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idude
Beigetreten: 12.08.2006

Original von Mofatoy
Was ist daran nicht zu verstehen?
Eine Studie sollte reproduzierbar sein um Ergebnisse anderer Forschungsarbeiten vergleichen zu können. Das ist de facto nicht möglich, wenn keine Angaben über die Voraussetzungen gemacht werden um eine Standardisierung zu erreichen.

Versetz dich doch mal in einen Fitnessstudiobetreiber. Es wird ständig von Konzepten etc. gesprochen und nun steht da "R-Wert bei 50% Auslastung 3,x".
Dann fragt man sich doch unweigerlich, unter welchen Umständen dieser R-Wert zustande kommt.
Und als Fitnessstudiobetreiber fragt man sich eben auch, was 50% Auslastung bedeutet.

Es wird doch ständig überlegt, was wie wo corona-konform ablaufen kann, also bräuchte man da Vergleichswerte.
Wurden die 50% Auslastung in geschlossenen Räumen durchgeführt?
Wie wirkt es sich auf den R-Wert aus, wenn 1h statt 1,5h trainiert wird?
Wie wirkt sich lüften auf den R-Wert aus?
Warum wird Großraumbüro 20%, Restaurant 25% und Fitnessstudio 30% angenommen/verglichen und später dann alles mit 50% (was aufgrund Vergleichbarkeit sinnvoller ist)?

Edit: Welche Fläche denn? Trainingsfläche? Gesamtfläche? Wenn die Trainingsfläche 200m² sind, halbiert man sie -> 100 m². Rechnet man dann mit 10m²/Person wie beim Shoppen und geht dann davon aus, dass maximal 10 Leute auf 200m² Trainingsfläche gleichzeitig trainieren? Oder 25m²/Trainierendem? Hoffe du verstehst jetzt meinen Punkt.
Es wäre für Personen die sich aktiv in der jeweiligen Branche bewegen einfach sehr interessant, was die kritischsten Punkte sind bzw. wie man dafür sorgen könnte, möglichst maximale Sicherheit für seine Mitglieder zu erreichen.

Du tust jetzt grad so, als wäre es unmöglich die Auslastung von Fitnessstudios anzugeben.
Da sind doch andere Punkte auf der Liste mit mehr Variablen, die viel vager ausgedrückt sind.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von AyCaramba44
Die komplette Studie hatte sehr viele Seiten und wenn dann noch Fragen offen sein sollten, dann fragt man eben nach. Die meisten schauen sich aber eine News an mit einer nicht weiter erläuternden Grafik und schimpfen dann los. Ist ja ein allgemeines Problem, wenn Expertenmeinungen auf einen Satz reduziert werden und dann ein ganz anderer und häufig falscher Eindruck vermittelt wird.

Für 99% reicht es erstmal um einen groben Überblick zu bekommen.

Sorry, aber die Veröffentlichung der TU Berlin (oben verlinkt) umfasst inkl. Literaturverzeichnis 5 Seiten - wenn du mehr hast, gerne.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von idude

Original von Mofatoy

Spoiler

Was ist daran nicht zu verstehen?
Eine Studie sollte reproduzierbar sein um Ergebnisse anderer Forschungsarbeiten vergleichen zu können. Das ist de facto nicht möglich, wenn keine Angaben über die Voraussetzungen gemacht werden um eine Standardisierung zu erreichen.

Versetz dich doch mal in einen Fitnessstudiobetreiber. Es wird ständig von Konzepten etc. gesprochen und nun steht da "R-Wert bei 50% Auslastung 3,x".
Dann fragt man sich doch unweigerlich, unter welchen Umständen dieser R-Wert zustande kommt.
Und als Fitnessstudiobetreiber fragt man sich eben auch, was 50% Auslastung bedeutet.

Es wird doch ständig überlegt, was wie wo corona-konform ablaufen kann, also bräuchte man da Vergleichswerte.
Wurden die 50% Auslastung in geschlossenen Räumen durchgeführt?
Wie wirkt es sich auf den R-Wert aus, wenn 1h statt 1,5h trainiert wird?
Wie wirkt sich lüften auf den R-Wert aus?
Warum wird Großraumbüro 20%, Restaurant 25% und Fitnessstudio 30% angenommen/verglichen und später dann alles mit 50% (was aufgrund Vergleichbarkeit sinnvoller ist)?

