Planeten retten ist aber auch überspitzt formuliert wenn eine Begrenzung der Erderwärmung gemeint sein soll, die sogar nicht höher als die Durchschnittstemperatur der Erde seit ihrer Existenz sein soll.
Gemeint ist da eher ein auf kurze Sicht für den Menschen bequemes Klima zu bewahren.
Yup, den Menschen deren Ernten ausfallen oder Inseln im Meer versinken geht es um ein bequemes Klima.
Der Mensch ist sehr anpassungsfähig und hat auch in Höhlen überlebt. Also ja. Selbst bei nem Zentimeter Wasseranstieg pro Jahr wäre der Mensch in der Lage dem drohenden Tod durch Ertrinken zu entkommen oder den Lebensmittelpunkt und das bestellte Feld an einen anderen Ort zu verlagern.
Planet retten suggeriert, dass er andernfalls zerstört oder verloren wäre. Und das ist nun mal in jeder Hinsicht gar nicht oder allerhöchstens im Entferntesten zutreffend.
Original von TyCobb
Wenn dann im Endeffekt ein Gericht über den Grad der Wichtigkeit bestimmt, hätte das schon ein ziemliches Geschmäckle.
Das ist nunmal im Streitfall originäre Aufgabe der Gerichte im Rahmen der Gewaltenteilung.
Ansonsten schlicht gesunder Menschenverstand. Ich behaupte mal, wenn Du 100 Menschen fragt, was wichtiger ist, den Planeten zu retten oder gegen einen bestimmten Staat im Sinne von Klassenkampf vorzugehen, sollte zu einem sehr grossen Prozentsatz den Planeten retten wichtiger sein. Allein, cheesy gesagt, dass das eine (Klassenkampf) einen bestimmten Personenkreis oder einen bestimmten Staat betrifft, während erstes die "Menschheit" betrifft.
Und ja, finde es angenehm mit Dir zu diskutieren.
Denke aber auch, dass das Thema ER dann eigentlich auch, zumindest für mich, erstmal durchdiskutiert ist und wall of txt zu dem gleichen Thema hier nicht wirklich weiter helfen.
Ist wohl wahr, das diskutieren nützt hier auch nix.
Derjenige, auf den du eingegangen bist, war dann auch mein letzter Beitrag zu dem Thema.
Original von HijackerStar
Der Mensch ist sehr anpassungsfähig und hat auch in Höhlen überlebt. Also ja. Selbst bei nem Zentimeter Wasseranstieg pro Jahr wäre der Mensch in der Lage dem drohenden Tod durch Ertrinken zu entkommen oder den Lebensmittelpunkt und das bestellte Feld an einen anderen Ort zu verlagern.
Planet retten suggeriert, dass er andernfalls zerstört oder verloren wäre. Und das ist nun mal in jeder Hinsicht gar nicht oder allerhöchstens im Entferntesten zutreffend.
Natürlich wird der Planet nicht zerstört a la Armageddon, das wird auch niemand so deklarieren oder interpretieren, es sei denn er möchte es unbedingt falsch darlegen. Die Bedingungen für menschliches Leben auf diesem Planeten sind gemeint.
Selbst diese Bedingungen wären nicht verloren.
Ich teile deine Argumentation daher nicht. Es ist allerdings auch nicht besonders verwerflich, wenn mit überspitzten Formulierungen oder Übertreibungen gearbeitet wird, einfach um die (wichtige) Bedeutung nicht durch nüchterne präzise Beschreibungen zu verharmlosen. Auch Weltenretter arbeiten mit Slogans. Und Slogans sollen oft durch Übertreibung Aufmerksamkeit erzeugen.
1. Was ist deiner Meinung nach meine Argumentation?
2. Was denn jetzt?
Original von HijackerStar
Planet retten suggeriert, dass er andernfalls zerstört oder verloren wäre. Und das ist nun mal in jeder Hinsicht gar nicht oder allerhöchstens im Entferntesten zutreffend.
Original von HijackerStar
Es ist allerdings auch nicht besonders verwerflich, wenn mit überspitzten Formulierungen oder Übertreibungen gearbeitet wird, einfach um die (wichtige) Bedeutung nicht durch nüchterne präzise Beschreibungen zu verharmlosen.
3. Das hast du dir jetzt eben mal so aus dem Ärmel geschüttelt, oder?
Original von HijackerStar
Selbst diese Bedingungen wären nicht verloren.
Deine Argumentation ist, dass der Slogan "Planet retten" zutrifft, da zumindest die "Bedingungen menschlichen Lebens" gleichbedeutend gemeint sind, die andernfalls verloren gingen oder zerstört werden.
Da halte ich gegen und sehe "Planet retten" als Überspitzung/Übertreibung, da weder der Planet zerstört wird noch die Bedingungen menschlichen (Über-)Lebens zerstört werden oder verloren gehen. Vielmehr liegt allerhöchstens und im entferntesten Sinne eine Zerstörung, also eine Beeinträchtigung des menschlichen Lebens vor. Daher finde ich das Wort "Unbequemlichkeit" recht präzise.
