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Könnte man "unendlich" lang haltbare Zahnbürsten herstellen.

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Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006
Elite Grinder

Original von Thomas6409
in den USA hängt wohl irgendwo ne Glühbirne, die seit 100 Jahren 24/7 brennt.

Aus der NZZ: http://webpaper.nzz.ch/2012/11/18/wissen/JVVQV/moderne-maerchen-der-konsumkritik?guest_pass=110dd13ffe:JVVQV:ef4e378677b96b39f125904ed3a2733dfd80ab9c

Älteste Glühbirne der Welt

Die älteste intakte Glühbirne hängt heute in der Feuerwache von Livermore in Kalifornien, wo sie seit dem 8. Juni 1901 fast ununterbrochen leuchtet – wobei «leuchten» eine Beschönigung ist. Hätte einer der Verschwörungstheoretiker der schönen Birne nur einmal etwas genauer auf die Glühwendel geschaut, wäre ihm aufgefallen, wie wenig Licht sie abgibt. Sie ist daher nicht «ressourcenschonend», sondern ein ziemlich düsterer Stromfresser. Und so ist es mit allen langlebigen Glühbirnen, da macht die Physik leider auch im Kommunismus keine Ausnahme.

Selbst für bestehende Konzerne greift die Logik imho in vielen Bereichen nicht, weil man die meisten Produkte auch abseits der Haltbarkeit weiterentwickeln kann. Außerdem kann man sich obv. niemals sicher sein, dass keine anderen Firmen in den Markt stoßen.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass in einem offenen Markt ohne Absprachen und mit Konkurrenz ein Unternehmen Innovation irgendeiner Art zurückhalten würde. Das macht imho einfach marktwirtschaftlich niemals Sinn.


Antwort
Zitat
Justus
Beigetreten: 16.07.2005
Elite Grinder

Original von Penishaubize
Selbst für bestehende Konzerne greift die Logik imho in vielen Bereichen nicht, weil man die meisten Produkte auch abseits der Haltbarkeit weiterentwickeln kann. Außerdem kann man sich obv. niemals sicher sein, dass keine anderen Firmen in den Markt stoßen.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass in einem offenen Markt ohne Absprachen und mit Konkurrenz ein Unternehmen Innovation irgendeiner Art zurückhalten würde. Das macht imho einfach marktwirtschaftlich niemals Sinn.

Ich denke, da gehst du etwas naiv an die Sache ran, wenn du glaubst, du kannst mal eben so in Milliardenmärkte als Startup oder aus einem anderen Bereich querschiessen, das wäre nämlich entgegen deiner Aussage langfristig höchst unwirtschaftlich.
Selbst wenn du finanzielle Mittel etwas angleichen willst und 2 Milliardenkonzerne gegeneinander antreten lässt - das wird nie passieren. Siemens wird nicht in den Autobau gehen und z.B. VW, BMW und Mercedes verärgern und auf dem deutschen Markt günstige, einfache Autos anbieten, wie es der Grossteil der Bevölkerung eigentlich haben möchte, oder z.B. Elektroautos.
Das kann nicht funktionieren, weil die bereits bestehenden Marktgrössen zusammenarbeiten und dann Siemens übernehmen, und schon ist die Konkurrenz Geschichte. Und reicht es dazu nicht (unwahrscheinlich), drängen die Autohersteller halt mit ein paar Firmenzukäufen auf die Maschinen- und Elektromärkte von Siemens, und machen diese kapputt. Dann haben am Ende alle verloren.
Fazit - keiner rüttelt an den grossen, denn die haben genug Geld sich zu wehren, und Geld regiert die Welt.
Da träumst du ein wenig von einer funktionierenden, reinen Marktwirtsschaft, die haben wir aber nunmal nicht.

Das Kartell zu Glühlampen ist schon lange bewiesen und uralt, vor allem wurden sie ursprünglich mit einer höheren Lebensdauer als 1000h hergestellt, dann aber von allen grossen Herstellern auf 1000h verringert (Osram, Philips etc.), und diese 1000h hatten über ein halbes Jahrhundert bestand bis heute !

