ich hab den typen auch net gekannt und versteh auch net warum wegen nem fussballer da so ein trara gemacht wird
Original von Hasgar
ich hab den typen auch net gekannt und versteh auch net warum wegen nem fussballer da so ein trara gemacht wird
du solltest vielleicht erstmal den thread lesen bevor du deine unqualifizierten äußerungen loslässt
es geht nich um den fussballer robert enke sondern um den menschen und das was er getan hat, sowie seine krankheit und sein leid, welches schlussendlich das krankheitsbild geformt und zu seinem suizid geführt hat - der hype is dennoch zu groß aber du hast nich verstanden worum's eigtl geht
Original von Areacodes18
Original von Hasgar
ich hab den typen auch net gekannt und versteh auch net warum wegen nem fussballer da so ein trara gemacht wirddu solltest vielleicht erstmal den thread lesen bevor du deine unqualifizierten äußerungen loslässt
es geht nich um den fussballer robert enke sondern um den menschen und das was er getan hat, sowie seine krankheit und sein leid, welches schlussendlich das krankheitsbild geformt und zu seinem suizid geführt hat - der hype is dennoch zu groß aber du hast nich verstanden worum's eigtl geht
![]()
Doch, es geht um den Fussballer... die meisten wollen sich nur einreden dass es um den Menschen geht, aber niemand hier kennt den Mensch Robert Enke.
Depressionen und Selbstmorde gab es auch vor Robert Enkes Tod, aber das ist leider keine Tragödie, sondern nur eine Statistik und deswegen für die Medien uninteressant.
Original von StusHeritage
Lady di, king of propophol, robert enke.
Allein diese Aufzählung zeigt, warum es von vielen kritisiert wird. (Der Spitzname für Michael Jackson, der getötet wurde, ist natürlich auch ein Brüller - Robert Enke hat sich schließlich nur vor nen Zug geworfen... sorry, aber sowas ist doch nur dumm).
Sicher gehts hier um den Fußballer.
Meinetwegen kann man den Tod als Anlass dazu nehmen, das schwierige Krankheitsbild von Depressionen aufzugreifen. Imho sollte man das auch tun, nur eben nicht -ausschließlich- unter dem Deckmantel der Trauer.
Original von kobeyard
natürlich ist es eine tragödie, aber wird im grunde nicht inzwischen fast eine falsche botschaft gesendet? gerade für leute, die selbst mit objektiv betrachtet größeren problemen leben müssen und die eventuell auch suizidgedanken haben, wird evtl unterbewusst folgende quintessenz ankommen: bring dich um und alle werden dir aufmerksamkeit schenken, dich bemitleiden, deine familie unterstützen usw usf.
von "objektiv" größeren Problemen zu sprechen macht wenig Sinn. Persönliche Probleme sind ja ne rein introspektive Sache, ergo kannste se nich in ne Problemrangliste packen. Wenn überhaupt, würde ich argumentieren, dass Enkes Problem das "objektiv" schlimmere ist, als Hunger / Armut / whatever man sich da jetzt als Paradebeispiel ausmalen könnte (ich geh natürl von Hungernden / Armen aus, die kein Suizid begehen).
Unsere einzige Beobachtungsmethode und damit das einzig relevante Kriterium beim Werten von Problemen, kann ja nur die Reaktion auf das Problem sein. Alles andere ist nicht meßbar. Und Selbstmord ist wohl die radikalste Reaktion auf ein Problem.
Was den Rest angeht:
Ob das jetzt "zuviel" ist, oder nicht, weiß ich nicht, ist mir auch relativ egal. Solange der Fokus der Öffentlichkeit die direkt Betroffenen nicht stört- und das tuts scheinbar nicht, man hatte ja eher das Gefühl seine Frau war froh, als sie sich die Last der letzten Jahre in der Öffentlichkeit von der Seele reden konnte- seh ich das Problem nicht. Wenn 50000 Menschen sich einem Robert Enke eben verbunden fühlen, weil sie das Gefühl haben, das war eine der wenigen Figuren im Fußball, die auch außerhalb des Platzes nen Vorbild sind oder von mir aus auch nur weil sie denken, dass er nen Top Torwart war, oder auch aus ganz anderen Gründen, dann würd ich nie auf die Idee kommen mich daran zu stören tbh.
Vielleicht hilft es der Familie sogar zu sehen, dass da ne Menge Leute draußen sind, die der Meinung sind, dass Robert Enke nen klasse Typ war und das sein Tod nen Verlust darstellt. Wenn nicht- schaden tuts jedenfalls keinem.
