Mahlzeit!
Hab hier 'n Brief bekommen von 'ner Stadtverwaltung und ich soll 30 € bezahlen, weil mir zur Last gelegt wird, folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben: "Zum o.g. Zeitpunkt haben Sie in den Nachtstunden durch Abspielen von lauter Musik und überlautem Gerede unzulässigen Lärm verursacht, der geeignet war, die Nachbarschaft zu belästigen und in ihrer Nachtruhe zu stören."
Ich seh bloß nicht so richtig ein, was bezahlen zu müssen. Schließlich war ich nur zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Meine Anlage war's nicht, aus der Musik kam. Und woher wollen die wissen, dass ich "überlaut geredet" hab? Zumal ich sowieso eher ein ruhigerer Zeitgenosse bin.
Kann ich da irgendwie erfolgreich Widerspruch einlegen? Wenn ich das mache, werden die von mir bestimmt noch 'ne mündliche Zeugenaussage haben wollen, oder? Da müsste ich 'n Stück mit'm Auto fahren, weil mein Kumpel nicht gerade in der Nähe wohnt...
Dürfen die mich überhaupt mit 'nem Verwarnungsgeld belegen? Betrifft das nicht eigentlich eher nur den "Veranstalter" bzw. den Eigentümer des Grundstücks, auf dem es laut war?
Als die Polizei ankam, saßen wir nur noch zu sechst oder siebt an 'nem kleinen Feuerchen und haben bissl was getrunken (die kamen immerhin mit zwei Six-Packs). Es stand aber vorher schon laut Aussage der Polizisten ein Streifenwagen an der Straße, der bestätigen konnte, dass von uns aus Lärm zu vernehmen war. Die haben sich bloß nicht getraut, zu uns zu kommen und haben erstmal Verstärkung gerufen
Naja, war sonst eigentlich alles friedlich, wir haben uns vernünftig mit den Polizisten unterhalten und die haben unsere Personalien aufgenommen. Bloß als die dann losgemacht sind, musste so'n alter, griesgrämiger Typ von denen noch sagen, dass wir alle noch 'n Brief bekommen werden und zahlen dürfen
Alles irgendwie total unverhältnismäßig.
Fazit: Ich seh nich ein, dass ich was bezahlen muss und würde gern wissen, was ich da am besten machen sollte.
Hoffe, hier kennt sich jemand mit der Materie aus.