Aber es gibt auch genug andere Beispiele, Drucker mit eingebauten Zählchips, Fernseher/Monitore mit Sollbruchstellen wie z.B. Kondensatoren, Apple hatte ja sogar schon angefangen bei i-irgendwas Geräten den Akku fest einzubauen, so dass man diesen nicht mehr austauschen konnte. Jeder weiss aber, dass ein Akku meist nur 2-3 Jahre hält (je nach Nutzung). Dagegen wurde btw in den USA geklagt und gegen Apple auch gewonnen, seitdem haben sie die Produktion wieder umgestellt.

Die Konzerne versuchen soviel Umsatz und Gewinn wie möglich, und das heisst auch, ein Gerät ist ein gutes Gerät, wenn es auf dem deutschen Markt nach 2 Jahren defekt ist und die Gewährleistung abgelaufen ist.
Gerade im Elektro/Multimediabereich wird sowas gern gemacht, früher haben viele auch 5 Jahre Garantie gegeben, wer macht das denn heute noch? Ich glaube nur Dell? Wer langlebige Geräte bauen würde, könnte das ja problemlos machen, nur mehr Umsatz bringt es halt wenns nach 2 Jahren kapputt geht.

Auch werden ja einige Dinge gar nicht richtig entwickelt, weil es nicht gewünscht ist, siehe Beispiel Elektroauto. Kalifornien hatte mal ein Gesetz vor über 10 Jahren, der den Anteil der Neuzulassungen vorgeschrieben hatte und die Autobauer verpflichtet waren, Elektroautos herzustellen. GM z.B. hat das auch gemacht, hat die Autos aber nie verkauft, sondern immer nur verleast. Schon damals gab es vernünftige Elektroautos, das ist 10-15 Jahre her, und die hatten auch nicht nur ne Reichweite von 30km oder konnten nur 30kmh fahren oder waren so unpraktisch und sahen so beschissen aus wie dieses französische Teil ohne Türen heute, Izzy oder wie das heisst. Aber 2 Jahre später hatte die Regierung gewechselt, Gesetz wurde gekippt, und GM (wie auch die anderen Hersteller) haben alle die Leasingverträge gekündigt, und alle mussten ihr Elektroauto wieder abgeben, obwohl das niemand wollte. Die Autos wurden verschrottet.
Wie gesagt, das ist über 10 Jahre her !
Und fragt man heute nach Elektroautos? Ja muss erforscht werden blabla, Leistungen reichen nicht, zu teuer in der Produktion, will niemand haben...Sorry, aber glaubwürdig ist das nicht, vor über 10 Jahren wurden bereits Elektroautos mit einer Reichweite >200km gebaut, und heute ist das alles nicht mehr machbar?
Ein Elektroauto hat viel weniger mechanische Teile, geht somit seltener kapputt, muss seltener in die Werkstatt, es wird kein Öl usw. benötigt, und statt Benzin lädt man mit Strom auf was erheblich günstiger ist.
Die deutschen Hersteller sind da übrigends genauso, was haben nicht alle schon seit vielen Jahren Elektroautos auf Messen vorgestellt, aber wurde mal was in Serie gebaut? Irgendwie nicht, und wenn ich nur sowas herstelle wie den Izzy, der nichtmal gebaut ist um ein Auto zu ersetzen, und dann noch geringe Stückzahlen, ja dann ist klar dass so ein schwachsinnig aussehendes Gefährt ohne Türen für viel Geld niemand haben will.
Aber mal nen simplen Kleinwagen wie den Golf als Elektro mit ner Stückzahl von >10.000 Stk. herzustellen, das tut niemand, weils nicht von Konzernen gewollt ist, obwohl sich so ein Fahrzeug locker verkaufen würde. Man will ja nicht der Ölindustrie ans Bein pissen ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/General_Motors_EV1

Wir haben halt keine freie Marktwirtschaft auf dieser Erde, die ganz grossen Konzerne haben sich schon alles eingeteilt, und da wird sich allgemein nicht gegenseitig was kapputt gemacht ;)


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Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006
Elite Grinder

Zumindest mal der ganze Teil mit den Elektroautos halt ich spontan für völligen Blödsinn.

Natürlich gibt es die schon ewig und natürlich konnten die auch früher schon gar nicht mal so unweit fahren. Dafür hatten die aber auch Bleiakkus verbaut, die heutzutage niemand mehr benutzen will, weil die Energiedichte einfach unfassbar klein ist und die Teile einfach nicht mehr zeitgemäß sind.

