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Insekten-Phobie?
 
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[Geschlossen] Insekten-Phobie?

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Moderator
Speckftw
Beigetreten: 20.03.2008

Ich habe langsam das Gefühl, dass ich eine Phobie habe.
Es äußert sich daraus, dass ich vor 99% der Insektenarten eine panische Angst habe und einfach keine klaren Gedanken fassen kann.
Die einzigen Insekten, die ich ohne Probleme anfassen kann, sind Marienkäfer und Schmetterlinge (die aber oft mit Motten verwechselt werden).
Selbst einige Fliegenarten (solche, die laut rumsummen) lösen irgendwie eine Art Angst in mir aus.
Obwohl ich es selbst nicht wahrhaben möchte, kann ich nicht bestreiten, dass ich plötzlich sogar rumkreische, wenn mir diese Viehcher zu nahe kommen.
Diese Nacht gegen 2 Uhr habe ich irgendein Vieh im Zimmer gehabt. Es sah nach einer Motte aus. Ich habe den Staubsauger gepackt und wollte es einsaugen.
Aber es ging nicht, weil es sich gewehrt hat. Das Ding war auf Maximum Power eingestellt, aber konnte es nicht einsaugen. Daraufhin flatterte die Motte auf mich zu, und zwar in einem solch merkwürdigen Flugstyle, dass ich vor Panik das Staubsaugerrohr als Schlaginstrument benutzen wollte.
Dass das nicht so effektiv war, muss ich wohl nicht erwähnen. Jedenfalls landete das Vieh irgendwo kurz und ich konnte es dann aufsaugen (irgendwie).
Daraufhin habe ich Taschentücher genommen und das Rohr verstopft, damit es nicht entkommen kann.

Das ist eine wahre Geschichte!

Es gibt auch noch weitere Insektenarten, bei denen ich einfach nur weglaufe. Zum Beispiel die Schnaken. Viele kennen diese Viehcher als überdimensionale Mücken. Auf Wikipedia habe ich nachgeforscht und festgestellt, dass sie die absolut harmlosesten Insekten unter den Mückenarten sind.
Aber es hilft mir einfach nicht. Ich kann mit diesen Dingern nicht in einem Zimmer sein und muss ständig mit Panikattacken rechnen.

Ich weiß ja nicht, wer vor hat, Psychologe zu werden. Aber hier hättet ihr wohl einen immer zahlenden Kunden.

Im Ernst: Sind das Anzeichen für eine Phobie oder ist das normal, dass man solche Angst bekommt vor gewissen Insektenarten?
Noch dazu kommt mein Problem, dass meine Eltern, bei denen ich noch wohne, es als lächerlich empfinden, dass ich Angst habe vor Insekten und mich gerne als Pussy bezeichnen. Sprich: Ich werde von ihnen praktisch verhöhnt. Und wenn sie ein Insekt erlegt haben, kommen sie mit der Leiche auf mich zu und empfinden es als amüsant, wenn ich daraufhin total die Nerven verliere und gegen eine Wand schlage.

Ich brauche bitte seriöse Vorschläge/Hilfe, da ich nicht ein Leben lang meine Freundin zum Insektenkillen schicken möchte...


21 Antworten
Darkie81
Beigetreten: 29.01.2008

Würd einfach ein paar mittelgroße Hausspinnen aussetzen, damit die alle Insekten killen =)

Edit: Ok noch was konstruktives... da ich annehm, dass Du den Spinnentipp nicht wirklich in Betracht ziehst. Würds einfach wie mit jeder Phobie machen, dich deinen Ängsten stellen und realisieren, dass die Situation nicht bedrohlich oder sonstwas ist. Auch wenns hart ist, aber wenn Du das n paar mal durchziehst haste irgendwann keine Angst mehr ;)


Original von Speckftw
Ich brauche bitte seriöse Vorschläge/Hilfe, da ich nicht ein Leben lang meine Freundin zum Insektenkillen schicken möchte...

