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Tornano
Beigetreten: 11.12.2007

Original von FiftyBlume
Wichtig ist ja:
- Schnelltests sind wahnsinnig hilfreich, weil sie Infektionsketten brechen
- Schnelltests haben mit nahezu absoluter Sicherheit eine verzerrende Wirkung auf Inzidenz und Positivrate

Und warum soll man da jetzt das Reporting ändern, wenn man nicht weiß, wie groß der Effekt ist? Sinnvoller ist es doch sich das im Zeitablauf anzugucken. Wenn wir jetzt das Testregime nicht großartig ändern, dann sind die Zahlen doch bald wieder vergleichbar.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von Tornano

Original von FiftyBlume
Wichtig ist ja:
- Schnelltests sind wahnsinnig hilfreich, weil sie Infektionsketten brechen
- Schnelltests haben mit nahezu absoluter Sicherheit eine verzerrende Wirkung auf Inzidenz und Positivrate

Und warum soll man da jetzt das Reporting ändern, wenn man nicht weiß, wie groß der Effekt ist? Sinnvoller ist es doch sich das im Zeitablauf anzugucken. Wenn wir jetzt das Testregime nicht großartig ändern, dann sind die Zahlen doch bald wieder vergleichbar.

Wieso sollte man ein Reporting+Auslegung behalten, was u.a. aufgrund der Schnelltests nur noch stark eingeschränkt aussagefähig ist?
Insbesondere, wenn aufgrund der weiteren Entwicklung klar ist, dass sich der Effekt noch verstärken wird - siehe beispielsweise verpflichtende Tests in Schulen (Soll) und mangelnde Verfügbarkeit (Ist).

Sinnvoll wäre einen verlässlichen Indikator als Referenz zu nehmen - Grundwasser, bereinigte Inzidenz, bereinigte ITS Belegung, Metawerte unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren. Völlig egal, nahezu alles wäre besser als weiter stumpf an Inzidenzgrenzwerten festzuhalten, die ihre sachliche Grundlage verloren haben.


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

Der fatale Kreislauf aus Lockdown/Lockern/Lockdown/Lockern wurde alleine schon dadurch in Gang gesetzt, bei einer Inzidenz von 61 wieder (entgegen aller vorherigen Vereinbarungen) Lockerungen umzusetzen. Schnelltests können den Anstieg allenfalls abbremsen, aber nicht aufhalten.


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Ich sehe das auch so, dass dieses inzidenzbasierte Handeln doch quasi per Definition ein Jojo ist.
Es kann doch gar nichts anderes passieren, als dass die Inzidenz wieder raufgeht, sobald man die Maßnahmen lockert so lange man sich in Inzidenz-Größen und Impfquoten befindet, bei denen klar ist, dass es sich ganz schnell wieder drehen kann.

Die Game Changer sind meines Erachtens, wenn sich die Umstände ändern. zB wenn der R-Wert sinkt, weil die Geimpftenquote steigt.

Meines Erachtens wäre es viel sinnvoller, die Maßnahmen an KPIs wie Impfquote (total oder bezogen auf Risikogruppen) anzupassen.


Antwort
Zitat
EddiGonzalez
Beigetreten: 04.07.2006

Original von Kampfschildkroete

Original von EddiGonzalez
ICh habe dazu keine Studien gelesen, sondern kann nur aus persönlicher Erfahrung berichten.
Als ich vor Wochen 3h mit dem Zug gefahren bin habe ich deutlich gespürt das mir, bin mitte 30 und relativ Fit, das Atmen schwerer gefallen ist.
Da brauch ich keine Studie, seriously.
Viele alte Menschen berichten mir das Gleiche.

Das Atmen fällt einfach schwerer und das Kinder nun stundelang, sowohl auf dem Pausenhof und im Klassenzimmer, wir reden hier von 6-10 jährigen diese FFp2 tragen müssen ist für mich unerträglich.

Euer HERZ für Kinder scheint nicht so groß zu sein.