Heute will man halt schon eher Batterien auf Lithiumbasis bzw. allgemein irgendwas mit ner besseren Energiedichte. Da hast du halt vor allem 2 Probleme...einmal die Haltbarkeit und zweitens der Preis.

Es gibt momentan einfach keine gute massentaugliche Lösung für das Problem der Energiespeicherung bei Elektroautos, so dass die mal in Massenproduktion gehen könnten. Daran wird aber obv. für verschiedenste Bereiche massivst geforscht, so dass du Elektroautos über kurz oder lang defintiv irgendwann in Massenproduktion sehen wirst.

Mal ganz abgesehen davon, dass wenn man wie du davon ausgeht, dass Automobilhersteller "kaputtgehende" Autos herstellen wollen, jetzt der beste Zeitpunkt wäre, weil man die Batterien von Elektroautos momentan ziemlich regelmäßig durchtauschen muss.


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Zitat

@Justus

So leicht wie du dir das vorstellst, ist das nicht.

Guck dir mal alleine den E-Smart oder den I3 an. Die Autos kosten ein halbes Vermögen, es rechnet sich gegenüber einen Verbrenner nicht und der nutzen beim derzeitigen Strommix ist auch zu hinterfragen. Daher ist es kein Wunder das kaum jemand ein E-Auto will.

Akkus sind derzeitig nun mal teuer und schwer, solange es keine Akkus mit höherer Energiedichte bzw. kostengünstigere Produktionstechniken gibt, hilft nur teurer Leichtbau oder Abstriche in der Reichweite in Kauf zu nehmen.


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Zitat
Koki88
Beigetreten: 24.03.2007
BlackMember

Original von dersl88

Original von Thomas6409
in den USA hängt wohl irgendwo ne Glühbirne, die seit 100 Jahren 24/7 brennt.
ist halt keine Goldgrube, wenn ein Konzern sowas herstellen würde, würde er nen Jahr lang nen Haufen davon verkaufen und könnte anschließend zumachen. ist viel profitabler, Glühbirnen herzustellen, die man alle 3 Monate austauschen muss.

Die Logik stimmt für bestehende Konzerne, aber was ist mit einem Quereinsteiger? Startup gründen, unkaputtbare Glühbirnen anbieten und innerhalb eines Jahres hätte man den ganzen Markt für sich - bei einem Eintritt mit "kaputtbaren" Glühbirnen wäre das nicht möglich. (Anschließend wird das Unternehmen liquidiert; Wenn man das vorher weiß ist das kein Problem.)

Dass es sowas noch nicht gegeben hat zeigt, dass an dieser Verschwörungstheorie nichts dran ist.

Ohooo der schlaue Herr checkts, ist alles nur ne dumme verschwörung.
Mach dich doch gleich mal an die Arbeit, du weißt ja jetzt wo du kohle scheffeln kann. Aber vorher würde ich noch die Glühlampenhersteller fragen, ob sie dir ihre Patente für Langzeitglühlampe ausleihen.


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006
Elite Grinder

Original von Koki88

Original von dersl88

Original von Thomas6409
in den USA hängt wohl irgendwo ne Glühbirne, die seit 100 Jahren 24/7 brennt.
ist halt keine Goldgrube, wenn ein Konzern sowas herstellen würde, würde er nen Jahr lang nen Haufen davon verkaufen und könnte anschließend zumachen. ist viel profitabler, Glühbirnen herzustellen, die man alle 3 Monate austauschen muss.

Die Logik stimmt für bestehende Konzerne, aber was ist mit einem Quereinsteiger? Startup gründen, unkaputtbare Glühbirnen anbieten und innerhalb eines Jahres hätte man den ganzen Markt für sich - bei einem Eintritt mit "kaputtbaren" Glühbirnen wäre das nicht möglich. (Anschließend wird das Unternehmen liquidiert; Wenn man das vorher weiß ist das kein Problem.)

Dass es sowas noch nicht gegeben hat zeigt, dass an dieser Verschwörungstheorie nichts dran ist.

Ohooo der schlaue Herr checkts, ist alles nur ne dumme verschwörung.
Mach dich doch gleich mal an die Arbeit, du weißt ja jetzt wo du kohle scheffeln kann. Aber vorher würde ich noch die Glühlampenhersteller fragen, ob sie dir ihre Patente für Langzeitglühlampe ausleihen.

