Original von Mave34
es ist verständlich, das Du gehörig angepisst bist, wäre ich auch.
Meine Sicht ist aber (unabhängig davon, was Du nun wirklich verzapft hast):
Du hast mindestens 2 (oder sogar 3) Warnschüsse vor den Bug bekommen.
Dann kann man sich irgendwann mal nicht mehr darüber beschweren, das der "böse Staat" sagt: charakterlich ungeeignet zum Führen eines KFZ.
Stell Dir die Situation vor, das Du Deinen nächsten Geschwindigkeitsverstoss begehst und es dabei zu Sach- oder Personenschaden kommt. Soll der "böse Staat" dann sagen: Ja wir wussten schon, das er einen Hang dazu hat, aber haben nix dagegen unternommen?
Gefahrenabwehr für die Allgemeinheit ist in diesem Fall, so bitter es auch für Dich sein mag, höher zu bewerten, als Deine Freiheit, ein KFZ zu führen.
Ich bin übrigens nah dran zu glauben, das eine Ruhepause vom Fahren für Dich genau das Richtige ist, da Du die Schuld nicht bei Dir, sondern bei anderen (böse Auftraggeber zwingen dich zu Verkehrsverstössen) oder äusseren Umständen suchst (zuviele Schilder).
Was ich verzapft habe kann ich Dir gern sagen: Ich habe über die letzten 5 Jahre (ca.500.000km) 14Punkte gesammelt, meistens so 22 oder 23km drüber in 70er Zonen irgendwo in der Wildnis. Warnschuss gabs im Februar, weil ich das Verbrechen begangen habe, 3x innerhalb eines Jahres exakt einen Km über der Grenze zur Verwarnung gekommen zu sein, also jeweils 1Pkt., macht dann 1 Monat Pause. Ich fahre seit über 10 Jahren unfallfrei und ich fahre viel. Wie gesagt, es ist eben extrem schwer, 2 Jahre komplett fehlerfrei durchzukommen bei dem Fahrpensum. Aber gut, ich habe "einen Hang dazu".
Ich spreche auch nicht plakativ vom "Bösen Staat" sondern prangere eine Ungleichbehandlung an, die doch nun wirklich nicht zu leugnen ist.
Ich sprach weiterhin auch nicht von "bösen Auftraggebern", das ist nunmal der Lauf der Zeit, alle wollen alles immer billiger, am besten kostenlos, deshalb muss man immer mehr arbeiten für effektiv immer weniger Geld - dem Auftraggeber geht es da nicht anders, es wird halt immer nur nach unten durchgereicht. Ich habe auch nicht nach äußeren Umständen für meine Verkehrsverstöße gesucht, die Schildergeschichte war nur am Rande erwähnt und im Übrigen von meinem Vorredner in den Raum geworfen - dennoch ist es eine Tatsache.
Wenn ich zu schnell fahre, dann habe ich einen Fehler gemacht, für den ich auch geradestehe, meine Punkte kassiere und den Wisch bezahle, etwas anderes habe ich auch nie behauptet und deshalb auch keine Schuld bei Dritten gesucht - es geht ausschließlich darum, dass zwei Fahrer, die auf die gleiche Fahrleistung die gleichen Fehler machen, unterschiedlich behandelt werden und um nichts anderes.