Wegen mir können wir das Thema dann auch beenden.

In welchem Bundesland ist das so mit "stundenlangem Tragen" in der Schule?
Bei meiner Tochter gibt es zwischen den Stunden "Maskenpausen" und auch in der großen Pause müssen sie nicht mit Maske auf dem Schulhof rumlaufen?

Bawü.RNK


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Also Maskenpausen gibt es sowieso beim Essen, Trinken und Rauchen.


Antwort
Zitat
Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Original von GoodGrief
Asymptomatische Antigentestungen gibt es zuhauf seit 11/20:
- wöchentliche 1-2x Testungen in allen Betreuungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, ich denke auch in Praxen bei Bewohnern, Patienten und Personal sowie in vielen Firmen, die dies freiwillig machen. Das dürfte in die mehreren hunderttausende pro Woche gehen!

Das ist klar. Ich meinte eher, was wir zusätzlich noch an Testungen oben drauf bekommen, da ich z. B. auch einfach freiwillig ohne Symptome oder offensichtliche Risikokontakte einen kostenlosen Test in der Apotheke bekomme. Zusätzlich die verfügbaren Schnelltests für den Privatgebrauch, an Schulen, beim Einkaufen usw.


Antwort
Zitat
hagbard666
Beigetreten: 31.12.2010

Original von GoodGrief
Asymptomatische Antigentestungen gibt es zuhauf seit 11/20:
- wöchentliche 1-2x Testungen in allen Betreuungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, ich denke auch in Praxen bei Bewohnern, Patienten und Personal sowie in vielen Firmen, die dies freiwillig machen. Das dürfte in die mehreren hunderttausende pro Woche gehen!

Die Änderung der Teststrategie kann man natürlich grob in Phasen abgrenzen.
Ich stelle sie mir aber eher wie einen "Regler" vor, den ich immer mehr aufdrehe.
Vom Testen ausschließlich symptomatischer Menschen (Linksanschlag) hin zu einem Testen aller Menschen 2 bis 3 mal wöchentlich (Rechtsanschlag).
Das bedeutet, das natürlich schon ab dem ersten Tag des Auftauchens eines 2. Vorauswahlkriteriums der eigentlichen Inzidenzkurve eine 2. Kurve "unterlegt" war, die durch die Stellung des "Reglers" Ihre Amplitude definiert und damit Ihren verzerrenden Einfluss auf die Inzidenz ausübt. Grundsätzlich wurde der "Regler" Anfang Oktober eingeführt und seitdem eben einfach immer weiter aufgedreht. Wenn ich dann sehe, wie schon geringe prozentuale Anteile von Proben mit Vorauswahlkriterium Schnelltest die Positivrate verzerren, dann sollte dieser Effekt eben nicht unterschätzt werden.
Das im Nachhinein genau zu quantifizieren könnte nur mit einem kompletten Datensatz, der die PCR Tests nach Vorauswahlkriterium getrennt erfasst gelingen und ist dann Wühlen in vergangenen Fehlern.
Mir geht es auch nicht darum zu bezweifeln, das ein Lockdown das Infektionsgeschehen positiv beeinflusst.
Ich finde Testen ist aber das viel schärfere Schwert und das wollte ich mit meiner Rechnung aufzeigen.
Wir sollten daher Menschen mehr dafür belohnen, das sie sich kontinuierlich testen lassen.
z.B. durch die Möglichkeit mal wieder einen Eisbecher an einem sonnigen Tag im März in einer Stadt mit lauter, ebenfalls negativ Getesteten unter Einhaltung der AHA Regeln zu essen. Das wäre eine Abkehr vom ewigen Verbieten und Bestrafen hin zu einem Erlauben unter kontrollierten, sicheren Bedingungen und Belohnen.
Es wäre auch zur Pandemiebekämpfung ein viel größerer Beitrag, weil eben die Brandbeschleuniger der Pandemie (Menschen ohne Symptome, die gar keine Ahnung haben, das sie infiziert sind) aus dem Verkehr gezogen werden.
Wie ich finde auch ein vielversprechender Weg raus aus der Pandemie UND raus aus der wüden Gesellschaft, die wir aktuell an jeder Ecke sehen.