Edit: Welche Fläche denn? Trainingsfläche? Gesamtfläche? Wenn die Trainingsfläche 200m² sind, halbiert man sie -> 100 m². Rechnet man dann mit 10m²/Person wie beim Shoppen und geht dann davon aus, dass maximal 10 Leute auf 200m² Trainingsfläche gleichzeitig trainieren? Oder 25m²/Trainierendem? Hoffe du verstehst jetzt meinen Punkt.
Es wäre für Personen die sich aktiv in der jeweiligen Branche bewegen einfach sehr interessant, was die kritischsten Punkte sind bzw. wie man dafür sorgen könnte, möglichst maximale Sicherheit für seine Mitglieder zu erreichen

Du tust jetzt grad so, als wäre es unmöglich die Auslastung von Fitnessstudios anzugeben.
Da sind doch andere Punkte auf der Liste mit mehr Variablen, die viel vager ausgedrückt sind.

Spoiler

Gestern schmeißt du noch mit Begriffen wie monokausal oder evolutionsbiologisch um dich, heute kritisierst du das jemand Standardisierung und reproduktionsfähigkeit von Studien in der Wissenschaft fordert.

Die gestellten Fragen, sind eben Dinge die bekannt sein müssen, um die Verlässlichkeit der Daten beurteilen zu können, gibst die Daten nicht, bzw keine plausiblen Antworten auf die Fragen, hätte man auch einfach Zahlen erfinden können, wären dann genauso viel Wert wie die veröffentlichen Daten.

Bitte nicht als Äußerung zu der Studie verstehen, hab die nicht gelesen und in kann daher die Verlässlichkeit nicht beurteilen, die gestellten Fragen sind aber nunmal Fragen die einem sofort in den Kopf kommen müssen wenn man die Qualität der Daten beurteilen will.

Edit:
Hab dich echt verwechselt und daher meine (Falsch-) Aussage in den Spoiler gepackt. Bitte vielmals um Entschuldigung.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Original von FiftyBlume

Original von HijackerStar
ÖPNV mit Maske 0,8 glaube ich nicht.
Nirgends sitzen und stehen so viele völlig fremde Menschen nebeneinander. Insbesondere zur Rush hour.
Da hilft es auch nicht wenn alle 5 Minuten mal ne Tür aufgeht, wenn man in der Zwischenzeit aus 1,5 Meter Luftlinie vollgehustet wird.
Kann mir keiner erzählen.

Kurze Nutzungsdauer, geringe Auslastung - im Nahverkehr halt ich das für nicht unrealistisch.

Die Abteile/Busse sind nahezu komplett voll zur rush hour und und das für mindestens 2x drei Stunden.


Antwort
Zitat
idude
Beigetreten: 12.08.2006

Original von Topgamer

Gestern schmeißt du noch mit Begriffen wie monokausal oder evolutionsbiologisch um dich, heute kritisierst du das jemand Standardisierung und reproduktionsfähigkeit von Studien in der Wissenschaft fordert.

Da musst du mich mit jemand anderem verwechseln...

Die gestellten Fragen, sind eben Dinge die bekannt sein müssen, um die Verlässlichkeit der Daten beurteilen zu können, gibst die Daten nicht, bzw keine plausiblen Fragen auf die Antworten, hätte man auch einfach Zahlen erfinden können, wären dann genauso viel Wert wie die veröffentlichen Daten.

Bitte nicht als Äußerung zu der Studie verstehen, hab die nicht gelesen und in kann daher die Verlässlichkeit nicht beurteilen, die gestellten Fragen sind aber nunmal Fragen die einem sofort in den Kopf kommen müssen wenn man die Qualität der Daten beurteilen will.

Deine Fragen klingen eher so, als ob du ins Fitnessstudio willst und und dich darüber ärgerst, dass es mit einem relativ hohen Wert angegeben wird.

