Tschechien ist bekannt für die Vergabe von schnellen Doktortiteln.
Vorteil: Innerhalb von zwei Semester kann man es schaffen, es gibt keine Präsenzphasen und die Dissertation kann auch auf Deutsch oder Englisch verfasst werden.
Nachteil: Den Titel darf man in Deutschland seit ein paar Jahren nicht mehr als "Dr." führen, sondern muss diesen nun als "PhDr." firmieren. Auch erwartet dein zukünftiger Doktorvater eine Spende von dir (5k€+ Minimum).
In Italien gibt es dann noch die Möglichkeit, nach dem Bachelor-Abschluss anstatt eines Masters einen eher empirisch ausgerichteten Abschluss zu machen, mit dem man sich dann Dr. nennen kann. Ist praktisch auch nur ein Master, aber mit etwas anderen Studieninhalten und eine richtige Doktorarbeit schreibt man auch nicht. In Italien ist der Unterschied vom "Master Dr." zum richtigen Doktor wohl bekannt, hier in Deutschland wissen das aber nur die Wenigstens und soweit mir bekannt, darf man den "Master Dr." hier auch als einfachen "Dr." führen.
Aber jetzt noch ein Doktortitel anzustreben halte ich auch für Zeitverschwendung. Der wird sich die nächsten Jahre noch weiter inflationär ausbreiten und gleichzeitig wird die Reputation weiter schwinden. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es in den nächsten fünf Jahren die ersten Doktoranden-Studiengänge in Teilzeit an irgendeiner Fern-Fachhochschule geben wird, so wie der verlinkte Artikel hier schon andeutet. Titel alleine werden einfach immer nichtssagender. Sei froh, wenn du noch ein Diplom-Abschluss machen konntest. Den musste man sich im Vergleich zu vielen Master-Abschlüssen echt noch erarbeiten.
BTW: Wo hast du studiert mit deinem Wiwi-Abschluss?