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Lehrer - Härtester Job der Welt oder die meiste Freizeit aller Berufe!?

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n0gg
Beigetreten: 27.01.2007
Elite Grinder

Original von TBone98

Original von n0gg

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Original von Play4forlife

Original von TBone98

Original von Play4forlife

Nirgends habe ich geschrieben, dass (einzig) die Verbesserungsleistung benotet werden soll.

In der Schule wird gute Leistung durch guten Noten honoriert. Und Du schreibst oben

Original von Play4forlife ... viel wichtiger ist doch Leistungsverbesserung zu honorieren....

Und das ist nunmal gleichbedutend mit "wer sich stark verbessert, wird auch entsprechend honoriert".

Wird er im jetzigen System aber auch. Mit 30 Fehlern gab es ne 6 und mit 12 gibt es halt ne 4.

Das halte ich für ein Gerücht, dass gute Leistung gleichzeitig mit guten Noten belohnt wird, da bin ich schon mal der klassische Gegenbeweis und mit Sicherheit kein Einzelfall. Ich habe quasi nichts geleistet in der Schule, keine Hausaufgaben, kaum Vorbereitung auf Klausuren etc. und dennoch besser abgeschnitten als 60% des Jahrgangs, viele darunter die deutlich mehr geleistet haben.

Meine Motivation war einzig besser als der Schnitt zu sein und (leider) konnte ich das ohne großen Aufwand. Das Benotungssystem war in meinem Falle (und ist es auch in vielen anderen) somit komplett kontraproduktiv.

Und genau da liegt das Problem - das System mag für vielleicht 50% aller Schüler gut bis sehr gut funktionieren, für die restlichen 50% aber nicht. Hier hoffe ich einfach, dass es einen Weg gibt, der optimaler ist.

Du solltest Dir vielleicht mal den unterschied zwischen Aufwand und Leistung klar machen. Wenn der dicke Kevin jede Woche zwar 20 Stunden trainiert (Aufwand), aber trotzdem für 100m 40 Sekunden braucht, dann ist seine Leistung bezogen auf das Leistungsziel (die 100m möglichst schnell zu laufen) im Vergleich zu einem, der nur 12 Sekunden braucht, wesentlich schlechter. Deswegen bekommt er auch ne schlechtere Note.

Wenn sich Kevin um 40% steigert, andere sich aber verschlechtern, dann hat er erstmal mehr geleistet ;-)

Aber ich will ja garnicht so weit gehen Steigerungen etc nur zu bewerten. Ich wollte vor allen darstellen, dass es für die Abbildung der sportlichen Entwicklung eines Schülers eventuell nicht ausreichend ist, nur das Ergebnis zu bewerten, bzw es dem Schüler nicht gerecht wird.

Es ist halt schwierig bzw. Eine Definitionsfrage. Natürlich nicht nur von einzelnen Sachen sondern von sportunterricht im allgemeinen.

Nein, Leistungsziel ist es eben nicht, sich möglichst stark zu steigern, sondern die 100m in möglichst geringer Zeit zu überbrücken. Und wenn Kevin dafür länger braucht als Michael, hat Michael eine bessere Leistung gebracht.

Dann muss Kevin halt zu "Biggest Loser" gehen. Da gewinnt nach den Regeln halt der, der am meisten abnimmt und nicht der, der am Schluss am leichtesten ist.

Kommt drauf an welchen Zeitraum ich definiere zum bewerten seiner Leistung. Wenn nur die 100m isoliert bewertet werden, dann hat der schnellere mehr geleistet. Wenn die Entwicklung über 4 Wochen bewertet wird in der sich Kevin eben um die 40% gesteigert hat, dann ist es fakt dass Kevin da mehr geleistet hat.
Die Frage ist eben wie man Sportunterricht definiert und was seine gesellschaftliche Aufgabe ist. Wenn man da unterschiedlicher Auffassung ist, redet man aneinander vorbei - wie wir beide ;-)


Antwort
Zitat
TBone98
Beigetreten: 25.07.2006
Oldschool Grinder

Original von n0gg

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Original von Play4forlife

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Nirgends habe ich geschrieben, dass (einzig) die Verbesserungsleistung benotet werden soll.