So weit ich weiß halten Patente keine Ewigkeit...vorallem bei Glühlampen sollte das Patent wohl schon ne Weile abgelaufen sein....


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006
Elite Grinder

Original von Justus
Ich denke, da gehst du etwas naiv an die Sache ran, wenn du glaubst, du kannst mal eben so in Milliardenmärkte als Startup oder aus einem anderen Bereich querschiessen, das wäre nämlich entgegen deiner Aussage langfristig höchst unwirtschaftlich.
Selbst wenn du finanzielle Mittel etwas angleichen willst und 2 Milliardenkonzerne gegeneinander antreten lässt - das wird nie passieren. Siemens wird nicht in den Autobau gehen und z.B. VW, BMW und Mercedes verärgern und auf dem deutschen Markt günstige, einfache Autos anbieten, wie es der Grossteil der Bevölkerung eigentlich haben möchte, oder z.B. Elektroautos.
Das kann nicht funktionieren, weil die bereits bestehenden Marktgrössen zusammenarbeiten und dann Siemens übernehmen, und schon ist die Konkurrenz Geschichte. Und reicht es dazu nicht (unwahrscheinlich), drängen die Autohersteller halt mit ein paar Firmenzukäufen auf die Maschinen- und Elektromärkte von Siemens, und machen diese kapputt. Dann haben am Ende alle verloren.

Was ist denn das für ein Szenario? Hast du irgendeinen Fall wo so was ähnliches schon mal passiert ist oder hast du dir das jetzt einfach komplett ausgedacht, weil das so in dein Weltbild passt?

Siemens wird obv. niemals in den Autobau gehen, weil sie verglichen mit den etablierten Firmen einfach überhaupt kein Knowhow haben und umgekehrt genauso.

Diese "günstigen, einfachen Autos, die der Großteil der Bevölkerung eigentlich haben möchte" gibt es auch schon. Nennt sich Kleinwagen und wird von verschiedensten Automarken angeboten.

Und dass sich in große Märke keine neue Marke drängen kann, ist offensichtlich auch völliger Blödsinn. In z.B. der Autoindustrie sicherlich um Welten schwerer als anderswo. Das liegt aber viel weniger an Absprache etc., sondern viel mehr daran, dass man ohne sehr sehr große Mittel niemals mehr große Innovationen bringen kann.

Original von Justus
Das Kartell zu Glühlampen ist schon lange bewiesen und uralt, vor allem wurden sie ursprünglich mit einer höheren Lebensdauer als 1000h hergestellt, dann aber von allen grossen Herstellern auf 1000h verringert (Osram, Philips etc.), und diese 1000h hatten über ein halbes Jahrhundert bestand bis heute !

Quelle?

Weil Wikipedia sagt spontan:

Nach dem Eintritt der USA in den Krieg im Jahr 1941 verschwand das Kartell offiziell. Für die Ansicht, es habe bis in die 1990er Jahre weiter existiert oder bestehe sogar noch heute, gibt es weder Beweise noch Gegenbeweise.

Original von Justus
Gerade im Elektro/Multimediabereich wird sowas gern gemacht, früher haben viele auch 5 Jahre Garantie gegeben, wer macht das denn heute noch? Ich glaube nur Dell? Wer langlebige Geräte bauen würde, könnte das ja problemlos machen, nur mehr Umsatz bringt es halt wenns nach 2 Jahren kapputt geht.

Gerade im Elektro/Multimediabereich ist es gar nicht nötig so lange Garantie zu geben. Das ist alles so schnelllebig und Produkte werden viel früher freiwillig ersetzt, dass dann meistens keine langlebigen Teile mehr verbaut werden um Kosten zu senken.

Dass es solche Fälle gibt will ich ja nicht mal abstreiten, aber dass das die Regel ist glaub ich halt einfach nicht. Die ganzen Fallbeispiele, wo Geräte kurz nach der Garantie kaputt gehen, sind auch so unfassbar irrelevant. Sowas ist einfach selektive Wahrnehmung...ich kann dir auch alle meine Geräte aufzählen, die noch lange nach der Garantieerlöschung noch funktionieren und das sind die allermeisten.


