Auch wenn es, seitdem Menschen auf diesem Planeten existieren immer wieder in feindlichen Auseinandersetzungen ganze Volksstämme nahezu ausgerottet worden sind.
Doch erst seit Beginn des letzten Jahrhunderts wird dieser Vorgang bei der systematischen Unterdrückung und Ermordung bestimmter Ethnien von immer mehr Menschen aus Sicht der Unterdrückten und nicht mehr jener der Unterdrücker betrachtet.
Nahezu jede heute bedeutende Wirtschaftsnation hat in ihrer jüngeren Geschichte bestimmte Bevölkerungsgruppen, sei es in ihrem eigenen Staatsgebiet oder auch in anderen Ländern, gezielt vernichtet.
Die ganze Geschichtsleiste entlang werden Staatsmänner und Feldherren gezeigt, die durch die Eroberung anderer Länder dem eigenen Staat weltweites Ansehen und eine Ausdehnung des Machtbereichs eingebracht haben.
Warum gilt seit Beginn des 20. Jahrhunderts plötzlich die Erweiterung des eigenen Territoriums als schlecht, wo sie doch über tausende von Jahren hinweg dies eine der Hauptkriterien für eine gute Staatsführung war.
Bei diesen Feldzügen wurden immer wieder große Teile der unterlegen Völker getötet oder versklavt.
Sind der 1. und 2. Weltkrieg, von dessen Ereignissen viele Menschen auch durch die immer stärkere Verbreitung von Massenmedien detaillierter als bei allen Kriegen zuvor erfahren haben, dafür verantwortlich?
Kann sich aufgrund die Bilder dieser Gräuel mehr mit den Opfern identifiziert werden?
Schaffen Bilder mehr emotionale Betroffenheit als Worte?
Sind wir insgesamt mitfühlender geworden?
War offener Rassismus gegenüber anderen Hautfarben oder Religionen doch sehr lange Zeit ganz normal und wurde oft sogar in Gesetzesform verankert.
Wodurch kam dieser Wandel, der zu Beginn des neuen Jahrtausends immer mehr Länder erreicht und immer mehr Menschen in Gleichheit leben lässt?
Oder ist dies wieder nur eine Phase in der sich die Menschheit bewegt?
Werden die aufklärerischen Stimmen weniger werden und die Überlegenheit der eigenen Bevölkerungsgruppe wieder mehr in den Vordergrund gestellt?
Schließlich gab es immer wieder Friedensperioden die bald wieder durch heftige Konflikten abgelöst wurden.
Oder ist, zumindest Europa, auf dem Weg in einen immer währenden Friedenszustand, da sich mehr und mehr Länder der EU anschießen und so die zwischen nationalen Verbindungen immer stärker werden?