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[Geschlossen] Strafe?

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Guscode
Beigetreten: 12.01.2010

...sehe ich genau so! Auch ich denke, dass Soziopathen (und das sind in meinen Augen Vergewaltiger) an einer schwer zu heilenden Krankheit leiden. Als unterstützende therapeutische Maßnahme ist die "chemische Kastration" ein Mittel der Wahl. Ich sehe darin auch nichts menschenrechtsverachtendes! Todesstrafe oder "Schwanz ab!" war im 17. Jahrhundert vielleicht noch anwendbar, heute ist es allerdings lediglich billig (aber wirksam), doch als aufgeklärter weltbürger kann man solche Ansichten nie gutheißen...


Nochmal, die meisten Vergewaltigungen kommen nicht von Triebtätern (zmdt. nicht von Leuten deren Trieb viel größer ist als normal).
Meistens ist auch weniger der sexuelle als der Machttrieb u.a. (wie etwa im Krieg oder bei Massenvergewaltigungen wie hier von OP angesprochen) antreibend.

Die Abschreckung durch angedrohte Kastration ist sicher enorm, aber das heere Ziel wird von >= 2 Sachen einem sofort verleidet:
- Verdeckungskriminalität
- Falschbeschuldigungen

Letzteres hier ganz besonders, wo meist Aussage gg Aussage steht, entweder setzt man die Hürden sehr hoch ==> schlecht für Vergewaltigungsopfer, oder sehr niedrig, schlecht für viele Männer, die Stress mit der Frau haben.+
Oder man setzt sie etwa mittig, so wie aktuell in Deutschland grob.
Da weiß man aber auch, dass man beiderseits Fehlurteile hat oder zmdt. riskiert, selbst bei schweren Anschuldigungen (vergl. etwa die Wormser Prozesse.

Und jedes mal da Schnipp/Schnapp, auch chemisch zu machen ist eben auch nicht richtig.


BigBiber
Beigetreten: 17.09.2006

Hier haben sich mal wieder ein paar schöne Stammtischparolen angesammelt...


Original von BigBiber
Hier haben sich mal wieder ein paar schöne Stammtischparolen angesammelt...

und mit dir haben wir dann auch den "ololol, alles stammtischparolengelaber"-lappen
passt halt immer und überall und ist so leicht alle anderen als unwissend und dumm abzustempeln hm?

kann dann zu hier :coolface:


Original von FiftyBlume
Ich bin jetzt nicht gerade pro-Todesstrafe, aber in seltenen Ausnahmefällen ist es nunmal für alle das beste.

die todesstrafe ist nun aber ja auch nur für seltene ausnahmefälle.
das ist für mich nicht der weg, aber wenn diese menschen, die soetwas machen eine gefahr für die gesellschaft sind, dann gehören die einfach weggesperrt.

wirklich ein schlimmes urteil.


Play4forlife
Beigetreten: 11.12.2007

Original von FlammenULI
Nochmal, die meisten Vergewaltigungen kommen nicht von Triebtätern (zmdt. nicht von Leuten deren Trieb viel größer ist als normal).
Meistens ist auch weniger der sexuelle als der Machttrieb u.a. (wie etwa im Krieg oder bei Massenvergewaltigungen wie hier von OP angesprochen) antreibend.

Die Abschreckung durch angedrohte Kastration ist sicher enorm, aber das heere Ziel wird von >= 2 Sachen einem sofort verleidet:
- Verdeckungskriminalität
- Falschbeschuldigungen

Letzteres hier ganz besonders, wo meist Aussage gg Aussage steht, entweder setzt man die Hürden sehr hoch ==> schlecht für Vergewaltigungsopfer, oder sehr niedrig, schlecht für viele Männer, die Stress mit der Frau haben.+
Oder man setzt sie etwa mittig, so wie aktuell in Deutschland grob.
Da weiß man aber auch, dass man beiderseits Fehlurteile hat oder zmdt. riskiert, selbst bei schweren Anschuldigungen (vergl. etwa die Wormser Prozesse.

