Original von Diddy81
Meine Voraussetzungen waren damals etwas anders. Ich hatte fertigstudiert, dann 5 Jahre gepokert und mich dann beworben. Ich habe es damals in meine Bewerbung reingeschrieben und habe auch einen Job bekommen. Ich könnte mir vorstellen, dass es aber auch immer etwas auf die Branche ankommt.
Ich glaube aber, dass es für dich weniger entscheidend sein wird wie du das formulierst, da du zuerst Poker gespielt hast und dann studiert. Erfahrungsgemäß sind die letzten Erfahrungen die wichtigeren. Als ich mich nach meinem ersten Job weiterbeworben habe, war das Thema Poker schon viel weniger ein Thema, da ich Berufserfahrung in dem Themengebiet hatte und es eigentlich nur noch um diese Erfahrungen ging.
Wichtig ist imo in der Bewerbung und auch im Vorstellungsgespräch, dass du für einen Laien erklären kannst, was du da gemacht hast und welche Skills du dadurch verbessert hast. Das am besten in eine "unternehmerische" Sprache übersetzen und aufzeigen wie du diese erworbenen Skills in dem zukünftigen Job anwenden kannst. Sonst versteht dich keiner. + Eine gute Antwort auf die Frage zu haben, warum du auf einmal nach 8 Jahren aufgehört hast.
Aus meiner Erfahrung, geht es in einer Bewerbung darum deinem zukünftigen Chef (imo wichtiger als Personaler) aufzuzeigen, dass
a) du du topmotiviert und "geil" auf den Job bist.
b) du Schnittmengen in deinem Lebenslauf und dem Jobprofil hast.
c) netter Typ bist und ins Team passt.
Wichtig ist - wie du schon sagst - die Branche. Poker würde ich nicht unbedingt nennen, sondern übergreifend Online-Gaming (im Gespräch kann man dann ja etwas dazu erzählen).
Bei unternehmerischer Sprache sollte man aufpassen und nicht übertrieben. Es reicht definitiv, wenn man den grundsätzlichen Ablauf (Vorbereitung/Strategie, Nachbereitung, Tagesplanung, etc.) darstellt.
Lücken sind auch nicht schlimm, man sollte nur gute Antworten haben und ehrlich wirken.