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

Original von GoodGrief
Asymptomatische Antigentestungen gibt es zuhauf seit 11/20:
- wöchentliche 1-2x Testungen in allen Betreuungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, ich denke auch in Praxen bei Bewohnern, Patienten und Personal sowie in vielen Firmen, die dies freiwillig machen. Das dürfte in die mehreren hunderttausende pro Woche gehen!

- mit den neuen Testzentren wird dies dann eher in die Millionen gehen

- schön wäre es, wenn die existierenden Strukturen für die Mitarbeiter von Pflegeheim, Krankenhäusern usw. auch "zum Einkaufen" genutzt werden könnten. Aber bisher wird unser Test im eigenen Testzentrum nicht als "offizieller" Test anerkannt, oder hat jemand andere Erfahrungen? Heißt, ich darf dann nachmittags nochmal zum Schnelltest zum DRK, wenn ich einkaufen will. Bin gespannt, wie lange noch so die Schnellteste verschwendet werden. Wahrscheinlich müssen hierfür Qualitätstandards erfüllt sein, geprüft werden usw....

Bei uns (Arbeitsstelle Eingliederungshilfe) wird seit Februar getestet durch geschultes medizinisches Personal mittels schnelltests hinten im Rachen.
Wir haben jetzt vom Gesundheitsamt den Vordruck vom Kreis bekommen und können somit testbestätigungen ausstellen welche offiziell anerkannt werden.
Ist also nur eine Sache vom Gesundheitsamt/Kreis


Antwort
Zitat
todei
Beigetreten: 21.03.2008

Original von EddiGonzalez

Original von Kampfschildkroete

Original von EddiGonzalez
ICh habe dazu keine Studien gelesen, sondern kann nur aus persönlicher Erfahrung berichten.
Als ich vor Wochen 3h mit dem Zug gefahren bin habe ich deutlich gespürt das mir, bin mitte 30 und relativ Fit, das Atmen schwerer gefallen ist.
Da brauch ich keine Studie, seriously.
Viele alte Menschen berichten mir das Gleiche.

Das Atmen fällt einfach schwerer und das Kinder nun stundelang, sowohl auf dem Pausenhof und im Klassenzimmer, wir reden hier von 6-10 jährigen diese FFp2 tragen müssen ist für mich unerträglich.

Euer HERZ für Kinder scheint nicht so groß zu sein.

Wegen mir können wir das Thema dann auch beenden.

In welchem Bundesland ist das so mit "stundenlangem Tragen" in der Schule?
Bei meiner Tochter gibt es zwischen den Stunden "Maskenpausen" und auch in der großen Pause müssen sie nicht mit Maske auf dem Schulhof rumlaufen?

Bawü.RNK

This.

Bei uns ist es so, dass die Schüler die Masken den ganzen Tag aufhaben sollen. Auch in den Pausen draußen. Wir dürfen auch nicht mehr drinnen Vespern, sondern müssen dafür rausgehen.

Ich handhabe es so, dass wir immer wenn wir Lüften auch kurz Maskenpause machen. Ich persönlich habe ein Jahr ohne Maske tragen unterrichtet und auch keinen Abstand gehalten. Ich vergesse es einfach im Alltagsgeschehen. Den Schülern habe ich es freigestellt. Jetzt sind die Vorgaben da und man gewöhnt sich auch dran. Auch für die Kinder war es nach 3 Tagen kein großes Thema mehr. Wenn es ein Kind gar nicht mehr aushält, darf es für ein paar Minuten an die frische Luft gehen (ohne Maske obv.)