Und jedes mal da Schnipp/Schnapp, auch chemisch zu machen ist eben auch nicht richtig.

Zu 1. Gibt es da Studien dazu oder ist das irgendwie belegt? Warum heißt es dann Triebtäter wenn sie nicht ob ihrer Triebe handeln.

zu 2. Ist die Gefahr von Verdeckungskriminalität und Falschbeschuldigung doch jetzt genauso gegeben. Und ich glaube wenn man als zu Unrecht Beschuldigter Vergewaltiger ein paar Jährchen Knast bekommt ist das genauso schlimm für denjenigen bzw. gilt es immer im Zweifel für den Angeklagten. Das wird sich auch nicht dadurch ändern.
Und bei Aussage gegen Aussage ohne weitere Indizien sollte das doch gegeben sein.


Original von Play4forlife
Zu 1. Gibt es da Studien dazu oder ist das irgendwie belegt? Warum heißt es dann Triebtäter wenn sie nicht ob ihrer Triebe handeln.

Weil es auch Triebtäter gibt.
Das sind aber deutlich weniger als 10% der männlichen Bevölkerung, was in etwa die Größenordnung der Männer angibt, die sexual übergreifen.

@Studien, ja gibt es, aber bin kein Mediziner/Psychologe, deswegen nicht zur Hand.
Habe einfach gegoogled und zitiere jetzt
Frauenärzte-im-Netz.de (hoffentlich halbwegs objektiv):

Etwa 8 bis 15% der Frauen werden im jungen Erwachsenenalter vergewaltigt, die Zahl der versuchten Vergewaltigungen ist fast doppelt so hoch. Eine Vergewaltigung ist eine Straftat, die gegen die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers verstößt. Damit werden sexuelle Handlungen bezeichnet, zu denen eine Person gegen ihren Willen unter Anwendung oder Androhung von Gewalt oder durch das Ausnutzen einer hilflosen Lage gezwungen wurde. Der erzwungene Beischlaf gilt als vollendet, wenn der Penis zumindest in den Scheidenvorhof eingedrungen ist - eine Ejakulation muss nicht erfolgt sein. Wurde kein Beischlaf erzwungen, kann dennoch der Tatbestand einer sexuellen Nötigung vorliegen. Die Vergewaltigung stellt die obere Schwelle der sexuellen Nötigung dar.

Das Opfer wird bei der Tat erniedrigt, deshalb ist sexuelle Gewalt kein Ausdruck unkontrollierter Triebe, sondern ein Machtmissbrauch. Männer, die Frauen vergewaltigen, verspüren erst in zweiter Linie einen Lustgewinn, entscheidender ist das Gefühl der Kontrolle über einen anderen Menschen. Entsprechend sind viele Täter Männer mit einem geringen Selbstwertgefühl. Wird eine Frau vergewaltigt, ist es wahrscheinlich, dass

sie den Täter kennt (66%)
der Täter in der gleichen Gegend wohnt (82%)
die Vergewaltigung in seiner oder ihrer Wohnung geschieht (56%)
der Täter ein „normaler" Mann ist (90%)
die Vergewaltigung geplant war (82%)
der Täter zusätzliche Gewalt anwendet (85%)
Eine Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung wird strafrechtlich verfolgt, die Aufklärungsrate liegt bei ca. 80% - allerdings gibt es eine große Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle. In Deutschland werden jährlich über 8000 Fälle bekannt gemacht. Am höchsten ist die Anzeigenquote bei unbekannten Tätern, doch etwa drei Viertel der Täter kommen aus dem familiären Umfeld oder Freundeskreis.

zu 2. Ist die Gefahr von Verdeckungskriminalität und Falschbeschuldigung doch jetzt genauso gegeben.

