.06.2006
BlackMember

Original von Xantos

Spoiler

Original von glissario

Spoiler

Original von Xantos

Spoiler

Original von EddiGonzalez
Wie erklärt ihr euch denn das hier ein Bock nach dem anderen geschissen wird?

Die Parteiendemokratie hat schon immer das Risiko, dass relativ schlechte Manager und Experten in Führungspositionen kommen. Weil nicht Kompetenz ausschlaggebend ist, sondern die Navigation durch die Ränke der Partei.

Früher aber war es zumindest so, dass entscheidender war, ob jemand einen guten Track Record hat, bspw als Bürgermeister, dann Ministerpräsident, dann Bundeskanzler. Und den Track Record haben diese dann auch erreicht, weil sie (auch) Experten in Ministerposten berufen haben, nicht nur die Funktionäre mit der größten Lobby.

Schröder war noch so ein Beispiel. Der war Ministerpräsident von Niedersachsen, bevor er Kanzler wurde. Und hat versucht, mit Experten die richtigen Reformen anzupacken.

Merkel war nie Ministerpräsidentin. Sie war Umweltministerin und als solche mMn nicht sehr erfolgreich. Ihre Kompetenz ist Machtpolitik. Und an der Macht hat sie dann keine Experten um sich geschart, sondern Ja-Sager.

Normalerweise wäre es dann nun die Rolle der Opposition und der Medien, diese Probleme aufzuzeigen. Die Opposition wurde aber entschärft. Durch den Atomausstieg. Durch die Flüchtlingspolitik. Durch die generelle Linksbewegung der CDU, und die Ablenkung durch das Schreckgespenst AfD.

Die Medien haben sich deutlich verändert. Das liegt vielleicht auch an ihren Ressourcen, aber eben auch stark an der Ideologisierung des Journalismus. Als die Welt als Zeitung von den britischen Besatzungstruppen gegründet wurde, war das Mantra "Fakten von Meinung trennen. Bei Meinung beide Seiten veröffentlichen." Das ist heute kaum noch so, und es gibt kaum Kritik an der Regierung in den Medien.

Beispiel dafür sind Rücktritte. Da spielte medialer Druck immer eine große Rolle. Denv gibt es heute nicht. Es gibt keine relevante Menge an Rücktrittsdebatte in den Medien für Merkel, Spahn, Leyen etc.

Dazu hat die EU das Kompetenzproblem verschärft. Es gibt jetzt noch eine Ebene, auf der eine große Bürokratie viel entscheidet. Mit noch weniger demokratischer und medialer Kontrolle als die Regierungen der Staaten. Und es ist ja kein Geheimnis, dass Politiker wie von der Leyen oder Öttinger da nicht wegen ihrer Kompetenz hin kamen, sondern eher abgeschoben wurden. Dadurch hast du in der EU die Probleme Deutschlands nochmal on steroids.

Als letzten Aspekt würde ich den Förderalismus nennen. Der war früher bestimmt eine gute Idee. In der analogen Ära kann ich mir vorstellen, dass diese Dezentralisierung eine Stärke war, und bspw Polizei und Schulen handlungsfähiger gemacht hat. Heute aber ist der Förderalismus aber ein Ballast. 16 Länder setzen verschiedene Software in der Polizei ein. Und müssten sich alle einigen, um das zu ändern. 16 Länder haben unterschiedliche Behörden und Lehrpläne selbst für Bereiche, in denen Skalierung von Basis-Lehrmaterial total sinnvoll wäre, bspw Mathematik. Der Förderalismus ist ein Grund, warum wir keine bundesweite Basis-Infrastruktur haben, in denen bspw Kinder und Studenten sich per guter Videos schon mal den Basis-Content reinziehen können, damit die Lehrer ohne Digitalkompetenz das nicht machen müssen und sich auf den individuellen Kontakt und die individuelle Unterstützung der Schüler konzentrieren könnten.

Dazu gibt es noch heilige Kühe wie den Datenschutz, der Pragmatismus und digitale Lösungen verhindert.

Deutschland ist kein erste-Welt-Land mehr in den Themen politische Kompetenz und Digitalisierung. Wenn du ein Unternehmen hast und heute weder gute Manager hast noch in puncto Digitalisierung erfolgreich bist, so scheiterst du. Warum sollte das bei Staaten anders sein?

