Zum Forum springen
Diskussionsthread A...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Diskussionsthread Atomkraft

1,140 Beiträge
151 Benutzer
0 Reactions
36.9 K Ansichten
Coldplay01
Beigetreten: 08.02.2006

Original von brontonase

Original von Rubnik

Original von KittenKaboodle

Original von sdersein
Kein Bock mir alles durchzulesen wenn ich das schon lese... Ja sie waren für die Abschaltung. Jetzt sind sie abgeschaltet ist die Opposition auch dagegen weil sie nur abgeschaltet werden dürfen wenn dt AKWs nicht sicher sind oder aber eine Störung vor liegt. BEIDES sei laut der Opposition im Moment nicht der Fall!!! (Wurde auf 1 Live so zitiert.)
Also entweder hat uns die Opposition vorher belogen oder tut es jetzt.

SPD/Grüne sind nicht gegen die Abschaltung, aber die Abschaltung muss durch den Bundestag beschlossen werden. Was bemängelt wird ist also die Tatsache, dass Die Regierung den Bundestag übergeht.

richtig, so wie es jetzt tun (ohne Gesetzesänderung) werden sie evtl. von den energiekonzernen mit klagen überhäuft werden können, und rate mal wer die strafen dann im endeffekt bezahlen wird? (@ sdersein obv.)

nein
vorhin interview mit der merkel gesehen da fragte der genau das, ob die abschaltung jetzt nicht gesetzeswidrig ist

sie meinte dann nein die haben ja ein muratourium eingerichtet

Ein Moratorium (lat. morari für „verzögern“, „aufschieben“) ist allgemein die Entscheidung, eine Handlung aufzuschieben oder zeitlich befristet zu unterlassen, oder ein Abkommen vorübergehend außer Kraft zu setzen.

eben, dies ist aber keine Garantie dafür, dass die AKWs auch dauerhaft ausgeschaltet bleiben.


McTwist
Beigetreten: 28.02.2006

Risikostudie über AKW unter Verschluss gehalten
02.03.2011 | 18:14 | (Die Presse)
Eine Studie über das Risiko des bayerischen Atomkraftwerk Isar1 darf nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Das Umweltministerium in Wien versprach Vertraulichkeit. Die Grünen finden das nun höchst verdächtig.

http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/638698/D_Risikostudie-ueber-AKW-unter-Verschluss-gehalten

Eon lässt Isar 1 zunächst weiterlaufen
MITTWOCH, 16. MÄRZ 2011, 16:52 UHR

Essenbach (dpa/lby) - Entgegen seiner eigenen Ankündigung lässt der Energiekonzern Eon seinen ältesten Atommeiler nun doch zunächst am Netz. Das niederbayerische Atomkraftwerk Isar 1 wurde auch im Laufe des Mittwoch noch nicht komplett heruntergefahren. Dies bestätigte ein Sprecher der Anlage in Essenbach bei Landshut. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa läuft der 34 Jahre alte Block weiterhin auf etwa 15 Prozent Leistung. Der Grund für die Verzögerung beim Abschalten wurde zunächst nicht genannt. Am Dienstag hatte Eon angekündigt, den Betrieb von Isar 1 für die Dauer des dreimonatigen Moratoriums der Bundesregierung einzustellen.
[x]ja bild, ja diese news auch woanders gelesen


Original von belze

Original von sdersein

BTW die WIndräder die du jetzt bauen kannst sind nicht auf Langzeitbeanspruchung ausgelegt, man hat sich da bei den Belastungen verschätzt und muss erst noch weiter Forschen, auch an den Materialien.
Es stehen einfach 1/3 still. Was bringt es ne unausgereifte Technik aufzustellen wenn die Wartung usw wieder viel zu viel verschlingt nur im in der Statistik 1-2% mehr WIndenergie als andere zu ahben anstatt 20 Jahre zu warten bis die Technik ausgereift ist...

Der Abschnitt ist wohl an Dummheit nicht mehr zu übertreffen.

Da sind ihm die Argumente ausgegangen :)


George
Beigetreten: 23.02.2006

Original von torytraeIch war lange Zeit über Jahre ein Befürworter der Atomkraft. Vermutlich war es naiv zu glauben, dass Firmen und Regierungen alles tun, um Sicherheit zu schaffen - und zwar für jeden erdenklichen Störfall. Wie man jetzt sieht, ist das nicht realistisch.