Weder noch, ein Vergewaltiger bekommt deutlich geringere Strafen als ein Mörder und die meisten Vergewaltiger töten ihre Opfer auch nicht.
Sobald die Grenze enger wird, sieht das schon anders aus. Ein prominenter Fall (auch wenn es da um Entführungung+Erpressung ging), wäre der von Jakob von Metzler.
Ein minderjähriges Mädchen, das Opfer von einer Vergewaltigung wird, hat deutlich schlechtere Chancen als eine >20jährige Frau, die Vergewaltigung zu überleben (zmdt. solange der Vergewaltiger kein Verwandter/Bekannter ist).

Falschbeschuldigungen lohnen sich nicht so sehr atm, dass sie häufig als Waffe eingesetzt werden. Letzten Endes sind die meisten Vergewaltigungsprozesse 'Aussage gg Aussage' und somit schwer im Vorfeld berechenbar. Nur bei Prominenten wird das 'regelmäßig' ausgenutzt, siehe Andreas Türck, siehe Kachelmann, siehe Kobe Bryant, nur um ein paar zu nennen.

Nichts desto trotz gibt es auch dazu Zahlen, ich zitiere wikipedia:

Studien, die den Anteil an Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigung schätzen, kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Laut einer vom Bayerischen Staatsministerium des Innern in Auftrag gegebenen Studie[26] waren nach polizeilicher Kriminalitätsstatistik 7,4 Prozent der 1.894 in Bayern im Jahr 2000 registrierten Fälle eine vorgetäuschte Straftat oder eine falsche Verdächtigung. Diese Fälle wurden zur Anzeige gebracht. Die Autoren führten zudem eine Sachbearbeiterbefragung über eingestellte Verfahren durch. Nach deren Schätzungen würden etwa zwei Drittel aller später eingestellten Anklagen auf Falschbeschuldungen basieren. Bei einer näherungsweisen Hochrechnung auf alle Anzeigen wäre somit aus Sicht der Beamten „etwa jeder fünfte Fall sehr zweifelhaft“.

Wozu das Pendel bei a) restriktiver Bestrafung [etwa Kastration] oder b) noch erhöhter Beweispflicht [etwa Scharia: >= 4 männliche Zeugen] ausschlägt ggf. überlese ich Eurer Phantasie.


Ich bin ja dafür, dass es eine Website gibt die vom Staat organisiert wird, wo die Wohnorte von Vergewaltigern nach der Haft aufgezeigt werden? Wozu? Zum Schutz der Bevölkerung! Wenn sie gemobbt werden, sollen sie sich halt alle zusammen in ein Dorf verziehen und sich gegenseitig vergewaltigen. Am besten noch mit einem Zaun drum.

Hier war irgendwo die Frage "Hat die Person ihr Recht verwirkt Mensch zu sein?" <- Ja. Weil der Mensch sich durch Moral und Vernunft definiert in meinen Augen. Jeder der was anderes sagt hat obv schon mal dran gedacht jmd zu vergewaltigen?! (für mich absolut nich nachvollziehbar, da Gewissen das niemals mitmachen würde.)


PizzaDiavolo
Beigetreten: 19.02.2006

auch wenn der artikel an sich ein relativ geringes niveau hat, macht es mich sehr wütend. wenn das meine freundin gewesen wäre, dann wäre, glaube ich, selbstjustiz für mich eine valide option. erschreckend, dass sowas in der eigenen heimatstadt passiert. _mad:


beni
Beigetreten: 17.10.2006

lustig, dass höhere strafen nicht abschrecken sollen aber gleichzeitig unterstellt wird, dass täter bei der 3 strikes regel dann die möglichen konsequenzen doch mit in ihr handeln einbeziehen sollen.


Original von mpeG
Ich bin ja dafür, dass es eine Website gibt die vom Staat organisiert wird, wo die Wohnorte von Vergewaltigern nach der Haft aufgezeigt werden? Wozu? Zum Schutz der Bevölkerung! Wenn sie gemobbt werden, sollen sie sich halt alle zusammen in ein Dorf verziehen und sich gegenseitig vergewaltigen. Am besten noch mit einem Zaun drum.

