Original von duck7777
Original von Freo
Ich bin übrigens ganz klar gegen den Mindestlohn. Es ist nicht Aufgabe des Marktes, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Im Gegenteil, es ist kontraproduktiv. Das Einmischen des Staates in funktionierende Märkte führt letztlich immer zu schlechteren Ergebnissen für die gesamte Bevölkerung.Nun kommen die Gerechtigkeitsforderer und wollen gerechte Einkommen (was immer das auch ist, alleine darüber dürfte es genug Streit geben können). Ich denke, in Deutschland ist man sich weitgehend einig, daß man Leuten, die nicht ausreichend für sich bzw. ihre Familien sorgen können, auch ein Mindesteinkommen zukommen lässt. Die Frage ist nur, wie macht man das? Der einfache, populistische Weg ist, Mindesteinkommen festzulegen. Das kostet ja vordergründig nichts. Es lässt sich beim Wähler gut verkaufen und man braucht nicht in den eigenen Etats herumwerken. Und so nebenbei lässt sich die Schuld bei den achso bösen, geldgierigen Kapitalisten abladen. Dabei gibt es weitaus wirksamere Alternativen, ob die nun Bürgergeld, negative Einkommensteuer oder sonstwie heissen. Wichtig ist da vor allem, daß diese Gerechtigkeit außerhalb des Marktes vom Staat herbeigeführt wird und so die negativen Folgen zu hoher Löhne vermeidet.
Mit Gerechtigkeit hat das ja auch nichts zu tun, sondern mit Logik. Wenn ein Unternehmen es mit dem was es tut nicht schafft, sich im Markt zu behaupten und nur durch Sozial-Schmarotzerei überlebt, dann sollte es dieses Unternehmen nicht geben. Beim Mindestlohn geht es doch nicht um Gerechtigkeit. Glaubst Du im Ernst, es interessiert mich oder irgendeinen Arbeitgeber, ob die Löhne nun "gerecht" sind oder nicht? Ich kann dir versichern, dem ist mitnichten so. Schon alleine deshalb, weil man den Begriff "gerecht" erst mal definieren müsste.
Ich habe auch prinzipiell nichts gegen das Zuzahlungs-Modell, allerdings habe ich etwas dagegen, wenn mit unseren Steuergeldern einige wenige subventioniert werden, die ohne uns überhaupt nicht lebensfähig sind.
Nicht zu verachten sind auch die psychischen Probleme, die durch das Zuzahlungs-Modell entstehen. Diese Menschen machen einen Großteil der Bevölkerung aus und haben dadurch Einfluß auf unser aller Leben. Ich möchte meinen Wohlstand auch genießen können. Ob es einzelnen Menschen gut oder schlecht geht, ist mir zunächst mal egal. Wenn aber die ganze Gesellschaft darunter leidet, dann bin ich ebenfalls betroffen. Ich bin schon aus purem Eigennutz für einen Mindestlohn ;).
^^ ich hoffe es sind nicht viele so egoistisch wie du. Das traurige daran ist das tatsaechlich sehr viele so egoistisch sind.