Dass dem Tod von Robert Enke mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als dem Tod eines nicht-Promi ist doch völlig natürlich und in keiner Weise verächtlich, ich bitt euch. Er stand in der Öffentlichkeit, sein Name ist jedem von uns ein Begriff und da man eben gewisse Dinge über ihn "weiß" (unabhängig davon ob diese wahr sind oder nicht, wie das bei Wissen über öffentl. Personen eben immer is) ist die "Empathie" ggnüber Enke eben größer, als die gegenüber jemandem dessen Name ich noch nie gehört hab. Wenn dieses "Wissen" dann auch noch durchweg positiv ist: besticht durch Leistung und nicht durch ne große fresse, wirkt überlegt und intelligent, engagiert sich für den Tierschutz, hat bereits nen schlimmen Schicksalsschlag erlitten dann liegt es doch auf der Hand, dass es einem näher geht wenn so jmd Suizid begeht, als ein random Name, mit dem man so garkeine Eigenschaften verknüpfen kann.
Die Sache mit der falschen Msg kann ich nicht einschätzen, dafür kenn ich mich zuwenig mit den Denkmustern Depressiver aus. Glaube aber eher nicht, dass das jetzt zu ner riesen Suizid-Welle führen wird.
Ach und die Leute, die Enke den Selbstmord vorwerfen und mti der "Kein Mitleid für Suizid" Schiene kommen. wtf eigentlich?! das is so unendlich dumm, dass es eigntl keinem Kommentar bedarf. Depressionen sind ne Krankheit (mit vielfältigen u.a. genetischen und neurobiologischen Ursachen) kein Wahlzustand. Man würde wohl kaum sagen "kein Mitleid für Krebsopfer" obwohl das halt exakt das selbe wäre.
Und der Kommerzvorwurf erscheint mir auch nur absurd.
That said, ich persönlich hab mich relativ wenig mit der ganzen Sache auseinandergesetzt. Hab die Pressekonferenz oder die Trauerfeier auch nicht gesehen (nur den Spiegel-Leitartikel drüber gelesen vorhin). Ich kann nur nicht verstehen, wieso man sich daran stört, wenn andere Leute offensichtlich das Bedürfniss haben ihr Mitgefühl zu bekunden, denn wie gesagt, wem schadets denn und ihnen scheints ja was zu geben, sonst würden sies nich tun.
Ich habe nicht einen post in diesem thread gelesen... will aber auch einfach unabhängig von alldem, was auf einen hier so runterprasseln könnten meinen senf zu dem Thema abgeben.
Bin selber aktiver fussballer und seit jahren auch Fan eines Erstligavereins (Köln nicht H96). Haben heute vor unserem Kreisliga B Spiel eine Schweigeminute eingelegt......
Sinn und Zweck dieser Schweigeminute sei nun mal dahin gestellt...
Vllt wird es etwas alle zu übertrieben.. als Außenstehender muss ich sagen, dass mir Robert Enke immer sehr sympathisch war. Er war einer der wenigen Fussballer die weiter als 3 zählen konnten und vor allem hat er sich immer im Hintergrund gehalten und versucht die Medien zu meiden.
Solch eine Krankheit wie er hatte ist natürlich sehr schlimm, ich habe direkt aus meinem Freundeskreis erfahrungen mit Depressionen erfahren können.
Ich bin seit der Meldung seines Todes zu tiefst berührt und habe volle Anteilnahme und kann nur mein tiefstes Bedauern zu diesem tragischen Fall aussprechen.
Ich hoffe, dass seine Frau und sein Kind irgendwann über diesen schweren Schicksalschlag hinwegkommen.
@ Sefant77
Man war das damals schön als solche strohdummen Deppen noch zu blöd waren sich einen Internetzugang einzurichten.
War es noch schön als es KEIN Internet gab, wo nicht die Medien für ihre eigene Interessen den Tod eines Mensches ausgebeutet haben. Wo nicht potenziell 82 MIo Menschen mit Bier und Chips am Fernseher die Beerdigung einer "Ikone" miterleben durften, zur Abendunterhaltung.
Beim Besten Willen: Wenn ein Mensch verstirbt und man trauert, dann braucht das Zeit. Wenn ich Abschied nehmen muss weil ich die Frau, etc, bin, dann geh ich auf die Beerdigung. Wenn ich will, dass NUR WAHRE FREUNDE da sind, dann warte ich, sie kommen von selbst, oder lad sie ein. Aber nicht 82Mio die Puplic Viewing betreiben.