Problematischer für mich ist, wie die Kinder mit den Masken umgehen. Die Dinger sind infektiöser als jeder Tafelschwamm. Da hängt Sabber, Schweiß, Essen, Popel in Unmengen drin. Dann fummeln sie dauernd mit ihren Fingern dran rum ect.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von alwayswinning1111
Der fatale Kreislauf aus Lockdown/Lockern/Lockdown/Lockern wurde alleine schon dadurch in Gang gesetzt, bei einer Inzidenz von 61 wieder (entgegen aller vorherigen Vereinbarungen) Lockerungen umzusetzen. Schnelltests können den Anstieg allenfalls abbremsen, aber nicht aufhalten.

Sorry, aber das ist einfach sachlich falsch. Lockerungen führen zu mehr Kontakten, davon ist ein gewisser Teil mit der Infizierung Dritter verbunden.
Schnelltest können - bei korrekter Anwendung - über 90% dieser Kontakte entdecken und verhindern.

Wenn Lockerungen ohne Schnelltests beispielsweise zu 1000 Kontakten mit einer Infizierung führen, dann sinkt durch Schnelltests vor jedem dieser Konktakte die Zahl auf unter 100.

Nun werden Schnelltests aber nicht nur vor lockerungsbezogenen Kontakten eingesetzt, sondern auch vor anderen Kontakten. Dadurch ist es sogar möglich, dass bei Schnelltests und Lockerungen eine absteigende Tendenz des Infektionsgeschehens erreicht bzw. beschleunigt.


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

Und das Musterbeispiel wo es super geklappt hat ist für dich Österreich?

Hier erkauft man sich Freiheit mit überfüllten Invensivstationen. Ich für meinen Teil habe mir die Freiheit des Westens anders vorgestellt.

Dass du meine Meinung als sachlich falsch darstellst nehme ich mal zur Kenntnis. Gut, dass es hier Fachexperten wie dich gibt, die meine falsche Meinung wieder richtigstellen können.

https://twitter.com/wenig_worte/status/1379209096394645505?s=21

Selbst Armin Laschet ist da schon klüger als du. :)


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

1. Mathematik ist keine Glaubensfrage und damit ist dein Beitrag eben auch keine Meinung.

2. Auf Beleidigungen kann man verzichten.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von OnkelHotte

Original von Topgamer

Die Kritik bezieht sich auf beides. Erstens da man sich in falscher Sicherheit wiegt durch falsch negative test, die zu verhalten führen, welches eben zu mehr Infektionen führen könnte. So wie Masken eher dazu führen das Menschen keinen Abstand halten.
Die hauptkritil bezieht sich auf die psychologischen Auswirkungen falsch positiver Ergebnisse bei Kindern, z.B. Angst und Ausgrenzung.

Also deine Daten haben ja schon gezeigt. 1 Falsch-Negativer Test unter 10.000 ist jetzt erstmal kein Weltuntergang bei Inzidenz 50. Dafür ziehst du doch aber 4 sonst unentdeckt Positive aus dem Verkehr. Reduzierst also die Spreader um 80%.

Und es gilt doch an Schulen, dass die Schnelltest-Logik Hygienemaßnahmen nicht obsolet macht. Für mich ist damit glasklar erwiesen, dass man durch Schnelltests die Schulen sicherer macht.

Das mit der möglichen Ausgrenzung finde ich schon harter Tobak, so etwas vorzusetzen bei einer Pandemie dieses Ausmaßes. Es hatte jemand anders schon gesagt, Corona ist doch nicht AIDS oder Läuse.
Außerdem: Es ist doch für jedes Kind im Laufe seiner Kindheit Gang und Gebe, dass es wegen Infektionskrankheiten vom Unterricht oder aus der Kita ausgeschlossen wird. Sei es nun Scharlach, Magen-Darm oder eben auch Läuse. Ist doch absolut unproblematisch.
Ja, bei Corona kommt dazu, dass man mit seiner Infektion die anderen abstraft, weil die in Quarantäne müssen. Ich persönlich finde diese Sorge komplett vernachlässigbar bei den aktuellen Umständen. Da hab ich auch ein gewisses Grundvertrauen, dass Eltern und Lehrer da auch gegensteuern können.