Aber Auslastung von Fitnessstudios zu 50% ist halt nun einmal ein, im Vergleich zu den anderen Punkten, relativ klarer Wert. Jedes Fitnessstudio wird dir vermutlich sagen können, zu wieviel Prozent es momentan ausgelastet ist wenn so und so viel Leute anwesend sind. Man kann ja die Auslastung teilweise direkt online einsehen. Ob das nun Personen/m^2 oder belegte Geräte oder was auch imer ist, ist dann halt Definitionssache.
Dass es einen Unterschied macht wie sich verteilen ist klar, aber man kann nicht alles ins genaueste präzisieren.
Genausowenig wird bei der m^2-Regel in Supermärkten dahingehend spezifiziert ob 30 leute an der Kassa und 10 an der Wursttheke anstehen und dafür der Hygieneartikel-Gang leer ist.

Ja, Kino und Theater sind vermutlich noch klarer zu definieren mit fixen SItzplätzen.. Aber was z.B. soll "ÖPNV mit Maske" für eine Angabe sein? Rush Hour in der UBahn? N Nachtbus irgendwo in der Pampa? Klingt erstmal sehr willkürlich.

Die Grafik kann man halt mal als grobe Einteilung hernehmen. Was für die meisten Leute (inklusive mir) vermutlich auch hilfreich ist, weil sie nicht mal ansatzweise einschätzen können, in welchen Zahlenbereichen wir uns hier bewegen.

Wenn ichs richtig verstanden habe, werden in der Studie im Prinzip nur 3 Zahlen miteinander kombiniert: Aufenthaltsdauer, Zuluft in m^3/Person/Stunde und Aktivitätsgrad. Und daraus wird dann diese Kennzahl ermittelt. Ist wohl recht objektiv und nachvollziehbar. (Quellen für Lüftungsströme in Gebäuden, Emmissionen je nach Anstrengung und Aktivität, etc. sind angegeben).


Antwort
Zitat
Super-Moderator
Spiike
Beigetreten: 10.07.2014

Verwarnung an Carty wegen Beleidigung. Wie schon mehrfach erwähnt wurde wollen wir hier so etwas nicht sehen. Auch nicht gegen Personen aus Politik oder dem öffentlichen Leben. Der Thread ist auch nicht dafür gedacht um seinen Unmut unsachlich Luft zu machen.

MfG Spiike


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von HijackerStar

Original von FiftyBlume

Original von HijackerStar
ÖPNV mit Maske 0,8 glaube ich nicht.
Nirgends sitzen und stehen so viele völlig fremde Menschen nebeneinander. Insbesondere zur Rush hour.
Da hilft es auch nicht wenn alle 5 Minuten mal ne Tür aufgeht, wenn man in der Zwischenzeit aus 1,5 Meter Luftlinie vollgehustet wird.
Kann mir keiner erzählen.

Kurze Nutzungsdauer, geringe Auslastung - im Nahverkehr halt ich das für nicht unrealistisch.

Die Abteile/Busse sind nahezu komplett voll zur rush hour und und das für mindestens 2x drei Stunden.

Interessant, wo soll das sein? Bei mir in der Gegend ist das definitiv nicht so, ganz im Gegenteil.

@idude:
Es wäre ja schon nett zu wissen, wie die Auslastung definiert ist - daraus könnte man ja auch Überlegungen für Lockerungen anstellen.

So sind jetzt irgendwelche Zahlen in den Medien, die man gar nicht vernünftig bewerten kann.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Sehr lesenswerter Artikel:

Gibt es Treiber der Pandemie?
Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Kinder das Coronavirus seltener oder sogar häufiger weitergeben. Virologinnen und Virologen haben eine klare Antwort.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-gibt-es-einen-treiber-der-pandemie-a-a6ff7a40-26bb-4732-9657-e732024f191c


Antwort
Zitat
Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006

Original von shaddiii
Sehr lesenswerter Artikel:

Gibt es Treiber der Pandemie?
Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Kinder das Coronavirus seltener oder sogar häufiger weitergeben. Virologinnen und Virologen haben eine klare Antwort.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-gibt-es-einen-treiber-der-pandemie-a-a6ff7a40-26bb-4732-9657-e732024f191c/blockquote >
Click baiting at its best:
Die Wahrheit aber ist: Es gibt gar keine Treiber der Pandemie.