Und ja da kommt das Inet wieder ins Spiel. Dank der medialen Vernetzung sind doch solche Stilblüten erst möglilch. Schonmal Al-Jasira gesehen, wennse wieder die Hinrichtung von Homos ausstrahlen? Ja, danke Informationstechnologie.
@ Kampfzwerg2k
"Wer in einem Thread, egal wie er zu der Sache steht, möchtegern-kritisch hinterfragt, nur um sich auf Kosten des Verstorbenen und zu Lasten der aufrichtig Trauernden als intellektuell-überlegen darzustellen, der ist nicht mehr ganz klar im Kopf oder war es noch nie. Das ist an Armseeligkeit nicht zu überbieten und eine Bankrotterklärung des eigenen Wertegerüsts. Im besten Falle noch ein Zeichen fehlenden geistigen Erwachsenseins. Ich würde mich schämen so in einem öffentlichen Forum für jeder Mann sichtbar darzustehen..."
Der Thread heißt nicht "Trauerthread für Robert Enke", sondern " R.E. tod zu sehr glorifiziert?". Meine schlichte Antwort heißt JA. Einfach nur JA.
Und moralische Verarmung? Ne. danke ich arbeite im Krankenhaus. Da bekommt man sehr viel Scheiss mit. Ja und der ein oder andere Pat. stirbt einem in der Schicht. Und du wäscht die Leichen. Traumatisiert? Nein. Vielmehr nicht mehr verklärt. Und glaub mir, mit Menschenleben wird auch leichtfertig gehandelt und mit Krankheit Geschäft gemacht. So wie mit dem Tod des Verstorbenen. Vielleicht nicht in der öffentlichkeit, aber Gelder fließen.
Letztlich sag ich zum Abschluss: Schade, dass er Trauer hinterlässt. Und ja, Depression ist eine Krankheit, aber auch der Psychiater hätte den Job richtig machen sollen (auch wenns nicht leicht ist) und auf die kleinen Zeichen achten müssen. Gut, evt. war er nur überlasstet und deshalb "blind".
Aber wenn E. sich vor einem Zug wirft, schön werbewirksam. Ist auch immer ein klassischer Aufmerksamkeitsruf, wenn auch posthum, ein abstrafendes "Ihr seit Schuld". Deshalb passt die Sache nicht für mich, ein richtig Depressiver hätte sich nicht soo derart umgebracht.
Und wenn ihr beiden euch auch an dieser Auffassung stößt und Unmoral und kognitive Retardierung skandaliert, schaut bitte auch auf andere Post, die schlicht nur "ja" schreiben.
lol, hatte ne ähnliche ansicht wie kobe, diese aber schon paar stunden nach seinem tod in den entsprechenden thread gepostet und wurde zu tode geflamt (ok habs auch vlt bischen zu drastisch formuliert^^) und jetz ne knappe woche später sind die meisten auch dieser meinung.
Es gibt eben viele die sich zT vorstellen, wie sich angehörige/bekannte verhalten nachdem man suizid begangen hat, was durch diesen hype wohl eher noch unterstützt wird.
Und auch hier wieder: Robert Enke war sicherlich ein guter Mensch, guter Mensch/Vater und er kann einem eben Leid tuen. Aber man sollte da doch immer die Relationen sehen, es gibt sicher auch noch Menschen die es schlimmer haben/hatten (auch wenn man sich das als mehr oder weniger glücklicher Mensch kaum vorstellen mag) und sehe immernoch keinen rechten grund warum ich einem guten Fußballer mehr aufmerksamkeit schenken soll, als einem unbekannten Obdachlosen, der es evtl nich weniger schwer hat. Glaube kaum, dass es Menschen mit ähnlichen Problemen wie Enke jetzt besser geht, wo sie sehen wie sehr man nach dem Suizid glorifiziert wird.
Mathiss, ich stimm dir egl. zu 100% zu, aber dennoch war es vielleicht ein wenig unangebracht am Tag seines Todes schon damit anzukommen.^^
Btw. Der Fall Enke ist ja noch garnichts. Das perverseste, was ich da je erlebt hab war der Tod von Chris Benoit.
Am ersten Tag, nachdem bekannt war dass er tot war, haben die WWE, etliche US-Sender und so quasi alle Fans "getrauert" und den guten Herrn Benoit glorifziert. Er war ein super Wrestler und ein toller Mensch.
