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[Geschlossen] Diskussionsthread Atomkraft

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SpeedyBK
Beigetreten: 05.02.2006

Das kann noch niemand wirklich beurteilen, ob das seltener ist.


George
Beigetreten: 23.02.2006

Original von McTwist

Original von George
Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

auch wenn dieser beitrag jetzt nicht von konstruktivität glänzen wird.
aber wer heutzutage noch sagen kann das atomstrom sauber ist,
der bekommt entweder von der industrie geld oder ist dumm wie stroh.
rohstoffbeschaffung, produktion, transport, 'endlagerung' gehört alles mit zum zyklus der stromproduktion und das ist alles andere als sauber!

Ich zitiere:

In den 17 Deutschen Kernkraftwerken fallen jährlich jeweils etwa 15 – 25to abgebrannter Brennstoff als sog. hochradioaktiver Atommüll an. Vergleichsweise entspricht dies jeweils der Energiemenge von 2 - 4.4 Mio. to Kohle, bzw. 400.000 to giftiger Asche und Filterstäube als Rückstände der Verbrennung. Der hochradioaktive Atommüll lässt sich nach einer 3 jährigen Zwischenlagerung zum Abklingen der Strahlung, durch Recycling (Wiederaufbereitung) des noch im Abfall enthaltenen Brennstoffs auf 1/20 reduzieren. Die verbleibenden Reststoffe sind zu einem erheblichen Teil gleichfalls nutzbar.

Quelle


Die Zahlen tauchen aber in offiziellen Statistiken garnicht auf.

Der Satz an sich mit den Einzelfällen war halt extrem zynisch imo.

Es ist in meinen Augen ein riesen Unterschied ob man einen Staudamm schlampig baut (zumal ich auch gegen Riesenstaudämme bin) als mit einer so labilen Technik oftmals so fahrlässig umzugehen (Warnungen waren ja genug vorhanden)

Jede Technik hat Risiken richtig. Aber nur ganz wenige sind im schlimmsten Fall so unbeherrschbar wie die Atomtechnik.


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von ninananinina

Original von stylus20
müsste kurz meine unterlagen vom letzten semester nach der quelle durchsuchen, da schrieb mein energietechnik prof in sein skirpt, dass in 10-15 jahren kernenergie den selben co2 ausstoß haben wird wie kohlekraftwerke (+lecker radioaktiver abfall) heute.

das ist einfach schwachsinn

Nein ist es nicht, der Prof geht davon aus, dass der CO2 Ausstoß in Kohlekraftwerken massiv reduziert werden kann.

Original von McTwist

Original von George
Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

auch wenn dieser beitrag jetzt nicht von konstruktivität glänzen wird.
aber wer heutzutage noch sagen kann das atomstrom sauber ist,
der bekommt entweder von der industrie geld oder ist dumm wie stroh.
rohstoffbeschaffung, produktion, transport, 'endlagerung' gehört alles mit zum zyklus der stromproduktion und das ist alles andere als sauber!

Atomstrom ist "sauber", abgesehen von der Endlagerung. Beschaffung und Transport sind wohl ähnlich dreckig wie alles andere(allerdings Halbwissen, kann durchaus sein, dass andere Energieformen wesentlich sauberer sind).

Die Frage die ich mir persönlich stelle ist:
Was ist der schlimmste Fall, der bei heutigen Reaktoren passieren kann?
Ich denke das tritt gerade in Japan ein und ich finde es ehrlich gesagt sogar ziemlich beruhigend.
Flugzeugabstürze und ähnliches lass ich mal außen vor, weil ich mich dann auch direkt im Schutzbunker verbarrikadieren kann.

Im Vergleich zu Kohlekraftwerken möchte ich dann doch lieber AKWs sehen. Man muss die Einschätzung nicht teilen, aber für mich ist das Risiko des GAUs so gering, dass ich es bei weitem der Umweltbelastung durch die KKWs vorziehe.


McTwist
Beigetreten: 28.02.2006

Original von George

Original von McTwist

Original von George
Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

auch wenn dieser beitrag jetzt nicht von konstruktivität glänzen wird.
aber wer heutzutage noch sagen kann das atomstrom sauber ist,
der bekommt entweder von der industrie geld oder ist dumm wie stroh.
rohstoffbeschaffung, produktion, transport, 'endlagerung' gehört alles mit zum zyklus der stromproduktion und das ist alles andere als sauber!