In der Schule wird gute Leistung durch guten Noten honoriert. Und Du schreibst oben

Original von Play4forlife ... viel wichtiger ist doch Leistungsverbesserung zu honorieren....

Und das ist nunmal gleichbedutend mit "wer sich stark verbessert, wird auch entsprechend honoriert".

Wird er im jetzigen System aber auch. Mit 30 Fehlern gab es ne 6 und mit 12 gibt es halt ne 4.

Das halte ich für ein Gerücht, dass gute Leistung gleichzeitig mit guten Noten belohnt wird, da bin ich schon mal der klassische Gegenbeweis und mit Sicherheit kein Einzelfall. Ich habe quasi nichts geleistet in der Schule, keine Hausaufgaben, kaum Vorbereitung auf Klausuren etc. und dennoch besser abgeschnitten als 60% des Jahrgangs, viele darunter die deutlich mehr geleistet haben.

Meine Motivation war einzig besser als der Schnitt zu sein und (leider) konnte ich das ohne großen Aufwand. Das Benotungssystem war in meinem Falle (und ist es auch in vielen anderen) somit komplett kontraproduktiv.

Und genau da liegt das Problem - das System mag für vielleicht 50% aller Schüler gut bis sehr gut funktionieren, für die restlichen 50% aber nicht. Hier hoffe ich einfach, dass es einen Weg gibt, der optimaler ist.

Du solltest Dir vielleicht mal den unterschied zwischen Aufwand und Leistung klar machen. Wenn der dicke Kevin jede Woche zwar 20 Stunden trainiert (Aufwand), aber trotzdem für 100m 40 Sekunden braucht, dann ist seine Leistung bezogen auf das Leistungsziel (die 100m möglichst schnell zu laufen) im Vergleich zu einem, der nur 12 Sekunden braucht, wesentlich schlechter. Deswegen bekommt er auch ne schlechtere Note.

Wenn sich Kevin um 40% steigert, andere sich aber verschlechtern, dann hat er erstmal mehr geleistet ;-)

Aber ich will ja garnicht so weit gehen Steigerungen etc nur zu bewerten. Ich wollte vor allen darstellen, dass es für die Abbildung der sportlichen Entwicklung eines Schülers eventuell nicht ausreichend ist, nur das Ergebnis zu bewerten, bzw es dem Schüler nicht gerecht wird.

Es ist halt schwierig bzw. Eine Definitionsfrage. Natürlich nicht nur von einzelnen Sachen sondern von sportunterricht im allgemeinen.

Nein, Leistungsziel ist es eben nicht, sich möglichst stark zu steigern, sondern die 100m in möglichst geringer Zeit zu überbrücken. Und wenn Kevin dafür länger braucht als Michael, hat Michael eine bessere Leistung gebracht.

Dann muss Kevin halt zu "Biggest Loser" gehen. Da gewinnt nach den Regeln halt der, der am meisten abnimmt und nicht der, der am Schluss am leichtesten ist.

Kommt drauf an welchen Zeitraum ich definiere zum bewerten seiner Leistung. Wenn nur die 100m isoliert bewertet dann hat der schnellere mehr geleistet. Wenn die Entwicklung über 4 Wochen bewertet wird in der sich Kevin eben um die 40% gesteigert hat, dann ist es fact dass Kevin da mehr geleistet hat.
Die Frage ist eben wie man sport Unterricht definiert und was seine gesellschaftliche Aufgabe ist. Wenn man da unterschiedlicher Auffassung ist, redet man aneinander vorbei - wie wir beide ;-)

Du tuts halt so, als ob es nur 1 und 6 als Noten gibt. Wenn sich jemand steigert, egal ob im 100m Lauf, bei der Rechtschreibung im Diktat oder in Mathematik, wird sich das auch in seinen Noten widerspiegeln.


