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[Geschlossen] Strafe?

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iakson
Joined: 18.02.2008

gesetz der rache o.O


Denz
Joined: 16.01.2005

Eine Entschuldigung des Täters bringt oft eine ähnliche Erleichterung.

Willst du mich eigentlich verarschen? Eine entschuldigung die erleichterung bringt? bei vergewaltigung? Entschuldigen kann man sich wenn man jemanden um 50 Dollar scammt oder im Affekt ne Backpfeife verpasst...aber doch nicht bei Kapitalverbrechen.

Das macht die Angst der Frau natürlich nicht falsch, aber eine rachsüchtige, unlogische Bestrafung durch die Gesellschaft schon.

Es geht mir auch nicht um Rache sondern um das bestmögliche Ergebnis für Opfer und Hinterbliebene. Und wenn dabei ein Vergewaltiger auf der Strecke bleibt ist mir das herzlich egal

naj hf mit deinen Pro Vergewaltigungs Statements...echt abartig was man hier zu hören bekommt. Täterschutz über alles...mir ist schlecht!


BigBiber
Joined: 17.09.2006

Original von Denz
Selbstjustiz hilft niemandem? Wenn ich nen Vergewaltiger/Mörder umbringe ist das ne Riesenerleichterung für das Opfer/Freunde/Anhang.
So eine Tat zerstört nicht nur das Opfer sondern auch sein Umfeld weil die ständige Angst herrscht, dass der Täter nach 1-2 Jahren (im falle der vergewaltigung) rauskommt und zurückkommt.

Natürlich ist Selbstjustiz verboten weil es sonst im Lande drunter und drüber gehen würde...das ist aber auch der einzige Grund.

und lol@ mal wieder den elenden Vergleich zwischen USA und SKandinnavien. Schweden hat übrigens ne extrem hohe Vergewaltigungsrate

Natürlich hilft Selbstjustiz wie kann man sich nur einbilden das irgendjemanden mit geholfen ist? Es führt höchstens zur Anarchie wenn jeder macht was er will, darum gibt es ja Gerichte um Selbstjustiz zu vermeiden weil Selbstjustiz wohl nichts mit ratíonalen Denken auf sich hat sondern nur blinder Hass und dabei kommt selten was Gutes und sinnvolles heraus.
Davon mal abgesehen während die Strafen wohl alles andere als sinnvoll weil bekanntlich hat jeder einen anderen Sinn von Gerechtigkeit der eine die Todesstrafe der andere Schwanz ab usw. sämtliche pervesen Fantasien kommen dazu Tage die nicht minder schlimm sind wie die eigentliche Straftat überhaupt.

Wie das für ein Opfer eines Mörderes erleichternd sein soll muss man mir wohl noch erklären


Original von Denz
Willst du mich eigentlich verarschen? Eine entschuldigung die erleichterung bringt? bei vergewaltigung? Entschuldigen kann man sich wenn man jemanden um 50 Dollar scammt oder im Affekt ne Backpfeife verpasst...aber doch nicht bei Kapitalverbrechen.

Ist aber so.
Ja, das ist unlogisch, aber den meisten Opfern tut es sehr gut eine Entschuldigung zu hören.

Es geht mir auch nicht um Rache sondern um das bestmögliche Ergebnis für Opfer und Hinterbliebene.

Opfer werden keine neuen Opfer, fast egal, wie ein Vergewaltigungsprozess ausgeht.
Hinterbliebene gilt es zu vermeiden, was wie ich schon andeutete, schwierig ist, wenn die Täter zu hart bestraft werden.

Und wenn dabei ein Vergewaltiger auf der Strecke bleibt ist mir das herzlich egal

Schön, aber was machst Du mit Deinem Vergewaltiger, wenn er nach 15 Jahren rauskommt. Glaubst Du dass er dann besser drauf ist. Klar, der läßt Dich und Deine dann wahrscheinlich Ex-Freundin/Frau in Ruhe, aber gesellschaftlich ist das ein riesiges Problem.
Der kann sich [vor allem auch nach Deinen Vorstellungen], nirgendswo mehr blicken lassen, hat kein Einkommen/Vermögen, die Familie hat sich abgewandt und er hat nie was anderes als Abschaum&Verbrechen kennen gelernt. Mit Anfang 40 ist er aber auch zu jung zum Sterben, zu alt für die Fremdenkolonie.
Laß mich mal raten, der wird Bienenzüchter?

