Original von Kazia24
Man sollte seinen Verstand nur dann arbeiten lassen, wenn er essoll
Falls du das wirklich kannst(bewusst steuern), dan ziehe ich den Hut. Bezüglich der Meditation, hast du mit etwas schon erfahrung gemacht? Falls ja, erzähl mal davon und gib n par tips womit man gut anfangen kann
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Wir alle haben doch schwache Momente
Wenn ich müde oder im Stress bin fällt es mir sehr schwer fokusiert zu bleiben. Ist aber nicht so wichtig. Allein im normalen Alltag bietet es so viele Vorteile, wenn man unsinnige - und leider halt auch häufig schädigende - Gedanken ausblenden kann.
Es ist auch gar nicht so schwer das zu erlernen wie man es sich vielleicht vorstellt. Meditation ist im Grunde nichts anderes als das eine absolute geistige Leere. Man versucht NICHTS zu denken. Wenn man dann einen Zustand erreicht hat in dem keine spontanen Gedanken mehr aufkommen, dann kann man seinen Geist auf ein spezielles Ziel konzentrieren - sei es spiritueller, persönlicher oder wissenschaftlicher Art. Das ist dann was man im Volksmund als "über etwas meditieren" bezeichnet. So einen Zustand zu halten, schaffen nur die wenigsten Menschen -ich werde es wohl auch nie -, aber "abgelenkt" ist man dann nicht mehr ;). Aber auch ohne Meditation ist es möglich seine Gedanken bewusst zu lenken. Jeder Gedanke, jedes Bild, jede Erinnerung, die man nicht willentlich erzeugt hat, wird einfach abgesägt und "gehen gelassen". Man sollte ihr keine Beachtung schenken. Jedes mal wenn man sich dabei ertappt, dass man etwas "unsinniges" denkt, dann versucht man sich wieder zu fokusieren. Das wird mit der Zeit leichter...
Ich habe mich eine ganze Weile mit dem Buddhismus auseinander gesetzt und da auch einiges zum Thema Meditation mitgenommen. Aber das meiste hat dadurch natürlich einen sehr spirituellen Hintergrund.
Kann ja mal eine unspirituelle Kurzanleitung geben
Um mal auf das Ausmaß der Problematik aufmerksam zu werden, kannst du ja einfach mal alle Geräusch- und Lichtquellen in deinem Zimmer ausschalten und dich auf die Couch legen, die Augen schließen und auf deine Gedanken hören. Man bemerkt so erstmal wieviele Gedanken in unseren Köpfen unbewusst ablaufen. Diese laufen auch während einer speziellen Tätigkeit (sei es Fussball, fernsehen oder kochen) als eine Art "Störgeräusch" im Hintergrund ab. Das führt zum Verlust von Konzentrationsfähigkeit.
Eine kleine Anleitung:
1. Im Grunde gibt es keine festen Regeln wie eine Meditation ablaufen muss. Allein der tibetische Buddhismus kennt bestimmt 50+ Meditationstechniken.
2. Entfern alles was dich ablenken kann. Geräusche, Gerüche, Licht, zu enge Kleidung, etc.
3. Setz oder leg dich irgendwo hin. Es sollte eine Position sein, die entspannt genug ist, dass man sie über einen längeren Zeitpunkt halten kann, aber nicht so entspannt, dass man dabei einschläft
Man kann gern ein traditionelles Asana wählen, aber ein bequemer Stuhl tut es auch. Generell sollte man sich von dem Bild eines traditionellem tibetischen Buddhisten, im Drachensitz auf einem Stein sitzend und ein orangenes Gewand tragend, trennen
Das ist nicht was die Meditation ausmacht
4. Augen schließen. Jetzt kommt der schwierigere Teil. Das Ziel ist es seinen Geist von den Gedanken zu lösen. Es gibt hier diverse Techniken, um seinen Verstand erstmal zu fokusieren. Die bekannteste ist das Zählen der Atemzüge und ein generelles konzentrieren auf die Atmung (z.B. auf die kalte Briese an der Nasenspitze, beim einatmen). Wichtig ist es eine langsame, tiefe Bauchatmung zu wählen.
5. Das macht man jetzt, bis man das Gefühl hat, dass man nicht mehr abgelenkt ist. Danach versucht man einfach so lange wie möglich eine gedankliche Leere aufrecht zu erhalten. Wenn man das am Anfang länger als 10sek schafft ist es schon gut. Aufkommende Gedanken werden einfach wieder losgelassen und nicht fokusiert.
Das wars im Grunde schon
Alles andere kommt von Allein. Jeder muss Sinn und Zweck der Meditation und auch die optimale Ausführung für sich selber finden.
Der Weg ist das Ziel!