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[Geschlossen] Alles vorprogrammiert?

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LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Hab da schon seit Ewigkeiten gedanken die mich einfach nicht loslassen. Wichtig ist das ich hier niemanden angreiffen will oder ähnliches. Es ist einfach nur mein Mindset und ich versteh nicht warum es so ist:

Irgendwie ist es immer das gleiche. Geh ich an ner Baustelle vorbei seh ich dort die Bauarbeiter. Alle sind 40 und älter. Haben einen Bauch und ne Halbglatze. Wahrscheinlich wird ein großteil die ganze Woche auf Montage sein und nicht nach hause können. Frau hat ihn wahrscheinlich schon verlassen und er wird von der Arbeit dahin gerafft.
Seh ich dann mal jemanden mitte 20 auf der Baustelle stekk ich mir vor das er die ganze Woche rumknüppelt um am WE in der Disko sich komplett volllaufen zu lassen und vllt hier und da mal irgendeine Schla*** abzuschleppen. Wird solange gut gehen bis er halt auch auf die 40 zu geht.

Irgendwie hab ich auch den Eindruck das in Ämtern und in Büros Frauen sitzen die auch schon auf die 40 zugehen. Übergewicht haben und am WE irgendwas machen wie Garten und so.

Männer im Büro wirken auf mich chronisch gestreßt. Haben dadurch Haarausfall und sind körperlich alles andere als Fit.

Auf Baustelle die Chefs in Jeanshose, auch mit nem Bauch, scheinen nicht ausgeglichen zu sein.

Alle kommen nach Arbeit nach Hause, duschen, essen, gucken TV, bis es wieder von vorne losgeht.

Ich könnte so ewig weitermachen. Hoffe mal ihr versteht worauf ich hinaus will. Egal ob Handwerker oder Bürojob. Keiner macht den Eindruck glücklich zu sein und lebt nur so vor sich hin. Alle passen irgendwie in ein Schema.

Habt ihr sowas auch? Gibt euer Mindset vor alles über einen Menschen zu wissen nur weil ihn auf Arbeit seht?

Ich weiß eigentlich das es nicht so ist. Vielleicht ist es ein nur Teil dem es wirklich so geht und ausgerechnet von diesem geh ich immer aus.

Ich weiß im moment beruflich einfach nicht weiter und mir fällt keine Branche ein die grau und eintönig aussieht, wo alles vorprogrammiert ist, wo man mit freude auch dem nachgeht was einen erfüllt.

Wie gesagt ich will niemand angreifen falls er sich angesprochen fühlt. Job allein macht nicht glücklich, das weiß ich auch. Entscheidet ist was man selbst drauß macht aber ich würde gerne mal wissen was mit mir los ist.


26 Antworten

Vielleicht passt das Thema mehr in philosophisches Unter-Forum.

Tja du machst dir DEINE Gedanken was schon mal gut ist.
Natürlich ist alles in unserem System vorprogrammiert. Damit unser technischer Fortschritt und wirtschaftliche Leistung in unserem kapitalistischen System zustande kommt müssen wir ein Anpassungsmechanismus (meist unbewusst)durchlaufen.
Wir werden zu Arbeitssklaven ausgebildet, bekommen für unsere Leistungen Belohnung in Form von Geld was wir dann in Konsum "umtauschen"usw.

In diesem Kreislauf sind wir dann das ganze Leben gefangen und richten uns ein.

Wir werden von Anfang an unseres Lebens auf Leistung getrimmt. Der der mehr leistet wird mehr bewundert und anerkannt kauft sich teure Sachen, Autos und Häuser und wird dadurch noch mehr bewundert. Auf der anderen Seite wird, der der nichts leistet isoliert und als Abschaum oder Schmarotzer betrachtet.
Da bei jedem Menschen von Natur aus eine intellektuelle Grenze gesetzt ist kann nicht jeder Professor oder Top-Arzt werden sondern halt eben Bauarbeiter oder Büromensch was an sich auch nicht schlecht ist, weil jeder somit ein Teil des Systems, ein kleines Rädchen ist.

Damit das System als Ganzes funktioniert und nicht in sich kollabiert darf man die Sinnfrage des Ganzen nicht zu laut stellen.
Wie sagte doch Albert Schweitzer: "Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gefangen gehalten damit er nicht über seinen und den Sinn der Welt zum nachdenken kommt."
Man darf zwar denken was man will aber "funktionieren" und seine Pflicht erfüllen muss man weiterhin. Das nennt man dann freien Willen: Das zu wollen was man wollen darf.