Als dann rauskam dass er vor seinem Ableben(Suizid) noch seine Frau und sein kleines Kind erwürgt hat, hat sich dass dann irgendwie ein wenig gedreht.^^
Aber ähnlich wie im Fall Enke war Trauer und Wut schnell überwunden und was darauf folgte war die Frage nach dem "Warum?".
Wochenlang wurde dann darüber gemutmaßt ob vielleicht Steroide an allem Schuld sein und alles hätte verhindert werden können, blablabla.
Original von Mathiss
...es gibt sicher auch noch Menschen die es schlimmer haben/hatten (auch wenn man sich das als mehr oder weniger glücklicher Mensch kaum vorstellen mag) und sehe immernoch keinen rechten grund warum ich einem guten Fußballer mehr aufmerksamkeit schenken soll, als einem unbekannten Obdachlosen, der es evtl nich weniger schwer hat.
Dann mach es halt nicht! Das gilt auch für alle anderen hier. Aber spart euch einfach die ironischen und zynischen Kommentare. Das ist denen ggü. die, aus welchen Gründen auch immer, wirklich trauern einfach nur anstandslos!!
@ Barbarossa: Mach einfach den Kopp zu, das is ja kaum zu ertragen.
"...der Psychiater hätte den Job richtig machen sollen und auf die kleinen Zeichen achten müssen."
Wow, sehr clever.
Eigentlich kann ich nicht viel zu der ursprünglichen Fragestellung beitragen.
Aber mich hat sein Tod betroffen gemacht... Nicht aus Sensationsgier, sondern einfach aus einem Gefühl heraus, obwohl ich weder Fan von H96 bin, noch mich vorher groß für Robert Enke interessiert habe.
Warum soll ich jetzt meine Betroffenheit, wenn sie doch ein ehrliches Gefühl ist, unterdrücken? Und wahrscheinlich gibt es zig tausend andere Menschen, die so fühlen und wahrscheinlich auch viele, die ihm um einiges näher standen und sei es nur weil er ihnen nach dem Training ein paar Minuten seiner Zeit geschenkt hat.
Mir ist es auch egal, ob die Medien das jetzt ausschlachten, denn dem kann ich mich entziehen. Das ist letztendlich meine ganz persönliche Entscheidung.
Mit Nachdruck möchte ich aber sagen, dass man definitiv seine Frau mit irgendwelchen Anschuldigungen in Ruhe lassen sollte. Sie musste innerhalb von zwei Jahren zwei harte Schicksalsschläge hinnehmen und wie sie jetzt mit dem Freitod ihres Mannes umgeht, ist ganz alleine ihre Sache und es steht niemanden hier im Forum zu, darüber zu urteilen. Manche verkriechen sich bei Trauer, andere gehen offensiv damit um ----> es gibt einfach keinen Patentweg.
Original von andi23
...Das ist denen ggü. die, aus welchen Gründen auch immer, wirklich trauern einfach nur anstandslos!!...
Wirklich trauern, oder was? So wie die millionen enke-fans? Was soll das sein, "wirklich trauern"? Wenn mein vater stirbt - dann trauere ich wirklich. Wenn sich ein freund von mir umbringt oder krebs bekommt. Das ist ein grund.
Ich bin mir sicher, dass es für all diejenigen, die beim tod eines (mehr oder minder!) prominenten "wirklich trauern" einen psychoanalytischen fachterminus gibt!
Was m.e. "wirklich anstandslos" ist, sind kameras, die wirklich trauernde menschen soweit reinzoomen, dass ich die porenstuktur ihrer haut erkennen kann. Politiker, für die das eine hervorragende möglichkeit ist mal zu zeigen, was sie für sym - und empathische kerlchen sind sowie leute, die lebende depressive für schwuchteln und weicheier halten, tote aber glorifiziern und anhand deren lebensgeschichte dann mal brav mißstände anprangern.
Ich hab schon die ganze Zeit drauf gewartet sowas wie "Robert Enkes Tod wir ihnen präsentiert von: MediaMarkt!" zu sehen xD.
Ich interessier mich jetzt zwar auch nicht ausgiebig für Fußball aber der hat doch jetzt auch nichts besonderes gemacht außer halt bei Hannover ne solide Torwartleistung abzugeben. Klar ist sowas traurig aber ich hab schon gedacht ich kann nicht so viel essen wie ich kotzen möchte als ich diese "Trauershows" dann gesehen hab.