Hör' auf Dich selbst zu belügen.
Die beste Lösung ist nicht unbedingt die naheliegenste.
Hätte es Du ihn zum Metallschweißer mit 25 ausgebildet und dort untergrebracht anonym, wäre er in >=50% der Fälle kein Schwerkrimineller geworden.

naj hf mit deinen Pro Vergewaltigungs Statements...echt abartig was man hier zu hören bekommt. Täterschutz über alles...mir ist schlecht!

Er schützt halt auch die Opfer. Sogar mehr, die Täter sind auch bei moderaten Strafen für den Arsch. Wenn nicht, mach' doch einfach mal a bissel Selbstjustiz, die 3-6 Jahre sitzte doch vor der Playstation locker ab. Macht doch nichts, oder?

So ein verfuschter Ex-Hütchenspiel-Coach [oder war es PS.de-Coach, keine Sorge Deine Knastis machen da nicht so den Unterschied], ist doch a) eh frühzeitig auf die falsche Bahn gekommen und b) eh verfuscht.
Ich hoffe mit 1.1.2012 wird auch für jeden Arbeitgeber klar, wer da ein Glücksspielproblem hat, sollte durchaus veröffentlicht werden.
BTW, viele Glücksspieler haben auch solide Kriminalitätsstatistiken. Erschießen? Mach mal den Vortritt.


beni
Joined: 17.10.2006

sorry es dreht sich im kreis, da du entweder dumm bist oder dich dumm stellst. wer die usa und deutschland vergleicht und dann wie du schlüsse aus einem unterschiedlichen merkmal zieht kann nicht ernst genommen werden. kleiner tipp statt der polemischen burger mal die unterschiede in bezug auf verfügbarkeit von schusswaffen, bevölkerungsstruktur, mentalität usw. betrachten.

der vergleich deutschland mit seinen strafen und seiner kriminalität vs usa, dortige strafen und kriminalität ist hochgradig unsinnig.

wenn dann bitte deutschland mit seinen strafen vs deutschland mit härteren strafen
oder usa mit heutigen zuständen vs usa mit importierter kuscheljustiz

und meine logik hast du nicht verstanden es geht mir nicht darum, dass jugendstrafrecht abzuschaffen. es geht mir darum, dass es zu seinem ursprünglichen zweck, nämlich halbstarke, die mal ihre grenzen austesten wollen, zu erziehen, genutzt wird. gewohnheitsmäßigen verbechern die 35. chance einzuräumen hat mit dieser ansich sinnvollen idee nichts zu tun.

Jeder, der die Gesetze verschärft, bringt damit Leute um, wenn man so will.

so ein schwachsinn.

1. du unterstellst, dass die typen eine rechnung aufstellen ala:

wenn wir sie umbringen intensiviert die polizei ihre bemühungen um 50%, aber unsere chance von niemandem gesehen worden zu sein steigt auch um 12,5%. gleichzeitig steigt die strafe leicht an. (wir kommen statt mit 70 erst mit 75 wieder aus dem knast, haben härtere haftbedingungen) also lohnt sich das insgesamt, wenn für einer 6% höheren chance nicht gefasst zu werden in kauf nehmen 5 jahre länger zu sitzen zu etwas weniger angenehmen bedingungen.

zurück in die realität
diese gruppe die frau von einem öffentlichen ort zum nächsten geschleppt, mehrfach vergewaltigt und selbst noch per handy gefilmt.
in dem fall hier geht es auch um mehr als eine vergewaltigung. der mann wird so wie es aussieht nie wieder vollständig geheilt werden und die art und weise wie die vergewaltigung passiert ist (gemeinschaftlich, mitnahme zum nächsten ort, filmen) geht für mein verständnis über eine normale vergewaltigung hinaus. das ist folter.

wer wirklich neue opfer produziert sind die, die diese monster nicht lange genug wegsperren.

ah ja entschuldigen lol. am besten noch im rahmen eines täter-opferausgleichs regelmäßig zum blumengießen vorbei kommen?


keithaction
Joined: 20.09.2006

Selbstjustiz ftw.

Rape n´ Revenge... easy


Original von beni
sorry es dreht sich im kreis, da du entweder dumm bist oder dich dumm stellst. wer die usa und deutschland vergleicht und dann wie du schlüsse aus einem unterschiedlichen merkmal zieht kann nicht ernst genommen werden. kleiner tipp statt der polemischen burger mal die unterschiede in bezug auf verfügbarkeit von schusswaffen, bevölkerungsstruktur, mentalität usw. betrachten.

Ja, da spielt mehr als nur unterschiedliche Strafsysteme eine Rolle.

der vergleich deutschland mit seinen strafen und seiner kriminalität vs usa, dortige strafen und kriminalität ist hochgradig unsinnig.