Und wo soll das Dorf sein?

Australien ist schon bewohnt?

Glaubst Du wirklich es ist zum Schutz der Bevölkerung, wenn Hexenverfolgung stattfindet?
Wenn dem so ist, wie erklärst Dir dann, warum in Staaten mit ähnlichen Rechtsauffassungen [nehmen wir die USA] fast 100mal soviele anteilige Tötungsdelikte geschehen, als bei uns, und wieso Staaten mit sehr moderatem Strafwesen [Skandinavien, Holland] so geringe Kapitalverbrechensraten haben. <Ja ich weiss, dass die sozialen Unterschiede in den Ländern nicht vergleichbar sind, trotzdem.>

Letzten Endes schadet Dein Lösungsvorschlag den Opfern und der Gesellschaft viel mehr als die Vergewaltiger moderat zu bestrafen und weiter zu einem gewissen Grad vergewaltigen zu lassen (Rückfallquote ist irgendwo zu 25-60%). Das ist leider die traurige Wahrheit.

Hier war irgendwo die Frage "Hat die Person ihr Recht verwirkt Mensch zu sein?" <- Ja. Weil der Mensch sich durch Moral und Vernunft definiert in meinen Augen. Jeder der was anderes sagt hat obv schon mal dran gedacht jmd zu vergewaltigen?! (für mich absolut nich nachvollziehbar, da Gewissen das niemals mitmachen würde.)

Menschen definieren sich nicht durch Moral und Vernunft. Autisten vielleicht. Der gemeine Mensche nicht.
Zweitens ist die Rate an Vergewaltigungen so hoch, dass man sie letzten Endes als menschliches Naturell abtuen muss. D.h. nicht, dass man es straffrei lassen sollte, aber Vergewaltigung oder Brudermord gehört zum Menschen nun mal dazu.

Und wie schon oft genug wiederholt,
härtere Strafen nutzen den Opfern nichts [Verdeckungskriminalität],
den Tätern nichts [obv],
der Gesellschaft nichts [wir schicken sie ja nicht in den Gulag].

Und wenn Du mich damit verdächtigst, nein, ich halte überhaupt nichts dafür Aufwand zu betreiben für Sexualität, das ist lol. Nichts desto trotz ist es logisch nicht nachvollziehbar einen Opferschutz zu betreiben, der den Opfern nichts bringt, sondern sie eher umbringt.

lustig, dass höhere strafen nicht abschrecken sollen aber gleichzeitig unterstellt wird, dass täter bei der 3 strikes regel dann die möglichen konsequenzen doch mit in ihr handeln einbeziehen sollen.

Sie schrecken nicht vor der Tat zurück, sondern verhindern vor allem ihre Aufdeckung.

Und ja klar, Kastration oder Todesstrafe würde möglicherweise [USA+Mexiko beweisen uns nicht wirklich gegenteiliges], anyway, die Anzahl der Vergewaltigungsopfer senken, dafür aber die Tötungsdelikte massiv steigen lassen. Nur zur Erinnerung: USA ~ 10k im Jahr, Mexiko ~ 30k, Deutschland ~150 im Jahr.

auch wenn der artikel an sich ein relativ geringes niveau hat, macht es mich sehr wütend. wenn das meine freundin gewesen wäre, dann wäre, glaube ich, selbstjustiz für mich eine valide option. erschreckend, dass sowas in der eigenen heimatstadt passiert.

Für mich auch, nichts desto trotz ist das Zulassen von Selbstjustiz [oder einer Justiz die ähnlich rachebasiert ist] für die Gesellschaft katastrophal.


iakson
Beigetreten: 18.02.2008

wie ich halt lebenslang in den knast gehen wuerde wenn sowas einer mit meiner frau machen würde.

ja, selbstjustiz

lol @ strafen. nach 2 1/2 jahren sind se dann wegen guter fuehrung auf bewaehrung draussen. ein witz so spasten nach jugendstrafrecht zu verknacken


Original von iakson
wie ich halt lebenslang in den knast gehen wuerde wenn sowas einer mit meiner frau machen würde.