Keine Angst, die bist du unter den Umständen eh bald los :f_biggrin:


pokeyjazz
Beigetreten: 21.03.2006

Find die Viecher auch grauselig (glaub aber nicht ganz so schlimm wie du)

Bei mir hat sich das gebessert als ich das erste mal alleine gewohnt hab und niemand hatte den ich zum töten schicken konnte, dann gewöhnt man sich ein wenig dran.

Normal steh ich auch nicht so auf "Konfrontations-Therapien", aber nach 6 Wochen Thailand hatte ich sogar keine Angst mehr vor Kakerlaken: Obwohl ich am Anfang nicht schlafen konnte, weil ich dachte, dass die Viecher dann hordenweise in mein Bett strömen ;)

Warst schonmal in den (Sub-)Tropen? Vielleicht hilft das ja?


rogeralexmueller
Beigetreten: 15.02.2010

Scheint eine Phobie zu sein, da aber Komorbiditäten zu anderen Erkrankungen bestehen, wäre es durchaus ratsam einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Der Ausbrägungsgrad ist ja schon erhöht, die klassischen Phobien sind häufig z.B. auf Spinnen oder einzelne Tiere/gruppen bezogen. Aus irgendeinem Grund generalisierst du. Hat sich dein Verhalten sonst verändert? In Bezug auf Freunde treffen, aus dem Haus gehen, öffentliche Plätze usw. usf.


Speckftw Themenstarter
Moderator
Speckftw
Beigetreten: 20.03.2008

Original von rogeralexmueller
Scheint eine Phobie zu sein, da aber Komorbiditäten zu anderen Erkrankungen bestehen, wäre es durchaus ratsam einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Der Ausbrägungsgrad ist ja schon erhöht, die klassischen Phobien sind häufig z.B. auf Spinnen oder einzelne Tiere/gruppen bezogen. Aus irgendeinem Grund generalisierst du. Hat sich dein Verhalten sonst verändert? In Bezug auf Freunde treffen, aus dem Haus gehen, öffentliche Plätze usw. usf.

Nicht dass ich wüsste.
Meine Freunde kennen mein Problem mit Insekten und sind schon auf das Schlimmste gefasst.
Aber meistens reagiere ich im Umfeld mit anderen Menschen, die wach sind, nicht so schlimm darauf, weil ich ja noch eine zweite Person habe, die was machen kann.
Grade wenn ich draußen bin, habe ich eher weniger Probleme, weil ich weiß, dass die Insekten ja direkt wieder verschwinden, wenn sie auftauchen.
Mein Problem liegt ganz klar an den Dingern, die in die Bude kommen und nicht mehr verschwinden.
Vor allem wenn kein anderer in der Nähe ist, den ich voranschicken kann, entsteht schnell eine leichte Panikattacke. Es ist aber nicht so schlimm, dass ich handlungsunfähig bin. Handlungsfähigkeit in einer solchen Form setzte heute Nacht zum ersten Mal ein, als dieses Vieh auf mich zuflog.
Schwierig zu erklären, weil ich manchmal selbst nicht weiß, ob ich nun Angst habe oder nicht.

Zum Thema Tropen: Zählt die Türkei zu den Subtropen? Ich glaube schon. xD
Na ja, dort sind mir auch zahlreiche Insekten begegnet, von deren Existenz ich noch nichts wusste.
Erinnert mich daran, als beim letzten Urlaub dort ein Vieh mich attackierte...
Es war 2 Uhr morgens (ja, ich habe es mit der Uhrzeit XD) und ich ging auf Klo. Halb verschlafen urinierte ich, als ich ein komisches, feuchtes Gefühl am Fuß hatte. Mein Kopf neigte sich Richtung Fuß und plötzlich war da ein fettes Vieh mit extrem vielen Füßen (100-Füßler oder 1000, kA) und 2 Fühlern am Kopf. Ja, daraufhin bin ich so extrem ausgerastet, dass nicht nur das Haus wach war, sondern direkt die gesamte Straße.
Nicht zu erwähnen die "Pinkelnd im Haus laufen"-Aktion...


docjulian
Beigetreten: 15.12.2006

Original von Speckftw
Noch dazu kommt mein Problem, dass meine Eltern, bei denen ich noch wohne, es als lächerlich empfinden, dass ich Angst habe vor Insekten und mich gerne als Pussy bezeichnen. Sprich: Ich werde von ihnen praktisch verhöhnt. Und wenn sie ein Insekt erlegt haben, kommen sie mit der Leiche auf mich zu und empfinden es als amüsant, wenn ich daraufhin total die Nerven verliere und gegen eine Wand schlage.

