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Das Internet - Fluch oder Segen

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Play4forlife
Beigetreten: 11.12.2007

Werd mal bitte konkret Aycaramba: was geben denn Krankenhäuser durchschnittlich für IT aus und was würde es kosten um, sagen wir, 99% geschützt zu sein?


Antwort
Zitat
klaus8003
Beigetreten: 28.08.2006

Original von cjheigl
Für sehr viele hat das Internet und seine Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere auch das mobile Internet, enormen Nutzen gebracht. Das ist schon daran zu sehen, wie intensiv es von allen Bevölkerungsschichten genutzt wird und ein wie grosser Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung daraus gewonnen wird.

Und in der exzessiven Nutzung siehst du keine aufkeimenden Probleme? Würde jeder das Internet benutzen, um sich fortzubilden oder Ähnl., wäre das sehr lobenswert, macht nur kaum jemand.
Instagramm, Snapchat, Facebook und Onlinegames sind doch wahrscheinlich die Hauptnutzung von 90% der Menschen. Und das schafft mMn eine Gesellschaft, die sich nicht ins Positive entwickelt.

Original von pg89
Alles zu verteufeln finde ich aber auch den falschen Weg. Das Internet hat auch sehr viele positive Seiten und influencer sind meiner Meinung nach auch nichts schlimmes. Es ist eben eine neue Form der Werbung und an Werbung an sich finde ich jetzt auch nichts verwerflich, auch wenn die Masse manchmal nervt.

Es ist aber etwas Anderes, wenn ich eine AXE Werbung im TV sehe oder eine Restaurantwerbung auf einem Bus oder ob das Idol tausender Jugendlichen ihnen auf Instagramm erzählt, warum diese Gesichtscreme die Beste ist. Das sind ganz andere Formen von Werbung und die gezielte Manipulation dahinter finde ich nicht in Ordnung.

Original von bambTTcha88
Heute kann jeder sein Buch in die Bibliothek stellen, so schlecht und Falsch es auch seien sollte.
Früher war das mit kosten und viel Aufwand verbunden, was schonmal 99% des Mülls rausgefiltert hat.
Die Sachen, die heute Aufmerksamkeit kriegen sind halt reißerisch und schwarz / weiß, wenig recherchiert und viel Persönliches Zeug untermauert mit fakefakten die die Zielgruppe nichtmal überprüft.
Sieht man ja an den Impfgegnern oder an den Flatearthlern. Es gibt Tausende von studien zu Impfungen und wirklich wirklich wenig, wenn überhaupt einen Todesfall in dem Zusammenhang. Anstatt sich dann beide seiten anzugucken und zu sagen, dass Impfen natürlich ein kleines Risiko birgt aber die Vorteile unfassbar viel größer sind, werden sich nur die ausgedachten Fakten angeguckt.
Spukt doch schon ewig so ein Gerücht durchs Internet, dass man Downsyndrom vom Impfen kriegen kann.....

Und zu den Influencern und Social Media.
Natürlich können die Werbung machen, dass ist doch kein Problem. Das Problem ist, dass man im Internet nur Urlaubsfotos, partys oder wie geil das Leben des Einzelnen doch ist sieht.
Die eher jüngere Zielgruppe verliert doch komplett den Bezug zur Realität.
Es gibt nunmal Probleme die man lösen muss und es gibt auch Tage an denen es einem scheisse geht. Das postet nur keiner und die eh schon leicht depressiven Menschen sehen nur, wie es allen anderen augenscheinlich viel besser geht und verkriechen sich nochmehr.
Jeder will immer mehr, weiter, besser weil man das ja so sieht in den Social Medias anstatt einfach mal runter zu kommen, entspannen, zufrieden sein und genießen was man hat und was man ist.

hart #

Original von AyCaramba44
Ich frage mich nur nach der Alternative. Das Krankenhaus hat scheinbar ein größeren Nutzen durch das Internet als durch die Gefahren des Internets, sonst würde es das Internet ja abschalten. Ähnlich wie bei Privatpersonen. Dazu muss man auch sagen, dass meist in dem Bereich miserabel gearbeitet wird.

Dass das Internet nicht mehr "abschaltbar" ist, wird dir doch sehr wohl klar sein. Es müssen eben Probleme wie diese gezielter bearbeitet werden. Hier sind die Behörden mMn noch ganz klar überfordert.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Original von klaus8003

Original von pg89
Alles zu verteufeln finde ich aber auch den falschen Weg. Das Internet hat auch sehr viele positive Seiten und influencer sind meiner Meinung nach auch nichts schlimmes. Es ist eben eine neue Form der Werbung und an Werbung an sich finde ich jetzt auch nichts verwerflich, auch wenn die Masse manchmal nervt.