Gegenfrage: Nützt das Deiner Frau, Dir, Der Gesellschaft, irgendjemanden?

Wir Menschen unterliegen moralischen Grundlagen die evolutionär nützlich waren, als wir noch wie in 99% unserer Zeit auf der Welt in Kleingruppen von <=200 Mann lebten. Das bringt uns in der modernen, pluralistischen Gesellschaft immer wieder in paradoxe, moralische Gegensätze. Wir reagieren so, weil wir evolutionär alles tun müssen, um a) unseren Harem zu verteidigen und b) alles tun müssen um uns zu verteidigen, vor allem, wenn wir in intimster Beoachtung unseres sozialen Umfeldes und des Täters sind. Das erstere ist in einer anonymen Gesellschaft nur bedingt wichtig, das zweitere aufgrund der Gesellschafts-Größe absurd.

ja, selbstjustiz

Verständlich, nützt bloss niemanden, hilft nicht weitere Taten vorzubeugen, schadet nur allen. Klar, wenn man schiffbrüchig mit ~100 anderen auf einer Insel ist, ist das Verhalten [auch mathematisch nachweisbar: siehe tit-for-tat] optimal.

lol @ strafen. nach 2 1/2 jahren sind se dann wegen guter fuehrung auf bewaehrung draussen. ein witz so spasten nach jugendstrafrecht zu verknacken

Wenn sie 50% der Bewährungszeit erlassen bekommen, dann weil ihre Rückfallgefährlichkeit als extrem niedrig angesehen wird, sie also tatsächlich resozialisiert sind. Nur zum Vergleich: Im äußerst moderaten Skandinavien wird üblicherweise Leuten mit guter Führung auch erst nach 2/3 der Zeit Bewährung erlassen.
Sexualstraftäter müssen überdem eine erfolgreiche Therapie für eine frühzeitige Haftentlassung vorweisen.

Die meisten Leute, die noch zu Jugendzeiten zu sehr langen Haftstrafen verurteilt wurden, sind später nur noch schlimmere Verbrecher geworden. Die Rückfallquoten liegt da bei >=80% und ja, sie können dann noch größere Verbrecher werden.
Gesellschaftlich ist es viel sinnvoller, ihnen eine Lehre/Studium + Lebensperspektive aufzuweisen, als sie für möglichst lange wegzusperren und dann wieder frei zu lassen. Prominentestes aktuelles Beispiel sind die Guantanamo-Gefangenen. Kaum ein Land traut sich die aufzunehmen, durchaus verständlich, denn die meisten davon sind jetzt 'gefährlicher' als sie es bei ihrer Gefangennahme waren.
Nur sind das nur ~600 in der Welt, Vergewaltiger gibt es alleine in Deutschland in einer ganz anderen Größenordnung.


beni
Beigetreten: 17.10.2006

Original von FlammenULI

Wenn dem so ist, wie erklärst Dir dann, warum in Staaten mit ähnlichen Rechtsauffassungen [nehmen wir die USA] fast 100mal soviele anteilige Tötungsdelikte geschehen, als bei uns, und wieso Staaten mit sehr moderatem Strafwesen [Skandinavien, Holland] so geringe Kapitalverbrechensraten haben. <Ja ich weiss, dass die sozialen Unterschiede in den Ländern nicht vergleichbar sind, trotzdem.>

es muss an den strafen liegen ansonsten sind die staaten vollkommen identisch. obwohl warte, die amis essen mehr burger. eventuell liegts auch daran. also 50:50 burger oder strafe.

:rolleyes:

härtere Strafen nutzen den Opfern nichts [Verdeckungskriminalität],
den Tätern nichts [obv],
der Gesellschaft nichts [wir schicken sie ja nicht in den Gulag].