Antwort
Zitat
WerPix
Beigetreten: 24.08.2009
Elite Grinder

Gehen wir mal von der Annahme aus, dass Noten auch Anreize setzen und Schüler (und Eltern) gute Noten erreichen wollen. Wenn du Kevin jetzt eine bessere Note gibst fürs "Anstrengen" als Paul fürs "Schon vorher gut können", setzt du damit folgende Anreize:

- Du belohnst Schüler, die mit möglichst geringem Wissens-/Leistungsstand in die Schule kommen (die können sich am meisten verbessern) und umgekehrt bestrafst du Schüler mit hohem Wissens-/Leistungsstand vergleichsweise
- Rationale Schüler werden sich jetzt am Anfang überhaupt nicht anstrengen/eine schlechte Leistung provozieren, selbst wenn sie es besser könnten, um danach für ihre tollen Steigerungen gute Noten zu bekommen
- Eltern werden ihre Kinder vielleicht nicht mehr zu Sportverein/Vorschule/sonstigen außerschulischen Aktivitäten animieren; es bringt ja sowieso nichts, wenn man die Leitungssteigerung außerhalb der Schule/vor dem Schuljahr schon erbringt.

Generell finde ich es einen Fehler, die gesamte Ausbildungs- und v.a. auch Erziehungsleistung an Schulen/Kindergärten etc. auslagern zu wollen. Eltern haben nun mal eine Verantwortung für die Zukunft ihrer Kinder. Das kann man unfair finden, wenn es auf der einen Seite Eltern gibt, die ihre Kinder von klein auf fördern, bei Schulaufgaben helfen, Sportvereine und Musikunterricht ermöglichen etc. und auf der anderen Seite Eltern, die all das nicht tun.
Es kann aber nicht alleinige Aufgabe der Gesellschaft oder des Schulsystems sein, das alles wieder "auszubügeln", sodass am Ende alle wieder die gleichen Leistungen bringen und die gleichen Noten bekommen. Wenn man das sonst zu Ende denkt, sollte man Kinder nach der Geburt von ihren Eltern trennen und professionellen Erziehern anvertrauen, sodass auch auf jeden Fall Chancengleichheit besteht und niemand bevor- oder benachteiligt wird. Dass das in einer freien Gesellschaft Bullshit ist, muss man ja glaube ich nicht weiter erörtern.


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007
Elite Grinder

Original von WerPix
Gehen wir mal von der Annahme aus, dass Noten auch Anreize setzen und Schüler (und Eltern) gute Noten erreichen wollen. Wenn du Kevin jetzt eine bessere Note gibst fürs "Anstrengen" als Paul fürs "Schon vorher gut können", setzt du damit folgende Anreize:

- Du belohnst Schüler, die mit möglichst geringem Wissens-/Leistungsstand in die Schule kommen (die können sich am meisten verbessern) und umgekehrt bestrafst du Schüler mit hohem Wissens-/Leistungsstand vergleichsweise
- Rationale Schüler werden sich jetzt am Anfang überhaupt nicht anstrengen/eine schlechte Leistung provozieren, selbst wenn sie es besser könnten, um danach für ihre tollen Steigerungen gute Noten zu bekommen
- Eltern werden ihre Kinder vielleicht nicht mehr zu Sportverein/Vorschule/sonstigen außerschulischen Aktivitäten animieren; es bringt ja sowieso nichts, wenn man die Leitungssteigerung außerhalb der Schule/vor dem Schuljahr schon erbringt.

Generell finde ich es einen Fehler, die gesamte Ausbildungs- und v.a. auch Erziehungsleistung an Schulen/Kindergärten etc. auslagern zu wollen. Eltern haben nun mal eine Verantwortung für die Zukunft ihrer Kinder. Das kann man unfair finden, wenn es auf der einen Seite Eltern gibt, die ihre Kinder von klein auf fördern, bei Schulaufgaben helfen, Sportvereine und Musikunterricht ermöglichen etc. und auf der anderen Seite Eltern, die all das nicht tun.
Es kann aber nicht alleinige Aufgabe der Gesellschaft oder des Schulsystems sein, das alles wieder "auszubügeln", sodass am Ende alle wieder die gleichen Leistungen bringen und die gleichen Noten bekommen. Wenn man das sonst zu Ende denkt, sollte man Kinder nach der Geburt von ihren Eltern trennen und professionellen Erziehern anvertrauen, sodass auch auf jeden Fall Chancengleichheit besteht und niemand bevor- oder benachteiligt wird. Dass das in einer freien Gesellschaft Bullshit ist, muss man ja glaube ich nicht weiter erörtern.