Es ist aber etwas Anderes, wenn ich eine AXE Werbung im TV sehe oder eine Restaurantwerbung auf einem Bus oder ob das Idol tausender Jugendlichen ihnen auf Instagramm erzählt, warum diese Gesichtscreme die Beste ist. Das sind ganz andere Formen von Werbung und die gezielte Manipulation dahinter finde ich nicht in Ordnung.

In TV-Werbung erzählen dir doch auch irgendwelche Promis, wie toll die Produkte sind. Mag sein, dass die Werbung durch influencer nochmal effektiver ist, da sich die Leute persönlicher angesprochen fühlen, aber da sehe ich eher nachholbedarf bei den Konsumenten, dass die begreifen worum es eigentlich geht.
Werbung war aber schon immer gezielte Manipulation und wird es vermutlich auch immer bleiben.


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

Original von MrPGrey

Original von bambTTcha88
Der Vergleich ist nur Teils richtig.
In einer normale Bibliothek steht jedes Buch immer am gleichen Punkt, egal was du vorher gelesen hast. Das Internet schneidet die "Bücher" um dich rum ja auf dich zu. Hat die Bibliothek dann erstmal deine Schwachstelle gefunden (Flatearth, Impfen, Ausländer.......) bietet es nurnoch Bücher zu dem Thema an und es ist fast unmöglich wieder eine andere Sichtweise zu bekommen.

Dazu kommt dass Facebook, Instagramm, tiktok und Influencer das schlimmste sind, was unserer Gesellschaft passieren konnte.

Die Bibliothek (das Internet) sucht das gar nicht nach deiner Schwachstelle.
Das tun, wenn überhaupt, einzelne Individueen / Unternehmen, wie bereits richtig erwähnt worden ist.

Aber selbst dann ist es doch absolut Banane die Plattform (das Internet/die Bibliothek) irgendwo in Verantwortung zu sehen für Inhalte, die sich das einzelne Individuum aussucht.
Es ist eben nicht "fast unmöglich wieder eine andere Sichtweise zu bekommen".
Es ist vielmehr ganz einfach: Einfach nach wissenschaftlichen Quellen suchen.
Weder Google / das Internet oder sonst irgendjemand, auch nicht sonstige böse Unternehmen, halten jmd. davon ab.

Das ist schlicht und einfach das einzelne Individuum, das sich gegen eine umfassende Informierung entscheidet.
Ansonsten können die gleichen Leute auch gerne Litfaßsäulen kritisieren, da man sich ja dort auch nur
über eine begrenzte Anzahl an Produkten/Dienstleistungen informieren kann.
Macht genauso viel Sinn.

Um das mal ein wenig auf zu greifen:

Es ist aber so, dass die Bibliothek schon vorher prüft welche Bücher drin stehen, und verbotene nicht rein genommen werden. Außerdem besteht da das Eigeninteresse der Bibliothek das ganze zu prüfen.
Weiter gibt es Regeln wie sich verhalten wird und jeder ist sich bewusst dass nicht jeder Müll da publiziert werden darf.
Auch würde sich in einer Bibliothek kein Leser oder Autor hin stellen und zum Beispiel Gänge mit Bändern abgrenzen, sodass Besucher nur in einen Bereich kommen der persönlich dem absperrer gefällt oder nutzt.
Zuletzt gibt es nicht die persönlich moralische Einstellung, dass eine Bibliothek nahezu rechtsfrei ist und ich anonym machen kann was ich will.

Ich denke das sind auch ein paar Kernprobleme die heute mit dem Internet bestehen...

Daher habe ich auch meine persönliche Meinung bezüglich den Internets inzwischen geändert. Vor 10 Jahren war ich noch der klassische Piraten Befürworter der für Anonymität war. Heute bin ich der Meinung, dass nichts mehr anonym sein sollte und Tools wie proxys etc verboten werden sollten, die nur zum Ziel haben Anonymität her zu stellen.