:heart: :heart: :heart:
Vielleicht wäre es doch mal an der Zeit auszuziehen.


Ich hatte früher auch übelst Angst vor diesen netten Tierchen:

Hab mir mal dann eine Eingefangen und in einen größeren Behälter gesetzt und ne Zeit lang als Haustier gehalten um mich an den Anblick zu gewöhnen und mich auch sonst über die Verhaltensweise informiert.
Das Ende vom Lied war dann, dass ich ein schwangeres Weibchen hochgezogen hab und einfach draußen ausgesetzt wurde. Mittlerweile sind mir die Viecher egal solang sie nicht in meinem Zimmer rumspringen.
Ansonsten werden sie halt mit einem Glas von der Wand weggeholt und nach draußen geworfen.

Wenn man mal die Tierchen einschätzen kann, geht die Angst eigentlich von alleine wieder weg. Du bekommst einfach irgendwann die Routine so ein Tier rumflattern zu sehen... bei Insekten ist es ja eigentlich noch viel einfacher, da sie dem Menschen noch nicht mal gefährlich werden können, sondern vllt. komisch bewegen/anfühlen.
Einfach mal den nächsten Falter in ruhe rumflattern lassen und ggf. einfangen und nicht gleich umbringen.


Cuoco199
Beigetreten: 23.02.2009

eine riesenversion davon ist eines nachts hinter meinem fernseher aufgetaucht. glücklicherweise hatte ich besuch, und wir konnten das ding zu zweit töten, weiss nicht wie ich reagiert hätte wenn ich allein gewesen wär. wahrscheinlich hätt ich angefangen zu heulen.....


Schamane
Beigetreten: 21.12.2006

Original von Speckftw

Diese Nacht gegen 2 Uhr habe ich irgendein Vieh im Zimmer gehabt. Es sah nach einer Motte aus. Ich habe den Staubsauger gepackt und wollte es einsaugen.
Aber es ging nicht, weil es sich gewehrt hat. Das Ding war auf Maximum Power eingestellt, aber konnte es nicht einsaugen. Daraufhin flatterte die Motte auf mich zu, und zwar in einem solch merkwürdigen Flugstyle, dass ich vor Panik das Staubsaugerrohr als Schlaginstrument benutzen wollte.
.

Genau diese situation hatte ich auch schon. Kommt man sich extrem beknackt vor im nachhinein wenn man so mit ner motte kämpft :tongue: :tongue: :tongue:


ich hasse dieses summen bei mücken, fliegen etc.
so abartig das geräusch, wenn man nachts schläft und ne mücke nähert sich an dein ohr zzzzzZZZZZZZZZZZZ


Solche Phobien lassen sich ziemlich effektiv durch langsam intensiver werdende Konfrontation therapieren - kann man selbst machen, wenn man z.B. irgendwelche Insektenliebhaber in der Bekanntschaft hat oder auch professionell machen lassen (wo das am besten geht, weiß ich leider nicht, ein Psychotherapeut oder etwas spezialisiertere Internetforen können dir da sicher helfen).

Und wenn ich du wäre, würde ich sobald deine Angst geheilt ist ein paar Riesenspinnen und ähnliche Viecher kaufen oder fangen, im Heizungskeller aussetzen und deine Eltern dann mal eine Nacht mit denen dort einsperren. Vielleicht spielen sie dann nicht mehr so gern mit Insektenleichen.


Original von Moo2000
Solche Phobien lassen sich ziemlich effektiv durch langsam intensiver werdende Konfrontation therapieren - kann man selbst machen, wenn man z.B. irgendwelche Insektenliebhaber in der Bekanntschaft hat oder auch professionell machen lassen (wo das am besten geht, weiß ich leider nicht, ein Psychotherapeut oder etwas spezialisiertere Internetforen können dir da sicher helfen).