PLUS: Es kommt doch noch der heilige Datenschutz obendrauf. In der aktuellen Qurantänesituation unserer Kleinen wurde uns streng verheimlicht, welches Kind positiv getestet wurde, da natürlich ein Interesse bestand, zu verstehen, ob es nun eine Freundin unserer Kleinen mit viel Kontakt war oder ein Kind, mit dem sie wenig zu tun hat. Ja, mit bisschen Sherlock kann man das eingrenzen, aber im Mittel wird das ja nicht an die große Glocke gehangen.

Mich hats voll erwischt, lieg flach, daher nur kurze Antwort (schnelltest sagt, kein Corona).

Dass das Testen die Regeln nicht obsolet macht, ist richtig, es führt aber zu falscher Sicherheit die eben eher dafür sorgt das man die Regeln (unterbewusst) weniger beachtet.

Fahrradhelme sind da ein gutes Beispiel. Gab mal eine Studie die gezeigt hat, dass Autofahrer beim überholen am wenigsten Abstand halten, wenn sie einen Mann mit fahradhelm überholen. Bei Kind ohne Fahrradhelm wurde am meisten Abstand gehalten und damit am sichersten überholt.

Dass corona kein aids oder Läuse is, naja erklärt das halt mal Kindern, ich würde behaupten, in deren Weltbild ist corona eher wie superaids und Läuse zusammen.
Und dieses ausgrenzen kann eben auch gravierende Folgen haben.
Das sind halt alles kollateralschäden die bedacht werden müssen.

Dazu eben die Studienlage, die sich mindestens uneinig ist, was die infektiösität von Kindern angeht.

Ich finde man sollte da differenzieren, bei Grundschüler halte ich das ganze Testen für falsch.

Bei den größeren, kommt es massiv auf die Umsetzung an, und diese sehe ich jetz schon scheitern, aber da könnte man das imho schon diskutieren.

Reden wir jetz von Berufsschulen, sehe ich wohl auch weniger Probleme.

Am Ende ist imho wie fast alles in der Pandemie eine Abwägungssache und die Abwägung wird eher selten ordentlich durchgeführt.

Es ist eher dieses "wir müssen", weil kranke und tote kann man ja sehen.
Ich würd das mit den a symptomatisch en vergleichen, nur weil man etwas nicht direkt sehen kann, heißt es nicht, dass es nicht da ist.

Gab ja hier auch schon die Spekulation, dass Probleme durch Masken eher psychosomatischer Natur sind. Das Problem ist, dass durch solche Aussagen eben impliziert wird, dass es diese nicht gibt, was natürlich völliger bullshit ist. Denn die psyche hat eben auch reale Auswirkungen auf die biologische Prozesse im Körper.

Zumindest, ist aber das Problem der falsch positiven Tests, offenbar viel niedriger als von mir angenommen, womit die abwegungsdebatte eben nicht ganz so klar ist, wie ich angenommen hatte.

Edit: Doch lange Antwort geworden
Imho aber auch ein Problem in der aktuellen Situationen, die Menschen wollen kurze knackige Antworten, schnelle direkte Lösungen. Aber genau diese gibt es schlicht nicht. Dadurch fühlen sich viele überfordert und glauben dann halt irgentwem, und halten dies für die einzige Wahrheit.


Antwort
Zitat
hagbard666
Beigetreten: 31.12.2010

Original von Topgamer
Dass das Testen die Regeln nicht obsolet macht, ist richtig, es führt aber zu falscher Sicherheit die eben eher dafür sorgt das man die Regeln (unterbewusst) weniger beachtet.

