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[Geschlossen] Valuebets

11 Beiträge
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Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006
BlackMember

Hallo,

ich habe mal eine Frage zu Valuebets.
Angenommen ich möchte auf ein Spiel mit 3 möglichen Ausgängen tippen.
Die Durchschnittsquoten aller Anbieter sind:

q1 = 2
q2 = 3
q3 = 4

Es wird also ~92,31% ausgezahlt bzw. bei 13€ Einsatz werden 12€ ausgezahlt.
Die 13€ sind folgendermaßen verteilt, 6€auf q1, 4€ auf q2 und 3€auf q3.

Wenn ich nun eine Quote bei einem Anbieter finde, der z.B. q1 = 2,2 bietet und ich darauf 6€ setze, dann kann man doch auf lange Sicht gar nicht verlieren oder sehe ich da was falsch?
Würde ich langfristig verlieren, würde das gleichzeitig ja auch bedeuten, dass alle anderen Anbieter mit ihren Quoten q2 und q3 langfristig Verlust machen würden.


10 Antworten

das prinzip nennt sich surebets. gibt ein haufen material im internet dazu. auch hier im forum wurde das schon des öfteren besprochen.


Schnicker Themenstarter
Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006
BlackMember

Nein, das ist dann noch keine Surebet, das wäre erst ab einer Quote > 2,4 der Fall.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob der Gedanke so langfristig gewinnen zu müssen, korrekt ist, wobei ich keinen Grund sehe, warum das nicht so sein sollte
(Ich würde eben 6€ auf q1=2,2 setzen und somit 13,2€ zurückbekommen. )


sorry hatte das nur überflogen und dachte mal wieder jemand glaubt die welt neu erfunden zu haben

verstehe auch nicht ganz was du vor hast. wenn du glaubst in der quote q1 steckt value also das ereignis auf das du wettest tritt häufiger ein in der relation zur quote dann setzte da einfach drauf und du machst langfristig gewinn


Schnicker Themenstarter
Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006
BlackMember

Ja, macht nichts, bin ja froh, dass sich das jemand anschaut :)

Das stimmt schon was du sagst, war heute z.B. bei Deutschland - Finnland der Fall, da hatte bwin eine Quote von 8 auf Finnland und unter den Voraussetzungen gewinnt Finnland bestimmt öfter als jedes 8.Spiel.

Nur kann man nicht auch ohne jede Ahnung von der Sportart auf Ereignisse setzen, wenn die Quoten entsprechend sind.

Also nochmal zum Beispiel, der Durchschnitt über alle Bookies ist

q1 = 2
q2 = 3
q3 = 4

und z.B. Bwin hat folgende Quoten

z1 = 2,2
z2 = 3
z3 = 3,9

Wenn man jetzt rein gar keine Ahnung von der Sportart hat, dann setzt man doch am besten entweder 6€ auf q1 oder 4€ auf q2 oder 3€ auf q3 bzw auf q1 halt einen beliebeigen Betrag, auf q2 2/3 dieses Betrages und auf q3 die Hälfte des Betrages (weil man so den unvermeidbaren Verlust minimiert)

Nun ist es aber so, dass Bwin eine Quote bietet, die bei gleichen Einsätzen zu einem anderen Ergebnis führt.

Bei z1=2,16666.... ist der Kippunkt, ab da muss man doch langfristig gewinnen, weil sonst alle anderen Bookies Mist gebaut haben oder verpeile ich da irgendwas?


nee nee vom prinzip her haste schon recht. man kann ein value auch über den vergleich der quoten bei verschiedenen bookies definieren. die machen zu genüge fehler. z.b hier http://www.oddsoddsodds.com/ unter valubets kann man das schön einsehen. haben fast alle wichtigen bookies im vergleich und langfristig wirste da auch gewinn machen. nur die swings können extrem groß sein und man brauch wie beim surebetting eine hohe anzahl an accounts bei den verschiedensten buchmacher und auch so ganz ohne ahnung in der sportart würd ich das nicht machen.
weiß nur nicht was du mit deinem verlust minimieren vorhast. wenn in deinem beispiel q2 oder q3 gewinnt haste ja immer den gleichen verlust mit dem du kalkulierst wenn du allerdings einfach diesen kalkulierten verlust auf die vermeintliche valuebet setzst ist das doch das einfachste und du musst nicht bei 2 oder 3 bookies deine wetten setzen. das macht ja erst sinn wenns ne surebet ist.