Und wenn ich du wäre, würde ich sobald deine Angst geheilt ist ein paar Riesenspinnen und ähnliche Viecher kaufen oder fangen, im Heizungskeller aussetzen und deine Eltern dann mal eine Nacht mit denen dort einsperren. Vielleicht spielen sie dann nicht mehr so gern mit Insektenleichen.

wtf? was soll das sein ? wer hat den sowas lieb


Shandout
Beigetreten: 19.05.2010

Hatte auch kein gutes Verhältnis zu allem was mehr als vier Beine hat. Dann vier Jahre in ner WG mit zwei Frauen. Keine Ahnung wie oft ich die gesammelte Kriechfauna von Köln eingefangen, vier Stockwerke nach unten getragen und im Garten ausgesetzt habe. Zum Dank mit mir geschlafen hat auch niemand...


Denke, dass eine Konfrontationstherapie (gibt es das Wort tatsächlich?) wohl am sinnvollsten wäre. Ich persönlich habe eine Abneigung/Ekel gegenüber allem, was weniger als zwei und mehr als vier Gliedmaßen hat, Schlangen mal ausgenommen.

Dann habe ich auf Bali sowas (von den Größenverhältnissen - etwas kürzere, dickere Beine und orange) getroffen:

Nachdem diverse Schuhwurf-Versuche durch meine Kumpels und mich fruchtlos blieben, hat sich einer der Indonesen bereiterklärt, das Ding weg zu machen - mit der Hand. Das hat mich wirklich beeindruckt, sodass ich das Vieh auch selber angefasst habe. Seitdem fällt es mir weitaus leichter, solche Dinge zu entsorgen ;)


fromouterspace
Beigetreten: 29.09.2009

Original von Speckftw

Noch dazu kommt mein Problem, dass meine Eltern ... mich gerne als Pussy bezeichnen.

Kauf dir n Fliegengitter du Pussy ! ;)


@hadi: würd jetzt aber trotzdem nicht jede spinne mit der hand wegmachen, besonders nicht in den tropen....

abgebildetes vieh fasst bestimmt nicht 2 mal an ;)


R0r5chach
Beigetreten: 16.11.2007

Original von Hadi
Ich persönlich habe eine Abneigung/Ekel gegenüber allem, was weniger als zwei und mehr als vier Gliedmaßen hat, Schlangen mal ausgenommen.

Du hast Angst vor Fischen o.O

Eine Konfrontationstherapie würde ich bei einer echten Phobie nicht ohne professionelle Unterstützung empfehlen.


bei jeder art von phobie gibt es nur eine therapie. Konfrontation!
jedes mal wo du ausweichst verstärkst du die phobie ein wenig.

ziel ist es zu merken das dich ne schnake oder whatever nicht killt, und die symthome die du hast komplett psychischer natur sind.
man wird dich quasi in deine panik soweit reintreiben wie es geht und dich im idealfall nicht abbrechen lassen, damit du merkst das du nicht erstickts,nen herzanfall bekommst, in ohmacht fällt usw. all diese sachen fühlen sich für dich real an sind es aber nicht.

also, entweder therapeut suchen und die phobie überwinden, oder rest of life pussy ;)


Speckftw Themenstarter
Moderator
Speckftw
Beigetreten: 20.03.2008

Gut, dann werde ich meinen Neurologen aufsuchen, der mir hoffentlich weiterhelfen kann...
Da er auch ein Psychologe ist, wird er sicher ein paar Tipps haben.
Konfrontation ist leicht gesagt; ich persönlich kann mir grade nicht vorstellen, wie so was ablaufen soll... Wenn man meinen Kopf in eine Kiste voller Schnaken steckt... Alleine der Gedanke daran macht mich kaputt. xD

Und was sind das für überdimensionierte Spinnenarten? Also die könnte ich auch nicht einfach so anpacken und aus dem Haus befördern. Da hätte ich dann schon Angst, dass mir die Hand abgebissen wird.


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