da mein text jetzt viel länger wurde als zu beginn angedacht, pack ichs mal in nen spoiler.
Spoiler
Du machst ja grad so, als wenn im Strukturvertrieb Produkte von irgendeinem Finanzhai verkauft werden.
das trifft es ziemlich gut. zumindest da, wo aggressiv und für den verkäufer profitabel verkauft wird.
Glaubst Du, dein Bankberater oder Agenturmitarbeiter berät dich besser?
wenn ich etwas davon hätte: nein
Die machen doch dasselbe, pushen auch nur die eigenen Produkte. Die wirken nur seriöser, weil sie in nem Büro sitzen und ne lange Ausbildung haben.
das ist nicht nur richtig, sondern auch äußerst bedenklich
Musst nur mal die Allianz anschauen. Das ist die größte Versicherung in D, aber bestimmt nicht wegen ihrer tollen Produkten
was du nicht sagst ♦
es gäbe natürlich die möglichkeit, seriös zu beraten. um das ganze aber unabhängig von provisionsgier zu machen, ist ein honorar von nöten.
aber wer ist schon bereit, jemandem ein honorar zu zahlen, wenn er das in seinen augen gleiche auch bei finanzonkel um die ecke "kostenlos" bekommt?
aber "unabhängigkeit" und "arbeiten im interesse des kunden" sind auch bei einem berater, der honorar verlangt, meistens nur ein versprechen, welches letztlich nicht gehalten wird. wiviele finanzberater/verkäufer, die hauptsächlich mit kleinkunden zu tun haben, können fundiertes ökonomisches und juristisches fachwissen vorweisen? jemand mit so umfangreichen kompetenzen will bestimmt nicht von couch zu couch tingeln und die günstigsten lösungen für 100€ sparpläne zusammenbasteln. das für so einen kompetenten berater angemessene honorar wäre für jeden kleinsparer total unverhältnismäßig. und auf provisionsbasis läufts mehr oder weniger immer daeauf hinaus, dass die teuersten produkte an den mann gebracht werden.
mein standpunkt:
kompetente und kostengünstige beratung gibt es nicht, auch wenn alle genau das versprechen. und ausghend davon kann ein job in dem bereich, vorallem als nebenjob, nicht erstrebenswert sein.
für den verkäufer gehts vielleicht um 50€ mehr oder weniger. für den kunden gehts im ernstfall darum, ob die versicherung zahlt oder nicht oder wieviel. jegliche personenschäden, egal ob man slbst jemanden schadet oder vielleicht selbst berufsunfähig wurde, können den finanziellen ruin bedeuten.
nach 40 jahren sparen ist es ben auch intressant, ob man es tatsächlich geschfft hat, vermögen anzuhäufen oder ob man hauptsächlich provisionen und gebühren von versicherungspolicen bezahlt hat.
die eigentliche frage ist jedoch, warum überhaupt die menschen zu faul sind, sich selbst um ihr hart verdientes geld zu kümmern. die leute gehen 40 oder 50 stunden die woche buckeln, beschweren sich über ihr, knappe kassen und um drohende altersarmut, aber wollen dann am besten gar nicht wissen, was mit dem geld passiert, welches sie jemandem anvertrauen, von dem sie von vorn herein davon ausgehen, dass es ein gauner ist. schlechteres ansehen als versicherungsverkäufer hat wohl kaum ein anderer beruf.
der eine oder andre mag sagen: die "kunden" sind selbst schuld, wenn sie sich kram andrehen lassen, der nix taugt.
dennoch halte ich beihilfe zum finanziellen ruin für verwerflich. dabei spielt keine rolle, ob es mit vorsatz oder aus unwissenheit (nebenjob) geschieht. es ist auch egal, ob vielleicht nur 1 von 1.000 gravierende probleme bekommt.
wiee gesagt... ein staubsauger oder ne küchenmaschine sind einmalige anschaffungen, die kaum zukunfts- und existenzrelevant sind.
keiner würde von jemandem im nebenjob als arzt oder jurist behandelt/beraten werden wollen. aber wenns um de kohln geht, ists anscheinend nicht mehr so wichtig ^^
hab beim überfliegen viel ausdrucjsgulasch entdeckt, vorallem bei sätzen, die ich nicht vollständig korrigiert habe beim tippen.
hab aber jetzt keine lust, alles nochmal zu korrigieren. einfach mit fantasie und nachsicht das richtige lesen ♦