Antwort
Zitat
TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Original von klaus8003

Und in der exzessiven Nutzung siehst du keine aufkeimenden Probleme? Würde jeder das Internet benutzen, um sich fortzubilden oder Ähnl., wäre das sehr lobenswert, macht nur kaum jemand.
Instagramm, Snapchat, Facebook und Onlinegames sind doch wahrscheinlich die Hauptnutzung von 90% der Menschen. Und das schafft mMn eine Gesellschaft, die sich nicht ins Positive entwickelt.

Verstehe einfach den Punkt nicht so richtig. Klar wird das INet im Regelfall zu Unterhaltszwecken, aber auch zu Informationszwecken genutzt. Überleg mal wie schwierig es war vor dem Internet Informationen zu bekommen. Damit meine ich nicht mal komplexe Studien oder "wichtige" Informationen, sondern "alltägliches". Und natürlich ist es eine problematische Entwicklung wenn alle Menschen nur noch vor Handy und Computer sitzen (soziale Isolation etc), aber (wie bereits mehrfach hier schon mitgeteilt) das ist nunmal das Risiko einer jeden neuen Technologie. Durch die Erfindung des Rades gibt es Autos, die die Umwelt zerstören und zig tausende Unfalltote. Ist deshalb die Entwicklung schlecht? Und was bedeutet "Gesellschaft entwickelt sich nicht ins positive"? Was ist denn eine positive Entwicklung der Gesellschaft? Zugang zu Informationen ist sicherlich eine positive Entwicklung. Und nochmal, die Form der Nutzung liegt am Nutzer und dessen Erziehungsberechtigten selbst.

Es ist aber etwas Anderes, wenn ich eine AXE Werbung im TV sehe oder eine Restaurantwerbung auf einem Bus oder ob das Idol tausender Jugendlichen ihnen auf Instagramm erzählt, warum diese Gesichtscreme die Beste ist. Das sind ganz andere Formen von Werbung und die gezielte Manipulation dahinter finde ich nicht in Ordnung.

Und wo ist das fking Problem, ums mal hart zu fragen? Kannst ja nicht in Ordnung finden, aber findest Du dann "Littfaßsäulen" und Axewerbung im Fernsehen auch doof? Das ist die Natur von Marktwirtschaft und dann solltest Du auch einen neuen thread aufmachen "Fernsehwerbung - Fluch oder Segen.".

Dass das Internet nicht mehr "abschaltbar" ist, wird dir doch sehr wohl klar sein. Es müssen eben Probleme wie diese gezielter bearbeitet werden. Hier sind die Behörden mMn noch ganz klar überfordert.

Das ist mMn ein valider Punkt. Ich denke Regulierung und Bewusstmachen von Risiken etc sind sinnvoll. Aber das ist und bleibt nunmal nicht ein Problem des "schlimmen" INets sondern der jeweiligen Nutzung/Regulierung/etc.


Antwort
Zitat
klaus8003
Beigetreten: 28.08.2006

Original von TyCobb
Und wo ist das fking Problem, ums mal hart zu fragen? Kannst ja nicht in Ordnung finden, aber findest Du dann "Littfaßsäulen" und Axewerbung im Fernsehen auch doof? Das ist die Natur von Marktwirtschaft und dann solltest Du auch einen neuen thread aufmachen "Fernsehwerbung - Fluch oder Segen.".

Ja klar, weil ja überall junge Menschen herumstehen und stundenlang auf Litfaßsäulen starren oder Fernsehwerbung gucken.
Da ist die Verpackung der Werbung doch eine ganz Andere. Das Eine ist nervige Reklame, das Andere gezielte Manipulation.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Werbung wird immer da gemacht, wo es den größten Anklang findet. Früher wurde die Jugend im TV mit Werbung bombardiert, heute im Internet. Bevor es Fernsehen gab wahrscheinlich im Radio oder an entsprechenden Stellen auf der Straße, keine Ahnung, die Zeit kenne ich nicht. Dass es immer effektiver wird, mag sein. Gezielte manipulation war es schon immer.

Zu dem Thema mit abgesperrten Gängen in einer Bibliothek: wo wird denn der Inhalt so massiv zugeschnitten? Das ist doch eigentlich auch nur bei Werbung und vllt auf Facebook der Fall. Ansonsten habe ich absolut nicht da Gefühl, dass mir Inhalte verwehrt bleiben.
Wer in der Bibliothek Informationen über verschwörungen sucht, wird halt auch maximal zufällig an einem anderen Gang vorbei laufen, der ihm die gegenteilige Meinung nahe bringen könnte.