Antwort
Zitat

Original von AyCaramba44
Die komplette Studie hatte sehr viele Seiten und wenn dann noch Fragen offen sein sollten, dann fragt man eben nach. Die meisten schauen sich aber eine News an mit einer nicht weiter erläuternden Grafik und schimpfen dann los. Ist ja ein allgemeines Problem, wenn Expertenmeinungen auf einen Satz reduziert werden und dann ein ganz anderer und häufig falscher Eindruck vermittelt wird.

Für 99% reicht es erstmal um einen groben Überblick zu bekommen.

Nein das tut man nicht, das ist dann einfach keine gute wissenschaftliche Arbeit bzw. die Forschungsgruppe sollte ersichtlich machen, wie ihre Variablen zustande kommen die ganz essenziell für ihre Arbeit sind.
Die Veröffentlichung umfasst ohne Quellen drei Seiten.

@idude:
Nochmal: Nein das tue ich nicht, aber für mich als Fitnessstudiobesitzer wäre es doch interessant zu wissen, unter welchen Bedingungen hohe R-Werte zustande kommen und welche Maßnahmen oder Grundsätze für eine Wiederöffnung getroffen werden könnten, um genau das zu vermeiden/reduzieren.
Fitnessstudio 30% Auslastung hat keinen hohen R-Wert.
Für mich als Studiobesitzer wären z.B. bei uns Vollauslastung 10 Leute. Davon lässt sich obv sehr easy berechnen, was 50 und 30% Auslastung sind.
Nimmt man jetzt aber an, dass Vollauslastung in der Studie angenommen wird: 10m²/Person Studiofläche, wären 100% bei uns 14 Sportler und 50% dementsprechend 7 statt 5, was bei der Größe schon einen ordentlichen Unterschied ausmacht in der von mir wahrgenommenen Auslastung/Platzangebot.
Dadurch entscheidet sich für mich eben, wie realistisch die Werte sind.

Warum wird für eine Schwimmhalle z.B. keine Auslastung angegeben, was ja auch einfach eine Sportstätte ist bzw. sein kann? Sollte doch mit Besucherzahlen und Ticketverkäufen ermittelbar bzw. nachvollziehbar sein.

Ich kann trotzdem auch immernoch nicht nachvollziehen, warum man bei den höheren Auslastungen alle auf 50% setzt und so gut vergleichen kann, bei den niedrigeren Auslastungen aber wie gesagt dann einmal 25%, 20% und 30% untersucht. Das erschließt sich mir einfach nicht.


Antwort
Zitat
Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Original von shaddiii
Sehr lesenswerter Artikel:

Gibt es Treiber der Pandemie?
Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Kinder das Coronavirus seltener oder sogar häufiger weitergeben. Virologinnen und Virologen haben eine klare Antwort.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-gibt-es-einen-treiber-der-pandemie-a-a6ff7a40-26bb-4732-9657-e732024f191c/blockquote >
Finde den Artikel auch gar nicht gut. Kernaussage ist: Kommt drauf an.

Dass ein volles Restaurant ohne jegliche Maßnahmen schlechter ist als ein zu 30% belegtes Restaurant mit Abstand und Luftfiltern war aber irgendwie auch vorher klar.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Erstmal gibt es eine ganze Reihe von gar nicht mal so unwichtigen Nebeninformationen, wie beispielsweise dass die Tupfer bei Kindern kleiner sind und damit auch die gemessene Viruslast. Erst vor kurzem gab es hier eine sehr emotionale Diskussion, wie oft Kinder Krankenheiten verbreiten und welche Rolle sie in der Pandemie spielen. In dem Artikel gibt es zumindest mal faktenbasierte Anhaltspunkte.

Snookz, wie müsste ein Artikel denn aussehen, damit er in deinen Augen gut ist? Das "kommt drauf an" ist doch sehr nachvollziehbar, da die Pandemie eben dynamisch verläuft und kein starres System ist. Alleine durch die Impfung des oberen Altersfünftels der Bevölkerung wird sich die Situation ändern.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von shaddiii
Erstmal gibt es eine ganze Reihe von gar nicht mal so unwichtigen Nebeninformationen, wie beispielsweise dass die Tupfer bei Kindern kleiner sind und damit auch die gemessene Viruslast. Erst vor kurzem gab es hier eine sehr emotionale Diskussion, wie oft Kinder Krankenheiten verbreiten und welche Rolle sie in der Pandemie spielen. In dem Artikel gibt es zumindest mal faktenbasierte Anhaltspunkte.