Antwort
Zitat
Justus
Beigetreten: 16.07.2005
Elite Grinder

Original von Penishaubize

Original von Justus
Das Kartell zu Glühlampen ist schon lange bewiesen und uralt, vor allem wurden sie ursprünglich mit einer höheren Lebensdauer als 1000h hergestellt, dann aber von allen grossen Herstellern auf 1000h verringert (Osram, Philips etc.), und diese 1000h hatten über ein halbes Jahrhundert bestand bis heute !

Quelle?

Weil Wikipedia sagt spontan:

Nach dem Eintritt der USA in den Krieg im Jahr 1941 verschwand das Kartell offiziell. Für die Ansicht, es habe bis in die 1990er Jahre weiter existiert oder bestehe sogar noch heute, gibt es weder Beweise noch Gegenbeweise.

Äh mal abgesehen davon, dass die EU die AGL verboten hat, aber welche Lebensdauer hatten die AGL die ganz normal in Baumärkten und Supermärkten zu kaufen waren? Immer noch 1000h...also egal ob das Kartell vor Jahrzehnten verurteilt worden ist und egal ob es das danach noch "offiziell" gab oder nicht ist völlig irrelevant, Fakt ist schlicht, dass in der EU dennoch die AGL weiterhin mit einer Lebensdauer von 1000h verkauft wurden, das hatte Jahrzehnte Bestand, obwohl man AGL auch mit deutlich höherer Lebensdauer herstellen und verkaufen könnte. Das sagt übrigends auch dein zitiertes Wikipedia:

Heute unterscheidet sich die angegebene Lebensdauer von Allgebrauchsglühlampen verschiedener Hersteller erheblich. So werden in der EU zumeist Lampen für 1000 Stunden angeboten, in den USA jedoch auch bis zu 20.000 Stunden.
Die durchschnittliche Lebensdauer von 1000 Stunden bei Allgebrauchsglühlampen geht wahrscheinlich auf die Absprachen des weltumspannenden Phoebuskartells aus den 1920er-Jahren zurück, unter damaliger Federführung von General Electric. Das Kartell wurde 1941 offiziell aufgelöst; 1953 wurden die Betreiber rechtmäßig verurteilt und ihnen unter anderem die Reduzierung der Lebensdauer von Glühlampen verboten[10]. Die Lebensdauer dieser Allgebrauchslampen wurde jedoch bis zuletzt nicht verändert.

Und der Strompreis war vor Jahrzehnten auch nicht so teuer ;)

Original von Penishaubize
Was ist denn das für ein Szenario? Hast du irgendeinen Fall wo so was ähnliches schon mal passiert ist oder hast du dir das jetzt einfach komplett ausgedacht, weil das so in dein Weltbild passt?

Siemens wird obv. niemals in den Autobau gehen, weil sie verglichen mit den etablierten Firmen einfach überhaupt kein Knowhow haben und umgekehrt genauso.

Diese "günstigen, einfachen Autos, die der Großteil der Bevölkerung eigentlich haben möchte" gibt es auch schon. Nennt sich Kleinwagen und wird von verschiedensten Automarken angeboten.

Und dass sich in große Märke keine neue Marke drängen kann, ist offensichtlich auch völliger Blödsinn. In z.B. der Autoindustrie sicherlich um Welten schwerer als anderswo. Das liegt aber viel weniger an Absprache etc., sondern viel mehr daran, dass man ohne sehr sehr große Mittel niemals mehr große Innovationen bringen kann.

Logisch war das Szenario reine Fiktion, schlicht und ergreifend weil mir so ein Szenario in der Realität nicht bekannt ist. Hier wurde ja behauptet, solche Absprachen zwischen Konzernen oder Zurückhaltung/Boykottierung von Technologie würde es nicht geben, weil dann ein ein neuer Teilnehmer in den Markt kommt und damit dick Kohle verdient.
Wenn es diesen Fall in der Realität gibt, bitte, Beispiele?
Wann und wo ist auf einem lange bestehenden Markt ein neuer Teilnehmer gekommen, der mit deutlich verbesserten Produkten die langjährig eingesessenen Marktbeherrscher an die Wand gefahren hat?

Welche Firma ist auf den EU-Markt gekommen und hat AGL mit höherer Lebensdauer als 1000h verkauft in den letzten Jahrzehnten? Das wär nichtmal was neues gewesen? Zeit war genug da...

Original von Penishaubize
Gerade im Elektro/Multimediabereich ist es gar nicht nötig so lange Garantie zu geben. Das ist alles so schnelllebig und Produkte werden viel früher freiwillig ersetzt, dass dann meistens keine langlebigen Teile mehr verbaut werden um Kosten zu senken.