Die Frage ist halt nur, wie die Alternativen aussehen. Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

Wind- und Sonnenenergie produzieren weit größere Mengen Sondermüll, als Atomenergie es tut. Bei Sonnen-Energie kenne ich aufgrund des Kadmium-Anteils nur die grobe Schätzung von rund 5.000 Mal so viel Müll. (Bei gleicher Energie-Erzeugung).

Dass Kohle keine Alternative ist, ist eh klar...

Wasser?

Hat jemals einer von euch vom Bangqiao Staudamm gehört? http://de.wikipedia.org/wiki/Banqiao-Staudamm

Ich zitiere: "ungefähr 26.000 (nach anderen Angaben bis zu 85.000) Menschen starben durch die Überschwemmung und weitere 145.000 durch die darauf folgenden Epidemien und Hungersnot."

Jetzt mal zum vergleich Tschernobyl (ein Reaktor der so in Deutschland nie gebaut werden würde - nämlich quasi ohne "Schutzhülle").

"Gesundheitliche Folgen

Die Weltgesundheitsorganisation schätzte in einem 2005 veröffentlichten Bericht, dass bis zu 4000 Menschen an den Folgen der Strahlenexposition durch den Unfall gestorben sein werden. Bis Mitte 2005 wurden jedoch weniger als 50 Sterbefälle als direkte Folge der Strahlung identifiziert, die meisten von ihnen Arbeiter der Aufräumarbeiten."

Zumindest Staudämme sind durchaus riskant - und übrigens wie im zweiten Weltkrieg zu sehen (u.A. Möhnetalsperre) weitaus leichtere militärische Ziele als AKWs.

Was bleibt also noch an guten Alternativen, die kostengünstig, sicher und umweltfreundlich sind?


KittenKaboodle
Beigetreten: 29.01.2006

Original von George
Die Frage ist halt nur, wie die Alternativen aussehen. Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wir).

Nein, man hat grundsätzlich radioaktiven Abfall, deswegen würde ich diese Technologie nie als sauber bezeichnen.

Original von George
Wind- und Sonnenenergie produzieren weit größere Mengen Sondermüll, als Atomenergie es tut. Bei Sonnen-Energie kenne ich aufgrund des Kadmium-Anteils nur die grobe Schätzung von rund 5.000 Mal so viel Müll. (Bei gleicher Energie-Erzeugung).

Sondermüll != Sondermüll. Das ist meines Erachtens nicht vergleichbar. Man kann das nicht ausschließlich anhand der Menge in Kg pro erzeugter Wattstunde sehen.

Original von George
Dass Kohle keine Alternative ist, ist eh klar...

Wenn es sich nur als Übergangslösung handelt, kann man durchaus Kohlekraftwerke in Betracht ziehen. Es ist siche keine saubere Lösung, aber es birgt andererseits auch keine riesigen Katastrophen in sich.

Original von George
Wasser?

Hat jemals einer von euch vom Bangqiao Staudamm gehört? http://de.wikipedia.org/wiki/Banqiao-Staudamm

Ich zitiere: "ungefähr 26.000 (nach anderen Angaben bis zu 85.000) Menschen starben durch die Überschwemmung und weitere 145.000 durch die darauf folgenden Epidemien und Hungersnot."

Mit Wasserkraft wird man hier zu lande eh nichts reißen können...

Original von George
Jetzt mal zum vergleich Tschernobyl (ein Reaktor der so in Deutschland nie gebaut werden würde - nämlich quasi ohne "Schutzhülle").

"Gesundheitliche Folgen

Die Weltgesundheitsorganisation schätzte in einem 2005 veröffentlichten Bericht, dass bis zu 4000 Menschen an den Folgen der Strahlenexposition durch den Unfall gestorben sein werden. Bis Mitte 2005 wurden jedoch weniger als 50 Sterbefälle als direkte Folge der Strahlung identifiziert, die meisten von ihnen Arbeiter der Aufräumarbeiten."

Vergiss nicht, dass da eine beachtliche Menge Land auf Dauer verstrahlt wurde. Außerdem muss man die wirtschaftlichen Schäden, die in der Nachbarländern erzeugt wurden, auch mit einbeziehen.

Original von George
Zumindest Staudämme sind durchaus riskant - und übrigens wie im zweiten Weltkrieg zu sehen (u.A. Möhnetalsperre) weitaus leichtere militärische Ziele als AKWs.

Was bleibt also noch an guten alternativen, die kostengünstig, sicher und umweltfreundlich sind?

