Original von Izzet
Mal ne kleine Geschichte die ich erlebt habe beim Reisen:
ein kleines Mädchen in Bombay, vielleicht 6-7 Jahre alt mit, bettelt mich auf der Straße an.. ich geb ihr ca. 2 Euro und gehe weiter.
Sie rennt mir weiter hinterher, ich versuche ihr klar zu machen, dass sie genug bekommen hat. Aber sie gibt nicht auf und redet die ganze Zeit irgendwas in gebrochenem Englisch, was sie obv von den Touris gelernt hat, von denen sie lebt.
Dann check ich es endlich, man erlaubt ihr nciht, alleine ins geschäft zu gehen um Nahrungsmittel zu kaufen. Ich kauf ihr also etwas Reis und Milchpulver.. Sie freut sich extrem, reicht mir ihre Hand und gibt mir das Geld zurück, was ich vorher gegeben hatte.
Denkt mal drüber nach, ein kleines Bettlermädchen am dreckigsten Ort der Welt, die froh ist, wenn sie was zu essen hat, verzichtet freiwillig auf Geld.
Ihr habt alles was ihr bruacht, sitzt fett und dekadent vorm Rechner und freuch euch n Keks, dass ihr für noch mehr Geld locker den Tod eines anderen Menschen in Kauf nehmen würdet.
ich heb das nochmal hervor, sehr lesenswert und bewegend...
meine meinung:
es kommt hier gar nicht mal so vordergründig drauf an, zu welchem entschluss man letztendlich kommt... das ist im leben eigentlich eher nebensächlich... entscheidend ist nur, dass man sich die mühe macht und die zeit nimmt, mal ernsthaft (!) über solche dinge nachzudenken (und über andere wichtige dinge, die vllt. auch realistische szenarien betreffen)
viel zu viele leute sind einfach zu faul oder zu eitel oder was auch immer, nachzudenken... vor allem was sachen betrifft, bei denen nachdenken wirklich anstrengend ist (weil es nicht DIE lösung gibt). DIE lösung versucht aber dennoch jeder in seinem kopf zu schaffen... am leichtesten geht das natürlich entweder durch das stellen von möglichst geringen ansprüchen an die eigene moral oder noch leichter durch ignoranz.
jemand, der sich viele gedanken macht und deshalb zu vielen einsichten kommt... dessen weltbild ist (für ihn selbst) nicht mehr einfach zu erklären, man stößt eigentlich nur auf widersprüche...
jemand der erkannt hat, dass unter umständen auch kinderschänder etc. (weil das thema schonmal angesprochen wurde) ein recht auf leben haben, der ist mit seiner moral schonmal ziemlich weit gekommen würde ich sagen...
(versucht erst gar nicht, jetzt wieder das "sag das mal einem angehörigen"-argument zu bringen...)
es würde der welt unglaublich helfen, wenn sich jeder bewusst wäre, dass es für moralische, zwischenmenschliche fragen auf der welt KEINE einfache lösung gibt... dass es nichtmal überhaupt eine lösung gibt. aber es lohnt sich darüber nachzudenken!
ich bin kein großer fan von einer "höherwertung" des menschen gegenüber anderen lebewesen, aber wenn dieser qualitative unterschied nicht in genau dieser fähigkeit zu denken bestehen soll und NICHT darin, wie man effizienter leute ausbeutet und sich selbst bereichert, worin dann ... ?
wie auch schonmal gesagt find ichs einfach nur erschreckend, wieviel wert von so vielen leuten auf finanziellen reichtum gelegt wird... geld alleine macht kein stück glücklich... ich finds ja echt beneidenswert, dass man eine derart simple einstellung zum leben (lebensqualität = geld, in guter näherung zumindest) haben kann... denkt ruhig weiter so einfach, ihr habt ja das recht dazu... aber überdenkt vllt. nochmal einen etwaigen kinderwunsch
und das sag ich nicht aus dämlichen gründen wie "minderwertige gene" oder anderen bösartigen unterstellungen, sondern... naja. einfach mal drüber nachdenken
denken tut echt weh, aber damit kann ich leben.
@topic ♦
ich würds auch ablehnen... obv