Snookz, wie müsste ein Artikel denn aussehen, damit er in deinen Augen gut ist? Das "kommt drauf an" ist doch sehr nachvollziehbar, da die Pandemie eben dynamisch verläuft und kein starres System ist. Alleine durch die Impfung des oberen Altersfünftels der Bevölkerung wird sich die Situation ändern.

Also dazu muss ich jetz auch wieder was loswerden.
Die Diskussion mag emotional gewesen sein, ich hab hier aber eine link gepostet, der eben die verschiedensten Studien vergleicht und eben zu einem anderen Schluss kommt.

Jetz postet du einen Artikel, in dem auf absolut keine Studien verwiesen wird, und die einzige these ist: Tupfer ist bei Kinder kleiner.
Und das nennst du faktenbasiert?

Faktenbasieter als das?
https://www.nationalgeographic.com/science/article/we-now-know-how-much-children-spread-coronavirus?cmpid=int_org=ngp::int_mc=website::int_src=ngp::int_cmp=amp::int_add=amp_readtherest

Oder hier:
So gibt es mittlerweile Studien aus Chicago, Indien, Österreich und auch Bayern, die zu dem Ergebnis kommen, dass Kinder ebenso ansteckend sind wie Erwachsene:
Mikrobiologe Michael Wagner von der Uni Wien hatte mit seinem Team eine Massentest-Studie an österreichischen Schulen durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass Kinder nicht wesentlich weniger Infektionen hatten als Erwachsene, wie der Spiegel und tagesschau.de berichten. Er komm zu dem Schluss: „Die Kinder spiegeln das Infektionsgeschehen um sie herum wider.“
Ein weiteres Beispiel ist eine Studie in Indien, die von einem internationalen Forscherteam durchgeführt wurde und im Wissenschaftsmagazin Science erschienen ist. Sie kommt zu ähnlichen Erkenntnissen. Infizierte Kinder gaben das Virus demnach vor allem an Gleichaltrige weiter. „Kinder sind sehr effiziente Überträger, was sich in früheren Studien nicht so gezeigt hat“, äußert sich Studienautor Ramanan Laxminarayan von der Princeton University dazu.
Besonders erschreckend sind die Ergebnisse einer Münchner Studie: Das Helmholtz Zentrum München kommt zu dem Ergebnis, dass in Bayern wohl sechsmal mehr Kinder infiziert waren als gemeldet – die Dunkelziffer also sehr hoch war. Zwischen Januar 2020 und Juli 2020 untersuchten die Wissenschaftler dazu knapp 12.000 Blutproben von Kindern in Bayern im Alter zwischen 1 und 18 Jahren auf SARS-CoV-2-Antikörper.

Die angeführten Studien stützen absolut nicht die Aussagen, dass Kinder genauso ansteckend sind.

1. Studie: Kinder spiegeln das Infektionsgeschehen um sie herum wieder.
Bedeuted eben das sie nicht treiben sind, sondern sich eben auch anstecken wenn die ansteckungszahlen hoch sind. Hat aber auch nie jemand behauptet das Kinder kein Corona bekommen können.
2. Studie: Kinder geben das Virus vorallem an Kinder weiter. Stützt auch eher die These das Kinder keine gefährlichen Treiber der Pandemie sind, sondern eben von Erwachsenen angesteckt werden und sich dann untereinander anstecken.
3. Studie: Viel mehr Kinder hatten corona als angenommen. Stützt wieder die These das Kinder ebne nicht so aktiv zum infektionsgeschehen beitragen, denn viele Kinder hatten corona und niemand hat es gemerkt und es gab dadurch keine Hotspots.