1. der täter ist länger weg, kann in dieser zeit also niemandem außerhalb des gefängnisses schaden
2. och wie schade
3. ist länger vor den tätern geschützt

Sie schrecken nicht vor der Tat zurück, sondern verhindern vor allem ihre Aufdeckung.

ich finde es macht keinen sinn zu behaupten höhere strafen würden nicht abschrecken (am besten mit dem verweis auf die usa) und gleichzeitig zu unterstellen höhere strafen würden ein brutaleres vorgehen der täter hervorrufen. entweder berücksichtigen täter eine mögliche strafe oder eben nicht. aber mal so und dann wieder anderes klingt wenig plausibel. (eventuell trifft das bei einem triebtäter zu, der nicht anders kann aber der stellt eine minderheit)

Die meisten Leute, die noch zu Jugendzeiten zu sehr langen Haftstrafen verurteilt wurden, sind später nur noch schlimmere Verbrecher geworden. Die Rückfallquoten liegt da bei >=80% und ja, sie können dann noch größere Verbrecher werden.
Gesellschaftlich ist es viel sinnvoller, ihnen eine Lehre/Studium + Lebensperspektive aufzuweisen, als sie für möglichst lange wegzusperren und dann wieder frei zu lassen.

lol was ist denn das für eine neusprechlogik

nicht weil dieser abschaum zu langen haftstrafen verurteilt wurde macht er nachher weiter, sondern weil es gewohnheitsmäßige verbrecher sind kommen sie irgendwann ins gefängniss werden kurz in ihrem wirken gebremst und machen danach weiter. überleg mal was man tun muss um als jugendlicher in deutschland eine hohe haftstrafe zu bekommen.

gesellschaftlich ist es eben deshalb genau nicht sinnvoll diese gestalten wieder auf die bevölkerung loszulassen. sie werden wieder das tun was sie davor getan haben und so lange man sie lässt das leben anderer zerstören.


Denz
Beigetreten: 16.01.2005

Selbstjustiz hilft niemandem? Wenn ich nen Vergewaltiger/Mörder umbringe ist das ne Riesenerleichterung für das Opfer/Freunde/Anhang.
So eine Tat zerstört nicht nur das Opfer sondern auch sein Umfeld weil die ständige Angst herrscht, dass der Täter nach 1-2 Jahren (im falle der vergewaltigung) rauskommt und zurückkommt.

Natürlich ist Selbstjustiz verboten weil es sonst im Lande drunter und drüber gehen würde...das ist aber auch der einzige Grund.

und lol@ mal wieder den elenden Vergleich zwischen USA und SKandinnavien. Schweden hat übrigens ne extrem hohe Vergewaltigungsrate


Original von Denz

und lol@ mal wieder den elenden Vergleich zwischen USA und SKandinnavien. Schweden hat übrigens ne extrem hohe Vergewaltigungsrate

Belege?


Denz
Beigetreten: 16.01.2005

Original von Romeryo

Original von Denz

und lol@ mal wieder den elenden Vergleich zwischen USA und SKandinnavien. Schweden hat übrigens ne extrem hohe Vergewaltigungsrate

Belege?

Auf 100.000 Einwohner kommen in Schweden pro Jahr 46,5 bei der Polizei angezeigte Vergewaltigungen.[24] Dies ist die höchste Quote in Europa und etwa vier Mal so hoch wie in Deutschland. In 10 Prozent der Fälle kommt es zu einer Anklage vor Gericht.[24] Sechs Prozent der angezeigten Vergewaltigungen sind Vergewaltigungen in der Ehe.[25]

http://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#Schweden


Auf 100.000 Einwohner kommen in Schweden pro Jahr 46,5 bei der Polizei angezeigte Vergewaltigungen.[24] Dies ist die höchste Quote in Europa und etwa vier Mal so hoch wie in Deutschland. In 10 Prozent der Fälle kommt es zu einer Anklage vor Gericht.[24] Sechs Prozent der angezeigten Vergewaltigungen sind Vergewaltigungen in der Ehe.[25]

In 10 Prozent der Fälle kommt es zu einer Anklage vor Gericht? Das ist meines Erachtens erschreckend.