- Die Annahme mit dem Track Record auf dem Weg zum Kanzler ist imo kein früher/heute-Vergleich sondern nur ein Beispiel, wie es bei Merkel gelaufen ist. Söder/Laschet/Scholz als potentielle Nachfolger waren alle MB/OB in einem Bundesland.

Ja, der Track Record ist natürlich nicht das einzige.
Dazu gehört dann auch eben die mangelnde mediale Kritik und die Einzigartigkeit von Merkel, dass total inkompetente Leute wie Altmaier solche Posten bekleiden, und versagende Minister wie von der Leyen EU-Chef werden können.

- ich verstehe die Föderalismuskritik und ärger mich ebenso über einige der Ausprägungen - halte Föderalismus aber dennoch für ein funktionierendes Konstrukt, welches in genügend Ländern funktioniert. In Krisenzeiten zeigt sich unser Föderalismus obv sehr ineffizient.

Nicht nur in Krisenzeiten.
Auch ohne Krise wäre es ja total wünschenswert, wenn wir ..

  • Je eine zentrale Software für Einwohnermeldeämter, Gesundheitsämter, Polizei nutzen würden, statt total viele Lösungen zu haben, die dann viel teurer und nicht miteinander kompatibel sind
  • Teile der schulischen und universitären Bildung zu zentralisieren. Es ist halt offensichtich Schwachsinn, dass bspw Vorlesungen für Mathematik I an der Uni nicht komplett durch Videos ersetzt werden, anstatt dass hunderte Assistenten von Professoren bundesweit mittelmäßige Vorlesungen halten und dann weniger Zeit für die Gruppen- und Einzelbetreuung haben. Analog an Schulen, auch da sollte ein Teil klar bundesweit gelöst werden, und der Förderalismus steht im Weg.

Du bringst ja auch kein echtes Argument für den Förderlismus, sondern stellst nur die Behauptung in den Raum, "der Förderalismus sei ein funktionierendes Konzept".

Möchte noch verdeutlichen, dass ich nichts dagegen habe, groß und einheitlich zu denken und zu kreieren. Hier muss man sich dann fragen, ob der Bund die perfekte Größenordnung ist. Wieso nicht "Zentraleuropa" (im Sinne einer neuen Staatengemeinschaft) oder gleich die EU. Wieso ist der Bund die "optimale" Größe?

Und Edit: natürlich kann es auch Vereinheitlichungen in einem föderalen Konstrukt geben - es schließt sich ja nicht aus.
(hat mit Corona allerdings nur noch bedingt zu tun)


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Original von alwayswinning1111https://twitter.com/jesseventura86/status/1367726930640900098?s=21

Kleine bildliche Darstellung von Streecks Auftritt bei Illner gestern.

Anfangs betonte er, dass wir mit dem Virus leben müssen. Jetzt hat er sich schon ne Impfdosis abgeholt weil er im HIV-Labor angeblich stark vor Sars-Cov2 gefährdet ist. ^^

Jetzt heisst es: Ihr müsst mit dem Virus leben.

Du verstehst wohl bis heute nicht, was Streeck von Anfang an damit gemeint hat, dass wir mit dem Virus leben müssen. Das Virus hat so eine große Verbreitung, dass es die nächsten Jahre/Jahrzehnte nicht mehr weggehen wird. Bei der Politik hatte man im Sommer ja den Eindruck, ob das Problem erledigt wäre. Entsprechend müssen wir damit leben und umgehen lernen. Er war NIE Impfgegner und sieht Impfungen als sehr gutes Mittel an um besser mit Corona leben zu können.

Das ein Virologe und jemand der damit umgeht/ Studien macht zu einer höheren Gruppe gehört, ist doch auch völlig normal? Was ist also dein Kritikpunkt?


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von glissario

Original von Xantos

[...]

Du bringst ja auch kein echtes Argument für den Förderlismus, sondern stellst nur die Behauptung in den Raum, "der Förderalismus sei ein funktionierendes Konzept".

Laut Wiki gibt es aktuell 28 föderale Staaten u.a. Australien, die USA, Kanada, die Schweiz. Ich weiß nicht, wieso ich annehmen sollte, dass Föderalismus per se in der heutigen Zeit nicht funktionieren sollte

Die Ausprägung des Föderalismus ist aber unterschiedlich.
Nicht jeder Kanton baut seine eigene Polizeisoftware.
Und an bestimmten Stellen kranken sie alle, bspw. der digitalen Skalierung von Universitäten und Schulen.