Eben nicht.
Ein Straftäter in Deutschland kann sich recht sicher sein, dass er mit einer glimpflichen Strafe wegkommt, selbst entdeckt, solang er keinen ernsthaft verletzt.
Diesen Zusammenhang sieht man bei Tankstellenüberfällen, bei Wohnungseinbrüchen usw.
Ja, das hat auch etwas damit zu tun, dass die Besitzer von Tankstellen und Wohnungen in kontrast zu den USA nur äußerst selten über Schußwaffen verfügen. Das erklärt aber nicht den Faktor von fast 100 im Unterschied zu den Tötungsdelikten.
Und das erklärt auch nicht, warum bei schwereren Straftaten wie Kindesentführung/schändigung auch in Deutschland die Tötung des Opfers so signifkant ansteigt [zu einem ähnlichen %-Satz wie in den USA]. Die plausibelste Erklärung, deswegen habe ich auch den Fall Jakob von Metzler zitiert, ist immer noch die Verdeckung, auch wenn andere Faktoren immer noch eine signifikante Rolle spielen mögen.

wenn dann bitte deutschland mit seinen strafen vs deutschland mit härteren strafen

O.K., die Kriminalitätsrate ist in den letzten 30 Jahren in Deutschland deutlich gesunken [nicht die gefühlte, da die Medienaufmerksamkeit extrem gestiegen ist]. Die durchschnittliche Haftdauer ist dauer gesunken.

oder usa mit heutigen zuständen vs usa mit importierter kuscheljustiz

Deswegen habe ich Kanada vs USA genannt.
Lebensumstände an sich vergleichbar, trotzdem massive Unterschiede.

und meine logik hast du nicht verstanden es geht mir nicht darum, dass jugendstrafrecht abzuschaffen. es geht mir darum, dass es zu seinem ursprünglichen zweck, nämlich halbstarke, die mal ihre grenzen austesten wollen, zu erziehen, genutzt wird. gewohnheitsmäßigen verbechern die 35. chance einzuräumen hat mit dieser ansich sinnvollen idee nichts zu tun.

Dem stimme ich ja zu,
aber halt eher Jugendarrest oder 40km-Lauf für Ladendiebstahl als 10 Jahre für Vergewaltigung von einem 16jährigen.

Jeder, der die Gesetze verschärft, bringt damit Leute um, wenn man so will.

so ein schwachsinn.

1. du unterstellst, dass die typen eine rechnung aufstellen ala:

wenn wir sie umbringen intensiviert die polizei ihre bemühungen um 50%, aber unsere chance von niemandem gesehen worden zu sein steigt auch um 12,5%. gleichzeitig steigt die strafe leicht an. (wir kommen statt mit 70 erst mit 75 wieder aus dem knast, haben härtere haftbedingungen) also lohnt sich das insgesamt, wenn für einer 6% höheren chance nicht gefasst zu werden in kauf nehmen 5 jahre länger zu sitzen zu etwas weniger angenehmen bedingungen.

So eine Rechnung stellt keiner auf,
aber in Hollywood-Manier: In Kalifornien gibt es die Todesstrafe, wir dürfen keine Zeugen deswegen dalassen schon.

zurück in die realität
diese gruppe die frau von einem öffentlichen ort zum nächsten geschleppt, mehrfach vergewaltigt und selbst noch per handy gefilmt.
in dem fall hier geht es auch um mehr als eine vergewaltigung. der mann wird so wie es aussieht nie wieder vollständig geheilt werden und die art und weise wie die vergewaltigung passiert ist (gemeinschaftlich, mitnahme zum nächsten ort, filmen) geht für mein verständnis über eine normale vergewaltigung hinaus. das ist folter.

Deswegen hat vermutlich die Gruppe auch die Höchsstrafe bekommen [nc Jugendrecht halt die 5 Jahre].
Und was die Frau daraus macht, ist eine andere Sache, ich würde vermute, die durchschnittliche Großmutter in unserem Land hat '45 oft sowas durchgemacht.
Will wie gesagt, Vergewaltigung nicht gut reden, aber zwischen Vergewaltigung und Mord ist halt ein himmelweiter Unterschied und der Gesetzgeber tut gut darin, dass auch so zu 'würdigen' (ich weiß perverser Begriff).

wer wirklich neue opfer produziert sind die, die diese monster nicht lange genug wegsperren.