Wieso führt ein Test mit negativem Ergebnis zu falscher Sicherheit ?
Das geschieht nur bei falsch negativem Ergebnis und der Anteil ist minimal.
Die damit einhergehende bewusste oder unterbewusste, aber in jedem Fall trügerische, falsche Sicherheit wirkt natürlich minimal Pandemie fördernd.
Dem steht aber die viel größere Anzahl an richtig positiven Tests gegenüber, die eben viel stärker Pandemie bremsend wirkt.
Ein klarer Gewinn für die pandemische Grundfrage : Wie unterbreche ich Infektionsketten ?

Ein Mensch, der Symptome einer Corona Infektion entwickelt, kann von seiner Umwelt als Gefahr erkannt werden. Auch der Infizierte selber kann sich als Gefahr für seine Umwelt wahrnehmen.
Wie Umwelt und Infizierter damit umgehen ist individuell unterschiedlich.

Ein Mensch, der keine Symptome einer Corona Infektion entwickelt, kann von seiner Umwelt nicht als Gefahr erkannt werden. Auch der Infizierte selber kann sich nicht als Gefahr für seine Umwelt wahrnehmen.
Nur durch einen Test können sowohl Umwelt, aber vor allem dieser Mensch selber überhaupt in die Lage versetzt werden zu reagieren, was sie dann individuell unterschiedlich tun.

Ich erinnere mich eine Studie (link muss ich suchen und liefere ich nach !) gelesen zu haben, die zu dem vorläufigen Schluss kommt (Metadatenanalyse steht noch aus !), das ein Symptomloser (und Ahnungsloser) Corona infizierter bei einem R=1 mindestens eine und maximal bis zu acht Infektionsketten auslöst.
Gefährliche Superspreader und Brandbeschleuniger der Pandemie sind die unerkannten Symptomlosen !


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Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Also auch keine maskenpflicht und abstandregelunben mehr für negativ getestete Schüler @hagbard?

Wenn doch, warum?


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

Fahrradhelme sind da ein gutes Beispiel. Gab mal eine Studie die gezeigt hat, dass Autofahrer beim überholen am wenigsten Abstand halten, wenn sie einen Mann mit fahradhelm überholen. Bei Kind ohne Fahrradhelm wurde am meisten Abstand gehalten und damit am sichersten überholt.

Ja wirklich ein gutes Beispiel, weil niemand jetzt auf die Idee kommen würde Fahrradhelme zu verbieten weil Fahrradhelme zu mehr Unfällen führen würden...

Bin insgesamt gespannt auf die Zahlen der nächsten Tage. Mal schauen ob die Zahlen runter sind wegen Ostern. Wenn nicht ist das quasi der Beleg, dass Schulen und Kindergärten massiven Einfluss auf das Geschehen haben, denn dass ist das einzige was jetzt die letzten zwei Wochen zu war...


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Davon ganz abgesehen, dass der Helmvergleich auf vielen Ebenen keinen Sinn macht, scheint er auch nicht ganz richtig zu sein:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/gefahren-im-strassenverkehr-fahren-radfahrer-mit-helm-riskanter/24912280.html

Der britische Psychologe Ian Walker, selbst passionierter Fahrradfahrer, hat in dieser Hinsicht mit einem Selbstversuch im Jahr 2007 Furore gemacht: Mit und ohne Helm, aber immer mit Kamera und Distanzmessgerät ausgerüstet, ließ er sich von Tausenden von Autofahrern überholen. Trug er den Helm, dann hielten die motorisierten Verkehrsteilnehmer deutlich weniger Abstand. Diese Studie blieb in der Fachwelt nicht unumstritten.

Das Fahrradprojekt "Radmesser" des Tagesspiegels kommt zu dem entgegengesetzten Ergebnis. In dem Projekt fuhren 100 Freiwillige zwei Monate mit einem Sensor durch Berlin, der aufzeichnete, wie eng Autos sie überholten. 13.300 Kilometer legten die Teilnehmer zurück, 16.700 Mal wurden sie dabei überholt. 56 Prozent dieser gemessenen Überholvorgänge waren zu dicht, also unter 1,50 Meter. Ob sie dabei einen Helm trugen oder nicht, machte keinen statistisch aussagekräftigen Unterschied. Personen mit Helm bekamen in den Messungen eher etwas mehr Abstand. Auch Warnweste oder ein Fahrradairbag änderten nichts an den Überholabständen.