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Ich finds mit der Werbung auch eher Gruselig Facebook z.B. spammt mich mit dieser Hero Wars und Gardenscape werbung voll auch wenn ich da 0 intresse habe und nicht mal annhähernd dran intressiert bin und selbst schonmal meine Werbepräferenzen dahingehend bearbeitet habe kommts immer wieder


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Ach, und im Internet starren junge Menschen gezielt Werbung stundenlang an?
Werbung ist gezielte Manipulation, unabhängig der verwendeten Plattform.

Und was kann jetzt wieder das Internet dafür?
Werbung findest du auch im zuvor beliebtesten Medium, dem Fernsehen, und davor
auch in unzähligen (Fach-)Zeitschriften.
Schließlich muss man sagen, dass Werbung auch nicht des Teufels Ausgeburt ist.
Es ist in erster Linie objektiv auch nur eine weitere Information oder Anregung.

Auch hier steht es dem Empfänger frei, sich weitergehend über ein Produkt und dessen Hintergründe zu informieren.
Bloß, weil eine Internetseite nun Werbung verwendet oder ein Youtuber irgendeinen Bullshit anpreist,
ist immer noch nicht das Internet schuld.
Denn für genau denselben Kram wird auch auf anderen Medien geworben.

Ja - im Internet gibt es mehr Möglichkeiten Bullshit zu verbreiten.
Aber um diesen als solchen zu enttarnen, muss der einzelne eben die Kompetenz erlernen,
mit diesem umzugehen. So wie auch im sonstigen Leben.
Dieselben Leute, die auf irgendwelche Penis-/Großmutter in Afrika braucht Kohle-Emails/Youtuber wirbt für Produkt X-Vids
reinfallen, würden genauso an anderer Stelle im Leben failen.

Da braucht es eben den richtigen Umgang, oder kurz:

Und nochmal, die Form der Nutzung liegt am Nutzer und dessen Erziehungsberechtigten selbst.

Amen.


Antwort
Zitat
TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Original von klaus8003

Original von TyCobb
Und wo ist das fking Problem, ums mal hart zu fragen? Kannst ja nicht in Ordnung finden, aber findest Du dann "Littfaßsäulen" und Axewerbung im Fernsehen auch doof? Das ist die Natur von Marktwirtschaft und dann solltest Du auch einen neuen thread aufmachen "Fernsehwerbung - Fluch oder Segen.".

Ja klar, weil ja überall junge Menschen herumstehen und stundenlang auf Litfaßsäulen starren oder Fernsehwerbung gucken.
Da ist die Verpackung der Werbung doch eine ganz Andere. Das Eine ist nervige Reklame, das Andere gezielte Manipulation.

Werbung ist die Beeinflussung („Meinungsbeeinflussung“ Kroeber-Riel 1988, 29) von verhaltensrelevanten Einstellungen mittels spezifischer Kommunikationsmittel, die über Kommunikationsmedien verbreitet werden.

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/werbung-48161

Werbung ist per Definition Manipulation, wie pg89 schreibt, wird sie lediglich effizienter.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Wir müssen hier auch unterscheiden. Werbung muss als Werbung gekennzeichnet werden und solange die Werbung offensichtlich ist, ist es auch okay. Egal ob der Youtuber ein Produkt bewirbt, Hollywood, ein Influencer, ein Fußballprofi oder das TV/Radio. Das Ziel von Werbung ist immer das Produkt zu verkaufen. Manche sind mehr und manche weniger anfällig. Keine Ahnung ob Schulen das zum Beispiel als Thema haben und Dinge wie Facebook und Instagram vorkommen.

Übrigens können wir uns auch noch häufig entscheiden ob wir Werbung sehen wollen oder nicht. Früher haben wir pro SMS 20 Cent bezahlt. Heute wollen wir keinen Euro pro Monat für unendlich viele SMS in Form von WhatsApp bezahlen. Andere Plattformen haben häufig eine Proversion wo die Werbung abgestellt wird. Auf Youtube wählt man aber lieber die Werbung oder eben einen AdBlocker und komsumiert "gratis".

Davon abgrenzen müssen wir die perfideren Methoden von Manipulation. Wenn ein Unternehmen wie Facebook einen US-Präsidenten unterstützt und deswegen gezielt Nachrichten anzeigt und da eben nicht die Werbung herauskommt, dann ist das eine neue Dimension. Wenn ich Millionen Datensätze über eine Person habe und dann Millionen an Nachrichten die ich gezielt einsetzen kann und die Person nicht mal weiß, warum gerade das so passiert, dann ist da eine deutliche Grenze für mich überschritten.


