Die vielen Argumente für eine vollständige Legalisierung wurden alle schon x-mal vorgetragen: z.B. Besteuerbarkeit, Kontrollmöglichkeiten der Reinheit, Ausdünnung der Produktpalette des illegalen Marktes, erleichterte medizinische Anwendbarkeit, u.s.w. Ich bin auch dafür, aber beeindruckt haben sie offenbar bisher niemanden der verantwortlichen gesetzgebenden Politiker. Sie konnten sich nicht mal dazu durchringen Grasanbau für die Fasergewinnung zu erlauben. Lieber werden weiterhin Wälder abgeholzt und die Natur zerstört.
Die Frage ist imho, wie viel Freiheit der Staat seinen Bürgern zumutet. Der Bürger darf sich z.B. betrinken, hat aber kein einklagbares Recht auf Rausch. Im Gegenteil sieht es der Staat es als seine Aufgabe an, den Bürger zu schützen, und dies sogar vor sich selbst. Dieser Schutz vor sich selbst ist imho die Einschränkung der Freiheit, die zu diskutieren wäre. Grundsätzlich sollte Freiheit erst da enden, wo sie die Freiheit des nächsten berührt. Wenn nun jemand etwas tut, was ihn selbst schädigt und dem Staat, also der Allgemeinheit dadurch Kosten entstehen, z.B. Behandlungskosten gezahlt durch die Krankenkasse, berührt sein Handeln dann die Freiheit der nächsten? Wo ist die Grenze dessen, welche Kosten die Mitmenschen mit zu tragen haben? Behandlungen von Schäden durch Drogenmissbrauch werden die meisten Menschen wohl jenseits des erträglichen ansiedeln. Wie sieht's mit Behandlungskosten durch Sportunfälle aus? (Ohne Sport keine Sportverletzung...)
@Op: Ich musste dich in meiner Signatur einfach zitieren. Das Zitat zeigt wie schnell kiffen sich negativ auf das Gehirn auswirken kann.