Original von renkenfish
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zu der debatte um den einfluss des internets auf die reale welt - die debatte wurde um die zeit des dotcom booms auch geführt. damals hatte sich die aber die überzeugung durchgesetzt, dass die reale welt auf das internet abfärbt und nicht vice versa. so werden politische, ökonomische und kulturelle einflüsse auf das internet übertragen und nicht anders anders herum. ich denke mittlerweile würde die wissenschaftliche debatte zu anderen ergebnissen führen. siehe die aktionen im iran, in nordafrika und vielleicht auch abgeschwächt die affaire um die doktorarbeit des fürsten.
ich denke das das internet als katalysator wirkt. ereignisse und meinungen werden ins internet hereingetragen und mit einer nie dagewesenen geschwindigkeit aufbereitet, analysiert, kommentiert, rezensiert. noch dazu ohne auf offizielle kanäle angewiesen zu sein. früher hatte man nur die ideologisch gefärbten massenmedien die einen mit informationen versorgten und dabei auch oftmals unsinn verbreiteten. zusätzliche informationen hatten es dabei schwer an die oberfläche zu kommen. heute lässt sich da nicht mehr so einfach der deckel drauf halten, mittels social networks und crowdsourcing wird das ganze blitzschnell aufbereitet und verbreitet. die mainstreammedien hängen da oft hinterher und können oft nur noch wiederholen was netizens längst wissen. dadurch werden die ergebnisse aber auch wieder an die öffentlichkeit getragen, ist ja nicht jeder so netzaffin wie kellerkinder. es gibt also eine wechselwirkung und keine einseitige beeinflussung.