Wie gesagt, die kommen wieder heraus,
und wenn sie dass mit 40 tun, sind sie wahrscheinlich/statistisch Monster.
Besser, sie als Nicht-Monster früher herauszuwerfen, oder?

ah ja entschuldigen lol. am besten noch im rahmen eines täter-opferausgleichs regelmäßig zum blumengießen vorbei kommen?

Hallo, das erfinde ich nicht.
Opfer wollen wirklich Entschuldigungen,
und zwar ist in der Form der wirklichen Reue ins Gesicht gesprochen.
Und wie ich schon mal als Asperger betont habe, finde ich das auch nicht logisch.

Aktuelles Beispiel wäre die Bewegungen der Opfer von Demjanuk. Die haben mehrfach betont, dass ihnen ein Schuldeingeständniss des Täters viel mehr "bringen würde" als eine Haftstrafe. Und denen wurde sicherlich mehr angetan als in einer Vergewaltigung.


Merlinius
Joined: 30.06.2006

Volle Zustimmung an beni, insbesondere zu diesem Teil:

es geht mir darum, dass es zu seinem ursprünglichen zweck, nämlich halbstarke, die mal ihre grenzen austesten wollen, zu erziehen, genutzt wird. gewohnheitsmäßigen verbechern die 35. chance einzuräumen hat mit dieser ansich sinnvollen idee nichts zu tun.

Diese unzähligen x-ten Chancen, die jugendliche Gewohnheitstäter bekommen, bis es eine richtige Strafe giibt, sind teilweise einfach zu viel, und es tut mir leid um all die Folgeopfer. Meinetwegen kann man das gerne machen bei Tätern, die Drogendelikte, Diebstahl etc. begehen, aber bei Gewaltverbrechen muss der Opferschutz allerhöchste Priorität haben.

Und bei derart schweren Verbrechen wie in diesem Fall kann man wohl auch nicht mehr davon sprechen, dass hier Jugendliche, die ein wenig vom rechten Weg abgekommen sind, mit der Sänfte des Jugendstrafrechts wieder in die richtige Richtung gestoßen werden müssen. Wenn die in zwei, spätestens drei Jahren auf Bewährung rauskommen, sind es noch genauso moralfreie Unmenschen, und gerade mal Anfang 20 - das ist doch eine Verhöhnung der Opfer, die für ihr Leben gezeichnet sind.


Original von Merlinius
Diese unzähligen x-ten Chancen, die jugendliche Gewohnheitstäter bekommen, bis es eine richtige Strafe giibt, sind teilweise einfach zu viel, und es tut mir leid um all die Folgeopfer. Meinetwegen kann man das gerne machen bei Tätern, die Drogendelikte, Diebstahl etc. begehen, aber bei Gewaltverbrechen muss der Opferschutz allerhöchste Priorität haben.

Nein, die ganzen früheren Delikte müssen schneller+härter bestraft werden.
Wenn erstmal eine Gruppe soweit ist, jemanden öffentlich niederzuschlagen, die Frau herumzuschleppen und dann Gangbang-mäßig zu vergewaltigen, ist es eigentlich schon zu spät.
Das ist wahrscheinlich nicht das erste Delikt, was diese Jungs begehen, aber das erste für das sie vermutlich hart bestraft werden.

Und bei derart schweren Verbrechen wie in diesem Fall kann man wohl auch nicht mehr davon sprechen, dass hier Jugendliche, die ein wenig vom rechten Weg abgekommen sind, mit der Sänfte des Jugendstrafrechts wieder in die richtige Richtung gestoßen werden müssen.

Davon redet ja auch keiner.
Aber 5 Jahre darüber nachzudenken und denen die Chance auf eine Lehre + sinvolle Integration in unsere Gemeinschaft zu geben, ist jedenfalls sinnvoller als sie 15 Jahre hinter Gitter schmoren zu lassen und dann mit Mitte 30 ohne Chance in der Gesellschaft mitzumachen [lol, die kriegen ja noch nicht mal einen Kassierer-Job bei Lidl], rauszuwerfen. Wie gesagt, Bienenzüchter und Briefmarkensammler werden das dann auch nicht.

Wenn die in zwei, spätestens drei Jahren auf Bewährung rauskommen, sind es noch genauso moralfreie Unmenschen, und gerade mal Anfang 20

Wie die auf Bewährung rauskommen nach der kurzen Zeit,
dann nur, weil sie sich hervorragend benommen haben und eine Sexual-Therapie gemacht haben.

Sollten sie dann trotzdem die volle Zeit absitzen?
Spricht nichts gegen Ansätze sie zu motivieren?
Oder sollten wir sie mit 1 Monat Auslandsaufenthalt+KostenlosVergewaltigen motivieren?
Oder mit Geld?
Oder wie?