Trigger1201
Beigetreten: 20.06.2006
Oldschool Grinder

Rechne mal deine Beispiele für die ergebnisse 2 und 3 durch, die auch eintreten können:

q1=2,2 * 6€ - Gesamteinsätze(13€) = + 0,20€

q2*4€ - Gesamteinsätze(13€) = -1€

q3 *3€ - Gesamteinsätze(13€) = -1€

Ich seh da langfristig nur Verluste.


Schnicker Themenstarter
Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006
BlackMember

Entschuldigung, ich habe das vielleicht bisschen unklar ausgedrückt.

Ich will nicht auf alle Quoten gleichzeitig setzen, da dies ja eben nur bei einer Surebet Sinn macht.
Wenn man jetzt ohne Information so eine Partie tippen würde, dann müsste man entweder 6€ auf q1 oder 4€ auf q2 oder 3€ auf q3 tippen und würde so langfristig den gleichen Verlust einfahren und zwar pro 13€ Einsatz 1€ Verlust.

Wenn ich jetzt aber einen Bookie finde, der mir für q1 die Quote 2,2 bietet, dann müsste ich doch aber auch im Umkehrschluss pro 6€ Einsatz 20cent Gewinn machen oder nicht? (Natürlich sehr varianzreich).
Auf die anderen beiden Quoten setze ich kein Geld (könnte man aber genauso machen, wenn man z.B. einen Anbieter findet, der einem für q2>3,25 bietet)

Ich bin gerade dabei das zu testen und derzeit stehe ich bei -4,68% bei €5,73 durchschnittlichem Einsatz aber ich habe auch erst auf ~50Spiele gesetzt. Problem war vor allem, dass durch eine Surebet recht viel Geld von einem Anbieter zu einem anderen gewandert ist und ich meine Einsätze an dem jeweiligen Kontostand orientiere. War dann natürlich gleich so, dass 2 Wetten mit €20 und €15 mit Quoten um die 1,5 beide schief gingen, wenn eine der beiden läuft bin ich im Plus, aber das ist halt Varianz. (Die Surebets sind bei den €5,73 bzw. -4,68% nicht mit drin)

Danke übrigens für die Seite www.oddsoddsodds.com kannte ich nicht.
Auch wenn ich es übersichtlicher fände, wenn man da den Profit einsehen könnte (also bei meinem Bsp. Quote 2,2 statt 2 hat man 20% Profit, wäre halt ganz angenehm, weil bei den Auszahlungen der Bookies, die ja in der Regel immert >90% sind eine Wette ab ~20% langfristig Profit versrpechen sollte, während Value = 1,1 halt nur bedeutet, dass W-keit*Quote/100 = 1,1 ergibt. Das könnte halt 0,5*2,2/100 = 1,1 also 20% Profit sein, aber auch 0,25*4,4/100 = 1,1 und nur 13,33...% Profit).

Irgendwie verstehe ich nicht, warum das so gemacht wird, über die wirkliche Qualität einer Wette sagt dieser Valuewert ja nicht so viel aus.


Genau du hast Recht, bei 2.1667 wäre theoretisch der Break Even Punkt. Aber du siehst ja schon selbst, dass du da bei einer Quote von 2.2 nur 0.033 "Quotenpunkte" Edge hast. Also winzig, aber dass das varianzreich ist, weisst du ja.