LiveBet24 Themenstarter
LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Original von Martink1979
Vielleicht passt das Thema mehr in philosophisches Unter-Forum.

Tja du machst dir DEINE Gedanken was schon mal gut ist.
Natürlich ist alles in unserem System vorprogrammiert. Damit unser technischer Fortschritt und wirtschaftliche Leistung in unserem kapitalistischen System zustande kommt müssen wir ein Anpassungsmechanismus (meist unbewusst)durchlaufen.
Wir werden zu Arbeitssklaven ausgebildet, bekommen für unsere Leistungen Belohnung in Form von Geld was wir dann in Konsum "umtauschen".

In diesem Kreislauf sind wir dann das ganze Leben gefangen und richten uns ein.

Wir werden von Anfang an unseres Lebens auf Leistung getrimmt. Der der mehr leistet wird mehr bewundert und anerkannt kauft sich teure Sachen, Autos und Häuser und wird dadurch noch mehr bewundert. Auf der anderen Seite wird, der der nichts leistet isoliert und als Abschaum oder Schmarotzer betrachtet.
Da bei jedem Menschen von Natur aus eine intellektuelle Grenze gesetzt ist kann nicht jeder Professor oder Top-Arzt werden sondern halt eben Bauarbeiter oder Büromensch was an sich auch nicht schlecht ist, weil jeder somit ein Teil des Systems, ein kleines Rädchen ist.

Damit das System als Ganzes funktioniert und nicht in sich kollabiert darf man die Sinnfrage des Ganzen nicht zu laut stellen. Man darf zwar denken was man will aber "funktionieren" und seine Pflicht erfüllen muss man weiterhin. Das nennt man dann freien Willen: Das zu wollen was man wollen darf.

Irgendwie ist Leben mal total stupide. Kommt mir zumindestens so vor :f_confused:


Snapshot
Beigetreten: 28.08.2006
Oldschool Grinder

naja... ich kann mich da gut als beispiel nehmen...

hab 4,5 jahre bwl studiert weil ich nicht genau wusste wo ich beruflich hinwollte...hab nach abschluss des studiums 1,5 jahre gearbeitet und hatte den RL Downswing meines Lebens...

dann beschlossen dass es nicht so weitergehen kann und ne neue ausbildugn angefangen...da werrd ich zwar weniegr verdienen aber mit halbwegs freude zur arbeit gehen können


Original von LiveBet24
Irgendwie ist Leben mal total stupide. Kommt mir zumindestens so vor :f_confused:

Arthur Schopenhauer hat was schönes über das Leben geschrieben:

"Aus der Nacht der Bewußtlosigkeit zum Leben erwacht findet der Wille sich als Individuum, in einer end- und grenzenlosen Welt, unter zahllosen Individuen, alle strebend, leidend, irrend; und wie durch einen bangen Traum eilt er zurück zur alten Bewusstlosigkeit. – Bis dahin jedoch sind seine Wünsche grenzenlos, seine Ansprüche unerschöpflich, und jeder befriedigte Wunsch gebiert einen neuen. Keine auf der Welt mögliche Befriedigung könnte hinreichen, sein Verlangen zu stillen, seinem Begehren ein endliches Ziel zu setzen und den bodenlosen Abgrund seines Herzens auszufüllen. Daneben nun betrachte man, was dem Menschen, an Befriedigungen jeder Art, in der Regel, wird: es ist meistens nicht mehr, als die, mit unablässiger Mühe und steter Sorge, im Kampf mit der Noth, täglich errungene, kärgliche Erhaltung dieses Daseyns selbst, den Tod im Prospekt. – Alles im Leben giebt kund, daß das irdische Glück bestimmt ist, vereitelt oder als eine Illusion erkannt zu werden. Hiezu liegen tief im Wesen der Dinge die Anlagen. Demgemäß fällt das Leben der meisten Menschen trübsälig und kurz aus. Die komparativ Glücklichen sind es meistens nur scheinbar, oder aber sie sind, wie die Langlebenden, seltene Ausnahmen, zu denen eine Möglichkeit übrig bleiben mußte, – als Lockvogel. Das Leben stellt sich dar als ein fortgesetzter Betrug, im Kleinen, wie im Großen. Hat es versprochen, so hält es nicht; es sei denn, um zu zeigen, wie wenig wünschenswert das Gewünschte war: so täuscht uns also bald die Hoffnung, bald das Gehoffte. Hat es gegeben; so war es, um zu nehmen. Der Zauber der Entfernung zeigt uns Paradiese, welche wie optische Täuschungen verschwinden, wann wir uns haben hinäffen lassen. Das Glück liegt demgemäß stets in der Zukunft, oder auch in der Vergangenheit, und die Gegenwart ist einer kleinen dunkeln Wolke zu vergleichen, welche der Wind über die besonnte Fläche treibt: vor ihr und hinter ihr ist Alles hell, nur sie selbst wirft stets einen Schatten. Sie ist demnach allezeit ungenügend, die Zukunft aber ungewiß, die Vergangenheit unwiederbringlich. Das Leben, mit seinen stündlichen, täglichen, wöchentlichen und jährlichen, kleinen, größern und großen Widerwärtigkeiten, mit seinen getäuschten Hoffnungen und seinen alle Berechnung vereitelnden Unfällen, trägt so deutlich das Gepräge von etwas, das uns verleidet werden soll, daß es schwer zu begreifen ist, wie man dies hat verkennen können und sich überreden lassen, es sei da, um dankbar genossen zu werden, und der Mensch, um glücklich zu sein. Stellt doch vielmehr jene fortwährende Täuschung und Enttäuschung, wie auch die durchgängige Beschaffenheit des Lebens, sich dar als darauf abgesehen und berechnet, die Überzeugung zu erwecken, dass gar nichts unseres Strebens, Treibens und Ringens werth sei, daß alle Güter nichtig seien, die Welt an allen Enden bankrott, und das Leben ein Geschäft, das nicht die Kosten deckt; – auf dass unser Wille sich davon abwende"