Oder sollten wir sie nur bestrafen, egal, ob sie versuchen zurückzukommen, oder nicht?
Und selbst wenn, was nützt das uns?

das ist doch eine Verhöhnung der Opfer, die für ihr Leben gezeichnet sind.

Erstmal ändert die Strafdauer kaum/nichts an dem was die Opfer zu erleiden haben.

Die Opfer wurden nur für wenige Minuten/Stunden gequält.
Ja, das ist hart und nicht schön zu reden.
Trotzdem, den meisten bleiben zumindestens keine dauerhaften physischen Schäden (etwa im Ggsatz zu Säureopfern oder Brandopfern).
Wenn sie für Ihr Leben lang gezeichnet sind, dann liegt es auch etwas an Ihnen. Die meisten (zmdt. ost-)deutschen Frauen wurden '45 geschändet.
Es hat sie nicht daran gehindert, den 10t-größten Industriestaat der Welt aufzubauen (war die DDR laut OPEC '89').
Wie schon gesagt, Vergewaltigung ist schlimm, aber daraus jetzt einen Mord oder Totschlag zu konstruieren ist auch verkehrt. Es ist objektiv weniger.


rootsanarchy
Joined: 10.01.2008

flammenuli hat hier definitiv einige sehr valide punkte und die abschreckungswirkung hoher strafen dürfte statistisch klar widerlegt sein. aber es kann einfach nicht sein, dass es für drogendelikte oder gar für raubkopieren strafen in derselben größenordnung gibt wie für so eine abartige tat. und wenns um geld geht sind die strafen sogar schnell mal doppelt so hoch. da is die verhältnismäßigkeit schon ziemlich pervertiert.


aber es kann einfach nicht sein, dass es für drogendelikte oder gar für raubkopieren strafen in derselben größenordnung gibt wie für so eine abartige tat.

Nenne mal einen halbwegs vernünftigen Drogendelikt-Fall, wo die Täter ~5 Jahre bekommen haben und nicht sagen wir wenigstens ein Dutzend Menschen ins Unglück gestürzt haben [In dem von OP geposteten Fall sind nru 1.5 Menschen zu schaden gekommen]. Welcher Raubkopierer aus Deutschland wurde ernsthaft zu >2 Jahren verurteilt [hier großes Interesse] Aus Deutschland?? Aus Amiland wäre leicht.
Bin hier aber mehr interessiert als wissend, auch weil ich vermute, dass die Aufmerksamkeit bei S-Bahn-Mörder X oder Vergewaltiger Y viel größer ist als beim Drogendealer Z, der einen ordentlichen Ring versorgte.

Overall halte ich an sich die StPO und ihre Anwendung für zml. vorbildlich atm [o.k., nicht was Kachelmann angeht, aber na ja, das ist hoffentlich nicht die Regel]

und wenns um geld geht sind die strafen sogar schnell mal doppelt so hoch. da is die verhältnismäßigkeit schon ziemlich pervertiert.

Welcher Wirtschaftsverbrecher sitzt für >=10 Jahre ein?
Welcher überhaupt??

Bis auf Maddock fallen mir recht wenige ein,
und ja das ist sehr zweifelhaft, die meisten Wirtschaftsverbrecher richten viel mehr schaden an, als Einzel-Gewalt-Täter.
Edit: Jürgen Schneider etwa wurde zu 6 Jahren+9 Monaten, verurteilt und ist auf die Schnelle der größte Wirtschaftsverbrecher der mir einfällt.


rootsanarchy
Joined: 10.01.2008

Original von FlammenULI
Nenne mal einen halbwegs vernünftigen Drogendelikt-Fall, wo die Täter ~5 Jahre bekommen haben und nicht sagen wir wenigstens ein Dutzend Menschen ins Unglück gestürzt haben

musste nicht lange suchen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/flughafen-muenchen-drei-jahre-haft--1.958016

http://www.hanf-blog.com/2006/05/17/krebspatienten-mit-cannabis-versorgen-2-jahre-haft/

2 Jahre Haft auf Bewährung.
57jähriger Unternehmer hat versucht seine Frau von den Schmerzen ihrer Krebsleiden zu erlösen.

http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article898313/Fast-fuenf-Jahre-Haft-fuer-Marihuana-Dealer.html

http://www.derwesten.de/staedte/essen/gericht/Hanf-Plantage-Fuenf-Jahre-Haft-fuer-Prison-sen-id345711.html
2 Jahre+3 Monate für Bewährung

>> und das is nur gras. mit den drogen werden auch die strafen härter.