Wenn man Deiner Logik folgt, sollte man jeden Ladendieb und Marihuana-Genießer erschiessen.

Statistisch erwachsen aus denen die meisten Verbrecher.

Am besten frühzeitig regeln.

O.K., jetzt mal rational:

es muss an den strafen liegen ansonsten sind die staaten vollkommen identisch. obwohl warte, die amis essen mehr burger. eventuell liegts auch daran. also 50:50 burger oder strafe.

Ich finde es jedenfalls naheliegender, Strafrechtsdelikte am Strafrecht zu messen als an den Ernährungsgewohnheiten.
Obwohl, ich befürchte/hoffe, es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen guter Ernährung und geringen Straftaten. Japen hat von den G8-Ländern vermutlich die beste Ernährung bei gleichzeitig geringster Kriminalität. Hmm, zweitbeste Ernährung hat wohl Italien, bei geringfügig erhöhter Kriminalität (o.k., das meiste ist organisierte, es lebt sich ja wirklich gut drin). Auf der anderen Seite, die Ernährungsgewohnheiten in Kanada dürften wohl mit denen der USA vergleichbar sein. Nur dass sich Tötungsdelikte trotzdem etwa um einen Faktor 50 unterscheiden, andere Kriminalitätsstatistiken nicht ganz so extrem.

Hmmm, das Strafrechts-System unterscheidet sich btw zwischen Kanada und USA durchaus. Beide folgen zwar der anglo-amerikanischen Rechtssprechung, z.B. bei der Fallrechtsbesprechung, aber Strafprozesse werden obergeordnet behandelt (also nicht vom lokalen Geschworenengericht, wo Deine Nachbarn dich aburteilen und das so tun, wie hier die schweigende Mehrheit à la Schwanz ab, hauptsache weggesperrt). Ob als Folge oder nicht, die Kriminalität in Kanada ist massiv geringer als in USA und gesellschaftlich neben den Folgen von ~10k Tötungsopfern bedeutsam: man sperrt auch nicht ~1% seiner hoch-produktiven Bevölkerung weg wie es die USA tut.

O.K., kann man sehen wie man will,
aber Dein Versuch, Folgen von Strafrecht auf Buerger anstelle von Strafrecht zu schieben, tue ich mal als polemisch ab.
Um ein anderes konstruktives Beispiel zu nennen: In Ducy von Sklansky diskutiert er sein Verhalten bei einem Haus-Überfall [er versucht in Übereinstimmung mit den Tätern, nicht deren Gesicht zu erkennen, um ihnen keinen Vorwand zu liefern, ihn zu töten; Hintergrund ist, dass die Aufklärungsrate bei Mord auch in den USA >>90% ist, bei Hauseinbrüchen <<10%]. Alle weiteren Verbesserungsvorschläge entsprechen etwa dem deutschen Recht, insbesondere Täter deutlich besser zu schützen, wenn sie ihre Opfer nicht unnötig mehr schaden. Insbesondere ist nunmal Vergewaltigung mit 5 Jahren und Chance auf Bewährung, kein Grund sein Opfer vorsorglich umzumachen, was 20 Jahre+Sicherheitsverwahrung bringt. Macht man die Spanne dünner, was viele hier wollen, wird man sich wohl um ein paar hundert mehr Mordopfer im Jahr in Deutschland kümmern müssen. Jeder, der die Gesetze verschärft, bringt damit Leute um, wenn man so will.