LiveBet24 Themenstarter
LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Original von Snapshot
naja... ich kann mich da gut als beispiel nehmen...

hab 4,5 jahre bwl studiert weil ich nicht genau wusste wo ich beruflich hinwollte...hab nach abschluss des studiums 1,5 jahre gearbeitet und hatte den RL Downswing meines Lebens...

dann beschlossen dass es nicht so weitergehen kann und ne neue ausbildugn angefangen...da werrd ich zwar weniegr verdienen aber mit halbwegs freude zur arbeit gehen können

Wie äußerte sich der RL Downswing bei dir? Ich glaub ich hab den gleichen scheiss im moment (Krise) ... :(


Snapshot
Beigetreten: 28.08.2006
Oldschool Grinder

ich hatte ne ausgewachsene Depression und habe mir professionelle Hilfe gesucht...denke ohne diesen Entschluss wär ich heute immer noch nicht wieder in der spur


LiveBet24 Themenstarter
LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Original von Snapshot
ich hatte ne ausgewachsene Depression und habe mir professionelle Hilfe gesucht...denke ohne diesen Entschluss wär ich heute immer noch nicht wieder in der spur

Wie ich es im Forum schon so oft gehört habe. Ich habe einige Threads gestartet und immer wieder kommt heraus das ich Depressionen hab und professionelle Hilfe brauch.Ich schaffs aber nicht oder will es nicht schaffen.

Wie kamst du dazu dir Hilfe zu suchen? Wenn du lieber PN schreiben willst ich schick mal n Freundschaftsangebot rüber.Dann ist nicht so öffentlich


@OP: ich würd mal behaupten, du hast einfach die dicken klischees im kopf. versuch doch mal, nicht alles in eine schublade zu stecken. du musst dir einfach mal vorstellen können, dass die leute, deren branche du als grau und eintönig im kopf hast durchaus spaß an ihrer arbeit haben und genau das machen was sie wollen. dass du "genau weißt" was die leute in ihrer freizeit machen, bestätigt das.
ich denke, das problem liegt bei dir und in deinem kopf. :)


Arbeite auf dem Bau und was du schreibst stimmt vorne und hinten nicht. Gibt sogar viele Leute auf dem Bau die Abi gemacht haben und jetzt eben dick Kohle im Baugeschäft machen. Das sind natürlich eher die Ausnahmen, allerdings habe ich jetzt bereits einige solche kennengelernt, die es weitaus weiter gebracht haben finanziell und auch körperlich (teilweise arbeiten noch Leute mit 80+ auf dem Bau und sind fit wie ein Turnschuh) als viele im Büro.