Der wurde in erster Linie verurteilt für Schrotthehlerei?!

hier hast noch nen raubkopierer (ok, zugegebenermaßen gewerbsmäßig): http://www.heise.de/newsticker/meldung/Fuenfeinhalb-Jahre-Haft-fuer-Raubkopierer-101267.html

Rest funzt nicht, ich aktualisiere sobald es funzt.


1. Fall: Im Fall einer 39-jährigen Drogenkurierin aus Bulgarien wurde jedoch auf jeden Einfallsreichtum verzichtet. Die Frau hatte schlicht und einfach einen großen Koffer randvoll mit Marihuana dabei, als sie am 8. Dezember 2009 auf dem Flug von Amsterdam nach Bukarest einen Zwischenstopp am Münchner Flughafen einlegte. Über elf Kilogramm feinstes holländisches Gras war in ihr Gepäckstück gepresst, sonst war nichts anderes drin.

Das sind 2,x Jahre wohl, vielleicht auf Bewährung, Urteil noch nicht gesprochen.

...

2 der Fälle braucht man >= Bezahlpresse,

In welchem Staat leben wir eigentlich? – Nur zwei Jahre und acht Monate Haft für die Tötung eines Neugeborenen, aber bis zu zehn Jahre Gefängnis wegen Steuerhinterziehung!
Michael Grandt
Wenn man für die Tötung eines Babys weniger Strafe erhält, als für Steuerhinterziehung, kann in unserem Staat etwas nicht stimmen, das meinen immer mehr Bürger und sind empört.
Immer häufiger berichten Medien über Urteile, die nach Volksmeinung zu »mild« und in ihrer Begründung unverständlich sind, insbesondere wenn es um Kindesmissbrauch, Kindstötungen oder gar Mord geht. Ein aktuelles Beispiel:

Mutter lässt ihr neugeborenes Kind in der Toilette ertrinken
Am 8. Januar 2009 wurde in Niedersachsen die 24-jährige Soldatin Melanie S. wegen der Tötung ihres Neugeborenen zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt.
Der Tathergang: Melanie S. entband auf der Toilette einer Kaserne, in der sie als Sanitäterin arbeitete. Das neugeborene Mädchen fiel in die Toilettenschüssel. Es lebte zu diesem Zeitpunkt noch und atmete. Das Baby rutschte dann tiefer in die Toilette, bis es mit dem Kopf unter die Wasseroberfläche sank und schließlich ertrank. Die Mutter schaute dabei zu und tat nichts, erhob sich irgendwann, säuberte sich und holte das Kind wieder heraus. Dann legte sie die Nachgeburt zusammen mit dem Baby in einen Eimer, den sie in ihren Spind stellte. Ihr Verhalten erklärte sie vor Gericht damit, ihr Kind für tot gehalten zu haben.
Der Verteidiger führte aus, die Angeklagte habe die Schwangerschaft bis zum Zeitpunkt der Niederkunft nicht wahrgenommen und sei bei der für sie »völlig überraschend« einsetzenden Geburt »völlig verstört« gewesen. Diese Einschätzung teilte auch der psychiatrische Gutachter, weshalb die Verteidigung auf Freispruch plädierte.
Die Kammer ging von einer verminderten Schuldfähigkeit aus, weil die Frau in verzweifelter Situation gewesen und es ihr zudem nicht bewusst gewesen sei, dass das neugeborene Kind lebte und sie etwas tun müsste. Die Staatsanwältin: »Sie hatte keinerlei Beziehung zu dem Kind und war fokussiert auf ihre eigenen Ängste und Sorgen.«
Der Vorsitzende Richter Volker Stronczyk: »Die Angeklagte kann einem irgendwie leidtun«, sie habe isoliert gelebt, nicht einmal an diesem schweren Tag habe ihre Familie sie ins Gericht begleitet.
Ist durch das Mitleid des Richters dieses – für viele – zu milde Urteil zu erklären? Was ist von einer Frau zu halten, die ihr eigenes Baby ertrinken lässt, dabei noch zusieht, die nach 32 Monaten wieder aus dem Gefängnis kommt und dann weitere Kinder in die Welt setzen kann?

O.K., krank, hat aber nichts mit Drogenhandel oder Wirtschaftsverbrechen zu tun.
Möglicherweise hat auch die Bundeswehr versagt (lol @Erkennung von Sexualepidemien, wenn selbst Schwangerschaft nicht erkannt wird), aber das spielt hier wohl nicht so die Rolle.

