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Ausgenutzt im Praktikum?

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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

Original von ptLoCkE93

Original von draghkar

3) Stur ihre Arbeit machen und vor allem nach 8(!) Stunden nach Haus gehen, ganz egal was der Chef sagt. Es auch diesbezüglich auf Konfrontation ankommen lassen. Genauso im Fachlichen. Oft bei Vorgesetzten nachfragen, ob man etwas fordernde Arbeiten machen kann.

Meine Wahl wäre Nr 3. Es ist halt nur ein Praktikum und es sind nur 8 Wochen...

So entstehen Mobbingopfer - wie niemand die Leute leiden kann die auf Arbeit nach punkt 8 Std. sagen ich mach jetzt Feierabend.

Traurige Aussage - auf so vielen Ebenen.


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Zitat
GeraldG
Beigetreten: 24.05.2011
Poker Player

jo, einfach die 8 Wochen durchziehen und beim nächsten Praktikum sich vorher etwas genauer umschauen, gezielter Fragen was die Aufgaben sind, den Arbeitsvertrag vor dem ersten Arbeitstag unterschreiben etc?


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Ich würde vermuten, dass sie zu einem großen Teil selbst Schuld ist und das ganze als Erfahrung ansehen soll. Beim nächsten Start in ein Unternehmen kann sie sicherlich einiges anders machen.

Sie verdient dort kein/kaum Geld, sie möchte nicht dort übernommen werden und macht am Anfang direkt den Fehler, dass sie dort wie jeder Andere arbeitet, der dort Geld verdient oder am StartUp beteiligt ist. Wahrscheinlich etwas übermotiviert nach soviel Schule/Studium.

Ich glaube, wenn sie von Anfang an ihre 8 Stunden ableisten würde und diese Zeit gut arbeitet, dann hätte auch keiner etwas dagegen wenn sie pünktlich nach Hause geht. Ich würde es eher komisch finden, wenn sie sich den Arsch (für nichts) dort aufreist. Aber wenn man einmal etwas mehr macht, dann ist es für die Anderen auch schnell normal und es würde negativ aufallen, wenn man etwas weniger macht.

Selbst im Schülerpraktikum als 17 Jähriger im Informatikbereich habe ich mich "geweigert" für die anderen Kaffee zu kochen, da ich auch selbst keinen Kaffee trinke. Da hat am zweiten Tag auch keiner mehr was gesagt. Bin mit allen super ausgekommen und hatte später ein sehr gutes Zeugnis. Grundsätzlich denke ich mir, dass ich bei einem kostenlosen Praktikum oder bei einer Ausbildung da bin um etwas zu lernen.

Als Chef würde ich mich auch über jede Vollzeitkraft freuen, die nur 8 Stunden arbeitet und schon gar nicht auf die Idee kommen es negativ anzusehen, wenn diese kostenlose Vollzeitkraft 2 Stunden weniger als ich selbst arbeiten würde. Feuern wäre wohl noch blöder...


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Zitat
KingGani
Beigetreten: 08.06.2007
Oldschool Grinder

kA was es hier so viel rumzuphilosophieren gibt.
Wurde doch alles schon gesagt.

Original von draghkar
Um pragmatisch zu antworten: Es sind nur 8 Wochen. Im Prinzip bleiben dann 3 Möglichkeiten:
1) In den sauren Apfel beißen und durchziehen. Arschbacken zusammen. Es sind ja nur wenige Wochen.
2) Kündigen und etwas Neues suchen wenn es sie so sehr belastet
3) Stur ihre Arbeit machen und vor allem nach 8(!) Stunden nach Haus gehen, ganz egal was der Chef sagt. Es auch diesbezüglich auf Konfrontation ankommen lassen. Genauso im Fachlichen. Oft bei Vorgesetzten nachfragen, ob man etwas fordernde Arbeiten machen kann.

Meine Wahl wäre Nr 3. Es ist halt nur ein Praktikum und es sind nur 8 Wochen...

Wenn man da offensichtlich keine Anreize bekommt so ein Arbeitspensum in irgendeiner Weise zu rechtfertigen würde ich auch zu 3. tendieren. Beziehungsweise vorher das Gespräch suchen und dann gegebenenfalls zu 3. .
Und die Sklaventreiber von wegen "ist doch normal.." und pipapo, das ist einfach das Dümmste Argument. Natürlich wird man, gerade im Pflichtpraktikums bereicht oft unverhältnismäßig bezahlt usw. aber das dadurch zu rechtfertigen ist einfach nur dumm. Nur weil dort ein gesetzlicher Spielraum besteht ist das nicht mit einem moralischen Spielraum gleichzusetzen.
Andersum kann man es auch als Erfahrungssammlung für das Unternehmen sehen, das nächste mal vielleicht etwas besser mit Praktikanten umzugehen. Ein Callcenterjob mit dem Gehalt hat nämlich nichts mit einem Praktikum zu tun und ist einfach nur Ausnutzen des gestzlichen Freiraums und der Zwangssituation der Studenten.