Folglich: "Planet retten" nüchtern formuliert = Ein auf kurzer Sicht (weil langfristig passt sich der Mensch vollständig und ohne wesentliche Beeinträchtigungen an) für den Menschen bequemes Klima bewahren.
Riesige Küstengebiete werden einfach überflutet und erodieren, werden unbewohnbar. Landwirtschaftlich ertragreiche Gebiete erleben Dürren und versteppen einfach. In Mitteleuropa kommt es zB noch häufiger zu Überschwemmungen und Hitzetoten in Ballungsgebieten etc.
Millionen Menschen verlieren alles, verelenden und verhungern. Millionen oder gar Milliarden Menschen werden weltweit auf der Flucht sein, mit allen kurz- und langfristigen Konsequenzen auch für die 1. Welt. Es wird Konflikte und Kriege um Wasser und Anbauflächen geben.
Daher finde ich das Wort "Unbequemlichkeit" recht pervers.
Küstengebiete saufen nicht "einfach" ab. Das dauert ewig. Du formulierst es so, als passiert das von heute auf morgen.
Über Zeiträume von Jahrzehnten passt sich der Mensch problemlos an. Baut Schutzbarrieren oder siedelt um.
Das haben Menschen schon immer gemacht.
Auch verlieren Millionen Menschen nicht plötzlich alles, sondern müssen sich, wie sie es schon immer getan haben, anpassen. Und sie werden es auch tun. Auch fliehen nicht permanent Millionen oder gar Milliarden Menschen. Und wenn doch, dann aus anderen Gründen.
Es ist auch ein Märchen wenn man an "Klimaflüchtlinge" glaubt. Niemand flieht in erster Linie aus Klimagründen. Auch kann es so eine Flucht gar nicht geben, wenn im Zeitraum vor der Flucht das Klima noch in Ordnung gewesen sein soll, ab dem Zeitpunkt der Flucht dann aber nicht mehr. Wenn sich die Situation langsam und stetig verschlechtert, dann wandern Menschen. Sie fliehen nicht. Und Wanderungen sind auch völlig normal. Zuletzt geschah das nur eher aus Gründen von Arbeitsaufnahme und nicht weil Regionen nicht mehr genügend Menschen existenziell versorgen konnten.
Konflikte um Wasser und Land wird es so oder so geben und ist in erster Linie der Bevölkerungsentwicklung bestimmter Gebiete geschuldet. Es leben zu viele Menschen auf dem Planeten, auch jetzt schon. Ein Teil von Gebieten ist überbevölkert.
Ich weiß, dass man sich dadurch genervt fühlen kann.
Muss man sich abgewöhnen.
Ist halt nur Meinungsaustausch. Nichts wovon man sich positive Gefühle erhoffen oder negative Gefühle befürchten muss.
So ist das halt. Die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen ist ein massiver Einschnitt in die persönliche Freiheit, während das Absaufen ganzer Landstriche eine bloße Unannehmlichkeit darstellt.
Und Menschen sind schon immer gewandert. Ist vollkommen normal, solange sie nicht hier her wandern...
Wenn ich das richtig verstehe, müssen wir uns halt einfach anpassen. Da werden die Völkerwanderungen Richtung Europa mit inbegriffen sein denke ich.
Valentin Thurn, einer der Mitgründer von foodsharing, war durch die Arbeit an seiner Doku "Taste the Waste" dazu inspiriert worden. In diesem NDR-Bericht über den Film sagt er bei 4:30, "..wenn wir nur die Hälfte dessen wegwerfen würden, was wir heute wegwerfen, dann hätte das auf das Klima den Effekt, den gleichen Effekt, wie wenn wir jedes 2. Auto stillegen würden."
Oder halt gezielter einkaufen (keine Blaubeeren aus Chile usw). Trotzdem frage ich mich, wie er sich das ausgerechnet hat. Werde mir die Doku gleich mal anschauen. Danke für den Tipp! :-)
Original von Trillian
.wenn wir nur die Hälfte dessen wegwerfen würden, was wir heute wegwerfen, dann hätte das auf das Klima den Effekt, den gleichen Effekt, wie wenn wir jedes 2. Auto stillegen würden."
Das stimmt vermutlich. Beides hat keinen nennenswerten Einfluss.
ich denke das 50% der autos auch viel zu niedrig angenommen ist.. wenn zum beispiel viel schiffstransportierte waren wegeworfen werden hat es nen enormen einfluss aufs klima weil schiffsabgase übel sind.. genauso wie bei flugware.. ob man jetzt heimische kartoffeln auf dem feld lässt oder in china ein paar säcke reis umfallen macht nicht so arg viel aus.. aber unethisch ist es schon irgendwie