1. der täter ist länger weg, kann in dieser zeit also niemandem außerhalb des gefängnisses schaden
2. och wie schade
3. ist länger vor den tätern geschützt

Super, und danach???
Das machts nur schlimmer.

nicht weil dieser abschaum zu langen haftstrafen verurteilt wurde macht er nachher weiter, sondern weil es gewohnheitsmäßige verbrecher sind kommen sie irgendwann ins gefängniss werden kurz in ihrem wirken gebremst und machen danach weiter. überleg mal was man tun muss um als jugendlicher in deutschland eine hohe haftstrafe zu bekommen.

Ja, viele, werden so oder so rückfällig. Das ist unbestreitbar.
Fakt ist aber auch, im moderaten skandinavischen System werden ~25-30% rückfällig, in den Staaten doppelt so viele.

Und ja, die Tatsache, dass man erst was richtig schlimmes gemacht haben muß, um überhaupt eine Strafe zu spüren, habe ich selber schon kritisiert: Schnellere Urteile gegen Jugendliche selbst wegen Kleinigkeiten bringen viel mehr als in irgendeiner Form drakonische Strafen.

Allerdings, was ist Dein Argument, der bitterböse Jugendliche kommt nicht besser aus dem Knast nach 10 Jahren als nach 5 Jahren, er kommt nur noch gestörter heraus. Die meisten Straftaten werden von Leuten im Bereich 17-26 begangen. Es bringt nicht viel, die Leute bis 40 einzusparen, genauer es schadet wieder nur.

gesellschaftlich ist es eben deshalb genau nicht sinnvoll diese gestalten wieder auf die bevölkerung loszulassen. sie werden wieder das tun was sie davor getan haben und so lange man sie lässt das leben anderer zerstören.

Also doch erschiessen.
Moment, dann gibt es aber wieder alleine an Vergewaltigungsopfern mehrere hundert mehr Tote im Jahr.
Doch nicht so toll, oder?

http://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#Schweden

Das sind 5% angezeigte Fälle,
es gibt weit mehr Vergewaltigungen.
Den Link von Frauenärzte-In-Not gibt etwa 15% der jungen Frauen an, was ich auch eher als realistisch halte.

In der englischen Wikipedia zu Rape in USA ist die Rede von etwa 190k angezeigten Fällen, wenn ich das auf die Bevölkerungszahl umrechne, sind das knapp 8% angezeigte Fälle. Die Dunkelziffer wird auch dort auf etwa 15% herum oder mehr geschätzt.

Selbstjustiz hilft niemandem? Wenn ich nen Vergewaltiger/Mörder umbringe ist das ne Riesenerleichterung für das Opfer/Freunde/Anhang.

Eine Entschuldigung des Täters bringt oft eine ähnliche Erleichterung.

So eine Tat zerstört nicht nur das Opfer sondern auch sein Umfeld weil die ständige Angst herrscht, dass der Täter nach 1-2 Jahren (im falle der vergewaltigung) rauskommt und zurückkommt.

Er kommt aber nicht zurück.
Das meinte ich mit dem Unterschied zwischen, wir sind eine kleine Gemeinschaft auf einer einsamen Insel zu einer großen, pluralistischen Gesellschaft von vielen Millionen. Es gibt kaum/keine Fälle, von eine Frau, von einem Fremden vergewaltigt wird und dann nach dessen Haftentlassung wieder von ihm. Das macht die Angst der Frau natürlich nicht falsch, aber eine rachsüchtige, unlogische Bestrafung durch die Gesellschaft schon.
Diese [wdh. Vergewaltigung vom selben Täter] gibt es eigentlich nur im Bekannten/Verwandtenkreis. Da zählt natürlich der Schutz-Aspekt. Diese Fälle kommen aber andererseits kaum zur Anzeige.


hanz007
Beigetreten: 08.02.2010

Wenn ich der Mann wäre würde ich die 5 Jahre nutzen um mir für die etwas schönes zu überlegen. Wie es in mir gerade kocht ... :evil:

Das erinnert mich irgend wie an einen Film wo der Mann später Selbstjustiz übt und viele Richter tötet. Wie hieß der Film noch mal?