Original von OnkelHotte
Original von Topgamer
Die Kritik bezieht sich auf beides. Erstens da man sich in falscher Sicherheit wiegt durch falsch negative test, die zu verhalten führen, welches eben zu mehr Infektionen führen könnte. So wie Masken eher dazu führen das Menschen keinen Abstand halten.
Die hauptkritil bezieht sich auf die psychologischen Auswirkungen falsch positiver Ergebnisse bei Kindern, z.B. Angst und Ausgrenzung.
Also deine Daten haben ja schon gezeigt. 1 Falsch-Negativer Test unter 10.000 ist jetzt erstmal kein Weltuntergang bei Inzidenz 50. Dafür ziehst du doch aber 4 sonst unentdeckt Positive aus dem Verkehr. Reduzierst also die Spreader um 80%.
Und es gilt doch an Schulen, dass die Schnelltest-Logik Hygienemaßnahmen nicht obsolet macht. Für mich ist damit glasklar erwiesen, dass man durch Schnelltests die Schulen sicherer macht.
Das mit der möglichen Ausgrenzung finde ich schon harter Tobak, so etwas vorzusetzen bei einer Pandemie dieses Ausmaßes. Es hatte jemand anders schon gesagt, Corona ist doch nicht AIDS oder Läuse.
Außerdem: Es ist doch für jedes Kind im Laufe seiner Kindheit Gang und Gebe, dass es wegen Infektionskrankheiten vom Unterricht oder aus der Kita ausgeschlossen wird. Sei es nun Scharlach, Magen-Darm oder eben auch Läuse. Ist doch absolut unproblematisch.
Ja, bei Corona kommt dazu, dass man mit seiner Infektion die anderen abstraft, weil die in Quarantäne müssen. Ich persönlich finde diese Sorge komplett vernachlässigbar bei den aktuellen Umständen. Da hab ich auch ein gewisses Grundvertrauen, dass Eltern und Lehrer da auch gegensteuern können.
PLUS: Es kommt doch noch der heilige Datenschutz obendrauf. In der aktuellen Qurantänesituation unserer Kleinen wurde uns streng verheimlicht, welches Kind positiv getestet wurde, da natürlich ein Interesse bestand, zu verstehen, ob es nun eine Freundin unserer Kleinen mit viel Kontakt war oder ein Kind, mit dem sie wenig zu tun hat. Ja, mit bisschen Sherlock kann man das eingrenzen, aber im Mittel wird das ja nicht an die große Glocke gehangen.
Mich hats voll erwischt, lieg flach, daher nur kurze Antwort (schnelltest sagt, kein Corona).
Dass das Testen die Regeln nicht obsolet macht, ist richtig, es führt aber zu falscher Sicherheit die eben eher dafür sorgt das man die Regeln (unterbewusst) weniger beachtet.
Fahrradhelme sind da ein gutes Beispiel. Gab mal eine Studie die gezeigt hat, dass Autofahrer beim überholen am wenigsten Abstand halten, wenn sie einen Mann mit fahradhelm überholen. Bei Kind ohne Fahrradhelm wurde am meisten Abstand gehalten und damit am sichersten überholt.
Dass corona kein aids oder Läuse is, naja erklärt das halt mal Kindern, ich würde behaupten, in deren Weltbild ist corona eher wie superaids und Läuse zusammen.
Und dieses ausgrenzen kann eben auch gravierende Folgen haben.
Das sind halt alles kollateralschäden die bedacht werden müssen.
Dazu eben die Studienlage, die sich mindestens uneinig ist, was die infektiösität von Kindern angeht.
Ich finde man sollte da differenzieren, bei Grundschüler halte ich das ganze Testen für falsch.
Bei den größeren, kommt es massiv auf die Umsetzung an, und diese sehe ich jetz schon scheitern, aber da könnte man das imho schon diskutieren.
Reden wir jetz von Berufsschulen, sehe ich wohl auch weniger Probleme.
Am Ende ist imho wie fast alles in der Pandemie eine Abwägungssache und die Abwägung wird eher selten ordentlich durchgeführt.
Es ist eher dieses "wir müssen", weil kranke und tote kann man ja sehen.
Ich würd das mit den a symptomatisch en vergleichen, nur weil man etwas nicht direkt sehen kann, heißt es nicht, dass es nicht da ist.
Gab ja hier auch schon die Spekulation, dass Probleme durch Masken eher psychosomatischer Natur sind. Das Problem ist, dass durch solche Aussagen eben impliziert wird, dass es diese nicht gibt, was natürlich völliger bullshit ist. Denn die psyche hat eben auch reale Auswirkungen auf die biologische Prozesse im Körper.
Zumindest, ist aber das Problem der falsch positiven Tests, offenbar viel niedriger als von mir angenommen, womit die abwegungsdebatte eben nicht ganz so klar ist, wie ich angenommen hatte.
Edit: Doch lange Antwort geworden ♦
Imho aber auch ein Problem in der aktuellen Situationen, die Menschen wollen kurze knackige Antworten, schnelle direkte Lösungen. Aber genau diese gibt es schlicht nicht. Dadurch fühlen sich viele überfordert und glauben dann halt irgentwem, und halten dies für die einzige Wahrheit.