hey leute,
normal mach' ich ja fast nie threads im small talk - könnte fast mein 1. sein - aber dieses mal liegt mir wirklich eine kontroverse frage auf der seele.
bei allem, was robert enke für fußballdeutschland getan hat (war objektiv betrachtet auch nicht so viel, aber zu mindestens für hannover 96 war er doch sehr lange aktiv - 6 jahre afaik), stellt sich mir doch die frage, ob er nicht jetzt doch zu sehr glorifiziert wird?
natürlich ist es eine tragödie, aber wird im grunde nicht inzwischen fast eine falsche botschaft gesendet? gerade für leute, die selbst mit objektiv betrachtet größeren problemen leben müssen und die eventuell auch suizidgedanken haben, wird evtl unterbewusst folgende quintessenz ankommen: bring dich um und alle werden dir aufmerksamkeit schenken, dich bemitleiden, deine familie unterstützen usw usf.
es soll jetzt in hannover sogar ein platz nach robert enke benannt werden. ich meine, hallo? was hat er denn großartiges für hannover als stadt geleistet? ich wette, dass es produktivere söhne und töchter der stadt gibt, die eines natürlichen todes starben und bei weitem nicht diese aufmerksamkeit bekommen.
fast 50000 menschen gehen zu seiner trauerfeier, es ist fast eine art robert-enke-kult entstanden.
wie gesagt: robert enke in allen ehren, aber ich finde, dass es inzwischen zu weit geht.