Ich zitiere:

In den 17 Deutschen Kernkraftwerken fallen jährlich jeweils etwa 15 – 25to abgebrannter Brennstoff als sog. hochradioaktiver Atommüll an. Vergleichsweise entspricht dies jeweils der Energiemenge von 2 - 4.4 Mio. to Kohle, bzw. 400.000 to giftiger Asche und Filterstäube als Rückstände der Verbrennung. Der hochradioaktive Atommüll lässt sich nach einer 3 jährigen Zwischenlagerung zum Abklingen der Strahlung, durch Recycling (Wiederaufbereitung) des noch im Abfall enthaltenen Brennstoffs auf 1/20 reduzieren. Die verbleibenden Reststoffe sind zu einem erheblichen Teil gleichfalls nutzbar.

Quelle

wenns so einfach ist, komisch das alle von einem atommülllager problem reden. die teile werden in den zwischenlagern gelagert und da liegenlassen, der steuerzahler bezahlt es ja, wozu dann recyceln, so schön es in der theorie sich anhören mag, die teile werden in den zwischenlagern die nächsten, jahrhunderte? vorsichhinstrahlen.

auf eine strahlende zukunft


IronMaiden666
Beigetreten: 27.11.2007

Original von George

Original von McTwist

Original von George
Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

auch wenn dieser beitrag jetzt nicht von konstruktivität glänzen wird.
aber wer heutzutage noch sagen kann das atomstrom sauber ist,
der bekommt entweder von der industrie geld oder ist dumm wie stroh.
rohstoffbeschaffung, produktion, transport, 'endlagerung' gehört alles mit zum zyklus der stromproduktion und das ist alles andere als sauber!

Ich zitiere:

In den 17 Deutschen Kernkraftwerken fallen jährlich jeweils etwa 15 – 25to abgebrannter Brennstoff als sog. hochradioaktiver Atommüll an. Vergleichsweise entspricht dies jeweils der Energiemenge von 2 - 4.4 Mio. to Kohle, bzw. 400.000 to giftiger Asche und Filterstäube als Rückstände der Verbrennung. Der hochradioaktive Atommüll lässt sich nach einer 3 jährigen Zwischenlagerung zum Abklingen der Strahlung, durch Recycling (Wiederaufbereitung) des noch im Abfall enthaltenen Brennstoffs auf 1/20 reduzieren. Die verbleibenden Reststoffe sind zu einem erheblichen Teil gleichfalls nutzbar.

Quelle

http://oekoreligion.npage.de/

Lol eine bessere Quelle hast du nicht gefunden?
Die schlagen doch tatsächlich vor, den Radioaktiven Müll im Meer zu entsorgen. Spätestens dann sollten mal auch bei dir die Alarmglocken läuten.


venusflytrap
Beigetreten: 21.12.2007

Ich glaube die meisten Leute die für Atomenergie sind haben einfach wenig Ahnung was Strahlung eigentlich wirklich anrichten kann. Schwermetallabfall (wie oben im Zusammenhang mit Solarenergie erwähnt) ist ein WITZ im Gegensatz zu radioaktivem Müll und dem Kram der frei wird wenn es einen GAU gibt. Wenn Schwermetallabfälle auf der ganzen Welt besser reguliert werden würden wäre dieses Problem sehr einfach in den Griff zu kriegen.

Ganz im Gegensatz dazu Kernenergie, bei der das Endlagerproblem nie gelöst werden kann, da man Zeiträume, in denen der Müll strahlt nicht abschätzen kann. Ganz davon abgesehen, dass die Uranvorkommen in 60 Jahren eh erschöpft sind wenn weiter so abgebaut wird wie bisher.

Achja auch lustig, dass hier immer wieder dieser Held aus Tschernobyl erwähnt wird der "friedlich" an einem Herzinfarkt gestorben ist. Frühe Herzinfarkte sind eine bekannte Folge von Strahlungskrankheit, da geht es nicht nur um Krebs..


McTwist
Beigetreten: 28.02.2006

Original von IronMaiden666

Original von George

Original von McTwist

Original von George
Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

auch wenn dieser beitrag jetzt nicht von konstruktivität glänzen wird.
aber wer heutzutage noch sagen kann das atomstrom sauber ist,
der bekommt entweder von der industrie geld oder ist dumm wie stroh.
rohstoffbeschaffung, produktion, transport, 'endlagerung' gehört alles mit zum zyklus der stromproduktion und das ist alles andere als sauber!