LiveBet24 Themenstarter
LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Original von roester
@OP: ich würd mal behaupten, du hast einfach die dicken klischees im kopf. versuch doch mal, nicht alles in eine schublade zu stecken. du musst dir einfach mal vorstellen können, dass die leute, deren branche du als grau und eintönig im kopf hast durchaus spaß an ihrer arbeit haben und genau das machen was sie wollen. dass du "genau weißt" was die leute in ihrer freizeit machen, bestätigt das.
ich denke, das problem liegt bei dir und in deinem kopf. :)

das glaube ich auch. ich bin mir ganz sicher das es nur in meinem kopf zu dem wird was ich so hier schreibe. aber obwohl ich weiß das es mein mindset ist kann ich nichts dagegen machen. ich schnalls einfach nicht :(


LiveBet24 Themenstarter
LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Original von Geonosis
Arbeite auf dem Bau und was du schreibst stimmt vorne und hinten nicht. Gibt sogar viele Leute auf dem Bau die Abi gemacht haben und jetzt eben dick Kohle im Baugeschäft machen. Das sind natürlich eher die Ausnahmen, allerdings habe ich jetzt bereits einige solche kennengelernt, die es weitaus weiter gebracht haben finanziell und auch körperlich (teilweise arbeiten noch Leute mit 80+ auf dem Bau und sind fit wie ein Turnschuh) als viele im Büro.

das weiß ich auch irgendwie unterbewusst aber in meinem kopf lässt es sich nicht drehen. ich weiß einfach nicht warum.
ich hatte gehofft hier leute zu finden denen es genauso geht/ging und irgendwie erklären können was ich dagegen tun kann :f_cry:


es gibt auch viele Menschen, die sich nicht über ihren Job definieren. Für die reicht es, wenn der Job einigermaßen zu schaffen ist und körperlich nicht zu belastend.

Der Lebensinhalt ist dann eben die Familie und der Ausflug am Wochenende, bzw. die Grillabenden mit dem Nachbaarpärchen.

Ich habe auch einbißchen das Gefühl, dass du in deinen eigenen Ansprüche etwas gefangen bist. So im Sinne von: Du würdest gerne einen bedeutsamen, gesellschaftlich sehenswerten Job haben, weißt aber nicht welcher das sein könnte und kommst im Leben deswegen derzeit nicht weiter.


Quaalude
Beigetreten: 28.10.2007
PokerStrategist

Naja, ist jetzt keine vollkommen neue Erkenntnis, dass Arbeiten scheiße ist.
Am besten man bringt sich nach dem Studium bzw. vor der Ausbildung um.


Und daß, was für dich besonders beduetend zu sein scheint, die Haare weniger und der Bauch größer wird passiert auch ohne Job auf dem Bau oder im Büro


LiveBet24 Themenstarter
LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Irgendwie geht es doch nur darum glücklich zu sein.
man muss sich freuen am nächsten tag wieder auf arbeit zu sein, egal ob wegen dem projekt oder den kollegen oder weils einem spaß macht. Man darf nicht denken "fuck heute ist sonntag, morgen wieder zur arbeit :/"
genauso muss man sich auf zuhause freuen. Egal ob wegem dem hobby (am rechner zocken, der garten, usw.) oder wegen der freundin, dem haustier, der familie, dem eigenem kind.

Eins von beidem reicht vllt auch schon? Was meint ihr?


GermanEagle89
Beigetreten: 15.12.2007
Elite Grinder

Ich denke mal, der Thread ist hier besser aufgehoben.

Gruß Alex


OstapBender
Beigetreten: 29.01.2007
BlackMember

Mal eine theoretische These: Die Menschen, die sich über das schlechte
"System" und die böse Welt aufregen, würden auf Dauer auch nicht glücklich werden, wenn sie auf einmal in ihre "Traumwelt" versetzt würden.

Und was genau hindert einen daran, ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen, ausser seinen eigenen Ängsten und Vorurteilen? Damit ist aber nicht ein problem- und sorgenloses Leben gemeint, sonst wärs ja langweilig ;)


Original von Martink1979
Vielleicht passt das Thema mehr in philosophisches Unter-Forum.

Tja du machst dir DEINE Gedanken was schon mal gut ist.
Natürlich ist alles in unserem System vorprogrammiert. Damit unser technischer Fortschritt und wirtschaftliche Leistung in unserem kapitalistischen System zustande kommt müssen wir ein Anpassungsmechanismus (meist unbewusst)durchlaufen.
Wir werden zu Arbeitssklaven ausgebildet, bekommen für unsere Leistungen Belohnung in Form von Geld was wir dann in Konsum "umtauschen"usw.