Dass es solche Fälle gibt will ich ja nicht mal abstreiten, aber dass das die Regel ist glaub ich halt einfach nicht. Die ganzen Fallbeispiele, wo Geräte kurz nach der Garantie kaputt gehen, sind auch so unfassbar irrelevant. Sowas ist einfach selektive Wahrnehmung...ich kann dir auch alle meine Geräte aufzählen, die noch lange nach der Garantieerlöschung noch funktionieren und das sind die allermeisten.

Da liegst du denke ich ziemlich falsch. Es ist sehr wohl nötig, dass auch Geräte aus dem Elektro/Multimediabereich (im Rahmen des möglichen) eine längere Lebensdauer als 2 Jahre erreichen, die meisten Menschen ersetzen NICHT freiweillig so häufig wie von dir beschrieben Handy, PC, TV, Bildschirme, Drucker usw.
So schnellebig ist der Bereich dann auch nicht, klar gibts immer wieder neue Sachen, aber die wenigstens tauschen ihren z.b. 1000 Euro TV alle paar Jahre. Und sollte da mal was kapputt gehen, lohnt so gut wie nie eine Reparatur.
Auch geht es gerade in dem Bereich nicht nur um schlechtes Material u.ä., sondern auch um die Bauweise, sprich wie einfach lässt sich das Gehäuse öffnen und Teile tauschen etc., siehe das simple Beispiel apple und Akkus.

Übrigends beruht meine Meinung nicht auf persönlicher Erfahrung mit Geräten, sprich nicht auf deine angesprochene selektive Wahrnehmung. Ob du jetzt alle Geräte aufzählst die noch bei dir funktionieren oder nicht ist also ziemlich sinnlos, vielleicht hat bei mir sogar mehr gehalten als bei dir, nur auf so einer Grundlage habe ich nicht diskutiert


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Zitat
Fruechte
Beigetreten: 18.10.2009
Oldschool Grinder

Zum Thema geplante Obsoleszenz:


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Jackknife398
Beigetreten: 02.05.2011
PokerStrategist

zum Thema Elektroautos:

Das Problem ist halt ganz einfach nicht nur die Reichweite, sondern die Ladezeit! Angenommen ich möchte von Bremen nach Berlin fahren, jetzt setze ich mich ins Auto, fahre bis der Tank leer ist und tanke dann in 5 min wieder auf um weiter zu fahren. Genau an diesen Komfort hat sich die Menschheit gewöhnt.

Im Elektroauto fährt man meintewegen 200 Km (was für Autobahnfahrt schon utopisch ist...) um dann 12 Stunden den Akku aufzuladen (oder mit Schnellladern, die kaum zu finden sind, in 2 Std.), man muß vorher überlegen "wo tanke ich denn nun? und wie lange wird das dauern?" Sowas tut sich kaum jemand freiwillig an... Den Akku bringt man mit den Schnelladern auch ganz schnell über den Jordan...

Jetzt kommt sicher die Antwort "Ja aber für den Weg zur Arbeit reichts ja trotzdem!", ja sicher aber die Freiheit ein Auto zu haben beinhaltet halt auch die Freiheit JETZT ungeplant auch 300 Km zu fahren, oder soll man sich da ein 2. Auto anschaffen? Bahn, Flugzeug? wer soll das bezahlen?!

Die einzige vernünftige Alternative in meinen Augen ist Wasserstoff/Brennstoffzelle, tanken wie jetzt auch, null Emessionen...nur halt Energieaufwändig zu produzieren, aber unbegrenzt verfügbar, auch dieses System funktioniert seit zig Jahren problemlos, wenns denn auch die Infrastruktur gäbe...


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Original von Jackknife398
Die einzige vernünftige Alternative in meinen Augen ist Wasserstoff/Brennstoffzelle, tanken wie jetzt auch, null Emessionen...nur halt Energieaufwändig zu produzieren, aber unbegrenzt verfügbar, auch dieses System funktioniert seit zig Jahren problemlos, wenns denn auch die Infrastruktur gäbe...

also so einfach ist das nicht, die technik ist dort noch nicht soweit, um den herkömmlichen verbrennungsmotor zu ersetzen, wie praxistests zeigen

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-versuch-mit-wasserstoffbussen-verpufft/1467844.html


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Jackknife398
Beigetreten: 02.05.2011
PokerStrategist

Wie dort geschrieben steht, haben sie eben keine Brennstoffzelle eingebaut, sondern einen Verbrennungsmotor auf Wasserstoff umgerüstet,was umwelttechnisch zwar besser, aber lange nicht so sauber wie eine Brennstoffzelle ist. Die Brennstoffzelle ist viel effizienter, im Honda FCX Clarity produziert diese 100KW Strom und auf dem Auspuff kommt nur Wasserdampf.

