Da ich ja mit einer Frau aus Burma verheiratet bin und z.Zt. in Thailand wohne interessiert mich das Thema wahrscheinlich mehr als euch.
Falls, wie zu erwarten, wieder alles beim alten bleibt und Than Shwe und seine Junta weiterhin alle unterjochen und ausbeuten, sollte der Westen in irgendeiner Form aktiv werden?
Ich persönlich denke, dass da nichts passieren wird. Nord Korea und andere Krisenherde sind da eher auf der Prioritätenliste. Zudem will die Öffentlichkeit militärische Aktionen nicht gerne sehen (ich auch nicht).
Interessanterweise sehen viele Burmesen das anders. Sie wollen absolut eine militärische Befreiung durch den Westen.
Vor 20 Jahren wurde Aung San Suu Kyis demokratische Partei mit über 80% der Stimmen gewählt und kam aus "formalen" Gründen nie an die Macht. Sie sitzt seit Jahrzehnten in ihrem Haus fest und wurde von der aktuellen Wahl ausgeschlossen wodurch diese eh zur Farce wird.
Seht ihr Möglichkeiten für den Westen irgendwas (diplomatisch oder militärisch) zu machen, oder ist das einfach auf der Prioritätenliste nicht sehr weit oben?
Problematisch ist auch, dass Burma zum Teil unter dem Schutz von China und Russland steht.
Es gibt einige Wirtschaftsembargos vom Westen, aber Burmas Chefs betreiben einfach Handel mit anderen sozialistischen Regimen (China und co.). Zudem schädigen diese Embargos natürlich nicht nur die Regierung sondern auch die Bevölkerung, genauso wie die Tourismusembargos.
Mir persönlich fällt echt nichts sinnvolles ein, was die Lage mittelfristig verbessern könnte.