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Gründe für Ablehnung einer deutschen Olympiabewerbung?

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Faballi
Beigetreten: 07.11.2008
PokerStrategist

Original von Wiesl

Beispiel München ´72:

- Imagegewinn (Weg von der Provinzstadt hin zu einer Weltstadt --> "heimliche Hauptstadt Deutschlands")

:roto2:

Gibt es wirklich Menschen außerhalb von Bayern, die sowas sagen?

Das Geld für Olympia wäre jedenfalls besser in Bildung investiert! :pokerface:


Antwort
Zitat
cHaiNSawMasSacRe
Beigetreten: 05.11.2011
Elite Grinder

Original von Wiesl
Naja, aber "weiche" Standortentwicklungsfaktoren sind halt schwer monetär zu beziffern.

Beispiel München ´72:

- Ubahn-Bau (Beschleunigung bzw. Verwirklichung einer "richtigen" Ubahn)
- Imagegewinn (Weg von der Provinzstadt hin zu einer Weltstadt --> "heimliche Hauptstadt Deutschlands")
- Entstehen des Olympiaparks
--> Seit 1972 ca. 200 Millionen Besucher zu Veranstaltungen (nicht eingerechnet die Nutzung von Münchner als Parkanlage und Besucher, welche keine Veranstaltung besucht haben)
- Enstehung des Olympiadorfes (heute fast 4000 Wohneinheiten), damals als "billiger" Wohnraum vorhanden, heute immer beliebter
- unglaubliche Möglichkeiten einer modernen, gezielt gerichteten Stadtentwicklung
- und viele weitere mehr.....

all das könnte man auch ohne olympia hinbauen. dann wäre man nich gezwungen etwas für olympia gebautes nachher irgendwie passend zu machen.

Original von Wiesl
München hatte diese Entwicklung schon und steht mMn. sehr gut dar und kann sich gar nicht mehr so exponentiell entwickeln, wie z.B. Berlin od. Hamburg

weil hamburg und berlin richtige provinzstädte sind, nä?

Original von Wiesl
- Imagegewinn (Weg von der Provinzstadt hin zu einer Weltstadt --> "heimliche Hauptstadt Deutschlands")

:roto2: :roto2: :roto2:

ps:
Das Geld für Olympia wäre jedenfalls besser in Bildung investiert!


Antwort
Zitat
Wiesl
Beigetreten: 01.04.2006
Oldschool Grinder

Original von cHaiNSawMasSacRe
all das könnte man auch ohne olympia hinbauen. dann wäre man nich gezwungen etwas für olympia gebautes nachher irgendwie passend zu machen.

könnte man natürlich,
aber warst du schonmal mit Stadtplanung beschäftigt??
Natürlich ist das am Biertisch sehr einfach zu sagen: "Um die Stadt voranzubringen investieren wir einfach mal x-Millionen in die Infrastruktur innerhalb der nächsten 5 Jahre, um eine geplante und strukturierte Stadtentwicklung zu haben" --> nur leider passiert das NIE, da zuviele Interessen kollidieren.
Fakt ist doch, dass Olympia einen riesen Boost in der Entscheidungsfindung, Geldaquise usw. für eine einzelne Stadt bringt, welche anderweitig praktisch völlig unmöglich ist.

Original von cHaiNSawMasSacRe
weil hamburg und berlin richtige provinzstädte sind, nä?

nein, aber ich sehe München von der Stadtentwicklung und Image leicht vor Hamburg

Original von cHaiNSawMasSacRe

Original von Wiesl
- Imagegewinn (Weg von der Provinzstadt hin zu einer Weltstadt --> "heimliche Hauptstadt Deutschlands")

:roto2: :roto2: :roto2:

Sry, hier habe ich mich vielleicht nicht genau genug ausgedrückt, ich meinte natürlich die Zeit nach Olympia ´72.
Denn bis zur Wiedervereining, oder besser der Hauptstadtänderung Bonn-->Berlin, galt München tatsächlich als heimliche Hauptstadt Deutschlands.

Original von cHaiNSawMasSacRe
ps:
Das Geld für Olympia wäre jedenfalls besser in Bildung investiert!

Das ist mal wieder so ne Stammtischaussage....
Wo soll das Geld herkommen?
Wie soll es verteilt werden?
Als welchen Topf soll soviel Geld kommen?
Und v.a.: Warum sollten die Deutschen Sportverbände, der DOSB oder auch die Bundesrepublik Deutschland das gesamte Geld, dass für das sportliche Großereigniss Olympia zur Verfügung steht, allein dem Bundesland HH für die Bildung zur Verfügung stellen??


Antwort
Zitat
Faballi
Beigetreten: 07.11.2008
PokerStrategist

Man sollte einfach den Betrag, den man für Olympia aufwendet in die Bildung stecken. Wie das verteilt wird können dann die Zuständigen ausmachen.
Das müssen wir doch nicht hier im Forum ausdiskutieren :)

Hätte definitiv nen höheren langfristigen Wert als das Prestige, dass Olympia bringt.

Und wenn du noch fünfmal sagst, dass es Stammtischniveau ist wird es dadurch trotzdem nicht falsch.

Aber ehrlich gesagt ist fast alles außer Waffen eine bessere Investition als Olympia.


Antwort
Zitat
cherubium
Beigetreten: 09.06.2009
PokerStrategist

Original von Faballi
Man sollte einfach den Betrag, den man für Olympia aufwendet in die Bildung stecken. Wie das verteilt wird können dann die Zuständigen ausmachen.
Das müssen wir doch nicht hier im Forum ausdiskutieren :)

Hätte definitiv nen höheren langfristigen Wert als das Prestige, dass Olympia bringt.

Und wenn du noch fünfmal sagst, dass es Stammtischniveau ist wird es dadurch trotzdem nicht falsch.

Aber ehrlich gesagt ist fast alles außer Waffen eine bessere Investition als Olympia.

Das Argument ist nur teilweise Sinnvoll, weil man das auf alles übertragen kann, was nicht konkrete Nachhaltigkeit verspricht.
Wenn man nur in die Nachhaltigkeit investieren würde, was es da alles nicht gäbe... nicht mal die Bundesliga.
Ist halt immer eine Abwägungssache. Und nachhaltige Investitionen sind halt oft ziemlich langweilig. Das Volk braucht auch ein bisschen steuerfinanzierten Spaß


Antwort
Zitat
Faballi
Beigetreten: 07.11.2008
PokerStrategist

Brot und Spiele wa? :)
Ich denke man kann keine immergültige generelle AUssage treffen, aber meiner Meinung nach sollte die Tendenz dahin gehen, dass Steuergelder sinnvoll und nachhaltig investiert werden und Unterhaltung eher von privaten Dienstleistern geleistet wird, die dafür von den Konsumenten bezahlt werden.


Antwort
Zitat
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