Antwort
Zitat
AnDwHy06
Beigetreten: 13.08.2006

Original von MrPGrey
Es ist in erster Linie objektiv auch nur eine weitere Information oder Anregung.

Das stimmt nicht. Werbung ist garant des Funktionierens eines kapitalistischen Wirtschaftssystem, um durch das Schaffen stetig neuer Bedürfnisse stetiges Wachstum sicherzustellen.
So oder so ähnlich hat das zumindest mal Oskar Negt ausgedrückt.


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Original von klaus8003

Original von cjheigl
Für sehr viele hat das Internet und seine Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere auch das mobile Internet, enormen Nutzen gebracht. Das ist schon daran zu sehen, wie intensiv es von allen Bevölkerungsschichten genutzt wird und ein wie grosser Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung daraus gewonnen wird.

Und in der exzessiven Nutzung siehst du keine aufkeimenden Probleme? Würde jeder das Internet benutzen, um sich fortzubilden oder Ähnl., wäre das sehr lobenswert, macht nur kaum jemand.
Instagramm, Snapchat, Facebook und Onlinegames sind doch wahrscheinlich die Hauptnutzung von 90% der Menschen. Und das schafft mMn eine Gesellschaft, die sich nicht ins Positive entwickelt.

Darum ging es mir nicht. Es sollte klar sein, dass die privaten Nutzer (um die geht es dir) in der Nutzung des Internets eine weit überwiegend positive Sache sehen, sonst würden sie es nicht so intensiv nutzen. In dieser Bewertung, die die Nutzer vornehmen, sind die von dir angesprochenen eventuellen Probleme bereits enthalten und berücksichtigt. Das Nutzerverhalten spiegelt das Nettoergebnis zwischen Schaden und Nutzen wieder.

Das ist wie mit dem Autofahren. Autofahren verursacht Schäden, darüber sind sich die meisten Autofahrer auch bewusst. Sie nutzen das Auto aber trotzdem intensiv, weil sie ihren Nutzen davon viel höher bewerten als der Schaden, der ihnen dadurch entsteht. In dem Ausmass, in dem die Menschheit das Auto als nutzbare Erfindung angenommen hat, macht sie klar, dass sie im Automobil eine Sache von überwältigendem Nutzen sieht.


Antwort
Zitat
TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Original von AnDwHy06

Original von MrPGrey
Es ist in erster Linie objektiv auch nur eine weitere Information oder Anregung.

Das stimmt nicht. Werbung ist garant des Funktionierens eines kapitalistischen Wirtschaftssystem, um durch das Schaffen stetig neuer Bedürfnisse stetiges Wachstum sicherzustellen.
So oder so ähnlich hat das zumindest mal Oskar Negt ausgedrückt.

Merkste selber, oder?


Antwort
Zitat
TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Original von cjheigl

Original von klaus8003

Original von cjheigl
Für sehr viele hat das Internet und seine Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere auch das mobile Internet, enormen Nutzen gebracht. Das ist schon daran zu sehen, wie intensiv es von allen Bevölkerungsschichten genutzt wird und ein wie grosser Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung daraus gewonnen wird.

Und in der exzessiven Nutzung siehst du keine aufkeimenden Probleme? Würde jeder das Internet benutzen, um sich fortzubilden oder Ähnl., wäre das sehr lobenswert, macht nur kaum jemand.
Instagramm, Snapchat, Facebook und Onlinegames sind doch wahrscheinlich die Hauptnutzung von 90% der Menschen. Und das schafft mMn eine Gesellschaft, die sich nicht ins Positive entwickelt.

Darum ging es mir nicht. Es sollte klar sein, dass die privaten Nutzer (um die geht es dir) in der Nutzung des Internets eine weit überwiegend positive Sache sehen, sonst würden sie es nicht so intensiv nutzen. In dieser Bewertung, die die Nutzer vornehmen, sind die von dir angesprochenen eventuellen Probleme bereits enthalten und berücksichtigt. Das Nutzerverhalten spiegelt das Nettoergebnis zwischen Schaden und Nutzen wieder.

Das ist wie mit dem Autofahren. Autofahren verursacht Schäden, darüber sind sich die meisten Autofahrer auch bewusst. Sie nutzen das Auto aber trotzdem intensiv, weil sie ihren Nutzen davon viel höher bewerten als der Schaden, der ihnen dadurch entsteht. In dem Ausmass, in dem die Menschheit das Auto als nutzbare Erfindung angenommen hat, macht sie klar, dass sie im Automobil eine Sache von überwältigendem Nutzen sieht.