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Zitat
pokerwOOt
Beigetreten: 17.06.2006
PokerStrategist

Willkommen in der Realität, Praktika sind Ausbeute. Wenn du Glück hast, lernst du was, ansonsten bist du günstige Arbeitskraft. In Zukunft wird sie wissen, wie man so etwas konkret angeht und bereits im Vorstellungsgespräch besser zu verhandeln wissen. Ansonsten einfach offen drauf ansprechen, dass sie gerade nicht mehr als acht Stunden arbeiten kann.


Antwort
Zitat
KingGani
Beigetreten: 08.06.2007
Oldschool Grinder

Original von pokerwOOt
Willkommen in der Realität, Praktika sind Ausbeute. Wenn du Glück hast, lernst du was, ansonsten bist du günstige Arbeitskraft. In Zukunft wird sie wissen, wie man so etwas konkret angeht und bereits im Vorstellungsgespräch besser zu verhandeln wissen. Ansonsten einfach offen drauf ansprechen, dass sie gerade nicht mehr als acht Stunden arbeiten kann.

Wieso kann? Würde da nicht rumlügen und einfach sagen, dass man es nicht macht aus den und den Gründen. Diese Unehrlichkeit die eh jeder durschaut sorgt doch erst für die richtigen Konflikte.


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Hiob07
Beigetreten: 06.02.2007
PokerStrategist

@ OP: Arbeitet deine Freundin bei T. F. ?


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Zitat
GeraldG
Beigetreten: 24.05.2011
Poker Player

Es ist aber in der Tat so, dass viele Startups gerade Pflichtpraktikanten (für Pflichtpraktikas gelten die Regelungen es Mindestlohns nicht) einfach als billige Arbeitskräfte benutzen um beispielsweise Backends mit Content zu füllen usw.


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Zitat

einfach mal 8 Wochen durchziehen wo ist das Problem?

bzw. was war denn die Erwartungshaltung wenn man bei einem Startup anfängt, ist doch so obv. das du da mit normalen 8h Arbeit nicht auskommst.


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Nenne mir doch mal ein Grund warum sie mehr als 8 Stunden arbeiten sollte für quasi umsonst? Wenn sie das so direkt nicht äußern will, dann kann man auch einfach sagen, dass man nach der Arbeit noch für die Uni lernen muss. Wer hat denn da bitte kein Verständnis?

Als ob der Startupgründer ohne Anreize da seine 10 Stunden+ machen würde...


Antwort
Zitat

die Frage ist, was war ihre Erwartungshaltung und was ist das Ziel des Praktikums aus ihrer Sicht, wenn sie später in der Branche oder sogar dort anfangen will, dann muss sie durchziehen und das eben auch mehr als 8h. Wenn ihr es am Arsch vorbeigeht und es ja nur als Pflichtpraktikum angesehen wird dann soll sie halt ihre Pausenzeiten konsequenter einhalten, und Dienst nach Vorschrift machen. Dann darf Sie sich aber auch nicht beschweren wenn die Kollegen sie schief anschauen, egal was sie macht ich sehe die Situation nicht so verbissen weil es nur 8 Wochen sind.


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Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Wahrscheinlich gibt es wirklich so Leute, aber ich würde einfach nie auf die Idee kommen eine Person komisch anzuschauen, die zwei Monate lang, jeweils 8 Stunden für mich umsonst gute Arbeit macht.


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Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005
Oldschool Grinder

Original von habeichja
die Frage ist, was war ihre Erwartungshaltung und was ist das Ziel des Praktikums aus ihrer Sicht, wenn sie später in der Branche oder sogar dort anfangen will, dann muss sie durchziehen und das eben auch mehr als 8h. Wenn ihr es am Arsch vorbeigeht und es ja nur als Pflichtpraktikum angesehen wird dann soll sie halt ihre Pausenzeiten konsequenter einhalten, und Dienst nach Vorschrift machen. Dann darf Sie sich aber auch nicht beschweren wenn die Kollegen sie schief anschauen, egal was sie macht ich sehe die Situation nicht so verbissen weil es nur 8 Wochen sind.

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Es hängt halt wirklich alles vom Ziel ab, das hat halt OP leider nicht gepostet...

