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wär echt nett, wenn du das mal ein bißchen ausführen könntest. ich bin vorhin auch drauf eingegangen, mir ist deine Meinung in Bezug auf die Medien relativ unklar, insbesondere weil das einzig wirklich unreflektierte Medium der Republik doch total auf seiner Seite war.
@ b10w: Ich führe grundsätzlich keine "ernsthaften Diskussionen", mit Leuten die in so einer Sache den "Führer" oder indirekt "Gehorsam" ins Spiel bringen.
@ Face12: Ich hatte da gerade eine Diskussion mit bows3r auf meinem Facebook Profil. Daraus kopier ich dir, was mein Standpunkt ist:
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Und ja, ich glaube nicht mehr an Demokratie, zumindest nicht in unserem Land. Das soll sich jetzt nicht arrogant anhören, aber als fertig studierter Politikwissenschaftler versteh ich ein bisschen was davon und hatte zahlreiche Seminare zu Lobbying und Interessenvertretung im allgemeinen.
Es geht längst nicht mehr um politische Inhalte, sondern schlicht und ergreifend nur noch um Personen, ihren Beliebtheitsgrad und ihr Image.
Wusstest du warum 1998 Schröder und nicht noch mal Lafontaine von der SPD aufgestellt wurde? Weil Umfragen ergeben haben, dass Frauen Schröder attraktiver finden und ihn deswegen wählen würden. Tatsächlich hat sich hinterher rausgestellt, dass Schröder ohne den Stimmenzuwachs durch Frauen die auf ihn stehen und ansonsten bei Wahlen daheim bleibe, nicht Kanzler geworden wäre.
Das ist nur ein Beispiel von vielen. Ein tolles Beispiel ist auch, dass der erste Golfkrieg von einer PR Agentur maßgeblich ausgelöst wurde.
Parteien haben nur noch ein traditionelles Rahmenprogramm und Köpfe die dazu passen. Die eigentlichen Inhalte, Strategien und die Kommunikation zu den Wählern wird zu 100% mit PR- und Werbeagenturen abgestimmt. Und ja, wenn du so willst: mit Demokratie hat das für mich rein gar nichts mehr zu tun.
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Will heißen: Es geht einzig und allein um die systematische Zerstörung einzelner Personen. Mit Medien meine ich nicht nur die Bild, sondern man muss die Medien als Ganzes betrachten. Und dazu zählen heutzutage einfach Werbe- und vor allen Dingen PR-Agenturen, welche den Medien Content zuspielen. Dieser Content und die Position der Journalisten als Gate-Keeper sind das eigentliche Problem.
Ein Hauptverantwortlicher für MiddleEast and Africa der WPP Group und ich lachen uns gerade über deinen Eintrag kaputt. Wir stimmen dir auf jeden Fall zu, dass insgeheim PR- und Werbeagenturen (und damit eigentlich die WPP Group) die Welt beherrschen,... wir haben auch schon einen Attentäter engagiert, der in Naher Zukunft mit dem Lötkolben vorbei kommt, damit Du es nicht weiterverrätst.
Freut mich, dass ich euch Spaß bereite.
Der Ironie, die ich in eurem Posting erkenne, entnehme ich, dass ihr mir da nicht so recht glauben wollt.
Nun gut, dann gebe ich tatsächlich mal ein konkretes Beispiel, in der eine PR-Agentur namens Hill&Knowlton, maßgeblich dazu beigetragen hat, den ersten Golfkrieg der Amerikaner im Irak unter der Erfindung eines erschütternden Statements zu rechtfertigen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nijirah_al-Sabah
Aus dem Link:
Nijirah al-Sabah (arabisch نيرة الصباح, DMG Nayira aṣ-Ṣabāḥ) ist eine Kuwaiterin, die sich am 10. Oktober 1990 als 15-jähriges Mädchen vor dem US-Kongress unter dem Namen Nayirah über angebliche Gräuel während der irakischen Kuwait-Invasion äußerte. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mädchen um die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, Saud Nasir al-Sabah, handelte.
Sie sagte vor dem Menschenrechtsausschuss des Repräsentantenhauses unter Tränen aus, sie habe freiwillige Arbeit im Al-Adnan-Krankenhaus in Kuwait-Stadt geleistet und wörtlich: „Ich habe gesehen, wie die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen …, die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben.“[1]
Die Organisation Citizens for a Free Kuwait hatte die PR-Agentur Hill & Knowlton für 10 Millionen US-Dollar beauftragt, Nayirahs Geschichte (die von Lauri Fitz-Pegado erfunden worden war) publik zu machen.[2] Zwei Krankenschwestern der betreffenden Entbindungsstation erklärten später, dass Nayirah nicht dort gearbeitet habe und die von ihr beschriebenen Vorfälle niemals stattgefunden hätten.
Die auch als „Brutkastenlüge“ bekannte Darstellung Nayirahs hatte eine durchschlagende Wirkung auf die Politik der USA gegenüber dem Irak. Präsident George H. W. Bush erwähnte Nayirahs Geschichte in den nächsten fünf Wochen nicht weniger als sechs Mal. Aber auch amnesty international veröffentlichte am 19. Dezember 1990, über 3 Monate nach dem Auftritt des Mädchens, einen 84-seitigen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, welche die Brutkästen-Behauptung enthielt. Sie wurde auch noch am 8. Januar 1991 von einem führenden Mitarbeiter von amnesty international vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten wiederholt. Der US-Senat stimmte schließlich am 12. Januar 1991 mit 52 zu 47 Stimmen für einen Krieg gegen den Irak, was 1991 zum Zweiten Golfkrieg führte. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 250 zu 183 Stimmen für den Krieg.
Witzig, oder?
handelt nicht sogar der hollywood-film "wag the dog" von diesem betrug? klasse film
ernstere frage: wurde da eigentlich nie jemand verurteilt? unfassbar