Sind die selben Studien die auch in meiner Quelle zitiert werden, nur das hier eher Angst gemacht wird und die Studien einfach die schlussforgerung nicht hergeben, dass Kinder ein Problem in der Pandemie darstellen, es aber einfach trotzdem so dargestellt wird.

https://www.google.com/amp/s/www.ruhr24.de/service/corona-schulen-gefahr-infektion-aufregung-tweet-virologe-christian-drosten-coronavirus-berlin-90165295.amp.html

Hat einfach wenig mit Fakten zu tuen als mehr mit verdrehen von Fakten und Panikmache.


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006

Mal was anderes: Es scheint mir weitesgehend Konsens zu sein, daß eine Infektion an der freien Luft so gut wie ausgeschlossen ist. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, daß die Politik dieser Erkenntnis ausreichend Rechnung trägt. Auch in der vorhin geposteten Grafik kommt die Situation gar nicht vor. Dabei wäre es doch wichtig zu wissen, welcher R- Wert hier vorliegt.

Original von Kampfschildkroete
...

Da kommt bei mir schon der Verdacht auf daß man sich die Möglichkeit erhalten will, Demonstrationen/ Versammlungen zu verhindern oder mit Auflagen zu versehen die obv. nicht von allen eingehalten werden und dann als Rechtfertigung für eine Auflösung herhalten können.
Dazu würde auch passen daß man von Anfang an im Zus.hang mit Demos immer Reichsbürger und VTler in den Mittelpunkt gestellt hat. Inzwischen spricht man natürlich nur noch von "Querdenkern", aber der Begriff ist ja bei vielen schon ausreichend negativ konnotiert.


Antwort
Zitat
soulfly187
Beigetreten: 05.02.2007

Kann man sich überhaupt jetzt impfen lassen wenn die Großeltern (über 90, pflegegrad 3, leben zuhause) einen als Kontaktperson angeben?

Hat das schon wer gemacht?


Antwort
Zitat
Deichshaf
Beigetreten: 28.01.2007

Original von soulfly187
Kann man sich überhaupt jetzt impfen lassen wenn die Großeltern (über 90, pflegegrad 3, leben zuhause) einen als Kontaktperson angeben?

Hat das schon wer gemacht?

Musst du dich mal beim Gesundheitsministerium deines Bundeslandes erkundigen. In Thüringen problemlos möglich auch ohne Pflegestufe. Wenn die Kontaktpersion 70+ ist, darf sie zwei Personen per Vollmacht impfen lassen. Genauso wie Schwangere. Die haben dann auch extra Formulare bereitgestellt, die man Ausfüllen muss.

Haben wir für meine Eltern über die Großeltern gemacht.

https://www.tmasgff.de/covid-19/faq/impfung

Frage: Ist der Begriff "Pflegebedürftigkeit" bei den impfberechtigten engen Kontaktpersonen von einem bestimmten Pflegegrad abhängig?

Antwort: Nein, der Begriff der "Pflegebedürftigkeit" ist hier nicht an einen bestimmten Pflegegrad gekoppelt. Die betreffende pflegebedürftige Person muss entweder über 70 Jahre alt sein und/oder bestimmte Erkrankungen bzw. Behinderungen haben.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von soulfly187
Kann man sich überhaupt jetzt impfen lassen wenn die Großeltern (über 90, pflegegrad 3, leben zuhause) einen als Kontaktperson angeben?

Hat das schon wer gemacht?

Musst vorher nochmal schauen, ob in deiner Region wirklich schon Kontaktpersonen geimpft werden. An einigen Orten wird nach wie vor nur Prio 1 geimpft.


Antwort
Zitat
lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008

Original von Topgamer

Original von lokalmatador123
Weil sie monokausal ist. Weder hat eine "tödlichere" Variante ein geringeres Ansteckungsrisiko, noch eine weniger gefährliche Variante automatisch eine bessere Chance auf Verbreitung. Außer natürlich, dass sei der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Variante.

Der Birkenspanner ist in seiner Urform ein weißer Falter, dessen Lebensraum u.a. Birkenstämme beinhaltet. Auf diesen ist er praktisch nicht zu erkennen und so optimal vor Fressfeinden geschützt. Als im 19. Jahrhundert die Industriezeit in vollen Gängen war, färbte der schwarze Ruß die weißen Birken. Der Birkenspanner war nun nicht mehr geschützt und wurde von seinen Fressfeinden erkannt und gefressen. Dank einer Mutation tauchten jedoch auch schwarze Birkenspanner auf, die widerum optimal an die nun schwarzen Birken angepasst waren und das überleben der Art so gesichert haben.