Original von glissario
Möchte noch verdeutlichen, dass ich nichts dagegen habe, groß und einheitlich zu denken und zu kreieren. Hier muss man sich dann fragen, ob der Bund die perfekte Größenordnung ist. Wieso nicht "Zentraleuropa" (im Sinne einer neuen Staatengemeinschaft) oder gleich die EU. Wieso ist der Bund die "optimale" Größe?

Weil Deutschland ein souveräner Staat ist, Zentraleuropa aber nicht.
In gewisser Weise hast du aber recht.
Bestimmte Aspekte sollten absolut nicht nur national gelöst werden.

Beispielsweise Thema digitale Bildung -- das wird ja von privaten Firmen beackert, ob es nun Udemy, Khan Academy, YouTube oder Lecturio seien.
Oder beispielsweise Thema Identitätsnachweise -- das sollte im Schengenraum europäisch gelöst sein, damit eben bspw die Identität einer Person zweifelsfrei auf seinen Einreisezeitpunkt nachverfolgt werden kann. Das würde jetzt auch in Corona helfen beim Contact Tracing über Grenzen hinweg.

Und Edit: natürlich kann es auch Vereinheitlichungen in einem föderalen Konstrukt geben - es schließt sich ja nicht aus.
(hat mit Corona allerdings nur noch bedingt zu tun)

Absolut. Es ist aber kein Wille erkennbar. Der Förderalismus wird in seiner exakten Ausprägung verteidigt (Pöstchen und so) und es gibt seit langem keine Reformen.


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glissario
Beigetreten: 13.06.2006
BlackMember

Original von Xantos
Als letzten Aspekt würde ich den Förderalismus nennen. Der war früher bestimmt eine gute Idee. In der analogen Ära kann ich mir vorstellen, dass diese Dezentralisierung eine Stärke war, und bspw Polizei und Schulen handlungsfähiger gemacht hat. Heute aber ist der Förderalismus aber ein Ballast. 16 Länder setzen verschiedene Software in der Polizei ein. Und müssten sich alle einigen, um das zu ändern. 16 Länder haben unterschiedliche Behörden und Lehrpläne selbst für Bereiche, in denen Skalierung von Basis-Lehrmaterial total sinnvoll wäre, bspw Mathematik. Der Förderalismus ist ein Grund, warum wir keine bundesweite Basis-Infrastruktur haben, in denen bspw Kinder und Studenten sich per guter Videos schon mal den Basis-Content reinziehen können, damit die Lehrer ohne Digitalkompetenz das nicht machen müssen und sich auf den individuellen Kontakt und die individuelle Unterstützung der Schüler konzentrieren könnten.

Original von Xantos

Original von glissario

Original von Xantos

[...]

Du bringst ja auch kein echtes Argument für den Förderlismus, sondern stellst nur die Behauptung in den Raum, "der Förderalismus sei ein funktionierendes Konzept".

Laut Wiki gibt es aktuell 28 föderale Staaten u.a. Australien, die USA, Kanada, die Schweiz. Ich weiß nicht, wieso ich annehmen sollte, dass Föderalismus per se in der heutigen Zeit nicht funktionieren sollte

Die Ausprägung des Föderalismus ist aber unterschiedlich.
Nicht jeder Kanton baut seine eigene Polizeisoftware.
Und an bestimmten Stellen kranken sie alle, bspw. der digitalen Skalierung von Universitäten und Schulen.

Wenn Du im ersten Punkt den Föderalismus in Deutschland meinst, dann mag ich Dir recht geben. Im zweiten Punkt bin ich nicht der Meinung, dass Softwareentwicklung/Digitalisierung etc. irgendetwas mit der Ausprägung der Föderalisierung zu tun haben. Jedoch bekommen wir es in Deutschland nicht hin, Infrastruktur zu modernisieren, das werfe ich sowohl Bund und Ländern vor. Dabei ist es egal, ob es um den Breitbandausbau oder einem modernen Schienennetz - oder um genannte Softwareprojekte oder Digitalisierung in Schulen geht.
Zu sagen, wären wir zentral organisiert, dann würde die Modernisierung klappen, halte ich für sehr gewagt, dafür sind zu viele Projekte auf Bundesebene gescheitert. Den Föderalismus generell an den Pranger zu stellen halte ich für falsch. Jedoch denkt die Pandemie schonungslos Versäumnisse und Schwächen auf - es gilt (die richtigen) Lehren zu ziehen.