Imo ist es auch so, dass das mehr sowas wie ein Film ist für die Leute. Mal wieder richtig schöne Emotionen spüren, als hätten sie gerade einen extrem berührenden Film gesehen nur noch besser.
Mediales Konsumgut Emotion.
Original von Jarostrategy
Ich hab schon die ganze Zeit drauf gewartet sowas wie "Robert Enkes Tod wir ihnen präsentiert von: MediaMarkt!" zu sehen xD.Ich interessier mich jetzt zwar auch nicht ausgiebig für Fußball aber der hat doch jetzt auch nichts besonderes gemacht außer halt bei Hannover ne solide Torwartleistung abzugeben. Klar ist sowas traurig aber ich hab schon gedacht ich kann nicht so viel essen wie ich kotzen möchte als ich diese "Trauershows" dann gesehen hab.
Imo ist es auch so, dass das mehr sowas wie ein Film ist für die Leute. Mal wieder richtig schöne Emotionen spüren, als hätten sie gerade einen extrem berührenden Film gesehen nur noch besser.
Mediales Konsumgut Emotion.
THIS!
Original von StusHeritage
Original von andi23
...Das ist denen ggü. die, aus welchen Gründen auch immer, wirklich trauern einfach nur anstandslos!!...Wirklich trauern, oder was? So wie die millionen enke-fans? Was soll das sein, "wirklich trauern"? Wenn mein vater stirbt - dann trauere ich wirklich. Wenn sich ein freund von mir umbringt oder krebs bekommt. Das ist ein grund.
Ich bin mir sicher, dass es für all diejenigen, die beim tod eines (mehr oder minder!) prominenten "wirklich trauern" einen psychoanalytischen fachterminus gibt!
Was m.e. "wirklich anstandslos" ist, sind kameras, die wirklich trauernde menschen soweit reinzoomen, dass ich die porenstuktur ihrer haut erkennen kann. Politiker, für die das eine hervorragende möglichkeit ist mal zu zeigen, was sie für sym - und empathische kerlchen sind sowie leute, die lebende depressive für schwuchteln und weicheier halten, tote aber glorifiziern und anhand deren lebensgeschichte dann mal brav mißstände anprangern.
Is doch scheiß egal wer, wie oft, wann und warum wie intensiv trauert. Dass Teresa Enke mehr Trauer verspürt als alle anderen is klar. Aber auch die 96- und Enke-Fans (zu denen ich auch gehöre) sind voller Trauer. Zumindest für mich kann ich das ganz klar sagen. Spontan fällt mir kein Mensch ein, den ich nicht persönlich kenne, den ich mehr gemocht habe als Robert Enke. Und wenn diese Person, über die ich täglich etwas gelesen und die ich wöchentlich auf dem Platz gesehen habe sich aufgrund einer langjährigen, der Öffentlichkeit nicht bekannten Depression das Leben nimmt...ja, dann trauere ich wirklich!
Und du hast einfach nicht das Recht dazu, alle nicht-Verwandten über einen Kamm zu scheren und zu sagen, das sei alles nur Heuchelei und man dürfe nicht trauern. Oder eben nicht wirklich.
Was mich auch dermaßen ankotzt ist eure unglaubliche cleverness mit der ihr erkennt, dass Politiker und Funktionäre die Situation ausnutzen um ein paar Worte zu sagen um dann letztendlich selbst besser dazustehen. Sicherlich gibt es viele Heuchler in der Politik, im Sport und allgemein in der Bevölkerung. Und ja, ich hinterfrage grundsätzlich alle Aussagen solcher Personen kritisch. Aber wer die Bilder gestern und auch am Mittwoch vom Gedenkgottesdienst gesehen hat und meint, dass die Anteilnahme geheuchelt war...der tut mir einfach nur leid.
Lasst die Leute trauern. Wenn ihr anders fühlt, ok. Das kann ich gut verstehen. Ich war beim Tod von jacko auch nicht traurig. Aber zieht nicht über die Trauernden her und macht euch nicht über sie und vor allem nicht über den Verstorbenen lustig. Das ist abscheulich!
hab nur den ausgangspost gelesen, also im prinzip stimme ich dir zu, aber hier geht es nicht nur um robert enke.
in hannover war er ein volksheld. das vorbild von zigtausend jugendlichen und kindern. für die meisten von denen ist es der erste direkte kontakt mit dem tod und dann auch noch mit einer solch speziellen art des todes.
wer die kinder gestern auf der trauerfeier und in den tagen davor vor dem stadion gesehen hat und miterlebt hat wie deren eltern rührend trauerarbeit geleistet haben wird viel eher das mit der platz benennung etc verstehen.
damit wird nicht nur robert enke glorrifiziert, sondern halt auch etlichen menschen geholfen damit besser klar zu kommen.