Edit: O.K., und wer sitzt nun >=10 Jahre wegen Steuerhinterziehung?


rootsanarchy
Joined: 10.01.2008

nein, nur eins is bezahlpresse (abendblatt). sorry dafür. die andern gehn definitiv alle. grad nochmal getestet. kannst aber auch 2 minuten selbst googeln^^

allein die 2 jahre, wenn auch auf bewährung, für den typen, der seine krebskranke frau zur schmerzlinderung mit gras versorgt hat, sind in anbetracht der 5 jahre für schwere körperverletzung, verschleppung und mehrfache vergewaltigung einfach der hammer.

will eigtl schon seit 2 stunden pennen, deshalb bin ich grad net so motiviert, weit auszuholen. aber es braucht wirklich nicht allzulange, en masse beispiele für verurteilungen zu finden, die die 5 jahre für diese kranken typen lächerlich wenig erscheinen lassen, für delikte bei denen niemand ernsthaft zu schaden kam.

edit: wie gesagt hast du auf den letzten seiten echt einige valide punkte. und ich bin eigtl der letzte, der nach immer härteren strafen schreit und ich maße ir schon gar nicht an, bescheid zu wissen wie man als gesellschaft am besten mit gewalttätern umgeht. alles was ich sage ist, dass die verhältnismäßigkeiten vorne und hinten nicht stimmen.


LordPoker
Joined: 05.03.2007

:rolleyes:


Stoxx81
Joined: 02.09.2006

Der Typ, der für seine Frau angebaut hat, hat danach offensichtlich weitergemacht, weil es sich anbot. Außerdem geht aus dem Artikel hervor, dass er mehr rausgegeben hat als notwendig war. Hätte er aufgehört als seine Frau verstarb hätte es vielleicht nicht mal ein Verfahren gegeben, da er ja offensichtlich absolut singulär zielgerichtet kriminell wurde, ohne dabei wirklich Schaden anzurichten. Bewährung ist Bewährung und eine Wiederholung seiner Taten ist so gut wie ausgeschlossen. Fraglich ist jetzt wie man mit dem Mann umgehen soll. Effektiv hat das alles für ihn keine konkreten Konsequenzen also frag ich mich was da jetzt die große AUfregung rechtfertigt.

Die Soldatin mit ihrem toten Kind geht in den Knast. Erst mal liest dort jeder "totes Kind" und das führt bei jedem erst mal zu Hass. Aber da steht auch, dass die Frau dachte das Kind sei bereits tot. Wie glaubhaft das ist kann von uns niemand beurteilen. Wenn ihr nicht das Gegenteil bewiesen werden kann, dann muss man dies aber nun mal als Fakt hinnehmen. Allein dieser Umstand führt (übrigens völlig zurecht) schon dazu, dass wir uns jenseits von Mord und Totschlag befinden. Ich nehme mal an, dass sie wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde. Ich lasse mal, weil ich das aus zwei Sätzen eines Artikels nicht bewerten kann, den psychischen Zustand der Frau außen vor wie auch die "isolierten" Lebensumstände.

Unterm Strich: Beides Verzweiflungstaten. Erstere Tat ging unnötig weiter, als der eigentliche Grund für die Verzweiflung bereits vorbei war. Jede Wette, dass es nicht 2 Jahre auf Bewährung gegeben hätte wenn die Zucht mit dem Tod der Frau geendet hätte.
Zweite Tat ist ebenfalls den Umständen geschuldet, aber natürlich wesentlich tragischer im Ausgang. Die Frau hätte selbstverständlich prüfen müssen ob das Kind lebt, aber ich will mir nicht anmaßen ihre Situation zu beurteilen. Sie scheint glaubhaft gewesen zu sein, wenn sie sagt, dass sie es für tot hielt und dann muss dies auch so gewertet werden. Sie geht dafür jetzt in den Bau und der Typ lebt unterm Strich so weiter als wäre nichts passiert. Ich sehe da kein Problem im Ausgang...


Original von rootsanarchy
allein die 2 jahre, wenn auch auf bewährung, für den typen, der seine krebskranke frau zur schmerzlinderung mit gras versorgt hat, sind in anbetracht der 5 jahre für schwere körperverletzung, verschleppung und mehrfache vergewaltigung einfach der hammer.