Allerdings finde ich, dass die Annahme, dass der Durchschnitt der Bookies die realen Wahrscheinlichkeiten spiegelt, als gewagt. Die Buchmacher passen die Quoten an, wenn zu viele Leute auf ein Ereignis setzen so an, dass dann mehr auf das andere Ereignis setzen und sie am Ende bei jedem Ausgang ~ gleich viel Geld machen. Klar, ist jetzt vereinfacht ausgedrückt, und da spielt in der Praxis viel mehr eine Rolle, aber so ungefähr kann man es sich vorstellen. Und da diese Annahme schon fraglich ist, glaube ich kaum, dass mit so einer kleinen Edge Geld zu machen ist.

Wenn du schon in die Richtug gehen willst, kannst du auch gleich Surebets machen, brauchst in etwa die gleichen Vorraussetzungen (genügend Kapital, mehrere Bookies, beobachten des Marktes um die beste Quote zu bekommen).


Schnicker Themenstarter
Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006
BlackMember

20% habe ich für mich auch als Untergrenze genommen (wenn ich von einer Sportart keine Ahnung habe, in meine Liste übernehem ich aber zum testen nur Wetten wo ich stur nach angegebener Quote vorgehe, man muss halt den "Rake" der Sportwettenanbietern schlagen).
Aber auch Quoten > 30% Profit sind ja keine Seltenheit, am besten sind wohl 1,x Quoten mit hohem Profit, da sich die Varianz in erträglichem Rahmen auswirken sollte.

Original von Buschm4nn

Allerdings finde ich, dass die Annahme, dass der Durchschnitt der Bookies die realen Wahrscheinlichkeiten spiegelt, als gewagt. Die Buchmacher passen die Quoten an, wenn zu viele Leute auf ein Ereignis setzen so an, dass dann mehr auf das andere Ereignis setzen und sie am Ende bei jedem Ausgang ~ gleich viel Geld machen. Klar, ist jetzt vereinfacht ausgedrückt, und da spielt in der Praxis viel mehr eine Rolle, aber so ungefähr kann man es sich vorstellen. Und da diese Annahme schon fraglich ist, glaube ich kaum, dass mit so einer kleinen Edge Geld zu machen ist.

Das ist irgendwie die Frage, man muss doch genau deswegen mit solchen Quoten langfristig Profit machen, da sonst die zwei anderen Wettausgänge für die Bookies Verlust bedeuten würde oder zumindest ein Ungleichgewicht herrschen würde. Sie würden dann zu weit von ihrer angestrebten Auszahlung abweichen.

Es ist halt schon so, dass bei einer Durchschnittsquote von 1,9 die Gewinnwahrscheinlichkeit nicht bei ~52,63% liegt, sondern eher bei 50% oder so, da die Buchmacher halt auch was verdienen wollen. Ich werds mal noch eine Weile weitertesten, die Samplesize ist halt gerade auch noch ein Witz. Aber so 5%+ wäre schon ein Traum und selbst bei meinem Bsp. mit 0,033... Quotenpunkte Edge bedeutet das ja 3,33%, bekommt man auf einer Bank nicht so schnell :)


das es funktioniert steht außer frage imo nur sollte man nicht blind drauf setzen. man sollte sich schon ein bisschen in den sportarten auskennen und die spiele nochmal normal analysieren. dadurch kann man die varianz drücken. und das value eher auf den außenseiter liegt ist ja auch kein geheimnis da der gemeine wetter zu den favs tendiert. auch ein tightes brm am anfang ist denk ich wichtig.
ich glaub ich packs die nächsten wochen auch mal wieder an auf dem papier hat genau dieses system ordentlich funktioniert. auch konnte ich deutliche unterschiede in den sportarten ausmachen bei denen ich normal analysiert hab und mich auskenne wie fußball, tennis und basketball im vergleich zu volleyball eishockey, american football, rugby usw. natürlich 3. polnische basketball liga war irgendwie ne art von lotto.


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