Antwort
Zitat
hagbard666
Beigetreten: 31.12.2010

#Topgamer

Original von hagbard666
Wir sollten daher Menschen mehr dafür belohnen, das sie sich kontinuierlich testen lassen.
z.B. durch die Möglichkeit mal wieder einen Eisbecher an einem sonnigen Tag im März in einer Stadt mit lauter, ebenfalls negativ Getesteten unter Einhaltung der AHA Regeln zu essen. Das wäre eine Abkehr vom ewigen Verbieten und Bestrafen hin zu einem Erlauben unter kontrollierten, sicheren Bedingungen und Belohnen.

Alle Modellprojekte sehen das aktuell auch so vor.
Eine Art doppeltes Netz, um mögliche Infektionsketten von durchgerutschten falsch negativen zu verhindern.

edit : In Schulen natürlich dann selbes Prinzip. Wobei es sich eben um ein doppeltes Netz handelt, das ich persönlich bei Abkühlung der Debatte dann mal in Ruhe anschauen würde. Aktuell sicher ein gewünschtes (politisches) Zeichen, die Sache nicht zu locker zu nehmen und weiter mitzumachen.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

@shaaddi

Irgentein test in einer Großstadt, wie Berlin (Stichwort Bevölkerungsdichte) , ist absolut nicht representativ und dadurch auch nichts, was man als gegenbeweiß heranziehen kann. Wenn ich tendenziell eh nur mit zu wenig Abstand überholen kann, ist die Frage halt überholen oder nicht überholen und nicht wieviele Abstand icch halte.

Davon ab, dass es einfach ein plakatives Beispiel war, welches Verhaltensänderungen bei Menschen beschreibt, wenn sie sich eben in Sicherheit wiegen, wobei es da wie gesagt um unterbewusst mechanism geht.

Aber wie produktiv hier aufeinmal Quellen hinterfragt werden. Immerhin bessere Argumente als bei der kinderdiskusion, die einfach die Quellen ignoriert hat.

Finde ich extrem interessant, gibt man Quellen an, wird sich damit nicht beschäftigt. Bringt man ein eher anektotisches Beispiel um etwas zu verdeutlichen, wird aufeinmal aktiv nach gegenbeweisen gesucht.

@hagbard

Dann hast du dir damit eben auch selbst deine Antwort gegeben. Gäbe es die Gefahr danach nicht, bräuchte man auch keine ahal Regeln mehr. Offensichtlich gibt es die Gefahr falsch negativer, deswegen writer ahal, und Deswgen kann man sich durch Tests in falscher Sicherheit wiegen.

Is einfach ein valides Argument, wie relevant das in der Praxis ist, ist eine frage auf die ich in meinem Post garnicht eingegangen bin. Ich habe schlicht gefordert eben bessere Abwägungen zu treffen und auch kolllateralschädne zu beachten (womit ich nicht falsch negative Tests meinte).

Ich bin da denke ich näher bei dir als du denkst, deswegen kann ich trotzdem auch Argumente aufgreifen die nicht meiner persönlichen Meinung entsprechen. Dieses Schwarz weiß denken ist echt ungesund.

Hier nochmals der link zur Frage welche rolle Kinder im infektionsgeschehen spielen:

https://www.nationalgeographic.com/science/article/we-now-know-how-much-children-spread-coronavirus?cmpid=int_org=ngp::int_mc=website::int_src=ngp::int_cmp=amp::int_add=amp_readtherest

@n0gg

Zeig mir doch mal bitte auf, wo hier irgendjemand gefordert hat, schnelltests zu verbieten!

Und davon ab das die Daten das nicht hergeben, wäre es wirklich so, dass Helme eher zu tödlichen Unfällen führen, wäre es einfach dumm weiter Helme zu tragen.


Antwort
Zitat
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