Wenn es ihr auf das Praktikumszeugnis ankommt, dann sollte das Anreiz genug sein 10h+ zu arbeiten. Ich kenne Leute, die haben im Investmentbanking als Praktikant von 9 bis 12 Uhr nachts gearbeitet + Samstag und Sonntag. Macht man halt mal für paar Wochen, wenn man dann ein super Praktikumszeugnis danach bekommt, das die Eintrittskarte zu coolen Jobs ist...


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grimbadul
Beigetreten: 20.08.2009
PokerStrategist

Wenn jemand denkt, dass ein zweimonats Praktikant ihm seine Arbeit abnehmen kann, dann ist er obv selbst ne Pfeife oder sein Aufgabengebiet austauschbar

Spoiler

noch dazu wenn man dies von nem sozialwissenschaftler erwartet :coolface: "Fachkraft" soso


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Original von grimbadul
Wenn jemand denkt, dass ein zweimonats Praktikant ihm seine Arbeit abnehmen kann, dann ist er obv selbst ne Pfeife oder sein Aufgabengebiet austauschbar

Spoiler

noch dazu wenn man dies von nem sozialwissenschaftler erwartet :coolface: "Fachkraft" soso

Wenn man eine intelligente Frau mit einer freundlichen Stimme bekommt und sie 2 Monate telefonieren läßt, dann bin ich sogar überzeugt, dass sie bessere Arbeit als der Chef machen kann in dem Bereich.


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Zitat
Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005
Oldschool Grinder

Ich denke, die Quintessenz des Postes von habeichja ist, dass sie zuerst mal darüber nachdenken sollte, was ihr Ziel mit dem Praktikum ist. Danach sollte sie entscheiden, wie sie sich weiter verhält. Da steht halt nichts von "zum Sklaven machen".

Kann auch nicht nachvollziehen, wieso das von so vielen negativ bewertet wird. Für mich war das bisher der beste Tipp in dem Thread...


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Spielratte
Beigetreten: 23.01.2012
PokerStrategist

Original von Diddy81
Ich denke, die Quintessenz des Postes von habeichja ist, dass sie zuerst mal darüber nachdenken sollte, was ihr Ziel mit dem Praktikum ist. Danach sollte sie entscheiden, wie sie sich weiter verhält. Da steht halt nichts von "zum Sklaven machen".

Das ist auch ein sinnvoller Ratschlag. Mich persönlich hat das mal acht Wochen durchziehen und sind ja nur acht Wochen einfach gestört. Man lässt sich einfach nicht ausnutzen. Schon gar nicht von Arbeitgebern. Arbeitszeit kostet Geld – wenn jemand will, dass ich länger arbeite, muss er mich auch entsprechend entlohnen. So einfach ist das. Was hast du davon, deinem Arbeitgeber Geld zu sparen? Richtig: Nichts. Das Unternehmen gehört dir nicht und der Arbeitgeber merkt, dass er weitermachen kann wie gehabt, weil es ja so üblich ist. Das geht nicht, dagegen muss sich jeder sträuben.


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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

Mit der Einstellung dürfte es schwierig werden einen guten Job mit Sozialwissenschaften zu finden. Bei einer Festanstellung teile ich deine Meinung, bei einem Praktikum wo die Praktikantin sogar die Arbeit eines Festangestellten macht ist deine Reaktion einfach überzogen. Es wird niemand gezwungen 10h+ am Arbeitsplatz zu sein, dann geht man halt nach 8 ... so what.


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Play4forlife
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Kommunikation ist der Schlüssel.
An und für sich kann ich das Gefühl nachvollziehen, dass sie sich ausgenutzt fühlt. Aber ohne die im Vorfeld geführten Gespräche zu kennen und das Verhältnis zwischen MAs untereinander und Chef, ist es schwer hier mehr zu sagen.

Kann von “durchziehen“ bis “Dienst nach Vorschrift“ so ziemlich alles richtig/falsch sein. Wenn ich zum Beispiel im Gespräch merke, dass ich dem Chef am Arsch vorbei gehe wird klar nur noch im gesetzlichen/vertraglichen Rahmen gearbeitet.
Wenn ich merke, dass der Chef wirklich an einer Verbesserung der Situation interessiert ist oder halt gut darlegt warum, weshalb, etc. dann beiß ich auch mal in den sauren Apfel. Kann ja auch gut Schule für ein eventuelles eigenes Startup sein oder gute Connection für nach dem Studium.


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Newcomer58
Beigetreten: 02.06.2010
PokerStrategist

Ist auf jeden Fall ärgerlich, aber einfach durchziehen. 8 Wochen sind jetzt auch nicht übermäßig lang, dass man sich da nicht durchbeißen kann.

Wenns gar nicht geht, evtl. mal Gründer ansprechen, ich würds aber nicht machen glaub ich.


Antwort
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