Es gibt momentan keine Wunderwaffe die alles kann. Vielmehr würde ich momentan sagen: "Der Weg ist das Ziel".
Ich würde einen Weg weg von der Nutzung der Kernenergie wählen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber man sollte zumindest mal in diese Richtung denken.


SpeedyBK
Beigetreten: 05.02.2006

Die Weltgesundheitsorganisation schätzte in einem 2005 veröffentlichten Bericht, dass bis zu 4000 Menschen an den Folgen der Strahlenexposition durch den Unfall gestorben sein werden. Bis Mitte 2005 wurden jedoch weniger als 50 Sterbefälle als direkte Folge der Strahlung identifiziert, die meisten von ihnen Arbeiter der Aufräumarbeiten."

Man darf hier aber nicht die Politischen Verhältnisse zu der damaligen Zeit vergessen. Von daher glaube ich nicht wirklich an diese Zahlen.
Zudem ist die Bevölkerungsdichte um Tschernobyl deutlich geringer, als beispielsweise in Deutschland oder Japan.

Aber sehen wirs doch mal Positiv vielleicht finden wir gerade eine Lösung für ein anderes Problem, das auf unseren Planeten zukommt.


IronMaiden666
Beigetreten: 27.11.2007

George, deine Rechercheskills in allen ehren, aber die Tschernobyl zahlen sind sowas von geschönt.
Allein von den 500.000 Liquidatoren sollen etwa 20k gestorben sein und 200.000 als behindert gelten(Quelle: Discovery Doku Tschernobyll)
Wieviele Leute die da verheizt haben, war nicht mehr feierlich.
Hinzu kommen natürlich noch die erhöhten Krebsraten in Russland/Weißrussland/Ukraine usw.
Man zählt das halt alles nicht mehr offiziell dazu, weil man es ja nicht 100% auf Tschernobyll zurückführen kann.


olol wie der bereich "kernkraft" heuer ausm semesterplan rausfällt^^ prof denkt wir brauchens eh nicht mehr


George
Beigetreten: 23.02.2006

Original von IronMaiden666
George, deine Rechercheskills in allen ehren, aber die Tschernobyl zahlen sind sowas von geschönt.
Allein von den 500.000 Liquidatoren sollen etwa 20k gestorben sein und 200.000 als behindert gelten(Quelle: Discovery Doku Tschernobyll)
Wieviele Leute die da verheizt haben, war nicht mehr feierlich.
Hinzu kommen natürlich noch die erhöhten Krebsraten in Russland/Weißrussland/Ukraine usw.
Man zählt das halt alles nicht mehr offiziell dazu, weil man es ja nicht 100% auf Tschernobyll zurückführen kann.

Naja - Mutmaßungen und Verschwörungstheorien bilden halt eine schlechtere Diskussionsgrundlage als WHO Zahlen für mich.


SpeedyBK
Beigetreten: 05.02.2006

Vielleicht solltest du einmal hinfahren und dir das dort anschauen. Anstatt über irgendwelche geschönten oder ungeschönten Zahlen zu Diskutieren.

Zudem muss man auch sehen, wie viele Menschen dort umgesiedelt wurden, welches Land dort unbewohnbar ist. Und diese achso aussagekräftigen WHO sind mit Sicherheit ähnlich nach an der Realität wie die Verschwörungstheorien.

Die Folgen von Tschernobyl sind bis Heute noch nicht absehbar.


IronMaiden666
Beigetreten: 27.11.2007

Original von George

Original von IronMaiden666
George, deine Rechercheskills in allen ehren, aber die Tschernobyl zahlen sind sowas von geschönt.
Allein von den 500.000 Liquidatoren sollen etwa 20k gestorben sein und 200.000 als behindert gelten(Quelle: Discovery Doku Tschernobyll)
Wieviele Leute die da verheizt haben, war nicht mehr feierlich.
Hinzu kommen natürlich noch die erhöhten Krebsraten in Russland/Weißrussland/Ukraine usw.
Man zählt das halt alles nicht mehr offiziell dazu, weil man es ja nicht 100% auf Tschernobyll zurückführen kann.

Naja - Mutmaßungen und Verschwörungstheorien bilden halt eine schlechtere Diskussionsgrundlage als WHO Zahlen für mich.

Viel Spaß beim Anschauen.
Wie man hier von Verschwörungstheorie reden kann, ist mir gerade echt unverständlich.