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alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008
Oldschool Grinder

Original von AyCaramba44

Original von alwayswinning1111https://twitter.com/jesseventura86/status/1367726930640900098?s=21

Kleine bildliche Darstellung von Streecks Auftritt bei Illner gestern.

Anfangs betonte er, dass wir mit dem Virus leben müssen. Jetzt hat er sich schon ne Impfdosis abgeholt weil er im HIV-Labor angeblich stark vor Sars-Cov2 gefährdet ist. ^^

Jetzt heisst es: Ihr müsst mit dem Virus leben.

Du verstehst wohl bis heute nicht, was Streeck von Anfang an damit gemeint hat, dass wir mit dem Virus leben müssen. Das Virus hat so eine große Verbreitung, dass es die nächsten Jahre/Jahrzehnte nicht mehr weggehen wird. Bei der Politik hatte man im Sommer ja den Eindruck, ob das Problem erledigt wäre. Entsprechend müssen wir damit leben und umgehen lernen. Er war NIE Impfgegner und sieht Impfungen als sehr gutes Mittel an um besser mit Corona leben zu können.

Das ein Virologe und jemand der damit umgeht/ Studien macht zu einer höheren Gruppe gehört, ist doch auch völlig normal? Was ist also dein Kritikpunkt?

Mein Kritikpunkt ist, dass er ein Impfdrängler ist. Er gehört überhaupt nicht zu einer gefährdeten Gruppe. Nimmt meiner Mutter, Ende 60, schweres Asthma, als völlig ungefährdeter Mittvierziger den Impfstoff durch Connections weg, und hockt sich dann mit stolz geschwellter Brust ins Fernsehen, macht den Impfstoff von AZ schlecht, und fordert weitere Lockerungen. Wenn ich mit diesem Widerling kein Problem habe, dann mit keinem Menschen auf der Welt.


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topspit
Beigetreten: 07.02.2008
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@glissario/Xantos:
Geh doch damit in den Politik Deutschland Thread? Passt doch echt besser dorthin... Finde eure Diskussion auch gut.

Habe ja vor kurzem mal die Impfkapazität von Israel vs. Deutschland verglichen. Jetzt habe ich mir mal folgende Frage gestellt:

Wie stehen wir eigentlich innerhalb der EU da? Gibt es da jemanden der uns davonzieht? Alle Staaten müssten ja mehr oder weniger ähnliche Voraussetzungen haben.

Quelle

Ja wir könnten besser sein, aber ist jetzt nicht so, dass wir die schlechtesten in Europa sind. Schulnote 4+. Mal sehen was die nächsten Wochen bringen. Ab April sollen ja auch die niedergelassenen Ärzte Impfen dürfen.


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
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Das ist der neue deutsche Standard. Nicht die schlechtesten in Europa sein reicht also jetzt für eine 4+ :f_love:


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Snookz
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Kleine bildliche Darstellung von Streecks Auftritt bei Illner gestern.

Anfangs betonte er, dass wir mit dem Virus leben müssen. Jetzt hat er sich schon ne Impfdosis abgeholt weil er im HIV-Labor angeblich stark vor Sars-Cov2 gefährdet ist. ^^

Jetzt heisst es: Ihr müsst mit dem Virus leben.

Du verstehst wohl bis heute nicht, was Streeck von Anfang an damit gemeint hat, dass wir mit dem Virus leben müssen. Das Virus hat so eine große Verbreitung, dass es die nächsten Jahre/Jahrzehnte nicht mehr weggehen wird. Bei der Politik hatte man im Sommer ja den Eindruck, ob das Problem erledigt wäre. Entsprechend müssen wir damit leben und umgehen lernen. Er war NIE Impfgegner und sieht Impfungen als sehr gutes Mittel an um besser mit Corona leben zu können.

Das ein Virologe und jemand der damit umgeht/ Studien macht zu einer höheren Gruppe gehört, ist doch auch völlig normal? Was ist also dein Kritikpunkt?

Mein Kritikpunkt ist, dass er ein Impfdrängler ist. Er gehört überhaupt nicht zu einer gefährdeten Gruppe. Nimmt meiner Mutter, Ende 60, schweres Asthma, als völlig ungefährdeter Mittvierziger den Impfstoff durch Connections weg, und hockt sich dann mit stolz geschwellter Brust ins Fernsehen, macht den Impfstoff von AZ schlecht, und fordert weitere Lockerungen. Wenn ich mit diesem Widerling kein Problem habe, dann mit keinem Menschen auf der Welt.