Zum ersten Absatz: mMn "jein", da Internetnutzung häufig suchtähnliche Komponenten aufweist und damit das Nettoergebnis verfälscht sein kann.


Antwort
Zitat
Elisamo
Beigetreten: 12.08.2008

Gibt schon viele negative Erscheinungen aber zb allein die Tatsache meine Meinung absolut anonym äussern zu können und dadurch keine gesellschaftlichen, finanziellen oder beruflichen Repressionen befürchten zu müssen ist ein Segen.


Antwort
Zitat
bambTTcha88
Beigetreten: 13.09.2009

Das Größte Problem in der ganzen Diskussion ist, dass viele sagen: "Die Leute sollen die positiven Sachen nutzen und sind selbst dafür verantwortlich die schlechten Sachen zu Identifizieren und sich selbst zu Informieren"

Das passiert aber einfach nicht genug.

Wir sind hier in einem Pokerforum. Zahlen, logik, analytischen Denken, IQ etc. sind hier höher als im durchschnitt der Bevölkerung. Wenn jeder vernünftig wäre, bräuchten wir diese Diskussion nicht.

Wenn hier jemand Fragt ob es gut war, dass wir die Atomspaltung "gefunden" und nutzbar gemacht haben kann man ja auch nicht Antworten:
"Ja klar war das gut, wir brauchten die Energie um voranzukommen und die Atombomben die man damit bauen kann sollte ja keiner benutzen weil jeder vernünftige Mensch weiß ja wie schlimm das ausgeht."

Die Menschheit ist deutlich "dümmer" als man selber annimmt, weil viele von uns sich auch nur mit Menschen umgeben die überm Durchschnitt liegen.

Wenn man also über die Pros und Cons von einer Sache redet, dann sollte man immer gucken was es wirklich macht und nicht was es machen sollte wenn es alle vernünftig nutzen.
Wenn es jeder "vernünftig" nutzen würde, dann wäre es auch kein Problem das jeder in den USA ne Waffe hat. Wie man aber an den Zahlen sieht, ist es ein Problem.


Antwort
Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009

Original von bambTTcha88
Das Größte Problem in der ganzen Diskussion ist, dass viele sagen: "Die Leute sollen die positiven Sachen nutzen und sind selbst dafür verantwortlich die schlechten Sachen zu Identifizieren und sich selbst zu Informieren"

Das passiert aber einfach nicht genug.

Wir sind hier in einem Pokerforum. Zahlen, logik, analytischen Denken, IQ etc. sind hier höher als im durchschnitt der Bevölkerung. Wenn jeder vernünftig wäre, bräuchten wir diese Diskussion nicht.

Wenn hier jemand Fragt ob es gut war, dass wir die Atomspaltung "gefunden" und nutzbar gemacht haben kann man ja auch nicht Antworten:
"Ja klar war das gut, wir brauchten die Energie um voranzukommen und die Atombomben die man damit bauen kann sollte ja keiner benutzen weil jeder vernünftige Mensch weiß ja wie schlimm das ausgeht."

Die Menschheit ist deutlich "dümmer" als man selber annimmt, weil viele von uns sich auch nur mit Menschen umgeben die überm Durchschnitt liegen.

Wenn man also über die Pros und Cons von einer Sache redet, dann sollte man immer gucken was es wirklich macht und nicht was es machen sollte wenn es alle vernünftig nutzen.
Wenn es jeder "vernünftig" nutzen würde, dann wäre es auch kein Problem das jeder in den USA ne Waffe hat. Wie man aber an den Zahlen sieht, ist es ein Problem.

Es gab mal eine Zeit da waren die meisten Menschen „zu dumm“ um mit Feuer umzugehen :|


Antwort
Zitat
Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009

Original von Elisamo
Gibt schon viele negative Erscheinungen aber zb allein die Tatsache meine Meinung absolut anonym äussern zu können und dadurch keine gesellschaftlichen, finanziellen oder beruflichen Repressionen befürchten zu müssen ist ein Segen.

In der Hinsicht ist das Internet aber kein Segen. Es gibt genug Beispiele wo eine falsche Bemerkung das Leben eines Menschen nachhaltig zerstört hat nur weil ein Video davon durch random Algorithmus Vodoo viral ging.


Antwort
Zitat