Original von Abraxas96
hab nur den ausgangspost gelesen, also im prinzip stimme ich dir zu, aber hier geht es nicht nur um robert enke.in hannover war er ein volksheld. das vorbild von zigtausend jugendlichen und kindern. für die meisten von denen ist es der erste direkte kontakt mit dem tod und dann auch noch mit einer solch speziellen art des todes.
wer die kinder gestern auf der trauerfeier und in den tagen davor vor dem stadion gesehen hat und miterlebt hat wie deren eltern rührend trauerarbeit geleistet haben wird viel eher das mit der platz benennung etc verstehen.
damit wird nicht nur robert enke glorrifiziert, sondern halt auch etlichen menschen geholfen damit besser klar zu kommen.
kann mir das mal jmd. genauer erläutern?
Original von andi23
Is doch scheiß egal wer, wie oft, wann und warum wie intensiv trauert.!
Nein, das finde ich nicht. Wenn hinz und kunz in in anbetracht des todes von jackson, enke, swayze und co tränen vergießen, kerzen anzünden und sofort die einschlägigen studivz-gruppen bevölkern, das gleiche aber nicht aber für mutter theresa, eine milliarde hungernde oder die kinder auf der örtlichen krebsstation tun, dann muss das nicht pietätsvoll repektieren und ob der "ergreifenden anteilnahme" demutsvoll den mund halten.
du hast einfach nicht das Recht dazu, alle nicht-Verwandten über einen Kamm zu scheren und zu sagen, das sei alles nur Heuchelei und man dürfe nicht trauern. Oder eben nicht wirklich.
Tatsächlich tue ich das gar nicht. Wenn jemand enke (den lebenden!) immer bewundert hat - so wie du das wohl getan hast - dann kann ich betroffenheit gut respektieren. Aber wir können ja mal zusammen schätzen wieviele derer, die jetzt "trauern", zu diesem kreis gehört haben.
Was mich auch dermaßen ankotzt ist eure unglaubliche cleverness mit der ihr erkennt, dass Politiker und Funktionäre die Situation ausnutzen um ein paar Worte zu sagen um dann letztendlich selbst besser dazustehen. Sicherlich gibt es viele Heuchler in der Politik, im Sport und allgemein in der Bevölkerung. Und ja, ich hinterfrage grundsätzlich alle Aussagen solcher Personen kritisch. Aber wer die Bilder gestern und auch am Mittwoch vom Gedenkgottesdienst gesehen hat und meint, dass die Anteilnahme geheuchelt war...der tut mir einfach nur leid.
Auch das sage ich nicht. Ich sage nicht, alles sei geheuchelt. Aber ich verwette meinen arsch darauf, dass ein haufen leute jetzt halt mal sagen was gut ankommt und traurig gucken. Opfer und vorgeschichte austauschbar.
Ich wollte dich eigentlich auch gar nicht angreifen. Worum es mir geht, ist dass was die beiden kollegen dirkt über dir gepostet haben.
Mediale konsumierbarkeit von emotionen. Das kann einen durchaus mal anwidern. Und zwar ganz besonders deshalb, weil ich im kern die geschichte um enke natürlich auch schlimm finde.
selbstmord ist feige. was er damit seiner familie angetan hat ist wesentlich schlimmer als alles, was ihn zu dieser tat getrieben haben könnte. ihm ging es schlecht? seiner frau gehts jetzt schlechter. er wollte fliehen? warum dann nicht alleine, nein er zieht unbeteiligte (lokführer) mit rein.
ich mochte enke sehr – bis jetzt.
Original von DerBobs
selbstmord ist feige. was er damit seiner familie angetan hat ist wesentlich schlimmer als alles, was ihn zu dieser tat getrieben haben könnte. ihm ging es schlecht? seiner frau gehts jetzt schlechter. er wollte fliehen? warum dann nicht alleine, nein er zieht unbeteiligte (lokführer) mit rein.ich mochte enke sehr – bis jetzt.
das gegenteil ist der fall.