In diesem Kreislauf sind wir dann das ganze Leben gefangen und richten uns ein.

Wir werden von Anfang an unseres Lebens auf Leistung getrimmt. Der der mehr leistet wird mehr bewundert und anerkannt kauft sich teure Sachen, Autos und Häuser und wird dadurch noch mehr bewundert. Auf der anderen Seite wird, der der nichts leistet isoliert und als Abschaum oder Schmarotzer betrachtet.
Da bei jedem Menschen von Natur aus eine intellektuelle Grenze gesetzt ist kann nicht jeder Professor oder Top-Arzt werden sondern halt eben Bauarbeiter oder Büromensch was an sich auch nicht schlecht ist, weil jeder somit ein Teil des Systems, ein kleines Rädchen ist.
.

definitiv nicht in deutschland...


Original von LiveBet24
Irgendwie geht es doch nur darum glücklich zu sein.
man muss sich freuen am nächsten tag wieder auf arbeit zu sein, egal ob wegen dem projekt oder den kollegen oder weils einem spaß macht. Man darf nicht denken "fuck heute ist sonntag, morgen wieder zur arbeit :/"
genauso muss man sich auf zuhause freuen. Egal ob wegem dem hobby (am rechner zocken, der garten, usw.) oder wegen der freundin, dem haustier, der familie, dem eigenem kind.

Eins von beidem reicht vllt auch schon? Was meint ihr?

Naja das mit dem glücklich sein ist halt so eine Sache.
Das perfekte Leben gibt es nun mal nicht. Was mir geholfen hat: Schreib dir alles auf was dir nicht passt, wo du denkst, dass es dich ankotzt.
Dann gehst du einfach Punkt für Punkt deine Liste durch und änderst es!
Ist einfacher als es sich anhört.
Nach einer Weile merkst du aber, dass du DEIN Leben in Griff bekommst wenn du fest an DICH glaubst.

Hier noch gutes Buch: Peter Lauster: "Lebenskunst, Ausbruch zur inneren Freiheit" Gut geschrieben und du wirst dich oft wiederfinden.
Hier paar Auszüge: ..."Wenn ich eine Regel gehorche, dann fühle ich mich sicher, denn ich kann mich an die Regel klammern und ihr die Schuld geben, wenn etwas schief geht. Liefere ich mich aber dem Leben aus, dann muss ich subjektiv sein,denn hier gibt es keine Sicherheit. Wir haben nicht gelernt zu sagen: Ich empfinde so und so, das ist mein Gefühl ich stehe dazu, auch wenn die anderen etwas anderes fühlen. Wir haben leider nur selten erfahren welche Sicherheit in der Unsicherheit entstehen kann..."

und weiter: "..wenn ich mich dem Strom des Lebens ausliefere, mit dem Strom mitgehe, dann fühle ich mich auf mich selbst und die augenblickliche Situation bezogen. Je näher ich den Augenblick bin und mich zu dem Moment bekenne, gleichgültig was geschieht, unabhängig von allen Meinungen und Regeln, umso näher bin ich bei mir selbst. Wenn ich die Unsicherheit akzeptiere und annehme, dann stehe ich mir selbst am nächsten. Wenn wir die Sicherheit suchen, werden wir zu Sklaven dieser Sicherheit, wir vermeiden das Experiment. Je mehr wir nach Sicherheit streben, desto stärker schwindet aus unserem Leben die Spontanität des Augenblicks, desto starrer stehen wir im Wind und desto zerbrechlicher werden wir...Wir sollten also erkennen, dass erst in der Unsicherheit unsere innere Mitte für uns selbst sichtbar werden kann. Wir sollten die Unsicherheit als etwas Positives begreifen. Je intensiver und bewusster wir in das Unsichere hineingehen, desto stärker kann die innere Sicherheit des Subjektiven und Individuellen wachsen. Der innere Kern in uns muss erfahren werden, muss wachsen damit ich mir selbst sicher bin. Oberflächliche Sicherheit durch Anklammerung an Regeln und Systeme versklaven mich, raubt mir die Chance, mich wirklich zu erfahren. Das befolgen von Regeln und guten Ratschlägen mag mich beruhigen, aber ich gehe schwach daraus hervor und versäume die Chance zum inneren Wachstum und zur Entfaltung meiner inneren Kraft."


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