Der Entwicklungsstand ist bei den Schülern unterhalb der Oberstufe doch noch garnicht so weit. Die sind gar nicht in der Lage das kausal für sich so zu erfassen. Außerdem legst du die Annahme zugrunde dass alle Schüler faul sind und nur so viel machen wie nötig, und dass ist ebenfalls fragwürdig.

Aber im Grunde stimme ich dir in so fern zu, dass sich eine invididuelle Bewertung und standardisierte benotungssysteme zum Vergleich einfach grundlegend widersprechen und das eine nicht einfach in das andere adaptiert werden kann.


Antwort
Zitat
Play4forlife
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Ein Skalensystem schafft ja aber eigentlich beides - der extrem gute Schüler hat den Anreiz (und ggfalls anspruchsvolleren Lernstoff) um weiter vorzurücken, der mittelgute Schüler eben so und selbst der schlechte Schüler sieht klar wenn er sich verbessert. Der objektive Betrachter sieht dann für jeden Schüler was für Voraussetzungen vorhanden sind. Das würde auch den Übergang in den Klassenstufen und damit verbundene Lehrerwechsel deutlich einfacher machen, vorausgesetzt die Skalen sind so konzipiert, dass man daraus Vorwissen bzw. Lücken in eben diesem ablesen kann.
Tests wären dann natürlich deutlich umfangreicher zu gestalten, da Aufgabenschwierigkeiten unterschieden werden müssten je nach Geschwindigkeit und Wissensstand.

Ist eine spontane, wenig durchdachte Möglichkeit.


Antwort
Zitat
JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007
Oldschool Grinder

Original von Wody

Original von n0gg[...]
Mal als Beispiel, Kevin, übergewichtig, schafft in seinem Coopertest so eben 1800 meter und kassiert dafür ne 5. Keine 6 - weil er immerhin teilnimmt.
Jason, sportlich, schafft seine 2600m und ist im 2er bereich. Der Lehrer kündigt jetzt in 4 Wochen einen Coopertest an und Kevin trainiert trainiert trainiert und schafft 2200 m. Hat sich also massiv verbessert, bekommt dafür soeben ne 4. Jason hat nix gemacht, im Unterricht gechillt, hat nen schlechten Tag und läuft diesmal 2500m. Bekommt damit trotzdem seine 2.
Verdient hätte Kevin jetzt ne 1 und Jason 5. Realität ist aber anders rum. [...]

Du hast vergessen zu erwähnen, dass Jason seit der Grundschule zwei Mal die Woche Training hat. Und auch als der Kevin den Monat drei Mal die Woche joggen war, hat Jason trotzdem noch mehr Sport gemacht als Kevin.

Original von Play4forlife
[...] Wenn du dich jetzt im Diktat von 30 Fehlern auf 12 verbesserst ist das doch viel beeindruckender als ein Schüler der zwar nur mit 6 Fehlern gestartet ist, aber diese konstant hält. [...]

Was heißt denn gestartet? Der mit den 6 Fehlern hat eben schon außerhalb der Schule mit den Eltern deutsch gelernt. Wenn jemand als Hobby programmiert bekommt er eben in Info sehr gute Noten, auch wenn er in einem Halbjahr dafür nix außerhalb der Schule macht, weil er ein Spiel suchtet. Soll etwa der eine bessere Note bekommen, der es erst nach einem Monat schafft "Hello World." auszugeben nur weil er davor nix konnte?