Den Honda kann man schon als Serienwagen kaufen, allerdings nur in Kalifornien...warum weiß wohl nur eine bestimmte Lobby, denn es scheint mit dem Konzept überhaupt keine Probleme zu geben...

Top Gear Review


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Original von krong

Original von xn321
alle 2 wochen zahnbürste wechseln
wat

dis!

Bei mir gibts irgendwas zwischen 3 und 6 Monaten mal ne neue Zahnbürste...

jetzt ist mir irgendwie schlecht...

@topic: soll das eher ein gedankenspiel sein? weil praktisch spielt's ja keine rolle! was kostet einmal im monat ne neue zahnbürste? 2€?


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Original von lini1982
äh, ja, bekenne mich schuldig, habe Mycophobie.

Du solltest mal sehen, wie viele Bakterien da schon nach EIN mal putzen drauf sind, das ist unfassbar :f_p:


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Zitat
3rdTwin
Beigetreten: 25.04.2006
Poker Player

Original von Fruechte
Zum Thema geplante Obsoleszenz:

#

Interessantes Thema, sollte man mal gesehen haben.


Antwort
Zitat
UnsUwe85
Beigetreten: 05.02.2009
PokerStrategist

Original von 3rdTwin

Original von Fruechte
Zum Thema geplante Obsoleszenz:

#

Interessantes Thema, sollte man mal gesehen haben.

##

Auch wenn ich den Thread fast überlesen wollte. Bedanke ich mich für diesen Hinweis.

Sehr gute Reportage, die viele Seiten beleuchtet sowohl Pro als auch Contra geplante Obsoleszenz und sehr zum nachdenken anregt, was denn nun eigentlich wirklich der perfekte Weg wäre. (Den es selbstverständlich nicht gibt.)


Antwort
Zitat
HerrRausrag
Beigetreten: 23.05.2010
Poker Player

An diese Doku musste ich bei dem Thema und bisherigem Verlauf auch sofort denken.

Und ich glaube es gibt noch viel viel mehr aktuelle Beispiele dafür, dass nunmal nicht optimal im Sinne der Sache produziert und gearbeitet wird - sondern optimal im Sinne der Wirtschaftlichkeit und derlei gearteten Interessen. Eine wahrhaftig nachhaltige Wirtschaft ist im aktuellen System einfach nicht zu machen, zumindest nicht ohne (wirtschaftliche) Abstriche.

Das ist aber fast schon eine Frage der generellen politischen Orientierung. Wäre die Welt eine bessere, wenn wir ausschließlich nach unseren Bedürfnissen maßgeschneiderte Lösungen miteinander handeln? Die klassische Ökonomie geht ja per Definition von einem Mangel an Gütern und einem Verhältnis von Angebot und Nachfrage aus - damit kann sie per se nicht utilitaristisch sein.

Wäre mal ein interessanter Gedanke: Inwiefern man die aktuelle Marktwirtschaft zum allgemeinen Nutzen pareto-optimieren könnte.


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Zitat
boedt
Beigetreten: 12.01.2008
Oldschool Grinder

ich will doch kein scheiß schwules elektroauto sondern einfachnurirgendwasmitzwölfzylindern...


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Justus
Beigetreten: 16.07.2005
Elite Grinder

Gerade im Bereich der Drucker ist der Vorwurf der geplanten Obsoleszenz einfach nur lächerlich.

Was soll den der Hersteller an nem 40 - 60,-€ Drucker verdienen. Gerade bei Haushaltsdruckern wird an der Tinte verdient, Drucker verkaufen ist für den Hersteller ein Zuschussgeschäft, was notwendig ist um später am Tintenverkauf zu verdienen.

Ein frühzeitiger Defekt macht für den Hersteller hier gar keinen Sinn.


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Zitat
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