Würdest du diesem Beispiel auch entgegnen:
Stimmt nicht, weil monokausal. Weder hat ein schwarzer Falter eine schlechtere Sichtbarkeit noch automatisch eine bessere Chance auf Verbreitung. Außer natürlich, dies sei der einzige Unterschied der beiden Varianten?

In diesem Beispiel hast du natürlich recht. Was daraus allerdings jetzt übertragen auf Corona gemacht wird ist folgendes:
ALLE Insekten passen sich perfekt ihrer Umgebung an, damit sie seltener gefressen werden. Das stimmt für einige (wahrscheinlich sogar viele) ist aber bei weitem nicht die einzige Möglichkeit. Manche verlegen ihren Lebensraum unter die Erde, werden giftig, schneller als ihre Jäger, entwickeln Warnsignale, imitieren Warnsignale, entwickeln Verteidigungsmechanismen usw. usf.

Der Punkt auf den ich hinaus will: JA, weniger tödlich zu werden um sich dafür besser verbreiten zu können ist eine von vielen möglichen Anpassungen, die besonders gut in die Argumentation passt (bzw. wäre natürlich schön, wenn es so wäre, dann wäre Corona ja irgendwann einfach Geschichte). Dabei wird aber ausgeblendet, dass das auftreten von Mutationen halt einfach zufällig ist und es noch zig andere Möglichkeiten gibt sich besser zu verbreiten. Siehe z.B. B1.1.7, das ist doch nicht weniger gefährlich, sondern schlichtweg ansteckender. Andere Mutationen werden den Impfstoffen bzw. einer Immunität durch vorherige Infektion ausweichen, was wohl auch eher gefährlicher ist (siehe P.1).


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von Topgamer
Also dazu muss ich jetz auch wieder was loswerden.
Die Diskussion mag emotional gewesen sein, ich hab hier aber eine link gepostet, der eben die verschiedensten Studien vergleicht und eben zu einem anderen Schluss kommt.

Das has du wohl. Und es wurde dir auch von mehreren Postern danach erklärt, dass es nicht die einzige Studie ist und es ausreichend andere gibt, die zu einem anderen Schluss kommen. Studien sind nicht per se so einfach miteinander vergleichbar.

Original von Topgamer
Jetz postet du einen Artikel, in dem auf absolut keine Studien verwiesen wird, und die einzige these ist: Tupfer ist bei Kinder kleiner.
Und das nennst du faktenbasiert?

Faktenbasieter als das?
https://www.nationalgeographic.com/science/article/we-now-know-how-much-children-spread-coronavirus?cmpid=int_org=ngp::int_mc=website::int_src=ngp::int_cmp=amp::int_add=amp_readtherest

Hast du den gesamten Artikel gelesen? In der kürzlich erfolgten Diskussion hast du dich über Derailing aufgeregt. Und nun machst du nichts anderes, indem du ein von mir willkürlich gewähltes Beispiel herausgreifst.

Der gepostete Link stellt ein Interview mit zwei führenden Viologen/innen dar. Das ist keine Studie. Weil nicht jeder hier die Zeit oder Lust hat, sich stundenlang in die Thematik einzulesen. Sieh es als Zusammenfassung. Sicher gehört da auch die von dir zitierte Studie bzw Studien dazu. Es ist nun aber bei weitem auch nicht so, dass das die einzige Quelle ist und ausschlaggebend für alle anderen Länder und Szenarien.

Wenn dich die Fakten hinter dem Interview interessieren, hör dir die NDR Podcasts an, in der regelmäßig etliche Studien sowie Metastudien erläutert und eingeschätzt werden. Samt Quellen und Links in den Manuskripten. Was in Artikeln und Interviews teilweise in einem Satz wiedergegen wird, wird dort in teilweise eigenen Folgen oder über 5-20 Minuten Gesprächszeit erläutert. Mit Fakten und wissenschaftlichen Hintergründen. Ein Indiz dafür, dass es eben nicht so trivial ist.