Es geht um den Prozess. Wir alle starten mit unterschiedlichen vorraussetzungen (Intelligenz, Sportlichkeit, Elternhaus). Und das Bemühen sollte auch in der Schule adequat belohnt werden, um von dem ergebnisfixierten Denken raus zu kommen.
Und natürlich sollte es trotzdem auch objektive Kriterien geben. Aber das einfach abzutun und zu sagen, dafür macht er außerhalb der Schule mehr, verkennt eben diese Unterschiedlichkeit.
Gerade im Sportunterricht könnte man das mit der Berücksichtigung der Herzfrequenz gut einführen.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Original von Iseedeadpeople
Seit 10 Jahren darf ich jetzt schon an einer beruflichen, weiterführenden Schule unterrichten und finde es immer wieder spannend, wie viele Spezialisten denken, sie könnten die Arbeit von Lehrern (völlig egal ob Sport, Musik, Kunst, Mathe oder BWL) beurteilen, nur weil sie mal selbst in der Schule waren oder mal kurz mit jemanden gequatscht haben der Lehrer ist.

Ich behaupte mal ganz Frech, dass hier vermutlich die allerwenigsten Lehrer sind. Trotzdem wird immer wieder über die 'Faulheit' der Lehrer spekuliert.

An die Lehrerbasher:
Ich empfehle jedem einfach mal 6h (Ja ich weiß : 6x45min) vor einer Klasse zu stehen und immer omnipräsent zu sein.
Vergleicht es doch einfach mal (falls ihr nicht noch studiert) mit eurem Job.
Was ist anstrengender? Am PC zu sitzen, ab und zu zu telefonieren (Ja ich pauschalisiere auch), mal nen Kaffee zu schlürfen...
... oder eine Präsentation vor 30 Mitarbeitern zu halten, sie miteinzubinden etc p. p.
Und das nicht nur 1h sondern 5-6h am Tag.

Ich verspreche euch, ihr werdet nie mehr über Lehrer vorschnell urteilen, wenn ihr mal ne Woche unterrichtet habt.(incl. Vorbereitung etc.)

Vielleicht arbeiten manche Lehrer zeittechnisch weniger als normal Berufstätige, aber dafür ist es oftmals deutlich intensiver.
Als Vergleich nehme ich hier für mich ein 1-Jähriges 0815 Wirtschaftspraktikum in der Personalabteilung, dass ich gemacht habe.
(Ich vergleiche hier kein Lehrer mit nem CEO-Job, sondern mit jemanden der ca. gleich verdient.)

Das gleiche gilt für alle die denken, Sportlehrer(da dass ja auf den letzten Seiten besonders betrachtet wurde) wäre das chilligste überhaupt.
Im Rahmen der SMV veranstalte ich jedes Jahr ein Fußballturnier. Nach den 4h mittags, möchte ich mich abends erschiessen oder einfach nur betrinken, da der Lärmpegel ernorm anstrengt... Seitdem habe ich meinen Sportlehrerkollegen niemehr einen Spruch gedrückt.
Aber vermutlich bin ich einfach nicht so belastbar.

Zum Schluss empfehle ich jedem das Grundgesetz § 12
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.

Es werden immer noch Lehrer gesucht. Go for it.

In dem Sinne.
Ein Lehrer, dem es trotzdem noch wahnsinnig Spaß macht.

Schon etwas schräg die wirklich grundlegendste Sache im Lehrerjob, nämlich das Unterrichten, so dermaßen zu überhöhen. Das wäre genauso wenn hier Programmierer schreiben würden, dass mehrere Stunden konzentriertes Arbeiten nur absolute Heros hinbekommen und im Grunde schon an Superman-Fähigkeiten herankommt.

Es gibt Menschen die können präsentieren/unterrichten/etc. und andere eben nicht. Das Problem ist, dass es schon eine relativ hohe Zahl an Menschen (die das nicht so gut können) gibt, die dann meinen Lehrer werden zu müssen. Denen kommt es dann so vor als ob sie unmenschliches vollbringen müssen.

Unterschied zur freien Wirtschaft, obwohl es da auch Ausnahmen gibt: so jemand wird nicht lange im Beruf bleiben, der Lehrer in der Regel schon.