Original von George

Original von IronMaiden666
George, deine Rechercheskills in allen ehren, aber die Tschernobyl zahlen sind sowas von geschönt.
Allein von den 500.000 Liquidatoren sollen etwa 20k gestorben sein und 200.000 als behindert gelten(Quelle: Discovery Doku Tschernobyll)
Wieviele Leute die da verheizt haben, war nicht mehr feierlich.
Hinzu kommen natürlich noch die erhöhten Krebsraten in Russland/Weißrussland/Ukraine usw.
Man zählt das halt alles nicht mehr offiziell dazu, weil man es ja nicht 100% auf Tschernobyll zurückführen kann.

Naja - Mutmaßungen und Verschwörungstheorien bilden halt eine schlechtere Diskussionsgrundlage als WHO Zahlen für mich.

hab die letzten Tage mal die Doku auf NTV gesehen, da war von insgesamt (inclusive westliche Welt + Langzeitopfer) 25k Toten die Rede, davon durch direkte Verstrahlung <50. War übrigens interessant, das der stellv. LI des Kraftwerks im Laufe seines Lebens 2x die 5-fache tödliche Dosis abbekommen hat (1x Tschernobyl, 1x UBoot) und 1995 friedlich (?) an einem Herzinfarkt starb.


Original von George
Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

Sicker Satz,

Sag das z.B. den Kindern in Magdeburg, das ein Gewitter erlebte als die nukleare Wolke von Therschnobyl drüber hinwegflog und anhand von Messdaten die seit 1914 erhoben wurden die Missbildungsrate bei Kindern sich ver2,5 fachte.
War halt Pech mit dem Regen. Aber Einzelfälle halt.

Und Pech für die Einzelfälle.
Zu der Sauberkeit muss man sich ernsthaft fragen ob da die Endlagerdiskussion und die dazugehörigen Gutachten präsent sind.

Auch wenn es momentan natürlich keine Sofortalternative gibt, solche zynischen Sätze fallen in eine ganz eigene Kategorie.


bastifantasty
Beigetreten: 19.01.2009

21.12.2010 geht die Welt eh unter


extrapartner
Beigetreten: 26.09.2007

Original von bastifantasty
21.12.2010 geht die Welt eh unter

fail


stylus20
Beigetreten: 13.10.2007

Original von George
Die Frage ist halt nur, wie die Alternativen aussehen. Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

ein glück das uran auf bäumen wächst... vom abfall gar nicht erst zu sprechen. müsste kurz meine unterlagen vom letzten semester nach der quelle durchsuchen, da schrieb mein energietechnik prof in sein skirpt, dass in 10-15 jahren kernenergie den selben co2 ausstoß haben wird wie kohlekraftwerke (+lecker radioaktiver abfall) heute.


Witz84
Beigetreten: 20.11.2007
McTwist
Beigetreten: 28.02.2006

Original von George
Grundlegend ist "Atomstrom" ja sauber und sicher. (Auch wenn natürlich anhand von Einzelfällen gerne etwas anderes behauptet wird).

auch wenn dieser beitrag jetzt nicht von konstruktivität glänzen wird.
aber wer heutzutage noch sagen kann das atomstrom sauber ist,
der bekommt entweder von der industrie geld oder ist dumm wie stroh.
rohstoffbeschaffung, produktion, transport, 'endlagerung' gehört alles mit zum zyklus der stromproduktion und das ist alles andere als sauber!


Original von stylus20
müsste kurz meine unterlagen vom letzten semester nach der quelle durchsuchen, da schrieb mein energietechnik prof in sein skirpt, dass in 10-15 jahren kernenergie den selben co2 ausstoß haben wird wie kohlekraftwerke (+lecker radioaktiver abfall) heute.

das ist einfach schwachsinn


George
Beigetreten: 23.02.2006

Original von dine8
Sicker Satz,

Sag das z.B. den Kindern in Magdeburg, das ein Gewitter erlebte als die nukleare Wolke von Therschnobyl drüber hinwegflog und anhand von Messdaten die seit 1914 erhoben wurden die Missbildungsrate bei Kindern sich ver2,5 fachte.
War halt Pech mit dem Regen. Aber Einzelfälle halt.

Das ist halt exakt was ich meine: Ich bestreite doch nicht, dass es Todesfälle durch Atomunfälle gab oder gibt. Nur sind die halt verglichen mit anderen Energieformen seltener.