Ich wage zudem zu bezweifeln, dass hier irgendwer in der Lage ist, alle 10k+ Studien zu Covid-19 zu aggregieren und richtig interpretiert wiederzugeben.

Original von Topgamer
Die angeführten Studien stützen absolut nicht die Aussagen, dass Kinder genauso ansteckend sind.

Sei mir nicht böse, mein Eindruck ist, dass du vor allem das liest was du lesen möchtest. Deine genannten Argumente sind nicht widersprüchlich zu dem Inhalt der Studien. Wenn Kinder Kinder anstecken, verbreiten sie das Infektionsgeschehen auch. Oder ist mir eine Studie entgangen, wonach nur Erwachsene Kinder anstecken, aber Kinder nicht Erwachsene? Die meisten Menschen, egal ob Kind oder nicht, werden das Infektionsgeschehen um sie herum spiegeln. Da es nur einige wenige Infizierte sind, die große Cluster auslösen.

Original von Topgamer
Sind die selben Studien die auch in meiner Quelle zitiert werden, nur das hier eher Angst gemacht wird und die Studien einfach die schlussforgerung nicht hergeben, dass Kinder ein Problem in der Pandemie darstellen, es aber einfach trotzdem so dargestellt wird.

Ich habe nicht den Eindruck, dass Kinder als Hauptverbreitungsweg in der Pandemie gesehen werden und auch nicht, dass das die in diesem Thread herrschende Meinung ist. Sondern, dass Schulen und Kitas einen nennenswerten Anteil an Neuinfektionen beigetragen haben, so wie Büros und andere Arbeitsstätten auch. Was auch nur logisch ist, da sich Sars-Covid-2 durch persönliche Kontakte verbreitet, primär in Innenräumen.

Vielleicht habe ich ein Verständnisproblem, gehe allerdings nicht davon aus, dass es ein großer Unterschied ist, ob 30 Erwachsene auf 50 qm im Büro sitzen oder 30 Kinder auf 50 qm in einer Klasse. Sollte ich hier irren, würde ich mich über eine passende Quelle zum Nachlesen freuen.


Antwort
Zitat
Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Original von shaddiii
Snookz, wie müsste ein Artikel denn aussehen, damit er in deinen Augen gut ist? Das "kommt drauf an" ist doch sehr nachvollziehbar, da die Pandemie eben dynamisch verläuft und kein starres System ist. Alleine durch die Impfung des oberen Altersfünftels der Bevölkerung wird sich die Situation ändern.

Gefühlt unter jedem Artikel entbrennt aktuell dieselbe Diskussion:
Waren die Schulöffnungen jetzt schuld an den steigenden Zahlen? Hat man wieder "der Wirtschaft" nachgegeben und damit der dritten Welle Vorschub gegeben?
Die Überschrift suggeriert, eine Antwort darauf zu haben, welche Faktoren die steigenden Zahlen jetzt maßgeblich zu verantworten haben. Dabei kommt aus dem ganzen Artikel eben nur die Quintessenz heraus, dass man sich überall anstecken kann und es auf Konzepte ankommt.
Als ich die Überschrift gelesen habe, habe ich nicht erwartet, dass es in dem Artikel darum geht, ob Kinder mehr oder weniger infektiös sind als Erwachsene oder Rentner.
Es ist ja nicht wirklich eine neue Erkenntnis, dass sich in Schulen weniger infizieren, wenn die halbe Klasse leer ist, Masken getragen werden, getestet und gelüftet wird und ggf. noch Luftfilter da sind. Nichts anderes tun wir doch im Einzelhandel fast seit Beginn der Pandemie: Maske und Zutritt begrenzen.
Ich finde es einfach unfassbar, dass nach über einem Jahr Pandemie nicht klar ist, wie groß der Effekt welcher Maßnahme ist. Der Artikel (bzw. die Überschrift) hat mir suggeriert, dass es darauf nun Antworten gäbe. Darum finde ich den Artikel halt wirklich blöd, denn er liefert absolut nichts Neues.


Antwort
Zitat
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