Antwort
Zitat
berxwedan
Beigetreten: 17.02.2009
Oldschool Grinder

Das wäre genauso wenn hier Programmierer schreiben würden, dass mehrere Stunden konzentriertes Arbeiten nur absolute Heros hinbekommen und im Grunde schon an Superman-Fähigkeiten herankommt.

Ich bin Programmierer und ja, das grenzt an superman Fähigkeiten :P
Im Ernst, ich kann Pausen machen, wann ich will, Mittag essen, Kaffee trinken etc wann ich will. Wenn mein Kopf voll ist, gehe ich spazieren. Ich kann weitestgehend selber entscheiden, zu welchen Bedingungen ich wann und wo arbeiten will. Das alles kann ein Lehrer nicht, zumindest nicht während er unterrichtet. Ich möchte nicht tauschen, halte den Lehrerjob für deutlich anstrengender!


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Original von berxwedan

Das wäre genauso wenn hier Programmierer schreiben würden, dass mehrere Stunden konzentriertes Arbeiten nur absolute Heros hinbekommen und im Grunde schon an Superman-Fähigkeiten herankommt.

Ich bin Programmierer und ja, das grenzt an superman Fähigkeiten :P
Im Ernst, ich kann Pausen machen, wann ich will, Mittag essen, Kaffee trinken etc wann ich will. Wenn mein Kopf voll ist, gehe ich spazieren. Ich kann weitestgehend selber entscheiden, zu welchen Bedingungen ich wann und wo arbeiten will. Das alles kann ein Lehrer nicht, zumindest nicht während er unterrichtet. Ich möchte nicht tauschen, halte den Lehrerjob für deutlich anstrengender!

Ja, du könntest das nicht und bist deshalb auch kein Lehrer geworden. Alles gut! Aber wenn sich Lehrer hinstellen und meinen wie beschissen das doch alles ist mit den Kindern etc. pp. dann hätten sie eben nicht Lehrer werden dürfen. Ist ja nicht so, dass man nicht weiß was auf einen zukommt. Aber da haben die angehenden Lehrer gedanklich dann meistens genau den Fehler gemacht, den sie anderen immer vorwerfen: "Lehrer ist doch bestimmt voll easy money... go ship it" Tja, so ist das halt - also ihr rumheulenden Lehrer: HEULT LEISE.

P.S. Und auch nicht jede Unterrichtsstunde ist so extrem wie es oft dargestellt wird. Meine Freundin ist Lehrerin und an den allermeisten Tagen ist sie wirklich zufrieden - weil Kinder auch sehr viel zurückgeben. Zusätzlich ist das auch von Grund auf ehrlich gemeint und nicht wie in manch anderen Unternehmen/Jobs, wo man meist nur ne Nummer ist die Geld kostet und einem das auch durch die Blume gesagt wird. Die zufriedensten und glücklichsten Menschen die ich kenne sind alle Lehrer! Und das sind, bedingt durch meine bessere Hälfte, etliche.


Antwort
Zitat
murdock04
Beigetreten: 09.02.2009
PokerStrategist

Original von 3nJ0yIT
Ist ja nicht so, dass man nicht weiß was auf einen zukommt.

Weiß man natürlich nicht, weil das keiner einschätzen kann, der nicht mal Lehrer war. War doch immer Würstchens großer Punkt. Nur weil man einen Job 13 Jahre lang tagtäglich beobachtet, hat man noch nicht mal den leisesten Ansatz einer Ahnung.


Antwort
Zitat
Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009
PokerStrategist

Original von murdock04

Original von 3nJ0yIT
Ist ja nicht so, dass man nicht weiß was auf einen zukommt.

Weiß man natürlich nicht, weil das keiner einschätzen kann, der nicht mal Lehrer war. War doch immer Würstchens großer Punkt. Nur weil man einen Job 13 Jahre lang tagtäglich beobachtet, hat man noch nicht mal den leisesten Ansatz einer Ahnung.