Ich zitiere:

In den 17 Deutschen Kernkraftwerken fallen jährlich jeweils etwa 15 – 25to abgebrannter Brennstoff als sog. hochradioaktiver Atommüll an. Vergleichsweise entspricht dies jeweils der Energiemenge von 2 - 4.4 Mio. to Kohle, bzw. 400.000 to giftiger Asche und Filterstäube als Rückstände der Verbrennung. Der hochradioaktive Atommüll lässt sich nach einer 3 jährigen Zwischenlagerung zum Abklingen der Strahlung, durch Recycling (Wiederaufbereitung) des noch im Abfall enthaltenen Brennstoffs auf 1/20 reduzieren. Die verbleibenden Reststoffe sind zu einem erheblichen Teil gleichfalls nutzbar.

Quelle

http://oekoreligion.npage.de/

Lol eine bessere Quelle hast du nicht gefunden?
Die schlagen doch tatsächlich vor, den Radioaktiven Müll im Meer zu entsorgen. Spätestens dann sollten mal auch bei dir die Alarmglocken läuten.

machen afaik die franzosen schon


George
Beigetreten: 23.02.2006

Original von dine8
Die Zahlen tauchen aber in offiziellen Statistiken garnicht auf.

Der Satz an sich mit den Einzelfällen war halt extrem zynisch imo.

Es ist in meinen Augen ein riesen Unterschied ob man einen Staudamm schlampig baut (zumal ich auch gegen Riesenstaudämme bin) als mit einer so labilen Technik oftmals so fahrlässig umzugehen (Warnungen waren ja genug vorhanden)

Jede Technik hat Risiken richtig. Aber nur ganz wenige sind im schlimmsten Fall so unbeherrschbar wie die Atomtechnik.

Wenn wir sachlich diskutieren wollen, helfen Einzelfälle eben nicht weiter. Wenn ich sage "Flugzeuge sind das sicherste Langstreckenfortbewegungsmittel" und jemand antwortet "Sag das denen, die in der Lockerbie-Maschine saßen", dann ist das kein sachlicher Ansatz,

Wenn meine Informationen falsch sind, korrigiert mich. Bin auch kein Experte - aber interessiere mich für das Thema.

Und wenn hier jemand kommt mit "lasst uns Kohle nehmen" dann sage ich: Das ist dreckiger, ineffizienter, schädigt die Umwelt mehr und fordert mehr Todesopfer - ist ergo für mich keine Alternative.

Man mag da einen anderen Ansatz haben und sagen: MIr ist es egal, ob es unsicher und dreckig ist, weil der GAU einen geringeren Schaden anrichtet als bei einem AKW. Das wäre der Ansatz "best worst case Szenario". Und AKWs haben vermutlich das "worst worst case Szenario" oder eines der schlechtesten.

Diesen Ansatz kann man haben - ich habe ihn nicht.


George
Beigetreten: 23.02.2006

Original von IronMaiden666
Die schlagen doch tatsächlich vor, den Radioaktiven Müll im Meer zu entsorgen. Spätestens dann sollten mal auch bei dir die Alarmglocken läuten.

Weil?


Original von FiftyBlume

Original von ninananinina

Original von stylus20
müsste kurz meine unterlagen vom letzten semester nach der quelle durchsuchen, da schrieb mein energietechnik prof in sein skirpt, dass in 10-15 jahren kernenergie den selben co2 ausstoß haben wird wie kohlekraftwerke (+lecker radioaktiver abfall) heute.

das ist einfach schwachsinn

Nein ist es nicht, der Prof geht davon aus, dass der CO2 Ausstoß in Kohlekraftwerken massiv reduziert werden kann.

schon klar das er davon ausgeht, aber das ist eben schwachsinn
http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Abscheidung_und_-Speicherung#Bewertung :f_eek:


venusflytrap
Beigetreten: 21.12.2007

Original von George
Und wenn hier jemand kommt mit "lasst uns Kohle nehmen" dann sage ich: Das ist dreckiger, ineffizienter, schädigt die Umwelt mehr und fordert mehr Todesopfer - ist ergo für mich keine Alternative.

Wenn du sowas sagst hast du schlichtweg keine Ahnung. Wenn man die ganze Energie, die Atomkraftwerke herstellen durch Kohlekraftwerke ersetzen würde würde sich der CO2-Ausstoß beispielsweise nur um einige wenige % erhöhen. Dafür geht man das Risiko ein, große Teile der Erde dauerhaft unbewohnbar zu machen? Es gibt mittlerweile sehr saubere Kohlekraftwerke die quasi nur CO2 Ausstoßen. Das CO2 Problem um ein paar % zu vergrößern ist meiner Meinung nach definitiv das kleinere und beherrschbarere Übel.

