Ich habe mir überlegt, wie man am besten objektiv messen könnte, wie scared money jemand ist. Dazu habe ich den Scared Money Factor SMF eingeführt. Und so berechnet man ihn:
Der Proband des Gedankenexperiments hat die Wahl eine Summe A mit 100%-ger Sicherheit zu erhalten oder einen Coinflip einzugehen. Der kleinste EV, bei dem er den Coinflip dem Geld vorzieht, sei B.
SMF = B/A
Beispiel 1: Man hat die Wahl 20k$ zu bekommen oder um eine Summe zu flippen. Der Befragte gibt an, dass 60k$ die Mindestsumme sei, für die er bereit wäre, auf die sicheren 20k$ zu verzichten und einen Flip einzugehen. Bei jeder Summe darunter nimmt er lieber das sichere Geld. Der EV dieses Flips (B) ist 30k$. Daraus folgt:
SMF = 30k$/20k$ = 1,5
Jetzt ist aber der SMF nicht immer gleich, sondern von der eigenen Bankroll und von der Summe, um die es geht, abhängig. Ein Multimillionär wird einen niedrigeren SMF haben bei einem Flip um 100k$ als jemand, der 1k$ auf dem Konto hat. Deshalb ist der relative SMF – SMF(x) – wichtiger als der absolute.
X = A / Bankroll .
Beispiel 2: Der Proband aus Beispiel 2 hat eine BR von 10k$. Die ihm angebotene Summe ist 20k$, also ist x = 2. Sein SMF(2) = 1,5.
Nun wird ihm 100k$ sicher angeboten. Jetzt ist er erst ab einer Summe von 500k$ bereit zu flippen.
SMF(10) = 2,5 .
Also: Was sind eure relatives SMFs bei:
X = 0,1:
X = 1
X = 10
Bei mir wäre es z.B.
SMF(0,1) = 1,2
SMF(1) = 1,5
SMF(10) = 2
Modifizierter SMF: Man kann das ganze auch modifizieren, in dem man anstatt einer 50-50 Chance bei B eine andere Gewinnwahrscheinlichkeit einsetzt, z.B. 10%. Dann wäre bei mir bei SMF(0,1) die Risikobereitschaft wesentlich höher und bei SMF(10) wesentlich niedriger.
EDIT: Ich schreibe die Frage mal um: Ihr habt ein Vermögen von 100k$. Ihr bekommt
1) 10k$
2) 100k$
3) 1 Mio $
auf die Hand ODER flippt um einen bestimmte Geldsumme. Wie hoch muss diese Summe mindestens sein, damit ihr bereit seid zu flippen?