Völlig ungefährdet? Hat wahrscheinlich auch wenig Lust, die nächsten 2 Jahre in der Reha zu verbringen wegen Long Covid.


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Zitat
BillyTheChip
Beigetreten: 02.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Xantos
Das ist der neue deutsche Standard. Nicht die schlechtesten in Europa sein reicht also jetzt für eine 4+ :f_love:

Leider wahr. Ich kopiere hier mal passend den Link aus dem Politik Deutschland Thread:

Deutschlands Abstieg zeigt sich nicht nur beim Impfen


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Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

@Föderalismus

Ungeachtet der Frage, ob man Föderalismus sinnvoller gestalten kann als bisher, halte ich den Föderalismus für ein wichtiges Instrument zur Verhinderung von Zentralismus. Gegenüber denjenigen, die zentralistische Staatsformen begrüßenn, gibt es kein überzeugendes Argument pro Föderalismus. Jeder, der in zentralistischen Staatsformen Freiheitsrisiken sieht, sollte meines Erachtens unbedingt die verfassungswidrige Umgehung unserer förderalen Schutzmechanismen kritisieren und von mir aus auch gern die vielleicht nicht immer sinnvolle Gestaltung außerhalb von Krisenzeiten, aber bitte nicht den Föderalismus an sich.


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BillyTheChip
Beigetreten: 02.08.2006
Oldschool Grinder

Original von DarkZonk

Original von AyCaramba44

Original von alwayswinning1111https://twitter.com/jesseventura86/status/1367726930640900098?s=21

Kleine bildliche Darstellung von Streecks Auftritt bei Illner gestern.

Anfangs betonte er, dass wir mit dem Virus leben müssen. Jetzt hat er sich schon ne Impfdosis abgeholt weil er im HIV-Labor angeblich stark vor Sars-Cov2 gefährdet ist. ^^

Jetzt heisst es: Ihr müsst mit dem Virus leben.

Du verstehst wohl bis heute nicht, was Streeck von Anfang an damit gemeint hat, dass wir mit dem Virus leben müssen. Das Virus hat so eine große Verbreitung, dass es die nächsten Jahre/Jahrzehnte nicht mehr weggehen wird. Bei der Politik hatte man im Sommer ja den Eindruck, ob das Problem erledigt wäre. Entsprechend müssen wir damit leben und umgehen lernen. Er war NIE Impfgegner und sieht Impfungen als sehr gutes Mittel an um besser mit Corona leben zu können.

Das ein Virologe und jemand der damit umgeht/ Studien macht zu einer höheren Gruppe gehört, ist doch auch völlig normal? Was ist also dein Kritikpunkt?

xxx. Der Spiegel hatte mit seiner Darstellung über ihn absolut recht.

Eines meiner Lieblingsbeispiele - da saß er vor 4-5 Wochen oder so bei Lanz und erzählt, dass es ja Studien gäbe, die sagen, dass Menschen eine teilweise Kreuzimmunität gegen Corona hätten, weil es ja andere SARS-Viren schon so gibt.
Abgesehen davon, dass das wissenschaftlich nicht haltbar ist, war das ein Beispiel von der absichtlich-populistischen Kommunikationsweise von Streeck, die ihn so gefährlich machen.

Selbst wenn es diese Immunität geben würde, hätte sie auch im März 2020 schobn bestanden, die aktuelle Pandemie ist also aufbauend auf dieser Immunität entstanden. Diese Immunität hätte also exakt GAR NICHTS an allem, was passiert ist, geändert. Aber mit so einer Aussage im Fernsehen vor einem breiten Publikum gibt er Leuten das Gefühl "Das Virus ist gar nich tmehr so gefährlich, ihr habt eine Grundimmunität".

Und sowas muss einem Menschem mit so einem Bildungsgrad bewusst sein. Er tätigt diese Kommunikation mit voller Absicht und deswege verachte ich ihn aufs Tiefste, weil er ganz genau so gemeingefährlich ist, wie der SPiegel das gesagt hat.

Mal abgesehen davon, dass ich es zutiefst verachte, wie du dich hier auslässt über den Mann (unterste Schublade), ist die Aussage über die Immunität ja richtig. Immunität heißt ja, dass man nicht (schwer) erkrankt. Nicht dass man es nicht bekommt. Von daher sind über 80% der Menschen immun gegen Covid. Dass er damit die Gefährlichkeit der Pandemie relativeren will, ist deine eigene exklusive Interpretation.

Zitierte Beleidigung entfernt - Spiike 05.03.2021


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