Finde ich jetzt nicht so out of line.
Man mag ja von den gängigen Gesetzen halten was man will [finde die Drogengesetzgebung extrem lol, so als ob man nichts aus der Prohibition gerlernt hat], aber rein formal hat der Mann nun mal Betäubungsmittel in großem Stil angebaut.
Und 2 Jahre auf Bewährung << 5 Jahre Knast nach Jugendstrafrecht.

will eigtl schon seit 2 stunden pennen, deshalb bin ich grad net so motiviert, weit auszuholen. aber es braucht wirklich nicht allzulange, en masse beispiele für verurteilungen zu finden, die die 5 jahre für diese kranken typen lächerlich wenig erscheinen lassen, für delikte bei denen niemand ernsthaft zu schaden kam.

Aber 5 Jahre Haft für ein Delikt (nc Erwachsenemstrafrecht sogar 10) zu finden, wo niemand ernsthaft zu schaden kommt, dürfte so leicht nicht sein.
Also, die Verhältnismäßigkeit dürfte schon gewahrt sein. Zudem es unwahrscheinlich ist, dass in diesem konkreten Fall die Täter [vor allem der Haupttäter] wirklich frühzeitiger entlassen werden.

Edit: Rest siehe Stoxx

edit: wie gesagt hast du auf den letzten seiten echt einige valide punkte. und ich bin eigtl der letzte, der nach immer härteren strafen schreit und ich maße ir schon gar nicht an, bescheid zu wissen wie man als gesellschaft am besten mit gewalttätern umgeht. alles was ich sage ist, dass die verhältnismäßigkeiten vorne und hinten nicht stimmen.

Ich halte die Verhältnismäßigkeiten eigentlich für ziemlich gut geordnet, deswegen würden mich auch Gegenbeispiele ziemlich interessieren.

Kenne soweit im Prinzip nur den Fall von einem österreichichen Autorennenveranstalter [illegal versteht sich], die ihre Strecke absperrten, zu einer Zeit fuhren, wo sonst keiner unterwegs ist [5:00 in der früh], und recht erfahren waren, wo das Ö-Recht irgendwie als Mindeststrafe 2 Jahre ohne Bewährung vorsieht. Das ist wohl etwas daneben.

Und den Fall, der anfang dieses Jahres durch die Presse ging: 2 Langzeit-Knastis hauen aus dem Knast ab, nehmen erst einen Taxi-Fahrer, später eine ganze Familie als Geisel [das auch noch tagelang]. Klar, das sind schwere Straftaten, die haben aber dafür Höchststrafe [also lebenslänglich] + Sicherheitsverwahrung bekommen. Wohlgemerkt, die haben weder dem Taxi-Fahrer noch der Familie körperlichen Schaden zugefügt. Klar, die sind trotzdem aufs höchste traumatisiert, aber rein logisch hätten die Täter sie bei solchen Strafmassen besser noch umgelegt [zur Verdeckung, oder auch nur aus Spass]. Aber o.k. da kenne ich auch nur die reißerische Presse dazu, vielleicht passt auch das Strafmaß wenn man die volle Geschichte kennt.

Ganz im allgemeinen, bin ich eigentlich, relativ stolz auf das deutsche Strafwesen. Das man Negativ-Beispiele bei so einem großen System findet, ist natürlich auch klar. Aber Rache steht nicht im Vordergrund, es wird rel. unpersönlich verhandelt, also professionell; und Täter, die ihre Opfer nicht weiter unnötig quälen werden deutlich geringer bestraft, was letzten Endes den Opfern zugute kommt.


Diese Leute haben einfach so mal dem Typen ne Vodkaflasche über den Schädel gezogen und die Freundin 4x vergewaltigt, einer von denen zumindest.

Die Typen wo da dabei standen, filmten usw. sollte man mal mind. 5 Jahre Arbeitslager aufbrummen (keine 5 Jahre in einer "Jugendherberge") und das Geld fließt dann in Hilfsorganisationen für Vergewaltigungsopfer. Falls Sie nach den 5 Jahren eine ähnliche Tat wieder begehen, wartet die Kugel.

Der Typ der die 5 Jahre bekommen hat, dem sollte man sofort die Kugel geben, so eine krankhafte Gesalt ist nicht zu "heilen" bzw. es ist keine Besserung in Sicht.

Und für die Bezahlung der Hinrichtung dürfen seine "Kollegen" die alles schön filmten noch 1-2 Monate zusätzlich im Arbeitslager abackern.


Warum so kompliziert Jungs?
Kastrieren und ein Brandmal irgendwo offen auf dem Körper.

Barbarisch? Nein, meiner Meinung nach das beste Mittel und das nachhaltigste, so dass es nicht so schnell wieder passiert. Und es sich eine wirklich zweimal überlegt :)
Bin gegen Tod, es gibt viel schlimmeres, wie Schande fürs ganze Leben. ;)