Es gibt keinen anderen Job den der Durschnittsbürger auch nur im Ansatz so gut einschätzen kann wie den des Lehrers. Wer nach ein paar tausend Stunden beobachten einen Beruf immernoch nicht einschätzen kann, der hat den Hirntod erlitten. Ist natürlich blöd für die Lehrer hier, die keine Ahnung haben wie es außerhalb des Staatsdienstes aussieht während jeder ihren Job gut kennt. Da sind in der Diskussion natürlich im Nachteil. Es bleibt aber ein fakt.


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Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005
BlackMember

Ich finde das schon etwas aus dem Fenster gelehnt. Es ist natürlich keine Black Box aber ich würde mir auch nicht anmaßen, zu wissen, wie es ist, Friseur zu sein, trotz hunderter Besuche bzw denke ich, dass ich das total schlimm fände, lifetime 8h am Tag Haare zu schneiden. Ich glaube nicht, dass der Part als Kunde/Schüler das Gefühl vermitteln kann, denn Job lifetime auf der anderen Seite zu verbringen.

Bei Schülern kommt noch dazu, dass man einen ganz anderen Erkenntnishorizont als Kind hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass man als Erwachsener vieles am Schulalltag des Lehrers anders einordnen würde, wenn man nochmal die Gelegenheit hätte, es zu beobachten.


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Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

An dieser stelle allen Lehrer*innen schöne Herbstferien :coolface:


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005
BlackMember

Kommt aufs Bundesland an. Bei uns ist diese Woche noch Schule.


Antwort
Zitat
flowIIpoker
Beigetreten: 14.02.2007
PokerStrategist

eine frage an eltern und lehrer hier:

gibs denn schon tendenzen, das nach den ferien wieder so ein lockdown fuer schulen kommt?


Antwort
Zitat
ScaAra
Beigetreten: 19.02.2009
PokerStrategist


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007
Oldschool Grinder

Original von flowIIpoker
eine frage an eltern und lehrer hier:

gibs denn schon tendenzen, das nach den ferien wieder so ein lockdown fuer schulen kommt?

Das erfahren die Schulleitungen und Lehrer auch erst aus den Nachrichten und Zeitungen, wahrscheinlich wird wieder am Freitag vor dem Schulstart bekannt gegeben, was genau gemacht werden soll. Dass das dann nicht mehr realistisch durchführbar ist, ist relativ klar, aber egal. Man hat ja bekannt gegeben, dass es so zu passieren hat.

Meine persönliche Prognose ist, dass man versucht alles so lange wie möglich geöffnet zu lassen bis quasi nichts mehr geht und selbst dann keinen kompletten Lockdown mehr durchführen, sondern einzelne Klassen/Jahrgänge nach Hause schicken wird. Halt wieder mal ungeplant und Flickenteppich.

Aber ich vertraue natürlich auf die geballte Kompetenz von Gebauer und Laschet, die zumindest in NRW das Ruder fest in der Hand halten, keinen Schlingerkurs fahren, transparent kommunizieren und etwaige Fehler niemals bei anderen suchen.
Das wird sicher klappen :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005
BlackMember

Hängt ja auch afaik sehr vom Bundesland ab, oder?

Meine Prognose ist, dass es keine präventiven Lockdowns geben wird und Schulen nur Case by Case dicht macht, wenn Infektionen de facto auftreten.

Was denkt ihr?


Antwort
Zitat
Hennes
Beigetreten: 06.03.2006
Oldschool Grinder

Original von flowIIpoker
eine frage an eltern und lehrer hier:

gibs denn schon tendenzen, das nach den ferien wieder so ein lockdown fuer schulen kommt?

Wir haben alle Schulsachen mit nach Hause nehmen dürfen (NRW). Dies geschah wahrscheinlich aber aus Weitsicht der Schulleitung und nicht weil es Infos von Seiten der Landesregierung gab. Wir hatten Donnerstag den 27.8. Elternabend, und die Leitung keinerlei Infos welche Neuerungen am 1.9. In Kraft treten... Läuft hier einfach suboptimal in NRW
Ich geh davon aus dass wir Freitags am letzten Ferientag erst wissen was Montags passiert...


Antwort
Zitat
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