Zum Forum springen
Wahl in Burma/Myanm...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Wahl in Burma/Myanmar

14 Beiträge
11 Benutzer
0 Reactions
652 Ansichten

Da ich ja mit einer Frau aus Burma verheiratet bin und z.Zt. in Thailand wohne interessiert mich das Thema wahrscheinlich mehr als euch.

Falls, wie zu erwarten, wieder alles beim alten bleibt und Than Shwe und seine Junta weiterhin alle unterjochen und ausbeuten, sollte der Westen in irgendeiner Form aktiv werden?

Ich persönlich denke, dass da nichts passieren wird. Nord Korea und andere Krisenherde sind da eher auf der Prioritätenliste. Zudem will die Öffentlichkeit militärische Aktionen nicht gerne sehen (ich auch nicht).

Interessanterweise sehen viele Burmesen das anders. Sie wollen absolut eine militärische Befreiung durch den Westen.

Vor 20 Jahren wurde Aung San Suu Kyis demokratische Partei mit über 80% der Stimmen gewählt und kam aus "formalen" Gründen nie an die Macht. Sie sitzt seit Jahrzehnten in ihrem Haus fest und wurde von der aktuellen Wahl ausgeschlossen wodurch diese eh zur Farce wird.

Seht ihr Möglichkeiten für den Westen irgendwas (diplomatisch oder militärisch) zu machen, oder ist das einfach auf der Prioritätenliste nicht sehr weit oben?

Problematisch ist auch, dass Burma zum Teil unter dem Schutz von China und Russland steht.

Es gibt einige Wirtschaftsembargos vom Westen, aber Burmas Chefs betreiben einfach Handel mit anderen sozialistischen Regimen (China und co.). Zudem schädigen diese Embargos natürlich nicht nur die Regierung sondern auch die Bevölkerung, genauso wie die Tourismusembargos.

Mir persönlich fällt echt nichts sinnvolles ein, was die Lage mittelfristig verbessern könnte.


13 Antworten
busfahrer09
Beigetreten: 12.07.2006

gibts in burma Öl?


Maxwell0612
Beigetreten: 04.01.2008

denke nicht das es den "westen" groß interessiert was in solchen ländern abgeht. solange sie dort kein wirtschaftliches interesse haben, wird da auch nichts passieren. zumindest nicht, weil es dort halt mal nen paar menschen scheiße geht. denke die einzige möglichkeit hätten die menschen dort wenn sie sich selber wehren, was aber wohl ein ziemlich blutiger weg werden würde.


Khrano
Beigetreten: 20.06.2009

Original von busfahrer09
gibts in burma Öl?

So getrollt wie diese Frage ist, so viel Wahres steckt doch darin.
Der Westen wird wohl kaum eingreifen nur, um den Menschen in Myanmar ein besseres Leben zu bescheren oder mit anderen Worten, die Demokratie zu verbreiten.
Es besteht einfach kein Interesse darin die Länder zu befreien. Der einzige Grund wäre vermutlich, um China und Russland irgendwann mal ans Bein zu pinkeln. Aber das will zur Zeit ja auch keiner.
Sollten die Beziehungen zwischen USA/China bzw USA/Russland irgendwann mal wieder schlechter werden und die USA ernsthaft über einen Konflikt nachdenkt, dann könnte Burma eventuell okkupiert werden.


Kuschelbaer
Beigetreten: 08.04.2006

Jaja, der böse Westen mal wieder... Zuerst will er den armen unbedeutenden Länder nicht helfen und sie befreien, weil es dort kein Öl zu holen gibt und später will er sie dann einfach "okkupieren" wenns ihm grade passt.

In den nächsten Jahren haben weder die USA noch die EU irgendwelche Kapazitäten, um außer mit diplomatischen Mitteln in Südostasien was zu unternehmen. Des Weiteren haben die meisten Länder der Region (China natürlich, aber auch Thailand) Interesse an den Bodenschätzen Burmas und sind dort an einem Regimewechsel nur wenig interessiert.

Burma kann sich nur selber helfen. Leider.


Khrano
Beigetreten: 20.06.2009

Original von Biggie1982
Jaja, der böse Westen mal wieder... Zuerst will er den armen unbedeutenden Länder nicht helfen und sie befreien, weil es dort kein Öl zu holen gibt und später will er sie dann einfach "okkupieren" wenns ihm grade passt.

Habe nie behauptet, dass der Westen böse ist sondern nur Tatsachen aufgezählt. Oder kannst du beschreiten, dass die Lage anders ist?


aber du musst doch nur mal nach afghanistan schauen.
die lage war doch ähnlich. terroregime unterdrückt die eigenen leute, man geht hin mit der absicht nen staat aufzubauen und das land stabil zu machen und am ende steht man als besatzer und böser da. wirtschaftliche interessen sind in afghanistan jetzt auch eher minimal gewesen.
es ist einfach von der bevölkerung nicht gewollt, solche einsätze durchzuziehen und es wird auf die schnelle auch keine regierung mehr soetwas gegen den willen der bevölkerung und ohne un mandat durchziehen.
dazu kommt noch die chinaproblematik. Die Chinesen würden es sicher nicht so gerne sehen, wenn Europa oder gar die USA in ihrem Hinterhof nen Krieg führen.


Khrano
Beigetreten: 20.06.2009

Die Lage in Afghanistan war eine andere, da die USA Afghanistan nach den Terroranschlägen des 11. Septembers angegriffen haben.
Afghanistan beherbergte damals viele Al-Qaida-Trainingscamps, außerdem hielt sich Osama bin Laden in Afghanistan auf.
Die USA forderten, dass bin Laden ausgeliefert werde, was Afghanistan jedoch ablehnte.
Da die USA jedoch im Zugzwang stand und außerdem das Recht der Selbstverteidigung auf ihrer Seite war, war ein Angriff legitim. (Auch wenn das umstritten ist, da es sich um einen asymetrischen Konflikt handelt.)