Achja, "Der Artikel geht auch auf die Alternativen, wie das Lagern in der Wüste, im Meer, oder im ewigen Eis, ein."
:facepalm: :rage:


Coldplay01
Beigetreten: 08.02.2006

Hier offizielle Zahlen der IAEA zum Atommüll: Link

Sind über 100K m³ pro Jahr


McTwist
Beigetreten: 28.02.2006

Original von Coldplay01
Hier offizielle Zahlen der IAEA zum Atommüll: Link

Sind über 100K m³ pro Jahr

kein problem, packen wir unter die erde, man sieht es nicht, man hört es nicht.
oder gleich nach afrika damit, dann haben die anderen das problem.


KittenKaboodle
Beigetreten: 29.01.2006

Original von George
Und wenn hier jemand kommt mit "lasst uns Kohle nehmen" dann sage ich: Das ist dreckiger, ineffizienter, schädigt die Umwelt mehr und fordert mehr Todesopfer - ist ergo für mich keine Alternative.

Kannst Du kurz erklären was für Todesopfer und wie viele es gibt?


McTwist
Beigetreten: 28.02.2006

bisschen leise, also lautsprecher aufdrehen^^


George
Beigetreten: 23.02.2006

Original von Coldplay01
Hier offizielle Zahlen der IAEA zum Atommüll: Link

Sind über 100K m³ pro Jahr

Aye. Und ein minimaler Bruchteil High Level Waste - aber ich sehe auch keine Aufschlüsselung der Quellen. AKWs sind ja nicht die einzigen Produzenten oder hab ich was übersehen?


McTwist
Beigetreten: 28.02.2006

Original von George

Original von Coldplay01
Hier offizielle Zahlen der IAEA zum Atommüll: Link

Sind über 100K m³ pro Jahr

Aye. Und ein minimaler Bruchteil High Level Waste - aber ich sehe auch keine Aufschlüsselung der Quellen. AKWs sind ja nicht die einzigen Produzenten oder hab ich was übersehen?

nur das auch der high level waste in zwischenlagern gelagert wird die dafür nicht gedacht sind


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von venusflytrap

Original von George
Und wenn hier jemand kommt mit "lasst uns Kohle nehmen" dann sage ich: Das ist dreckiger, ineffizienter, schädigt die Umwelt mehr und fordert mehr Todesopfer - ist ergo für mich keine Alternative.

Wenn du sowas sagst hast du schlichtweg keine Ahnung. Wenn man die ganze Energie, die Atomkraftwerke herstellen durch Kohlekraftwerke ersetzen würde würde sich der CO2-Ausstoß beispielsweise nur um einige wenige % erhöhen. Dafür geht man das Risiko ein, große Teile der Erde dauerhaft unbewohnbar zu machen? Es gibt mittlerweile sehr saubere Kohlekraftwerke die quasi nur CO2 Ausstoßen. Das CO2 Problem um ein paar % zu vergrößern ist meiner Meinung nach definitiv das kleinere und beherrschbarere Übel.

Achja, "Der Artikel geht auch auf die Alternativen, wie das Lagern in der Wüste, im Meer, oder im ewigen Eis, ein."
:facepalm: :rage:

Das ist halt "Quatsch", wenn wir davon reden AKWs abzuschalten, weil wir Vorbild sind dann sollten wir nicht KKWs als Ersatz nehmen. Klar funktioniert die Begründung im kleinen, aber halt nicht für alle AKWs - und das Risiko, dass n AKW in Dtl. hochgeht nehm ich gerne in Kauf solange um uns herum noch welche sind.

Klar, wir können mal eben den CO2 Ausstoß um ein paar % erhöhern, aber wenn das die ganze EU/Welt macht, dann war das Protokoll von Kyoto ja überhaupt nicht notwendig(oh wait, war das nicht sogar zu "schwach").


Coldplay01
Beigetreten: 08.02.2006

Original von George

Original von Coldplay01
Hier offizielle Zahlen der IAEA zum Atommüll: Link

Sind über 100K m³ pro Jahr

Aye. Und ein minimaler Bruchteil High Level Waste - aber ich sehe auch keine Aufschlüsselung der Quellen. AKWs sind ja nicht die einzigen Produzenten oder hab ich was übersehen?

Wennst die einzelnen Jahre aufschlüsselst hast genauer Zahlen.