Edit: Ist halt offtopic, aber Burma stellt keine Gefahr dar und ist somit leider uninteressant.


dersl88
Beigetreten: 09.02.2007

Original von Khrano

Original von busfahrer09
gibts in burma Öl?

So getrollt wie diese Frage ist, so viel Wahres steckt doch darin.
Der Westen wird wohl kaum eingreifen nur, um den Menschen in Myanmar ein besseres Leben zu bescheren oder mit anderen Worten, die Demokratie zu verbreiten.

Der Westen wird wohl nicht in die innenpolitischen Angelegenheiten eines souveränen Staates eingreifen, nur weil diese ihm gerade nicht gefallen. Dafür müssen schon andere Sachen, bspw. die Gefährdung der internationalen Sicherheit und Stabilität, gegeben sein.


Cuoco199
Beigetreten: 23.02.2009

revolution?


ich bin eher der meinung, dass sich staaten wie amerika oder verbände wie die nato nach dem afghanistaneinsatz eher aus solchen sachen wie demokratisierung und statebuilding zurückhalten werden. ich stehe wirklich hinter dem afghanistaneinsatz, aber so langsam aber sicher machen die medien daraus ne katastrophe. der einsatz wird einfach total künstlich aufgebauscht, ob da politishce absichten hinterstecken oder es einfach nur um schlagzeile geht, lass ich mal dahingestellt sein.
es ist ja nicht so, als wenn der politik das problem in burma nicht bekannt ist. nur darf man nicht vergessen, dass es zurzeit so viele brandherde auf der welt gibt und es wirklich unmöglich ist, sich um alle zu kümmern, zumal ein land wie burma auch noch unter dem schutz von china und russland steht. ich glaube die gefahr die bilateralen beziehungen zu sowohl china und russland durch einen einsatz zu ruinieren ist einfach zu groß. zumhal sich china seines politischen und wirtschaftlichen gewichts gerade erst bewusst wird.
außerdem darfst du nicht vergessen, dass die politik nicht wirklich viele mittel hat um in burma was zu bewegen. immer gleich einen krieg vom zaun zu brechen ist sicherlich der falsche ansatz, vor allem bei der rückendeckung, die burma genießt.
tut mir leid, dass so sagen zu müssen, aber die einzige chance für die burmesischen landsleute deine frau ist, dass die junta die rückendeckung von china und russland verliert. anders ist das nicht zu machen. und was kriege oder sonstige militärische interventionen angeht, haben die europäer in dieser region ja auch keine guten erfahrung gemacht.


n1kons
Beigetreten: 27.10.2008

Original von Blinzler
aber du musst doch nur mal nach afghanistan schauen.
die lage war doch ähnlich. terroregime unterdrückt die eigenen leute, man geht hin mit der absicht nen staat aufzubauen und das land stabil zu machen und am ende steht man als besatzer und böser da. wirtschaftliche interessen sind in afghanistan jetzt auch eher minimal gewesen.
es ist einfach von der bevölkerung nicht gewollt, solche einsätze durchzuziehen und es wird auf die schnelle auch keine regierung mehr soetwas gegen den willen der bevölkerung und ohne un mandat durchziehen.
dazu kommt noch die chinaproblematik. Die Chinesen würden es sicher nicht so gerne sehen, wenn Europa oder gar die USA in ihrem Hinterhof nen Krieg führen.

? afghanisten wurde in nem stellvertreterkrieg gegen russland jahrelang missbraucht und zerstört,"terror-"milizen finanziert,für viel amerikanisches geld söldner aus den umliegenden ländern angeheuert, und als es ums aufbauen ging kam nur fuck u.
die lage is einfach ma grundverschieden von der in burma.


Original von Blinzler
aber du musst doch nur mal nach afghanistan schauen.
die lage war doch ähnlich. terroregime unterdrückt die eigenen leute, man geht hin mit der absicht nen staat gefügig zu machen und das land zu unterjochen und am ende steht man als besatzer und böser da. wirtschaftliche interessen sind in afghanistan jetzt auch eher vorrangig gewesen.
es ist einfach von der bevölkerung nicht gewollt, solche einsätze durchzuziehen und es wird auf die schnelle auch keine regierung mehr soetwas gegen den willen der bevölkerung und ohne un mandat durchziehen.
dazu kommt noch die chinaproblematik. Die Chinesen würden es sicher nicht so gerne sehen, wenn Europa oder gar die USA in ihrem Hinterhof nen Krieg führen.

FYP
ähhh... ja nee is klar Trans-Afghanistan Pipeline

dagegen haben sich die taliban gesträubt und das war das erste was die provisorische regierung nach dem einmarsch bewilligt hat. im übrigen war es die cia die die taliban und bin laden zu dem gemacht haben was sie heute sind, ein schelm wer böses dabei denkt. ;)

was die lage in burma angeht bin ich auch der meinung das solange keine energiepolitischen interessen bestehen, es keine einmischung der westlichen regierungen geben wird.


busfahrer09
Beigetreten: 12.07.2006

Original von WaldiMoeter

ähhh... ja nee is klar Trans-Afghanistan Pipeline

dagegen haben sich die taliban gesträubt und das war das erste was die provisorische regierung nach dem einmarsch bewilligt hat.

this...

als ob es darum ging arme Frauen aus ihren Burkas zu befreien und Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen, wacht mal auf Leute...


Teilen: